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Peinliche Antwort des "Beschwerdemanagements" auf eine Beschwerde

Status
Nicht offen für weitere Antworten.
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo,

heute habe ich dann eine etwas peinliche Antwort auf eine Beschwerde meinerseits durch einen netten Herrn der Arge bekommen.

Ich habe mich beschwert, weil eine gute Dame bei der Arge einen Widerspruch von mir nicht entgegennehmen wollte. Ich musste gegen zwei Bescheide Widerspruch einlegen und sie hat nur einen entgegengenommen.

Mit zwei Widersprüchen war sie anscheinend hoffnungslos überlastet.

In dem Schreiben wird mir nun unterstellt, ich wollte gegen eine "Aufforderung zur Senkung der Unterkunftskosten" Widerspruch einlegen.
Geil, habe ich nie erhalten sowas. Wäre auch lächerlich gewesen, wenn man mit zwei Personen in einem Appartement mit 38 qm wohnt.

Sie habe meinen Widerspruch gegen die Aufforderung aufgenommen und damit sei meine Beschwerde unbegründet. Desweiteren wird mein Verhalten gegenüber den Arge-Mitarbeitern gerügt.

Letztendlich soll mir das Maul verboten werden:
"Zukünftig werde ich nunmehr ausschließlich fachliche Beschwerden ihrerseits beantworten."

Die kann er haben. Sein Brief ist ja nun durchaus fachlich falsch. Daher habe ich ja dann auch etwas fachlich zu bemängeln. ;-)

Es muss sich ja auch schließlich um eine Verwechslung handeln. Da die geschilderten Umstände keineswegs auf mich passen...
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#2
Kannst du vielleicht hier mal deine Beschwerde und die Antwort der ARGE hier reinstellen? Man müsste überprüfen, was da genau geschehen ist und evtl. eine weitere Beschwerde einreichen.

Ist das ein kommunaler Träger?
 

Kaleika

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#3
Egal, welche Art der Beschwerde Du einreichen willst, so ist die ARGE verpflichtet, sie anzunehmen!

Du kannst auch den Vorgesetzten verlangen, mit einem Zeugen zusammen den Brief in den hauseigenen Briefkasten werfen, oder Deine Post per Einschreiben aufgeben, oder es zum Beispiel bei Deiner Krankenkasse abgeben, weil jede Behörde es annehmen und weiterleiten muss (letzteres könnte bloß länger dauern und dann könnten Fristen verpasst werden).

Kaleika
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#4
Nun ja, mir ging es jetzt eingentlich nur um Schilderung, wie die so drauf sind.

Beschwerden bei der Arge selbst bringen offensichtlich nichts, da die Pfeifen sich da immer gegenseitig decken und falsche Tatsachenbehauptungen weitergeben.

In meinem Fall hat die Sachbearbeiterin überhaupt nicht verstanden, worum es eigentlich ging. Dies hat sie anscheinend in der ganzen Falschheit an den Menschen vom Beschwerdemanagement weitergegeben.

Sie hat aus zwei Widersrpüchen einen gemacht, den sie angeblich entgegengenommen hat. Sie hat auch nicht verstanden, dass ich zunächst Widerspruch ohne Begründung einlegen und eine Begründung nachreichen kann.

Woher auf einmal ein Widerspruch gegen eine "Aufforderung zur Senkung der Unterkunftskosten" kommen soll, ist mir schleierhaft. Es ging um einen Bescheid wegen doppelter Mietkosten, da ist jetzt eine Klage beim Sozialgericht Köln anhängig, und den daraus folgenden Leistungsbescheid.

Der Hinweis, in dem Schreiben der Pfeife vom Beschwerdemanagement, dass ich ja darauf aufmerksam gemacht wurde, ich könne ja schriftlich Widerspruch einlegen, ist fachlich zu beanstanden, da ich nach § 70 Abs. 1 Satz 1 VwGO das Recht habe, meinen Widerspruch auch mündlich einzulegen.

Mir wird ja auch noch vorgeworfen, unsachlich geworden zu sein. Das kann ich auch nicht nachvollziehen, da ich zur Dame sagte, als sie recht unfreundlich wurde: "Na, na, na, wir wollen das doch freundlich regeln" und sie mir darauf immer noch sehr unfreundlich entgegnete: "Ich kann sie ja mal freundlich rausschmeißen."

Soviel zu meiner Sachlichkeit. Aber ich Trottel war ja mal wieder alleine am Start und die gute Arge Rhein-Sieg arbeitet ja immer zwei Alg-II-Empfänger mit zwei Sachbearbeitern in einem Raum ab. So haben sie immer die Möglichkeit, sich gegenseitig mit falschen Aussagen zu decken.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich es wiedereinmal selbst schuld bin, denn wie heißt hier und anderswo immer so schön:

Niemals alleine zur Arge!

Nun ja, ich werde der Pfeife noch einmal ordentlich antworten und ansonsten meine Beschwerden an höherer Stelle einreichen.

