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Persönliche Abgabe von Schriftwechsel bei der ARGE

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Anna72

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#1
Hallo zusammen,

ich hatte heute vor, mein Widerspruchschreiben gegen eine Sanktion bei der ARGE abzugeben, bzw. abgeben zu lassen, wegen Zeugen. Den Brief (vermerkt mit "Abgabe durch Boten") mit samt zwei Anlagen habe ich als Zweitschrift einer Bekannten von mir mitgegeben, um sie dann bei der ARGE abgeben zulassen und den Eingang bestätigen zu lassen durch Stempel, Datum und Unterschrift. In der Vergangenheit ging das immer problemlos. Es bietet sich in meinem Fall ab und zu an, das meine Bekannte für mich bei der ARGe dort Schriftwechsel abgibt und bei wichtigen Sachen auch diese bestätigen lässt. Bisher war dies nie ein Problem gewesen. Der Grund, dass ich es manchmal nicht selber mache ist einfach der, das meine Bekannte vormittags, aufgrund ihres Jobs, täglich in der Stadt zu tun hat und es für sie eine Leichtigkeit ist, kurz bei der ARGE für mich etwas abzugeben. dafür bin ich serh dankbar. Dadurch spare ich mir Fahrtkosten und Porto. Heute hat sich ein Mitarbeiter an der Theke geweigert, die kopierten Schriftstücke anzunehmen und zu bestätigen. Er meinte, ohne Termin geht das nicht und das machen sie auch nicht. Meine Bekannte hat mir vorhin meine Schriftstücke wieder mitgebracht. Jetzt bin ich gezwungen, die Sache per Einschreiben mit Rückschein und per Eilboten wegzuschicken. Das kostet mich wieder Porto und ich habe nicht meher viel Geld für den Monat übrig. Außerdem muss das Widerspruchschreiben bis spätestens Montag den 30.07.2007 bei der ARGE sein. Auch wenn ich persönlich jetzt selber dort hingehe, würde ich an der Info abgewimmet werden, ich hätte vorher einen Termin vereinbaren müssen um das Schreiben abzugeben. Einen Termin vereinbaren, nur um etwas abzugeben??
Ehrlich gesagt, ich fühle mich schon genug bestraft mit der Sanktion, jetzt fühle ich mich wirklich richtig schikaniert.
Ich weis wirklich nicht wo die ARGE ein Problem damit hat, Schriftwechsel, den man persönlich abgibt mit Stempel, DAtum und Unterschrift zu bestätigen. Bin ratlos und baff. Meine Bekannte wollte den Geschäftführer sprechen und wollte sich beschweren, aber das brachte nichts. Sie wollte auch kein Aufruhr machen, die Sicherheitskräfte haben schon sehr grimmig reingeschaut. Der Grund, warum ich das Widerspruchschreiben so spät abgeben wollte ist der, das ich zeit gewinnen möchte, da mir erst nach 3 Monaten Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft ein anwalt kostenfrei gestellt werden kann. Bin seit Juni 2007 erst Mitglied der Gewerkschaft.

Wie kann man sich denn gegen so etwas wehren? Oder muss ich die Handhabungsweise der ARGe so hinnhemen? Gibt es vielleicht Vorschriften, das die ARGE so etwas ablehnen darf, Eingang von Schriftstücken zu bestätigen? Wie verhalte ich mich zukünftig in solchen Situationen richtig? Ich wäre also quasi umsonst zur ARGE gefahren, hätte Fahrtkosten gehabt und trotzdem nichts erreicht. Ich kann es einfach nicht glauben..:icon_question:

Anna
 

Kerstin_K

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#2
Gib es bei der Krankenkasse ab, die müssen das weiterleiten.
 

Musterfrau

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#3
Ist ja ein Ding! Wahrscheinlich saßen da an der Theke wieder ein paar Pappnasen, die so gar keinen Plan hatten oder schlichtweg faul waren.

Selbstverständlich kann man Post jederzeit abgeben, auch gegen Empfangsbekenntnis. Allerdings hat man mich auch schon einmal lustig über vier Etagen geschickt, um jemanden zu finden, der mir bitte ´mal einen Stempelabdruck gibt. Bezeichnenderweise hatte der sich ob der Verfahrensweise selbst gewundert....

Kann Dir nur empfehlen, das Poststück heute durch einen Zeugen in den Kasten werfen und Dir das am besten auch schriftlich durch den Zeugen bestätigen zu lassen (wer weiß, ob man sich in ein paar Monaten noch kennt). Vorher vielleicht noch kurz auf´s Fax legen. Das kann man in Copy-Shops und auch der Post. Vielleicht kommst Du auch an das Fax bei der Gewerkschaft heran.
 

