Partner bald 63, noch keine Aufforderung z. Rentenantrag

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Gelöschtes Mitglied 14840

Gast
Mich wundert, dass die Sozialgentur (hiesiges Jobcenter Optionskommune ) meiner Partnerin noch keine Aufforderung geschickt hat, dass sie einen Rentenantrag stellen soll. Sie wird in 8 Wo 63 Jahre alt.

Und da ich weis, dass man immer mit dem Schlimmsten rechnen muß, frage ich mich, ob ich evtl. verpasst habe, dass eine Änderung eingetreten ist und man eigeninitiativ werden muß, also die Rente ohne Auforderung zu beantragen und das uns evtl. daraus Nachteile entstehen können wenn wir dies versäumen. Und wären 8 Wochen ggflls. genug alles fristgerecht abwickeln zu können?

Bei mir war es nämlich so, dass ich schon fast ein Jahr vorher aufgefordert wurde zum entsprechenden Zeitpunkt einen Rentenantrag zu stellen
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Hat sie denn die Voraussetzungen überhaupt erfüllt?

Mit 63 ist ja nur möglich für langjährig Versicherte mit 35 Jahren.
 

Doppeloma

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Hallo Master of Desaster,

Mich wundert, dass die Sozialgentur (hiesiges Jobcenter Optionskommune ) meiner Partnerin noch keine Aufforderung geschickt hat, dass sie einen Rentenantrag stellen soll. Sie wird in 8 Wo 63 Jahre alt.

Da kann ich mich nur ergänzend anschließen, zunächst mal muss ja die Aussicht bestehen, dass sie solche Ansprüche überhaupt bei der DRV erworben hat.

Und da ich weis, dass man immer mit dem Schlimmsten rechnen muß, frage ich mich, ob ich evtl. verpasst habe, dass eine Änderung eingetreten ist und man eigeninitiativ werden muß, also die Rente ohne Auforderung zu beantragen und das uns evtl. daraus Nachteile entstehen können wenn wir dies versäumen.

Ja, es hat sich was geändert, die Kriterien sind strenger geworden wann das JC diesen Antrag verlangen darf, es sollte (wegen der Abschläge bei vorzeitiger Rente) möglichst vermieden werden, dass die Betroffenen nur deswegen lebenslang von Sozial-Leistungen abhängig bleiben.

Man muss sich allerdings bisher NICHT selber darum kümmern wenn es vom Amt nicht schriftlich mit Fristsetzung verlangt wird. :icon_evil:

Steht ja so auch im Gesetz, dass man der Aufforderung folgen muss "vorrangige" Leistungen zu beantragen, man muss sich aber nicht freiwillig für alle Zukunft "ärmer machen" (wollen) wenn es vom Amt gar nicht verlangt wird.

Und wären 8 Wochen ggflls. genug alles fristgerecht abwickeln zu können?

Möglicherweise nicht aber mit jedem Monat "Verspätung" sinken die Abschläge auf eine vorzeitige Rente (wenn man dann nicht rückwirkend beantragt) und bis die bewilligt wurde, muss das JC dann schon noch weiter zahlen.

Ob deine Frau überhaupt einen sinnvollen Renten-Antrag stellen könnte wisst ihr selbst am Besten und sicher auch, ob es dann für euch beide reichen kann oder der Gang zum Sozial-AMT erforderlich wird.

Zumindest deine Frau bekommt ja bei vorgezogener Altersrente noch keine Grundsicherung aus dem SGB XII, das gilt ja erst ab regulärem Renten-Eintritts-Alter (mit 65 + X Monaten).

Bei mir war es nämlich so, dass ich schon fast ein Jahr vorher aufgefordert wurde zum entsprechenden Zeitpunkt einen Rentenantrag zu stellen

Wahrscheinlich war es bei dir klarer, dass du diesen Anspruch auch haben könntest, kommt ja sehr darauf an wie viele Versicherungsjahre deine Frau hatte ... unter 35 besteht ohnehin KEIN Anspruch auf eine vorzeitige Rente ab 63 Jahren. :icon_evil:

Ich würde mich darum nicht reißen, dass man sie auch in die vorzeitige Rente zwingt ... und lebenslang weitere finanzielle Verluste damit vorprogrammiert sind.