Wie war nochmal der Link zur Onlineeingabe? ;-)
(Ich bin ja faul...)

 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#5
...und die gute Arge Rhein-Sieg arbeitet ja immer zwei Alg-II-Empfänger mit zwei Sachbearbeitern in einem Raum ab. So haben sie immer die Möglichkeit, sich gegenseitig mit falschen Aussagen zu decken.
DAS ist m. W. gar nicht mehr zulässig.
 

Couchhartzer

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#6
... und die gute Arge Rhein-Sieg arbeitet ja immer zwei Alg-II-Empfänger mit zwei Sachbearbeitern in einem Raum ab.
Diesen unerlaubten Zustand (da Verletzung des Schutzes der persönlichen Daten) solltest du mal bei der folgenden Stelle melden, damit die denen ein wenig auf die Füße trampeln können:

Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Kavalleriestr. 2-4
40213 Düsseldorf

oder per Mail auch: poststelle@ldi.nrw.de
 
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  Th.Starter/in  
#7
Diesen unerlaubten Zustand (da Verletzung des Schutzes der persönlichen Daten) solltest du mal bei der folgenden Stelle melden, damit die denen ein wenig auf die Füße trampeln können:

Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Kavalleriestr. 2-4
40213 Düsseldorf

oder per Mail auch: poststelle@ldi.nrw.de
Das hatte ich ohnehin vor. Danke für die Adressen. Das macht es für mich um einiges leichter.

Ich bin ja ausgezogen, um Krieg zu führen. Seit mein Sohn bei mir ist - seine Mutter ist letztes Jahr ja verstorben - habe ich regelmäßig mit denen Ärger. Ich bekomme monatlich Briefe mit Kürzungsandrohungen usw.

Menschenunwürdige Zustände wollen bekämpft werden.
 

Mario Nette

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#8
Hinsichtlich des Datenschutzes hatte ich in ähnlicher Angelegenheit "meinen" Datenschutzbeauftragten angeschrieben. Hier waren es ja Großraumbüros, in denen 10 und mehr Leute gleichzeitig "versorgt" werden und in denen die Trennwände nur bedingt Schutz boten. Der Datenschutzbeauftragte wirkte seiner Auskunft nach darauf hin, dass es Aushänge geben soll, die darauf hinweisen, dass bei Bedarf auch ein separates Büro zur Verfügung gestellt wird. Diese Aushänge wurden allerdings nie getätigt, soweit ich weiß.

Mario Nette
 
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  Th.Starter/in  
#9
Die bei der Arge Rhein-Sieg in Sankt Augustin machen die "Abarbeitung" an einer Theke. Direkt nebeneinander. Keine Trennwände.

Man erfährt dann so einiges "Interessantes" eines Leidensgenossen.
 
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#11
Richtig. Das reicht doch. Aber in der Regel kommt dann die wohl wichtigste Begründung aller ARGEs, nämlich wie viel Klienten sie zu betreuen haben und dass nicht nur die Bezahlung ihrer Grundsicherung, sondern auch die der 1 Euro pro "Mikrojob", Portokosten für ihre Schreiben etc. tragen müssen. Und dann noch der Verweis auf die ganzen Paragraphen als Auszug.
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#12
Diesen unerlaubten Zustand (da Verletzung des Schutzes der persönlichen Daten) solltest du mal bei der folgenden Stelle melden, damit die denen ein wenig auf die Füße trampeln können:

Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Kavalleriestr. 2-4
40213 Düsseldorf

oder per Mail auch: poststelle@ldi.nrw.de
Beschwerde ist raus.
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#13
Hallo


heute auch ein "nettes" Gespräch mit meiner AV und der Geschäftstellenleiterin gehabt wegen meiner Beschwerde gegen die AV wegen ihrer mehr als fragwürdigen Bearbeitung eines Antrages ( Fall siehe unter http://www.elo-forum.org/antr%E4ge/39416-antrag-fahrtkosten.html)

Erstmal lies man uns 20 Minuten warten. Meinen Beistand und mich.

Der Brüller. Die meinen ja beide ich hätte was falsch ausgefüllt. Dem war aber nicht so und das habe ich per Schreiben auch widerlegt. Das mit den fehlenden Unterlagen ist auch nicht relevant da der Antrag auch ohne bearbeitet werden muss, den diese können ja später nachgereicht werden.

Ja dann fing man mal wieder an mich zu fragen wieso das den mit der Arbeit nicht klappen würde....ich darauf ja wenn ich das wüsste wäre ich nicht hier:icon_twisted:

Dann war erstmal Ruhe.

Dann fingen se mit irgendwelchen Dinge an, die schon weit zurück liegen.:icon_eek:

Und ich dazu alles falls schriftlich zu äussern werde.

Naja halbe Stunde rum. Ich und mein Beistand waren inzwischen 45 Minuten schon da. In der Einladung stand aber nur was von über meine berufliche Situation sprechen und bla. also nix von wegen das es um die Beschwerde ging. Konnte mich dementsprechend auch nicht vorbereiten.