Borgi

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#4
(1) Ich weis wirklich nicht wo die ARGE ein Problem damit hat, Schriftwechsel, den man persönlich abgibt mit Stempel, DAtum und Unterschrift zu bestätigen. (2) Bin ratlos und baff. (3) Meine Bekannte wollte den Geschäftführer sprechen und wollte sich beschweren, aber das brachte nichts. (4) Sie wollte auch kein Aufruhr machen, die Sicherheitskräfte haben schon sehr grimmig reingeschaut. (5) Der Grund, warum ich das Widerspruchschreiben so spät abgeben wollte ist der, das ich zeit gewinnen möchte, da mir erst nach 3 Monaten Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft ein anwalt kostenfrei gestellt werden kann. Bin seit Juni 2007 erst Mitglied der Gewerkschaft.

(6) Wie kann man sich denn gegen so etwas wehren? Oder muss ich die Handhabungsweise der ARGe so hinnhemen?
Zu 1) Immer mehr ARGEn möchten nicht, dass gegen sie Beweise gesammelt werden können. Jetzt werden diese Beweisstücke halt im Vorfeld abgelehnt, damit ihr Fehlverhalten so weiter gehen kann

Zu 2) Wer ist das als Hartzer heute nicht?

Zu 3) Der lässt sich immer häufiger verleumden. Seine Sachbearbeiter üben seine Befehle aus, und jetzt kommen die Beschwerden zu ihm. Wie soll er das begründen?

Zu 4) Lohnt sich auch nicht. Schnell wird daraus ein Hausfriedensbruch.

Zu 5) Die Gewerkschaft wird dich in diesem fall auch nicht beraten oder gar gerichtlich unterstützen. Dafür ist der fall zu frisch und darf erst nach der dreimonatigen Frist sein. Ach ja, du wirst schnell merken, dass die Zeit auch gegen dich arbeiten kann. So manch eine Bearbeitung der ARGEn zieht sich über Wochen und Monate.

Zu 6) Ich habe von meiner Fallmanagerin (auf Verlangen) eine Visitenkarte bekommen. Darauf steht Name, Telefon, fax und E-Mail-Adresse. Viele Internetprovider bieten den Faxversand an. Eine E-Mail kannst du doch auch verschicken. Und wenn du zu der Mail und dem Fax noch ein mit 90 Cent frankierten Brief an die ARGE schickst, bist du dreifach abgesichert!
 

mcbarnie

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#5
In der ARGE Essen hängt im Bereich ein Schild auf dem steht, das man Anträge nur in den davor stehenden Briefkasten werfen soll und nicht vorsprechen soll. Vorsprache nur wenn es um Zahlungen oder Ähnliches geht. Die sind zur Zeit hier mürrisch drauf. Das habe ich Anfang der Woche erlebt,als ich meinen Antrag abgeben wollte. Der Typ gab mir einzusätzliches Formular und schickte mich wieder weg. Diesmal nehme ich einen Zeugen mit wenn ich den Antrag einwerfe und lasse mir das von ihm schriftlich bestätigen.
Meine Sachbearbeiterin bekommt außerdem immer ein Fax, wenn ich etwas abgegeben habe. In ca. 14 Tagen rufe ich beim Callcenter an und frage nach ob der Antrag in Bearbeitung ist. Die können nämlich den Stand der Dinge sehen, ob Bescheid vorliegt, Geld angewiesen, allerdings nur was nach Nürnberg gegangen ist.
 
E

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#6
Schick das doch per Fax, wenn du die Nummer hast. Dann hast du auch eine Bestätigung.

Ansonsten würde ich das heute per Einschreiben mit Rückschein schicken, auch wenn es etwas kostet.

Der eAlex hatte doch mal so ein Fall, wo sein Antrag nicht angenommen wurde. Wie hatte er es denn damals gemacht?
 

Anna72

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#7
Schick das doch per Fax, wenn du die Nummer hast. Dann hast du auch eine Bestätigung.

Ansonsten würde ich das heute per Einschreiben mit Rückschein schicken, auch wenn es etwas kostet.

Der eAlex hatte doch mal so ein Fall, wo sein Antrag nicht angenommen wurde. Wie hatte er es denn damals gemacht?

Das habe ich bereits getan, sogar als Eilbrief. Denn ein Einschreiben mit Rückschein dauert ein paar Tage und wie ich bereits geschrieben habe muss bis spätestens Montag den 30.07.2007 der Widerspruch der ARGE vorliegen. Ein Fax habe ich nicht und E-mail ist mir zu unsicher, E-Mail kommen auch mal nicht an.
 
