Permanent schreiendes Baby in der Nachbarschaft, mache mir Sorgen um Kind und Eltern (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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mucel

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Hallo an Alle!
Ich habe hier derzeit ein "Problem" bei dem ich echt nicht weiss was ich tun soll oder besser bleiben lasse.

In der Wohnung unter mir ist vor zwei Monaten ein junges Päärchen mit Baby, ich schätze mal maximal 4 Monate alt, eingezogen.

Das Baby schreit gefühlte 24 Stunden am Tag. Für mich ist das Schreien kein Problem. Wenn ich es nicht hören will, setz ich mir Kopfhörer auf oder steck mir Ohropax ins Ohr. Die Mama des Kindes scheint allerdings immer mehr ein Problem mit der Schreierei des Baby zu haben. Das ist mittlerweile so, dass sie wenn das Kleine weint (zu lange weint) anfängt selbst zu schreien und die Türen zu knallen. Beides führt offensichtlich nicht dazu, dass das Baby aufhört zu schreien. Was mir richtig Sorgen macht, ist dass Türenknallen. Das lässt mich irgendwie darauf schliessen, dass die Mama wohl irgendwie ihre Agressionen los werden muss. Bisher halt, an den Türen und mit Schreien. Aber was, wenn sich die Agressionen irgendwann nicht mehr nur gegen die Türen richten?

Ein Gespräch mit den Eltern meinerseits scheidet aus. Die beiden verstehen kaum Deutsch, ich nicht die Sprache (Russisch?) die sie sprechen. Und ich denke, da ist "die sprachliche Basis" für ein helfendes Gespräch nicht gegeben. Die Sorge, dass da Missverständnisse aufkommen ist mir irgendwie zu gross.

WAS BITTE kann ich/soll ich machen, dass da nicht noch ein Unglück passiert? Vorallem. wie mache ich es, dass die Mama und der Papa dann anschliessend nicht denken, ich will Ihnen was Böses? Jugendamt, Polizei informieren? Da hab ich irgendwie Hemmungen! Gibt es irgendwelche caritativen Einrichtungen(München) an die ich mich wenden könnte?

Für Tipps wäre ich euch echt dankbar!!!!!!
 

ZynHH

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Mach doch einen Zettel an die Tür und biete deine Hilfe bei Problemen an, Telefonnummer drauf.
 
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mucel

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Mach doch einen Zettel an die Tür und biete deine Hilfe bei Problemen an, Telefonnummer drauf.
Wie kommt sowas an? Ich will auf gar keinen Fall, dass die beiden denken "ich will Ihnen was"!
Wie bespricht man mit jemandem etwas deeskalierend, der einen (mich) höchstwahrscheinlich aufgrund bestehender Sprachbarierren nicht bzw. kaum versteht/verstehen wird? Ich denke, da sind Missverständnisse doch bereits vorprogrammiert.
 

ZynHH

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Lad sie doch mal zum Tee ein. Zum persönlichen Kennenlernen. :wink: Und zum entspannen. Wenn jemand sieht, das er nicht allein ist mit seinem Problem, sondern evtl. sogar einfach mal klingeln kann und reden, hilft das ungemein.
 

TazD

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Das Problem bei Schreikindern oder vermeintlichen Schreikindern ist irgendwann das Nervenkostüm der Eltern.
Wer einigermaßne ruhig ist und dieses auch ausstrahlt, der überträgt diese Ruhe auch aufs Baby.
Sind die Eltern aber, wie vorliegend, anscheinend eh schon sehr gestresst, dann kann ich auch nicht beruhigend aufs das Baby wirken.
Babys und Kleinkinder haben da noch sehr sehr feine Sensoren und erspüren solche Stimmungen wahnsinnig gut.
Das Weiteren hat auch der Umzug für das Baby Stress bedeutet und es muss sich nun erstmal in einer neuen Umgebung mit neuen Reizen zurechtfinden, was ebenfalls zum vermehrten Schreien führen kann.

Das Wissen darum ist jetzt zwar schön & gut, bringt aber nichts, wenn man das den Eltern nicht vermittlen kann.
Vielleicht kannst du bei einer famila-Beratungsstelle o.ä. mal einen Flyer einstecken und wirfst ihn einfach in den Briefkasten. :wink:
 

Birgit63

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Es gibt ja tatsächlich solche Schreibabys. Eine Freundin von mir hatte einen Sohn, den sie 24 Stunden am Tag mit sich rumtragen musste, weil der nur geschrien hat. Sie wäre dankbar gewesen, wenn sich eine Nachbarin angeboten hätte, den Kleinen mal spazieren zu fahren, damit sie sich in Ruhe duschen kann oder auch einfach mal am Tag den Schlaf nachholen kann.
Ich würde einen Kuchen backen, zur Nachbarin gehen und ihr erzählen, dass ich selbst auch ein "Schreibaby" hatte und mir gut vorstellen kann, wie sie sich fühlt und ihr meine Hilfe anbieten (ob das mit dem Schreibaby stimmt ist im Moment egal). Ich denke auch, dass sie dich versteht. Sie selbst kann vielleicht nicht so gut deutsch aber verstehen tun die meisten Russen gut.
 

