Paypal/Inkasso - Muss ich Zahlen / wie soll ich vorgehen? (4 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 3)

OhHiImJLN

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Servus,

ich habe heute ein Inkassoschreiben der infoscore Forderungsmanagement GmbH erhalten.

Darin steht das die Haupt/Restforderung 46,18€ beträgt.
Vorgerichtliche Mahnauslagen 5€
Reduzierte Inkassovergütung - Verzugsschaden §§ 280, 286 BGB, 0,80 Gebühr analog § 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG 36€
Post- und Telekommunikationspauschale analog § 13 RVG i.V.m. Nr. 7002 VV RVG 7,20€

Gesamtbetrag von 94,44€..

Mein Paypal-Konto war im Minus (inzwischen schon lange wieder ausgeglichen) allerdings habe ich von PayPal keine Mail oder ähnliches erhalten. Lediglich ein paar Anrufe die auf die Nummer von PayPal zurückzuführen waren, allerdings redete nie jemand wenn ich den Hörer abnahm und beim Rückruf reagierte niemand. Daraufhin habe ich diese Nummer blockiert, da dies langsam echt zum Terror wurde..

Muss ich den Betrag zahlen oder kann ich dies irgendwie umgehen (zudem ist die Hauptforderung inzwischen komplett unnötig, da diese schon wie oben gesagt lange beglichen ist.)

Hoffe auf Hilfe.

Grüße,

Julian
 

Inkasso

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Inkasso bzw RA Gebühren werden im Zusammenhang mit Paypal nicht eingeklagt !
Infoscore ( früher BFS) gibt meistens an die KSP Kanzlei ab
Von dort erhälst Du weitere Mahnpost

In den urteilsdatenbanken sowie in den einschlägigen Verbraucherplattforen ist nicht ein einziger Hinweis von durchgezogenen Klagen zu finden

Spätestens nach erfolgtem MB Widerspruch wird ausgebucht

Nerven bewahren


"...Sehr geehrtes Inkasso Team - ich weise die Forderung vollumfänglich zurück - weitere Briefe Ihres Hauses sowie Ihrer KSP Vertragskanzlei werden zu keiner Zahlung führen - einen gerichtlichen Mahnbescheid werde ich deshalb widersprechen - mit der Weitergabe meiner Daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden - ich untersage expl die Kontaktaufnahme per telefon .."

https://www.elo-forum.org/schulden/114457-vorgerichtliche-inkassogebuehren-umgehen.html
 

OhHiImJLN

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Hallo nochmal,

so ebend habe ich erneut Mahnpost von dem infoscore Forderungsmanagment GmbH erhalten.

Dieses mal scheint es sich um Amazon zu handeln.
Einen Hauptbetrag von 105€
5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen bis zum 20.08.2015 0,47€
Vorgerichtliche Mahnauslagen 18€
Inkassovergütung - Verzugsschaden §§ 280, 286 BRB, 1,3 Gebühr analog § 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG 58,50€
Post- und Telekommunikationspauschale analog § 13 RVG i.V. m. Nr. 7002 VV RVG 11,70€

Gesamtbetrag: 193,67.

Wie muss ich hier vorgehen?

Grüße,

Julian
 

Inkasso

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Lastschriftrückläufer ?

Einen Hauptbetrag von 105€
5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen bis zum 20.08.2015 0,47€
Vorgerichtliche Mahnauslagen 18€
sind in den 105 schon Gebühren mit drin ?
 

OhHiImJLN

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Soweit mir bekannt ist: Nein. + Mahnkosten lag der Betrag bei 123€
 

Inkasso

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Dieses mal scheint es sich um Amazon zu handeln.
Einen Hauptbetrag von 105€
5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen bis zum 20.08.2015 0,47€
Vorgerichtliche Mahnauslagen 18€
Soweit mir bekannt ist: Nein. + Mahnkosten lag der Betrag bei 123€
Ich würde dann gerundet 115 € überweisen
Zweckgebunden ( HF 105 plus 10 € Verzugskosten/Zinsen) an Amazon (nicht infoscore)

Damit fährt amazon sehr gut denn die Mahngebühren sind sehr gläubigerfreundlich

Sollte es sich um einen Lastschriftstorno handeln dann noch mal 5 € dazurechnen
 

OhHiImJLN

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Guten Abend,

nach langem hin und her hat Amazon 123€ von mir Überwiesen bekommen.

Nun schreibt mir das Inkasso (infoscore) das noch weitere 72,85€ offen stehen.

