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Panikattacken, Zwangsstörungen, Phobien - Austauschthread

Maneki Neko

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#1
Hallo Elo-Community!

ich möchte mal so mutig sein da ich noch keinen ähnlichen Thread in der Art und Weise hier gefunden habe einen erstellen. Ob es hier in die Rubrik reinpasst weiß ich nicht das sollen die Moderatoren entscheiden wo dieser Thread verschoben werden kann.

In der letzten Zeit hatte ich vermehrt Panikzustände wo ich Angst habe was zu verlieren oder zu vergessen. Seien es Alltagsdinge oder Dinge an denen ich sehr hänge. Ich oute mich auch daß ich sehr unter Kontrollzwang leide denn es belastet mich sehr. Es kommt sehr oft dazu daß ich x-mal kontrolliere ob der Herd aus ist, die Elektronik abgesteckt ist und ganz ausgeschaltet ist. Am penibelsten bin ich wenn ich aus der Wohnungstür rausgehe daß ich den Schlüssel IMMER bei mir habe und mich nicht aussperre egal wohin ich gehe und wenn ich nur auf den Dachboden die Wäsche abnehme kontrolliere ich ob ich den Schlüssel dabei habe gucke x-mal in die Taschen, hab den Schlüsselbund sogar am Hosenband befestigt und trotzdem Panik.

Auch Dinge an denen ich sehr hänge die aber gar nicht die Wohnung verlassen habe ich angst irgendwo draußen zu verlieren obwohl ich die nirgendwo mitnehme. Daß ich das irgendwo liegen lassen könnte und es Jemand findet und in den Müll haut oder kaputt macht. Ich weiß es hört sich verrückt an aber manchmal bekomme ich regelrechte Panikattacken oder wie man das so nennt.

das hängt damit zusammen daß ich als Kind viel verloren habe (Puppen, etc.) nicht nur Dinge die ich liebte sondern auch Menschen wovon ich immer noch nen Knax weg habe. Mag für manche hier bescheuert klingen aber sowas traumatisiert manche Menschen.

Weiß nicht wie man sowas nennt, ob es Bestandteil meiner Depressionen sind oder ob das ne eigenen Bezeichnung hat, vlt findet sich hier Jemand dem es ähnlich geht wie mir

ich habe höllische Panik davor

  • mich auszusperren aus der Wohnung weil der Schlüsseldienst sehr teuer ist
  • Waschmaschine oder andere Haushaltselektronik plötzlich nicht mehr funktioniert
  • Dinge zu verlegen oder vergessen die ich eigentlich gar nicht außer Hau nehme (Bücher, Hobbyzeugs)
  • Zwangsgedanken die auf einmal kommen und nicht so schnell wieder weg gehen
  • Angst vor Obdachlosigkeit (wie viele Elos auch)


ich hoffe ich darf diesen Thread nutzen um mich mit anderen Mitgliedern hier austauschen zu können denn es gibt Momente da weiß ich mir einfach nicht zu helfen wegen den Zwängen


Bitte kein Getrolle, dumme Kommentare oder OT


Liebe Grüße


Maneki Neko
 

doro1

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#2
Moin. Ich glaube, das Thema hat nicht unbedingt was mit diesem Forum zu tun. Vielleicht schaust du dich mal nach einem Forum für Angststörungen und andere psychische Probleme um. Dort kann dir sicher mehr geholfen werden. Hier geht es um ALG I und II und Sozialhilfethemen.
 