Pixelschieberin

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Babygeschrei hört i. d. R. das ganze Haus - die Frequenz ist von der Natur so angelegt...
Wenn noch genug andere da sind, unternimmt selten bis nie jemand was.
Dazu gibt es Reportagen mit Feldversuchen.
In der m. E. überbelegten Einzimmer-Butze unter mir brüllte ein Baby bis zur Erschöpfung.
In dem Fall hatte bereits eine Nachbarin den sozialpsychatrischen Dienst informiert, der daraufhin bei allen angrenzenden Nachbarn nachfragen kam.
Diese Meldung war anonym genug, um keinem bestimmten Nachbarn Schnüffelei unterstellen zu können.
Den jungen Eltern wurde klar, daß in DEM Haus Kindesvernachlässigung nicht ignoriert werden wird.
Kurz nach dem Besuch vom Amt waren alle weg.
Mietnomaden.
 
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mucel

Gast
Ich würde einen Kuchen backen, zur Nachbarin gehen und ihr erzählen, dass ich selbst auch ein "Schreibaby" hatte und mir gut vorstellen kann, wie sie sich fühlt und ihr meine Hilfe anbieten (ob das mit dem Schreibaby stimmt ist im Moment egal). Ich denke auch, dass sie dich versteht. Sie selbst kann vielleicht nicht so gut deutsch aber verstehen tun die meisten Russen gut.
Mh, Kuchen backen würd ich wahrscheinlich sogar noch machen........

Ansonsten. Ich bin ein Mann, 47 Jahre alt, alleinstehend. Sie, da Mutter, eine Frau ca. 22 Jahre bis 25 Jahre alt. Er dürfte vom Alter her genauso liegen.

Den jungen Eltern wurde klar, daß in DEM Haus Kindesvernachlässigung nicht ignoriert werden wird.
Kurz nach dem Besuch vom Amt waren alle weg.
Mietnomaden.
Das sie das Kind vernachlässigen will ich ihnen ganz und gar nicht unterstellen und glaub ich auch nicht.

Sie sieht aus, als ob sie seit Wochen nicht mehr richtig geschlafen hat. Von Tag zu Tag immer schlechter. Ihn sieht man eigentlich so gut wie nie.

Das Weiteren hat auch der Umzug für das Baby Stress bedeutet und es muss sich nun erstmal in einer neuen Umgebung mit neuen Reizen zurechtfinden, was ebenfalls zum vermehrten Schreien führen kann.
Vielleicht ist es auch die Wohnsituation ganz generell die Baby und Eltern zu schaffen macht?

Die Wohnung hat 48qm, zwei Zimmer Küche und Bad. Ist identisch mit meiner. Super hellhörig.
 

Linuxfan

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Auf mich wirkt die Situation so, als wäre die Familie überfordert: Sie kommen in ein neues Land, sprechen die Sprache wahrscheinlich nicht sonderlich gut, bekommen erstmal einen Kulturschock, werden von Formalitäten überrannt, die sie vielleicht nicht verstehen und sind wohl den Schilderungen nach ziemlich jung und es ist wahrscheinlich auch ihr erstes Kind.

Ich war selbst einige Zeit im Ausland und mache in der Flüchtlingshilfe mit.
 

tunga

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Man kann sich auch ans Jugendamt wenden. Bei solchen Hinweisen auf Überforderung kann man gute unterstützenden Hilfe von dort bekommen.
Unter mir ist vor einiger Zeit eine Albanerin eingezogen bei der das Kind auch immer schreite, sie auch permanent die Türen und Fenster knallte und wie eine Verrückte mehrfach am Tag wirklich aggressiv staubsaugte, so mit überall andotzen vor allem an der Heizung.
Wenn abends der Mann heimkam hörte man dann nur noch heftiges Geschreie.
Ansprechen konnte ich sie nie, da sie mir die Tür nie aufmachte, obwohl ich sie ja hörte.

Ich habe auch lange überlegt, was ich wie machen kann und hab dann mal beim Jugendamt einfach nachgefragt.
Dort wurde mir gesagt, dass es schon Hinweise aus dem Haus gibt und man vor hat dort mal sich anzukündigen um die sich die Lage zum Wohle des Kindes anzuschauen.
Ich weiss, dass sie mittlerweile von dort unterstützt wird und sich die Lage sehr verbessert hat.
Hinweise an das Jugendamt werden auch anonym gehalten, also da erfährt die Betroffene nicht wer was wie gemeldet hat, obwohl ich da kein Problem mit gehabt hätte.
 

Gaestin

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ich finde es schön, dass jemand sich um das Baby Gedanken macht.
Bestimmt würde das Jugendamt den jungen Eltern helfen können.
Auch die Idee mit dem Kuchen ist gut, auf gute Nachbarschaft angelegt.
Ich würde noch eine Kleinigkeit (Spielring oder so) für das Baby kaufen.
 

katja30031983

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Manche Jugendämter haben vielleicht auch russisch sprechende MitarbeiterInnen,
die da die bei der Kommunikation besser helfen können.