Inkassovergütung: 58,50€
Auslagen IKU vorger. 11,70€
Kosten Bonitätsabfrage: 1,40€

Was davon muss gezahlt werden, oder kann ich den Brief ignorieren?

Drohen tut mir das Inkasso mit "Wir geben Ihnen Gelegenheit, den Restbetrag in Höhe von EUR 72,85€ bis zum 8.11.2015 zu überweisen, dessen Zusammensetzung Sie anliegender Forderungsaufstellung entnehmen können. Fristwahrend ist allein der Eingang der Zahlung auf unserem oben angegeben Konto. Für den Fall, dass Sie nicht rechtzeitig zahlen, sind wir jetzt schon beauftragt, das gerichtliche Mahnverfahren, ohne weitere Ankündigungen gegen Sie einzuleiten."

Wie muss ich nun vorgehen? Hoffe auf schnelle Antwort.

Grüße,

JLN
 

OhHiImJLN

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Hallo nochmal,

so ebend habe ich erneut Mahnpost von dem infoscore Forderungsmanagment GmbH erhalten.

Dieses mal scheint es sich um Amazon zu handeln.
Einen Hauptbetrag von 105€
5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen bis zum 20.08.2015 0,47€
Vorgerichtliche Mahnauslagen 18€
Inkassovergütung - Verzugsschaden §§ 280, 286 BRB, 1,3 Gebühr analog § 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG 58,50€
Post- und Telekommunikationspauschale analog § 13 RVG i.V. m. Nr. 7002 VV RVG 11,70€

Gesamtbetrag: 193,67.

Wie muss ich hier vorgehen?

Grüße,

Julian

Es handelt sich um dieses Thema *Beitrag Nr3*
 

axellino

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Hallo OhHiImJLN,

hier wird es niemanden geben der Dir sagt, wie Du weiter vorgehen "musst" und sollst. Es gibt hier nur Ratschläge und Tipps, die auf eigenen Erkenntnissen beruhen und auf Grundlage, was die derzeitige Gesetzeslage und Rechtsprechung hergibt. Jeder bestimmt sein weiteres Vorgehen immer selbst und trägt somit auch, die darausfolgenden Konsequenzen selbst.

Du hast eine "zweckgebundene" Überweisung an Amazon getätigt, so wie es @Inkasso vorgeschlagen hatte ??
Wenn ja, dann beginnt nun das allseits bekannte Spielchen, um die in der höhe unverschämten und somit nicht durchsetzungsfähigen Inkassokosten.
Willst Du das nicht oder hast Zweifel das durchzustehen, dann bleibt Dir nur die Forderung an die Inkassobude zu bezahlen, dann haste ruhe davor.
Machst Du das nicht, bekommst Du Droh und Bettelbriefe von denen und auch ein MB ist nicht ausgeschlossen, der bei fristgerechten Widerspruch, aber wieder vom Tisch ist.

Generell gilt, der Willen, nur wegen Inkassogebühren zu klagen, ist extrem gering. Es ist eigentlich keine Klage bekannt, die da Erfolg hatte. Darauf kann man sich verlassen. Eine rechtliche Garantie, dass sie nicht doch klagen, gibt es aber nicht.

Man könnte nun das Spielchen spielen und die Kohle für schönere Dinge des Lebens verwenden und einmalig auf das Schreiben antworten,

(Zitat von User @Inkasso)

"...Sehr geehrtes Inkasso Team - ich weise die Forderung vollumfänglich zurück - weitere Briefe Ihres Hauses sowie Ihrer Vertragskanzlei werden zu keiner Zahlung führen - einen gerichtlichen Mahnbescheid werde ich deshalb widersprechen - mit der Weitergabe meiner Daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden - ich untersage expl die Kontaktaufnahme per telefon .."

danach Droh und Bettelbriefe abheften und wie geschrieben, ein evtl. kommenden MB fristgerecht widersprechen.

Daraufhin bleibt der Inkassobude nur, ihre Forderung gegen dich einzuklagen.
Dazu ist bekannt, das die Klagefreudigkeit hierzu extrem gering ist, was die reinen unverschämten Inkassokosten betrifft. Das Risiko, dass sie mit einer Klage nicht durchkommen wäre denen viel zu hoch.
Eine Klage nur wegen vorgerichtlichen Inkassogebühren eines externen Inkassobüros ist mir auch sowieso nicht bekannt.

Ich würde das Geld für schöneres verwenden und das Spielchen mit denen spielen:wink:
 

axellino

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Eine Frage vielleicht noch, wäre nicht ganz unwichtig.