Merkur

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#3
Moin. Ich glaube, das Thema hat nicht unbedingt was mit diesem Forum zu tun. Vielleicht schaust du dich mal nach einem Forum für Angststörungen und andere psychische Probleme um. Dort kann dir sicher mehr geholfen werden. Hier geht es um ALG I und II und Sozialhilfethemen.
Warum denn nicht ?? Das sind einfach die Folgen von H4 und damit Maneki Neko nicht allein, es geht vielen so. Aber keiner traut sich offen darüber zu schreiben.
H4 isoliert die Menschen und die Folgen Angststörung , Panikattacken und Zwangsstörung ,das ist aber alle so gewollt. Ein ausgeklügeltes System eben.
 

doro1

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#4
Aber wir können Hartz 4 nicht einfach abschaffen (schön wär's ja) um solche Probleme zu verringern. Aber in den speziellen Foren kann er besser beraten werden, es gibt auch dort viele Hartz 4 Betroffene. Hier können nicht alle möglichen medizinischen Probleme behandelt werden, das würde das Forum sprengen. Bitte bei psychischen Problemen, gleich welcher vermeintlichen Ursache, bitte mal mit dem Doc (auch Hausarzt) reden, es gibt Hilfen.
 

Claus.

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#5
Weiß nicht wie man sowas nennt, ob es Bestandteil meiner Depressionen sind oder ob das ne eigenen Bezeichnung hat
Ich kenne mich damit nur ganz am Rande aus ...
Depressionen, Angststörungen, Zwänge, Panikattacken, ect. ... hängt zwar alles ein wenig miteinander zusammen, und teilweise entsteht das eine auch erst aus dem anderen; sind aber trotzdem auch ganz eigene Sachen für sich.

Diese Behandlung als einzelnes - aber ohne dabei den Gesamtüberblick verlieren zu dürfen, ist auch eine Folge der zur Verfügung stehenden Medikamente und Behandlungsmöglichkeiten.
Brutales Beispiel: wenn Medikament x gegen Depris hilft, aber gleichzeitig als Nebenwirkung die Suizidgefahr erhöht - dann sollte es wohl besser nur Leuten gegeben werden die zwar unter Depressionen leiden aber keine Neigung zu Eigen- und Fremdverletzungen aufweisen.

Und Nebenwirkungen scheint es in diesem (Medikamenten-) Bereich absolut irre viele zu geben.
Als eine der allergrößten Schweinereien schlechthin halte ich z.B. die ´SSRI-bedingte Dysfunktion´; ("eigentlich" nichtvorhandenen) Studien zufolge könnten lediglich 60% der Patienten, die auf Tabletten aus der SSRI-Medikamentengruppe angewiesen sind, in den "Genuß" von dieser Nebenwirkung kommen. Von "selten" kann da wohl nur noch die Pharmaindustrie sprechen.
Das ganze geht sogar so weit, daß mittlerweile bspw. keine Schlaftabletten mehr verschrieben werden, sondern stattdessen in ´Off-Label-Use´ (leichte) Psychopharmaka mit der eigentlichen Wirkung ´Stimmungsaufheller´ und der sonst unerwünschten Nebenwirkung ´Schlaffördernd´ eingesetzt werden.
(Haus-) Ärzte scheinen zudem ziemlich allgemein recht freizügig mit bunten Pillen umzugehen incl. dem daß sie selbst schwerste "Benzo´s" als Standardmedikamente begreifen. Ich persönlich habe mittlerweile eher den Eindruck, daß die allermeisten Allgemeinärzte exakt Null-komma-Null Ahnung von Medikamenten haben. Eine "Selbst"-Medikamentation kann´s aber auch nicht sein; das taugt wohl eher nur zum Tabletten ´abgreifen´.

Da gehört entsprechend eher zu einem vernünftigem Therapeut Kontakt aufgenommen. Der denkt noch eher daran, daß es recht wenig Sinn macht irgendwas nur wegzudrücken, und durch das wegdrücken mit den falschen Medikamenten eine Medikamentenabhängigkeit zu erzeugen die anschließend 3 Monate stationären Entzug notwendig macht ...

