Persönliches Budget - Amtsarzt zwingend erforderlich?

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Gast
Moin,

zum Thema pers. Budget bin ich nun trotz Lesens der z.T. sehr aufschlußreichen Seiten des Paritätischen,des VdK ff in einem Punkt noch nicht weitergekommen.
Ich bat um ein Beratungsgespräch und die SB -GruSi -Amt- meinte, ich solle ein Attest des Hausarztes mitbringen, welches belegt, auf welche Dienstleistungen ich angewiesen sei.
Auf meinen Einwand, dass ein Attest nun kostenpflichtig sei und ich vorab um Kostenzusicherung ersuche, meinte sie (nach kurzem Gemurmel mit der Kollegin im Off :biggrin:) dass ich ohnehin dem ÄD überstellt würde, denn, O-Ton: das kostet uns nix.
Die Ärztin des Gesundheitsamtes strotzte schon bei früheren Begegnungen vor Freundlichkeit und enormer (auch sozialer) Kompetenz :icon_kotz:, Klartext, das kann und will ich mir nicht mehr antun!
Daher meine Frage:
Ist es bei nachgewiesenen körperlichen Einschränkungen und einen GdB 70 ohne Merkzeichen wirklich zwingend erforderlich, beim Gesundheitsheitsamt vorstellig zu werden?
Aktuelle Befunde können erbracht werden und nur aus Kostenersparnisgründen auf ein vernünftiges Attest zu verzichten und statt dessen auf das Ges.Amt zu verweisen, halte ich für grenzwertig.
Gibt es/kennt jemand Rechtsgrundlagen, aus denen explizit hervorgeht, welche Nachweise der Antragsteller wie zu erbringen hat?
Trotz Intensiv-Googeln konnte ich dazu leider nichts finden und wäre über Informationen dankbar.

BudgetAktiv

fG
Christine
 

Silvia V

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Moin,

zum Thema pers. Budget bin ich nun trotz Lesens der z.T. sehr aufschlußreichen Seiten des Paritätischen,des VdK ff in einem Punkt noch nicht weitergekommen.
Ich bat um ein Beratungsgespräch und die SB -GruSi -Amt- meinte, ich solle ein Attest des Hausarztes mitbringen, welches belegt, auf welche Dienstleistungen ich angewiesen sei.
Auf meinen Einwand, dass ein Attest nun kostenpflichtig sei und ich vorab um Kostenzusicherung ersuche, meinte sie (nach kurzem Gemurmel mit der Kollegin im Off :biggrin:) dass ich ohnehin dem ÄD überstellt würde, denn, O-Ton: das kostet uns nix.
Die Ärztin des Gesundheitsamtes strotzte schon bei früheren Begegnungen vor Freundlichkeit und enormer (auch sozialer) Kompetenz :icon_kotz:, Klartext, das kann und will ich mir nicht mehr antun!
Daher meine Frage:
Ist es bei nachgewiesenen körperlichen Einschränkungen und einen GdB 70 ohne Merkzeichen wirklich zwingend erforderlich, beim Gesundheitsheitsamt vorstellig zu werden?
Aktuelle Befunde können erbracht werden und nur aus Kostenersparnisgründen auf ein vernünftiges Attest zu verzichten und statt dessen auf das Ges.Amt zu verweisen, halte ich für grenzwertig.
Gibt es/kennt jemand Rechtsgrundlagen, aus denen explizit hervorgeht, welche Nachweise der Antragsteller wie zu erbringen hat?
Trotz Intensiv-Googeln konnte ich dazu leider nichts finden und wäre über Informationen dankbar.