Was heisst das ??

nach langem hin und her hat Amazon 123€ von mir Überwiesen bekommen.
Mit wem hast Du korrespondiert ?? Amazon oder Inkasso
Hast Du etwas unterschrieben oder telefonisch zugesagt ??
 

OhHiImJLN

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Ich habe die "Anforderungen" von Amazon bezahlt

Beinhaltet: 3x 36€ für das Produkt und 3x 5€ Mahngebühr von Amazon. = 123€

Nun wird folgendes verlangt:

Inkassovergütung: 58,50€
Auslagen IKU vorger. 11,70€
Kosten Bonitätsabfrage: 1,40€

Unterschrieben habe ich gar nichts.
 

Inkasso

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Falls noch nicht geschehen würde ich die Forderung jetzt schriftlich zurückweisen

Wie ist die paypal Sache eigentlich ausgegangen ?
 

OhHiImJLN

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Ich schildere das ganze vorsichtshalber:


ich habe vom Inkasso (infoscore) am 12.08.2015 den 1. Mahnbrief erhalten.

Forderungen:

Einen Hauptbetrag von 105€
5,00 Prozentpunkte über Basiszins Zinsen bis zum 20.08.2015 0,47€
Vorgerichtliche Mahnauslagen 18€
Inkassovergütung - Verzugsschaden §§ 280, 286 BRB, 1,3 Gebühr analog § 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG 58,50€
Post- und Telekommunikationspauschale analog § 13 RVG i.V. m. Nr. 7002 VV RVG 11,70€

Gesamtbetrag: 193,67.

Darauffolgend habe ich dem Inkasso (infoscore) einen Brief geschrieben das ich die Hauptforderung und die Mahnkosten Zahlen werde (an Amazon) & die Nebenforderung zurückweise. Darauffolgend habe ich (versucht) Amazon die 123€ zu Überweisen.

Danach kam der 2. Mahnbrief mit fast dem selben Gesamtbetrag und dem Vorschlag auf Ratenzahlung & der Information das es immer noch ihre Angelegenheit wäre, da die Forderung angeblich noch nicht bezahlt war.

(Es hatte sich bis zu dieser Zeit immer noch nicht herausgestellt das meine Zahlungen an Amazon nicht durchgingen)

Danach kamen noch 1-2 Briefe.

Darauffolgend habe ich dann realisiert das meine Zahlungen nicht durchgegangen ist. Dann habe ich Amazon schnellst möglich die 123€ Überwiesen.

Der letzte Brief kam nun am 31.10.2015 mit:

"Sehr geehrter ****,

Ihre bisherige/n Zahlung/en über 123,00 EUR wurde/n in dieser Angelegenheit berücksichtigt. Unserer Auftraggeberin sind aber aufgrund Ihres Zahlungsverzuges bereits weitere Zinsen und Kosten entstanden. Deshalb erhielten wir den Auftrag zur weiteren Bearbeitung.

Da Sie auf mehrfache Mahnungen unserer Auftraggeberin nicht reagiert hatten, war sie berechtigt, uns mit dem Forderungseinzug zu beauftragen. Die aufgrund Ihres Zahlungsverzuges entstandenen Kosten sind gemäß § 286 BGB als Verzugsschaden von Ihnen zu ersetzen.

Wir geben Ihnen Gelegenheit, den Restbetrag in Höhe von EUR 72,85 bis zum 8.11 zu überweisen, dessen Zusammensetzung Sie anliegender Forderungsaufstellung entnehmen können. Fristwahrend ist allein der Eingang der Zahlung auf unserem oben angegeben Konto. Für den Fall, dass sie nicht rechtzeitig zahlen, sind wir schon jetzt beauftragt, das gerichtliche Mahnverfahren ohne weitere Ankündigungen gegen Sie einzuleiten. Hierduch würden weitere Kosten des Verfahrens sowie Gerichtskosten anfallen, die gleichfalls durch Sie getragen werden müssten.
Zahlungseingänge wurden bis zum 29.10.2015 wurden berücksichtigt.


infoscore Forderungsmanagement GmbH

Dieses Schreiben ist maschinell
erstellt und ohne Unterschrift gültig

Anlage:
Forderungsaufstellung


Forderungsaufstellung:

Siehe Anhang.

Ich hoffe auf schnelle Hilfe..

Grüße,

Julian


PS: Muss ich den Betrag in der Höhe zahlen? - Falls ja, würde es reichen Amazon dieses Geld zu überweisen? Und mit welchem Verwendungszweck, wenn ich vermeiden will, dass das Inkasso das Geld erhält?
 