Ich hoffe ich hab jetzt nicht erst noch Angst erzeugt :icon_stop: unbehandelt sollte man das jedenfalls nicht lassen. Die Lebensqualität ist m.W.n. behandelt viel besser wie unbehandelt; und unbehandelt wird das irgendwann chronisch. "Nicht chronisch" merkt man die Zwangsstörung selber noch und sie belastet einen. "Chronisch" merkt man´s nicht mehr selber, sie ist dann aber immer noch da; sie hat sich dann ´nur´ zu einer ausgewachsenen Persönlichkeitsstörung gewandelt ... nix gut.

Kannst ja z.B. mal da drin Ich und mein Zwang: Kampferfahrungen - stationär und ambulant: Amazon.de: Anonyma: Bücher oder da drin ... und plötzlich glaubte ich mir!: Mein Weg aus den Kontrollzwängen: Amazon.de: Franziska Hötzel: Bücher ein wenig schmökern (zumindest letzteres hängt auch bei GoogleBooks drin - GoogleBooks lässt sich ja in gewissen Grenzen auch austricksen). Gibt evtl. /hoffentlich auch noch bessere Bücher ... aber du bist damit keineswegs allein auf weiter Flur.
 

jupiter99

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#6
Hallo,
diese Rubrik heisst Schwerbehinderung/Gesundheit/Rente.
Soweit ich weiss gehört die Psyche zur Gesundheit!
Also ich denke schon, dass man hier über Panikattacken und Depressionen diskutieren kann.
Es gibt viele user im elo-forum mit psychischen Problemen.
Allerdings ist schwer abzuschätzen ob das Thema hier nicht sozusagen untergeht.
Ich glaube in einem speziellen forum wie z. B. das psychic forum oder angst-und-panik.de forum können Betroffene mehr Hilfe erwarten und sich gegenseitig austauschen, aufmuntern, Tips geben oder etwas über Behandlungsmöglichkeiten erfahren.
Auch ich bin in diesen foren unterwegs und bin jedesmal erstaunt wieviele Menschen psychisch krank sind, Hilfe suchen, nicht mehr weiter wissen.
Obwohl doch Angie sagt, Deutschland geht es gut...bla...bla....., kein Spielraum...bla..bla..., der festen Überzeugung..bla...bla...

Und nein!!! Bescheuert ist das auf keinen Fall. Wer heutzutage keine Macke hat ist nicht normal.

LG jupiter
 

Merkur

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#7
Aber wir können Hartz 4 nicht einfach abschaffen (schön wär's ja) um solche Probleme zu verringern. Aber in den speziellen Foren kann er besser beraten werden, es gibt auch dort viele Hartz 4 Betroffene. Hier können nicht alle möglichen medizinischen Probleme behandelt werden, das würde das Forum sprengen. Bitte bei psychischen Problemen, gleich welcher vermeintlichen Ursache, bitte mal mit dem Doc (auch Hausarzt) reden, es gibt Hilfen.
Hier wollte niemand Beratung noch Medizinische Hilfe sondern nur mal fragen wem es noch so geht ! Das gehört zu H4 und zu einem Forum ! Die Folgen kann man nicht unter den Tisch kehren aber gegenseitiger Zuspruch kann hilfreich sein. Ich sehen keinen Grund das nicht zu schreiben. Für Viele kann es Trost sein, ich stehe nicht Alleine da.
 

Muzel

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#8
Stelle doch einen Schwerbehindertenantrag. Wenn der abgeschmettert wird, weißt du, dass alles nicht so schlimm ist. Mein HA hat mir einen Befund gegeben, nach dem ich wahrscheinlich Schilddrüsenkrebs hätte. Ich habe gedacht, dass mein Leben nun beendet sei. Diese Bescheinigung habe ich an das Versorgungsamt geschickt und die haben mir keinen GdB gegeben. Damit war ich geheilt von meiner Angst und konnte wieder leben.
Wenn du einen GdB bekommst, was ich denke, wäre das auch nicht schädlich.
 