BudgetAktiv

fG
Christine

Dazu gibt es keine Rechtsgrundlagen,es kann sehr individuell gehandhabt werden.Deshalb ist es auch nicht unüblich,das vom Grusi -Amt ein Auftrag zur Feststellung der „wesentlichen Behinderung“ an das Gesundheitsamt geht.
Du hast natürlich auch die Möglichkeit eigene Gutachter vorzuschlagen,doch das wird meist ignoriert und so verzögert sich die Bearbeitung um Wochen und Monate.
Inzwischen gibt es Kritik an der Umsetzung des persönlichen Budget,da die gesetzlichen Regelungen einen großen"Ermessensspielraum" lassen...viel Gummi eben.
(Das sind Erfahrungen,die ich u.a. in meinem Berufsalltag gemacht habe..mehr nicht..)
 
E

ExitUser

Gast
Schubs...

Hallo zusammen,

der Termin bei der GruSi verlief überraschend angenehm.
Man erklärte, dass ich natürlich auch aktuelle Unterlagen an das Gesundheitsamt übermitteln könne, dennoch werde die Ärztin einladen, da ein "persönliches Bild" immer sinnvoller sei.
Auf meinen Einwand, dass ich die betreffende Ärztin wegen möglicher Befangenheit (sie fing von mir eine Beschwerde bei der Ärztekammer, der, so deren Schreiben, wohl auch nachgegangen wurde) ablehnen werde, hieß es, kein Problem, wir werden das so vermerken, wenn sie das wollen :icon_smile:
Sollte das PB genehmigt werden, kenne ich nun auch die Modalitäten.
Man übernimmt für Hilfe im Haushalt 8.-€ die Stunde, ich kann mir die Helfer aussuchen, muss sie jedoch selbst anmelden bei der Knappschaft.Versicherung für diese "haushaltsnahe Dienstleistung" wird dann auch übernommen, ich habe als "Arbeitgeber" lediglich dafür zu sorgen, der Knappschaft das Geld pünktlich zukommen zu lassen.
Soweit, so rechtskonform :icon_smile:
Witzig ist mMn die "Mobilitätshilfe".
Diese beschränkt sich auf Taxi-Scheine, die Gesamt-KM dürfen im Jahr 210 (!) KM nicht überschreiten :eek:
Und noch besser, pro einfache Fahrt dürfen max. 50 KM beansprucht werden...
Naja, da ich mit den Öffis so meine Probleme habe, werde ich angesichts dessen nun doch alles dran setzen, irgendwie einen fahrbaren Untersatz zu organisieren, denn 210 KM im Jahr sind ein Witz.
Jetzt warte ich mal auf die Ladung zum Gesundheitsamt und hoffe, dass sich die neue Ärztin als etwas kompetenter erweist als die mir bekannte.
Auf eine neuerliche "unheimliche Begenung der dritten Art" lege ich nämlich keinen allzu hohen Wert :biggrin:

fG
Christine
 

joseff

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Hallo,

es gibt da einige unterschiede
1. das Persönliche Budget hat was mit der Pflegestufe zutun
2. das Trägerübergreifende Persönliche Budget ist zuständig für alles was ausserhalb der Plege liegt.

es gibt für das Trägerübergreifende Persönliche Budget einige Beratungsstellen und Antragsstellen hier der Link:

Standardsprache - BMAS - Persönliches Budget

In der regel kann man den Antrag ganz formlos stellen, meist wird mündlich abgelehnt weil a) die SB unwissend sind oder b) Geschult sind aufs sparen.
Jedenfalls sollte man hartnäckig bleiben und zur not mit dem Anwahlt drohen.

Sinnvoll ist auch das der MDK raus kommt und den Bedarf feststellt(Haushaltshilfe habe ich ca. 3,5 Std . in der Woche, aber auch erst der Bedarf).

@Christine: es gibt im TPB auch eine KFZ-Hilfe ...

Im ANhang sind noch 2 Broschüren vll. könnt ihr die gebrauchen.
 

Anhänge

  • Broschuere_PB_normal_Soziales_Ne.pdf
    642,8 KB · Aufrufe: 818
  • broschuere_persoenliches_budget.pdf
    764,1 KB · Aufrufe: 172
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