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OhHiImJLN

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Ich habe Amazon via Chat kontaktiert um mich erneut darüber zu Informieren:

Hier die Wichtigsten Informationen.

08:39 AM CET Ich: Allerdings wird behauptet das Amazon noch Geld offen steht nur ist dies in den Forderung nicht zu sehen.

08:43 AM CET Amazon: vielen Dank Herr *****, für Ihre Geduld.
also bei uns ist nichts mehr offen, hier haben wir keine weiteren forderungen, das Inkasso möchte ggf. seine eigenen Gebühren aber definitiv nicht von uns

08:44 AM CET Ich: Sprich die Zahlungsabwicklung zwischen Amazon und mir ist erfolgreich verlaufen und mein Kontostand beträgt somit 0,00€?

08:45 AM CET Amazon: genau,
Sie können also auch wieder bestellen

08:45 AM CET Ich: Und die Warscheinlichkeit das Amazon doch noch "Kosten" durch mich Anfallen beträgt 0?

08:46 AM CET Amazon: exakt, das heisst also wir haben mit der forderung nichts mehr zutun, da wir unser geld haben



Widerspricht das nicht:

Unserer Auftraggeberin sind aber aufgrund Ihres Zahlungsverzuges bereits weitere Zinsen und Kosten entstanden.

???

Bedauerlichweise konnte man mir keine Informationen bezüglich des gerichtlichen Mahnverfahrens geben, da dies ja mit dem Inkasso zutun hätte

"09:37 AM CET Amazon: wie gesagt können wir alles was mit dem Inkasso Fall zutun hat, nicht einsehen. Wir sehen nur ob es beglichen wurde oder nicht
daher müssen Sie die Frage ans Inkasso wenden"

Meine Frage letz endlich:

Widersprach sich Infoscore nicht selbst und baut die jetzige Forderung auf einer Unwahrheit auf? "Unserer Auftraggeberin sind aber aufgrund Ihres Zahlungsverzuges bereits weitere Zinsen und Kosten entstanden."

Kann ich trotz meines "enormen" Zahlungsverzugen noch für irgendwas belangt werden, sollte ich mich weigern die Zahlung an Infoscore zu tätigen?
Und was hat das mit dem gerichtlichen Mahnverfahren zutun, das scheinbar nicht von Amazon "angefordert" wurde? Man bedenke hier bei, das die Zahlung schon vor der "drohung" mit dem gerichtlichen Mahnverfahren durchgeführt wurde.

Grüße,

Julian
 

Inkasso

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Willst Du auf Nummer Sicher gehen dann überweise zweckgebunden (inkassogebühren) gem dieser Gebührenliste (links auf der Seite)
Inkassokosten: Zulässig, unzulässig, korrekt oder zu hoch? :: Schuldnerberatung Schickner

ICH würde nichts mehr an Infoscore bzw amazon überweisen
18 € Verzugskosten sind ja bereits in den 123 intus gewesen

Rechne mit weiteren bösen Briefen
Infoscore schiebt noch ein Schreiben der Vertragskanzlei nach

p.s
Intresantes Chat Protokoll :biggrin:
 

axellino

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Moin Julian :wink:

es gibt nur zahlen und dann haste Ruhe oder das ganze mit einer versuchten Gelassenheit aussitzen. Wie ich und @Inkasso aufgrund deiner bisher gemachten Angaben vorgehen würden, haben wir Dir dargelegt. Solltest Du aussitzen wählen, dann solltest Du der Forderung zur Zahlung der Inkassogebühren, wie in Beitrag (10) von mir geschrieben, mit den Zitat von @Inkasso, einmalig widersprechen und gut ist. Danach keine weiteren Liebesbriefe oder Telefonate mit der Bude führen.
Alles abheften und versuchen gelassen zu bleiben.:wink:
Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, das man versucht Dir ein MB aufs Auge zu drücken. Diesen widersprichst Du fristgerecht, mit einen einfachen Kreuzchen und damit ist dann auch das Mahnverfahren beendet. Daraufhin bleibt der Bude nur, die Inkassogebühren gegen dich einzuklagen. Dazu kann man nur sagen und so habe das auch schon geschrieben und dargelegt hier, das Inkassovergütung nach Meinung vieler Gerichte nicht erstattungsfähig sind.
Die Auslagen in Höhe von 72,85€ wären sowieso viel zu hoch.
Das weiss die Bude auch selber und darum werden sie ganz sicher den Klageweg nicht beschreiten und noch weitere Kohle verbrennen, was explizit das einklagen der Inkassovergütung betrifft. Wie schon geschrieben, eine Garantie dafür gibt es nicht, aber es ist auch nix zu finden, das versucht wurde "nur" Inkassogebühren einzuklagen und dieses auch erfolgreich.