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#9
Stelle doch einen Schwerbehindertenantrag. Wenn der abgeschmettert wird, weißt du, dass alles nicht so schlimm ist. Mein HA hat mir einen Befund gegeben, nach dem ich wahrscheinlich Schilddrüsenkrebs hätte. Ich habe gedacht, dass mein Leben nun beendet sei. Diese Bescheinigung habe ich an das Versorgungsamt geschickt und die haben mir keinen GdB gegeben. Damit war ich geheilt von meiner Angst und konnte wieder leben.
Wenn du einen GdB bekommst, was ich denke, wäre das auch nicht schädlich.
@ Muzel jetzt muss ich mal schmunzeln^^

Schwerbehindertenantrag und Panik und Angstattacken das hat doch nix miteinander zu tun. Es gibt meist eine Grunderkrankung und aufgrund dieser entstehen erst die Angst und Panikattacken.

Schwerbehinderten Antrag stellen kann man immer. Man muss aber auch Atteste vom Facharzt vorlegen können. Reine Verdachtsdiagnosen vom HA das funktioniert nicht. Das ganze muss bereits eine längere Historie haben.Oder man wartet zumindest bis die Diagnose bestätigt wurde vom Facharzt.
Übrigens ist Schilddrüsenkrebs recht gut therapierbar.Weiss ich aus Erfahrung.

Panik und Angstattacken gehören hier schon rein. Sie werden nicht nur von H4 ausgelöst. Bei mir z.B. stellt sich das Ganze als Existensangst und Minderwertigkeitsgefühlen dar. Ich verliere ständig meinen Arbeitsplatz aufgrund der Schmerzen und weil ich nicht leistungsfähig bin.
Das wird in der nun folgenden Reha ein grosser Brocken werden den zu beseitigen, sofern das überhaupt noch möglich ist.

Gruss Micha
 
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#10
Hallo Maneki Neko,

was du beschreibst, kenne ich leider gut. Ich habe sehr mit Zwängen zu tun, z. B. auch Angst, bestimmte Gegenstände zu verlieren, außerdem Kontrollzwänge, Ordnungs- und Symmetriezwänge. Und noch einige andere. Bei mir kommt das nicht vom ALG II - ich hatte das schon als Kind. Aber der ganze Stress durch die Erwerbslosigkeit, der chronische Geldmangel etc. machen psychische Probleme natürlich nicht besser, sondern schlechter, denn die mit den Zwängen verbundenen Ängste sind ja durchaus realistisch:icon_cry: wenn man z. B. einen Termin beim Jobcenter vergisst, kann das eine Sanktion nach sich ziehen, NOCH weniger Geld, da habe ich durchaus 5mal kontrolliert, ob ich den Meldetermin richtig im Kalender eingetragen hatte:redface: Und wenn ich etwas Wertvolles verliere - mal eben nachkaufen kann ich es nicht.

Zurzeit mache ich Psychotherapie und hoffe, dass es mir langfristig etwas helfen wird.

Grüße
atasteofbunny
 

Maneki Neko

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#12
@Muzel: den hab ich schon. Vlt werd ich den erweitern lassen wenn das mitgemacht wird vom Amt.

ich hab schon damit gerechnet daß einige User nicht gerade empathisch drauf reagieren. Jaja, Krankheiten hab ja nix hier zu suchen und Depressionen schon gar nicht ich weiß, is ja eh nur ein Forum für Erwerbslose und nicht für Kranke aber warum steht dann hier die Rubrik Schwerbehinderte/GESUNDHEIT(?) Rente???

ich wollte mich bloß mit Usern die das oder ähnliches betrifft, hier austauschen und mich nicht rechtfertigen müssen WARUM ich so einen Thread hier eröffne.

verstehe einfach nicht warum die Psyche (kranke) so unterschätzt wird von Einigen.