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#8
Das habe ich bereits getan, sogar als Eilbrief. Denn ein Einschreiben mit Rückschein dauert ein paar Tage und wie ich bereits geschrieben habe muss bis spätestens Montag den 30.07.2007 der Widerspruch der ARGE vorliegen. Ein Fax habe ich nicht und E-mail ist mir zu unsicher, E-Mail kommen auch mal nicht an.
Gehe doch zur Post und faxe denen das zusätzlich noch einmal zu. Doppelt gemoppelt hält besser. Im Prinzip können die nichts gegen ein Fax sagen, wenn sie schon nicht am Empfang annehmen.
 

Anna72

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#9
Zu 1)
Zu 5) Die Gewerkschaft wird dich in diesem fall auch nicht beraten oder gar gerichtlich unterstützen. Dafür ist der fall zu frisch und darf erst nach der dreimonatigen Frist sein. Ach ja, du wirst schnell merken, dass die Zeit auch gegen dich arbeiten kann. So manch eine Bearbeitung der ARGEn zieht sich über Wochen und Monate.
Laut meinem Ansprechpartner bei der Gewerkschaft bekomme ich ab September Unterstützung von einem Anwalt. Prozesskosten und Anwaltsgebühren werden dann übernommen. Falls der Bedarf nach einem Anwalt bereits imAugust fällt, könnte man nichts versprechen aber man würde es versuchen, das man eine Ausnahme macht. Ansonsten bleibt noch der Weg zum Amtgericht, Beratungsschein, Gebühr 10,- Euro ect.
 

biddy

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#10
Antragsabgabe - Wo und Wie?
Die Problematik der beweisbaren Abgabe stellt sich bei allen Anträgen und Widersprüchen, aus denen Leistungen erwachsen und die mit Fristen verbunden sind. Der Antragsteller ist hier praktisch immer der Dumme, wenn er die erfolgte Abgabe nicht beweisen kann, weil es ansonsten beim "Untertauchen" kein Geld gibt.
Welche Varianten sind möglich ?
  • Persönliche Abgabe (Kopie stempeln/gegenzeichnen lassen an der Reception) - die Beste, aber wahrscheinlich unbequemste Lösung.
  • Versand per Einschreiben (aber dann ist auch nur beweisbar, das ein Umschlag am Tage X verschickt wurde) - es sei denn man offenbart sich bei der Post und die sind möglicherweise so freundlich den Inhalt auf dem Einschreibeformular und auf der Kopie zu bestätigen, bevor das Cuvert zugeklebt wird.
  • Sämtliche Anträge und Widersprüche (nicht nur die rund um Hartz IV) können übrigens bei praktisch JEDER Behörde abgegeben werden (Finanzamt, Krankenkasse, Meldebehörde, Deutsche Botschaft im Ausland, usw.) und die müssen das weiterleiten (auch wenn die sich erstmal erkennbar dumm anstellen wollen).
    Das kann gerade zur Wahrung von Fristen (oder kürzeren eigenen Wegen) machmal sehr wichtig und hilfreich sein - denn entscheidend zur Fristwahrung ist der Abgabetermin beim empfangenden Amt und nicht das eintreffen in der Zielbehörde.

    Aber auch hier ist die erste Bürgerpflicht, sich die Abgabe schriftlich bestätigen zu lassen und ggf. erst Vor-Ort zu kleben, damit die sich zwecks der gewünschten schriftlichen Bestätigung vergewissern können, was drin ist!
LG, biddy
 
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#11
O Biddy, wie willst denn einer Krankenkasse, einem Finanzamt etc. erklären, warum du das bei denen abgibts, und nicht bei der ARGE? Wenn die ARGE die Empfangsbestätigung für ihre eigenen Dokumente ablehnt, können es die anderen für fremde Behörden erst recht.
 

biddy

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#12
Oh Rotkäppchen.

Soweit ich mitbekommen habe, machen das auch einige User in diesem Forum mit Erfolg schon eine längere Zeit.

Gehe einfach davon aus, dass die SBs der anderen genannten Ämter anders drauf sind und nicht das Nein schon auf den Lippen haben, bevor der Kunde den Raum betritt und dass die Mitarbeiter dort ein bisschen mehr Ahnung von ihren Jobs haben. Ehemalige kurzangelernte Telekom-Mitarbeiter werden beim Finanzamt z.B. hoffentlich noch nicht sitzen. :icon_smile:

Versuch macht kluchchch.
 
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