Hier etwas, was deine Gelassenheit fördern sollte,

AG Brandenburg
Entscheidungsdatum: 27.08.2012
Aktenzeichen: 31 C 266/11
Dokumenttyp: Urteil

Die Mahnungen von Inkassounternehmen sollen im Übrigen zwar in mehreren Fällen Erfolg haben, in dem Sinne, dass der Schuldner auf diese Mahnungen leistet. Da aber die Mitarbeiter des Inkassounternehmens in der Regel weder über besondere Rechtskenntnisse verfügen, noch über ein nachhaltiges Druckmittel, das über die eigenen Möglichkeiten des Gläubigers hinaus geht, ist dieser Erfolg wohl nur unter den Aspekten zu würdigen, dass der Schuldner ohnehin auf nachdrückliche und mehrfache Mahnungen des Gläubigers geleistet hätte oder der Schuldner den Mahnungen des Inkassounternehmens aus irrationalen Gründen eine größere Bedeutung beimisst als den Mahnungen des Gläubigers selbst und nur deswegen die Forderung bedient. Beides rechtfertigt jedoch noch nicht, dem säumigen Schuldner deswegen allein schon auch die Inkassokosten aufzuerlegen. Denn der behauptete Erfolg von Inkassounternehmen - so dies den überhaupt zutrifft - beruht entweder auf einer Tätigkeit (Mahnwesen), die zunächst eine Aufgabe des Gläubigers selbst ist und auf Kosten des Schuldners in unwirtschaftlicher Art und Weise auf das Inkassounternehmen ausgelagert wird oder ggf. sogar auf der Ausnutzung einer unterschwelligen irrationalen Angst.Zahlt der Schuldner nicht innerhalb der üblichen Frist, ist es nämlich zunächst Sache des Gläubigers, sich um die Erfüllung der Forderung zu bemühen. Dazu gehören nach herrschender Auffassung die Überwachung der Zahlungseingänge und Zahlungsfristen sowie zumindest eine zweimalige Mahnung. (...) Die Beauftragung des Inkassounternehmens dient insofern nämlich ausschließlich der Bearbeitung und außergerichtlichen Abwicklung des Anspruchs. Solche Aufwendungen kann der Gläubiger von dem Schuldner aber regelmäßig gerade nicht ersetzt verlangen (BGH, BGHZ Band 181, Seiten 233 ff. = ZGS 2009, Seiten 369 ff. = NJW 2009, Seiten 2530 ff. = Das Grundeigentum 2009, Seiten 974 ff. = VersR 2009, Seiten 1121 ff. = Schaden-Praxis 2009, Seiten 304 f. = NZM 2009, Seiten 595 ff. = WM 2009, Seiten 1664 ff. = DAR 2009, Seiten 515 ff. = ZfSch 2009, Seiten 558 ff. = MDR 2009, Seiten 1166 ff. = VRS Band 117, Seiten 23 ff., Nr. 7; BGH, NJW 1977, Seite 35 ; BGH, BGHZ Band 66, Seiten 112 ff. = NJW 1976, Seiten 1256 ff. = VersR 1976, Seiten 857 ff. = MDR 1976, Seiten 831 f.; OLG Dresden, NJW-RR 1994, Seiten 1139 ff.; OLG Köln, WM 1989, Seiten 246 ff.; LG Berlin, Urteil vom 20.07.2009, Az.: 5 O 468/08 , u. a. in: "juris"; AG Kehl, Urteil vom 26.04.2011, Az.: 4 C 19/11 , u. a. in: "juris").Diesen grundsätzlich somit nicht ersatzfähigen Eigenaufwand für die Einziehung einer eigenen Rechnung hat die Klägerin vorliegend aber nur "ausgelagert", indem sie nach Eintritt des Verzugs ein Inkassobüro mit der Beitreibung beauftragt hat. Ihr stand selbstverständlich frei so zu verfahren. Jedoch kann sie die damit verbundenen Kosten nicht ohne weiteres auf den Schuldner umlegen, weil es sich gerade um Kosten des grundsätzlich nicht ersatzfähigen Eigenaufwands handelt.

Ich könnte mich darüber noch weiter auslassen, aber erstmal genug:biggrin:

Leg die Kohle beiseite oder kauf Dir was schönes davon:wink:
 
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