@Travolta und doro1: wenn Ihr hier nix konstruktives zu schreiben habt dann bitte ich euch, gar nix zu schreiben denn es zwingt euch ja keiner das hier zu lesen geschweige denn zu kommentieren ist nicht böse gemeint
 

renasia

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#13
Ich war letztes Jahr deswegen 2 Monate stationär und 2 Monate teilstationär untergebracht, aufgrund von Zwangsgedanken,generalisierter Angststörung und Depression.Zwangsgedanken und GASwürde ich meinem größten Feind nicht wünschen, mittlerweile bin ich dank Therapie und Medis wieder eingermaßen stabil.
 

ethos07

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#14
Idee am Rande: Ich glaub, es gibt eine 'Interessengemeinschaft' zu diesem oder ähnlichen Problemen hier im elo-forum - finden tue ich die gerade nicht, aber vielleicht mal einfach länger suchen...
https://www.elo-forum.org/groups/

oder ansonsten könntet ihr dort eine neue IG gründen, wo ihr ungestörter disktuieren könntet...
 
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#15
Hallo liebe Mitfories, hallo Maneki Neko

Also erst mal muss ich mal ein Lob aussprechen, dieses Thema ist ja nicht gerade einfach und bei vielen auch übrigens aber schön öfter mit diesen oder anderen Zusammenhängen) und ein dickes Lob noch zu deinem Mut dich hier so offen darüber zu äußern.

Also, da ich weder dich noch dein Krankheitsbild kenne kann ich nur mehr oder weniger vermuten das es sich bei deinen Problemen wohl auch um so genannte Veerlustängste handelt.

Zum anderen vermute ich mal im Bezug auf deine Beschreibung gewisse Ängste vor Kontrollverlust, also einfach ausgedrückt die Kontrolle über Vorgänge oder Abläufe u. s. w. zu verlieren.

Außerdem ist es keine Schande weil es wohl in der Realität viel mehr menschen betrifft als man so gemeinhin annimmt.

Die psychischen und psychologischen Krankheitsbilder sind in den letzten Jahren erschreckend angestiegen, egal ob durch Schulangst, Mobbing, Druck und Zwang von JC oder anderen Umständen.

Leider ist auch eine immer weiter abnehmende Hemmschwelle und eine immer tiefer sinkende Aggressivitätsbereitschaft zu erkennen.

Auch Depressionen und Sozialphobien sind leider immer häufiger an zu treffen.

Ja, und da auch schon die Medikamente angesprochen wurden, bitte an alle betroffenen:

Bitte keine Selbstversuche oder versuchen sich mit einer Selbstmedikation selbst zu "heilen, das geht schief und diese Medikamente müssen von Patient zu Patient unterschiedlich verschrieben und eingestellt werden.

Aber ich finde es gut das hier mal offen über solche Probleme gesprochen bzw. geschrieben wird, das ist nicht worüber man sich lustig machen sollte oder über das man "lachen" oder es nicht ernst nehmen sollte.

Das ist genau so wie bei Witzen über behinderte oder ähnliches, da kommt man schneller hin als man annimmt, und dann möchte man selbst als betroffener auch nicht ausgelacht sonder ernst genommen werden. das sollten sich bitte mal ernsthaft alle zu Herzen nehmen die darüber "lachen" oder sich versuchen über solche Krankheitsbilder lustig zu machen.

:dank:

Die Idee mit der Gruppe bzw. IG ist doch gut, da fällt es im Zweifelsfall auch leichter zu diskutieren weil es dort doch etwas "gemütlicher"
zugeht.

P. S.
Wer betroffene kennt, in einem psychologischen oder psychiatrischen Bereich arbeitet oder damit zu tun hat würde weder die Einrichtungen "lustig" finden noch sich über betroffene lustig machen weil man genau weiß wie ernst dieses Thema ist.

Vielen Dank und viele liebe Grüße an euch alle!
 