Dann wurde von meinen Beistand angemerkt das man schon seit jetzt einer stunde hier ist und dies nicht vorher in der Einladung angemerkt wurde das man sich zeit nehmen soll.

also haben wir gefragt wie lange das noch dauert. die darauf so noch ne stunde wenn nicht gar 2:icon_eek:

ich sagte daraufhin das ich eigentlich nicht viel von ihnen möchte, da ich mich auf dieses gespräch nicht vorbeiten konnte. naja dann sagten die von sich aus das wir ja nen anderen termin bekommen könnten. das nahmen wir dann an und wir gingen dann auch.

ich denke die versuchen mich da nur weichzukochen. da die die angeführten probleme immer versucht haben abzuwiegeln. sagte mir auch so mein beistand der das sehr merkwürdig fand.

naja mal langebericht aus dem Kreis Mettmann:cool:
 

Kerstin_K

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#14
Egal, welche Art der Beschwerde Du einreichen willst, so ist die ARGE verpflichtet, sie anzunehmen!

Du kannst auch den Vorgesetzten verlangen, mit einem Zeugen zusammen den Brief in den hauseigenen Briefkasten werfen, oder Deine Post per Einschreiben aufgeben, oder es zum Beispiel bei Deiner Krankenkasse abgeben, weil jede Behörde es annehmen und weiterleiten muss (letzteres könnte bloß länger dauern und dann könnten Fristen verpasst werden).

Kaleika
Soweit ich weiß, wir der Eingang bei der Nicht-Zuständigen Behörde gewertet, al Hättestst Du Das schreiben an der richtigen Stelle abgegegeben. Also kann man dadurch keine Fristen verpassen.
 

Fotoz

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#15
oder es zum Beispiel bei Deiner Krankenkasse abgeben, weil jede Behörde es annehmen und weiterleiten muss (letzteres könnte bloß länger dauern und dann könnten Fristen verpasst werden).

Kaleika
Hallo,

sind die Krankenkassen Behörden? Manchmal kommt es mir schon so vor, aber ich glaube nicht, dass die Krankenkasse irgendwelche Schreiben an das JC weiterleiten muss.
Ansonsten wäre der beste Weg um die Abgabe von Schreiben etc. nachzuweisen, dies in Form einer bestätigten Kopie des JC zu erhalten.
Schlimmsten falls könnte sogar der Inhalt ( beim Einschreiben ) noch angezweifelt werden. Also in der Form, "da war ja gar nichts im Einschreibebrief"....

Selbst das Einwerfen in den Hausbriefkasten unter Zeugen kann das o.G. ermöglichen.

Und wie leider nun an der Reaktion des JC zu ersehen, wären da mit allem zu rechnen, was einem das Leben schwer macht.
 

Speedport

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#16
........................................................................... und die gute Arge Rhein-Sieg arbeitet ja immer zwei Alg-II-Empfänger mit zwei Sachbearbeitern in einem Raum ab. So haben sie immer die Möglichkeit, sich gegenseitig mit falschen Aussagen zu decken.

Das ist doch absolut unzulässig. Du mußt Deine Angelegenheiten nicht im Beisein von Unbeteiligten abwickeln lassen.
Auch Behördenmitarbeiter, die mit dem Vorgang nichts zu tun haben, sind Unbeteiligte.

Ich würde auf einem separaten Besprechungsraum bestehen, wenn das verweigert wird, hat sich der Termin erledigt.

Frag auch mal beim Datenschutzbeauftragten nach.
 

gast_

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#17
aber ich glaube nicht, dass die Krankenkasse irgendwelche Schreiben an das JC weiterleiten muss. .
Nicht alle, aber die Gesetzlichen.

Das weiß ich sicher, weil ich alle meine Schreiben bei der AOK abgegeben habe, seit ich davon erfahren habe.

Lustig war: Die Angestellten da wußten nichts davon.

Ich hab drauf bestanden und man holte den Geschäftsstellenleiter.
Ich erwähnte den richtigen §...er ging und holte sein SGB. Und siehe da: Er stimmte mir zu- und bestätigte es gegenüber den Leuten in der Geschäftsstelle.
Seither gings problemlos.
 

jimmy

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#19
Das ist doch absolut unzulässig. Du mußt Deine Angelegenheiten nicht im Beisein von Unbeteiligten abwickeln lassen.
Auch Behördenmitarbeiter, die mit dem Vorgang nichts zu tun haben, sind Unbeteiligte.

Ich würde auf einem separaten Besprechungsraum bestehen, wenn das verweigert wird, hat sich der Termin erledigt.

Frag auch mal beim Datenschutzbeauftragten nach.
Das ist aber eher die Regel, als die Ausnahme - also das da Zwei in einem Zimmer sitzen. Vorallem in der Leistungsabteilung - die können dann zwischendurch schön klönen, oder sich nach dem der Kunde wieder den Raum verlassen hat, über selbigen belustigen. Vielleicht hat das auch etwas mit der Sicherheit zu tun.

jimmy
 
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