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 14840

Gast
Danke für die Antworten.

Also, 35 Jahre kommen bei meiner Partnerin nicht zusammen. Soweit so gut.

Nur ist es jedoch so, dass jetzt schon feststeht das sie auf Grundsicherung angewiesen sein wird. Das Gesetz sieht jedoch vor auf die vorzeitige Zwangsverretung zu verzichten, wenn dadurch der Anspruch auf Grundsicherung herbeigeführt wird. Das ist bei ihr ja nicht gegeben weil es bereits jetzt festeht dass sie GS beantragen muß. Da könnte u. U. doch noch eine Aufforderung kommen.?
Egal:
Füsse still halten u. abwarten ist das was sie jetzt tun soll?
Bitte um Bestätigung.
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo Master of Desaster,

Also, 35 Jahre kommen bei meiner Partnerin nicht zusammen. Soweit so gut.

"Gut" ist sicher was Anderes aber worum macht ihr euch dazu dann bitte Gedanken ... als "langjährig Versicherter" (bei der DRV ) MUSS man aber mindestens 35 Jahre auf dem Renten-Konto haben, sonst DARF man gar nicht früher (ab 63) in Altersrente gehen. :icon_evil:

Nur ist es jedoch so, dass jetzt schon feststeht das sie auf Grundsicherung angewiesen sein wird. Das Gesetz sieht jedoch vor auf die vorzeitige Zwangsverretung zu verzichten, wenn dadurch der Anspruch auf Grundsicherung herbeigeführt wird.

Das gilt doch NUR für die LE, wo es möglich wäre und die dann durch die Abschläge dauerhaft "bedürftig" bleiben würden.

Sie müsste doch aber überhaupt erst mal Ansprüche haben auf eine vorzeitige Berentung (wegen Alters) bei der DRV .

Wer weniger als 35 anerkannte Versicherungsjahre (Wartezeit) bei der DRV hat, der bekommt KEINE Möglichkeit vorzeitig in eine Altersrente zu gehen, also KANN er / sie auch NICHT "zwangsverrentet" werden. :icon_evil:

Jedenfalls nicht vorzeitig, ehe die Regel-Altersgrenze (ab 65 + X) erreicht ist.

Das ist bei ihr ja nicht gegeben weil es bereits jetzt festeht dass sie GS beantragen muß. Da könnte u. U. doch noch eine Aufforderung kommen.?

Wenn sie darauf gar keinen Anspruch hat, dann kann man sie auch nicht auffordern diese Rente zu beantragen, wäre ähnlich wenn eine Rente wegen Schwerbehinderung von einem beantragt wird, der gar keine Schwerbehinderung vom Amt bestätigt hat (Schwerbehinderten-Ausweis wäre nötig dafür).

Ob Jemand später trotzdem Grundsicherung benötigen wird ist doch gar nicht die Frage um die es dabei geht, wenn der Anspruch auf eine Rente ab 63 gar nicht vorhanden ist, dann KANN man diese Rente auch nicht beantragen müssen.

Egal:
Füsse still halten u. abwarten ist das was sie jetzt tun soll?
Bitte um Bestätigung.

Eine vorzeitige Alters-Rente die sowieso abgelehnt wird (weil kein Anspruch darauf besteht) die braucht man auch nicht auf Wunsch vom JC beantragen ... da wäre das wohl schnell geklärt, wenn das JC auf diesen Gedanken käme.

Klar "Füße still halten" warum reißt ihr euch eigentlich alle immer darum Probleme zu sehen (oder vielleicht zu "provozieren") wo gar keine sind ... :icon_neutral:

MfG Doppeloma
 
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