Prinzipiell ist es gut, dass man sich Gedanken macht. Inwieweit man aktiv wird, ist immer so
ein Balanceakt. Soll ich mich einmischen auch vor dem Hintergrund das manche Jugendämter
nicht den besten Ruf haben.Am besten wäre ein direktes ansprechen wenn möglich.
Spätestens wenn ich sehen würde, dass vor meinen Augen ein Kind geschlagen wird würde
ich aber das Jugendamt informieren.
 

Atze Knorke

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Hallo mucel,

schwierig als alleinstehender Mann und man will keinem privat zu Nahe treten.

Ich denke, hier ein Hilfswegweiser:

Vielleicht kannst du bei einer famila-Beratungsstelle o.ä. mal einen Flyer einstecken und wirfst ihn einfach in den Briefkasten. :wink:
Vlt. dort mal anrufen und Kontakt aufnehmen:
KinderschutzBund München: Familienhilfe
KinderschutzBund München: Fachleute, frühe Hilfen

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Sozialreferat/Jugendamt/Familie/KoKi.html

oder in einer Kinderarztpraxis -München-:
Ärzte: Jugendmedizin und Kinderarzt München auf muenchen.de
 

ZynHH

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Das mit den Schreikindern fängt mittlerweile immer früher an: weiterlesen

Donnerstag, 23. März 2017
Schwangere kann nachts nicht schlafen, weil Baby im Bauch so laut schreit

Dresden (dpo) - Es ist einfach zum Verzweifeln! Schon seit Wochen liegt die hochschwangere Sandra Burkert aus Dresden nachts stundenlang wach, weil ihr ungeborener Sohn Maximilian (-1) einfach nicht aufhören will zu schreien.
..........
Warum Maximilian, der laut ihrer Frauenärztin in knapp einem Monat entbunden werden soll, ständig weint, weiß die 31-Jährige nicht. "Die Hebamme sagt, manche Babys schreien eben mehr als andere", so Burkert, aus deren Bauchgegend wieder einmal laut hörbares Geschrei dringt.
 

iSlave

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In solchen Fällen helfen nur Ohrstöpsel. Ich kann Ohropax Color empfehlen. Gibt es in der Drogerie.
 

Gaestin

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der TE Mucel ist besorgt um das Baby, es geht ihm nicht primär um sich selbst.
 

KarlaFixFlott

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...Auf jeden Fall das JuSo einschalten !

Hier geht es nicht darum, ob Dich ein Babygeweine stört, sondern um ein Kindeswohl !

Um ein junges Menschenleben !!!

> Wie kann man da auch nur einen ....kleinen ....langen ... viel zu langen, Moment zögern ?

Und was bestimmte User GaesteInnen angeht:

ein konstruktiver Vor/Ratschlag ist hier bestimmt gefragt !

Karla
 

Gaestin

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In der Wohnung unter mir ist vor zwei Monaten ein junges Päärchen mit Baby, ich schätze mal maximal 4 Monate alt, eingezogen.

Das Baby schreit gefühlte 24 Stunden am Tag. Für mich ist das Schreien kein Problem. Wenn ich es nicht hören will, setz ich mir Kopfhörer auf oder steck mir Ohropax ins Ohr....
Mucel sagt ja, dass es ihn nicht stört. Er möchte helfen. Ich würde wirklich das Jugendamt ansprechen und sagen, es möge jemand vorbeigehen, der die nötigen Sprachkenntnisse hat.
 
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mucel

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Vielen Dank an Alle!

Das was in dem Link beschrieben wird, klingt mir irgendwie am symphatischsten und ich denke, dahin werd ich mich mal wenden. Ich geh jetzt auch ganz einfach mal davon aus bzw. hoffe, dass die auch Übung darin haben, irgendwie "zu verheimlichen", von wem sie informiert wurden. Wie bereits gesagt, mir tun alle drei leid, die Eltern ebenso wie das Kind. Ich denk mal, die brauchen einfach mal Hilfe von jemandem, der da auch weiss was er macht.
 
E

ExitUser

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Ich war auch ein extrem schreiendes Baby. Habe meine Eltern Tag und Nacht terrorisiert und für viele schlaflose Nächte gesorgt:first:

Ich sehe an der ganzen Sache nichts drastisches. Auch ein Streit gehört in eine Beziehung.
 

Pixelschieberin

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Sorry, das übertrifft mit Abstand alles was ich im vorhinein an Kommentaren erwartet hätte...........
XXXX
Nein, nicht wenn die Generation "ICH" mit am Start ist.
Mir war's nur zu blöd, auf diese Selbstbezogenheit einzugehen.
Was Hänschen nicht lernt.... und so...
 

Gaestin

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Ich war auch ein extrem schreiendes Baby. Habe meine Eltern Tag und Nacht terrorisiert und für viele schlaflose Nächte gesorgt:first:

Ich sehe an der ganzen Sache nichts drastisches. Auch ein Streit gehört in eine Beziehung.
wenn Deine Eltern Dich so vernachlässigt haben, erklärt es diese Äußerung sehr gut.
Normalerweise gibt es Gründe, wenn Kinder ständig schreien und man kann etwas helfen.
 
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