Muzel

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#16
Was ich gemeint habe, war, dass wenn man meint, man sei ganz schlimm krank, dass man dann einen GdB-Antrag stellen sollte.
Die Diagnose Verdacht auf Schilddrüsenkrebs hat ein FA für Inneres gestellt und mir empfohlen meine Schilddrüse entfernen zu lassen. Bei dem Gedanken an eine OP (man schneidet mir den Hals auf) habe ich mit meinem Leben abgeschlossen, weil ich mich nie im Leben meinen Hals aufschneiden lasse.
 

Maneki Neko

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#17
das was ich jetzt habe und damit zu kämpfen habe ist durch das ganze Mobbing entstanden was mich mit 12 beinahe das Leben gekostet hat und auch einige andere Male (Suizidversuch) aber auf näheres möchte ich nicht eingehen denn SBs und Trolle lesen ja leider hier auch mit und Leute die sowas nicht verstehen und dumme Kommentare abgeben.

Schön, daß es Gleichgesinnte hier gibt denn ich hab mich lange nicht getraut mich dazu zu äußern. Mein Leben ist durch einiges beeinträchtigt (hab unter anderen Borderline-Anteile) aber ich möchte mein Leben trotzdem leben und lebenswert gestalten.

das Ventil ist nun leider nun mal bei mir die Psyche und dazu kommen auch noch die etlichen Epileptischen Anfälle aber ich will mich nicht hinter der Krankheit/Krankheiten verstecken oder hausieren gehen nur wenn es Jemand nicht begreift erkläre ich es denjenigen. Überschreitet diese/r Jenige/r die Grenze dann gehe ich dem aus dem Weg

ich liebe das Leben aber hasse diese Einschränkungen und ich bewundere diese Leute die trotz dieser Krankheiten arbeiten gehen

es ist manchmal aber nicht immer daß solche Schübe vorkommen und ich total in Panik verfalle und dann gibt es wieder Phasen wo es sich legt.

Besonders wenn ich Post vom Amt bekomme da kommt mir der kalte Schauer über den Rücken. Denn die haben jetzt einen schrofferen Umgangston (zugewiesen bekommen vermute ich mal) sowas macht auch zu schaffen.

und ich habe den Thread für Notfälle eingerichtet falls Jemand sich was von der Seele schreiben will

Liebe Grüße und danke für das tolle Feedback
 
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#18
Was ich gemeint habe, war, dass wenn man meint, man sei ganz schlimm krank, dass man dann einen GdB-Antrag stellen sollte.
Die Diagnose Verdacht auf Schilddrüsenkrebs hat ein FA für Inneres gestellt und mir empfohlen meine Schilddrüse entfernen zu lassen. Bei dem Gedanken an eine OP (man schneidet mir den Hals auf) habe ich mit meinem Leben abgeschlossen, weil ich mich nie im Leben meinen Hals aufschneiden lasse.
Was hast du denn jetzt gemacht? Nix? Zweitmeinung?
Wenn der Facharzt mir rät die Schilddrüse zu entfernen weil Krebs gefunden wurde bin ich aber schnell dazu bereit!

Meine Schwester hatte genau dieses Problem. Sie lies sich sofort operieren und alles ist wieder gut. Seit 10Jahren keinerlei neue Probleme.
Und einen GdB bekam sie auch nur für eine bestimmte Zeit.


Gruss Micha
 

renasia

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#19
Leider sagt sich die Probleme angehen so einfach, ich habe von Juni 14 bis Apri 15 auf einen Therapieplatz gewartet ( weil ich auch vieles nocht nicht wusste).Und mir haben die 4mon Klinik richtig gut getan,kann ich jedem nur empfehlen,der wirklich am Ende ist.
 
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#20
Ja, bei den Wartezeiten bzw. Wartelisten zu Terminen für Psychologen und Psychiater ist es leider so. Es werden immer mehr betroffene, auch und gerade bedingt durch die asoziale Gesetzgebung, die Abhängigkeit und das Gefühl des "wehrlos und hilflos ausgeliefert sein" und den ständig belastenden Druck "DU MUSST diese Maßnahme, DU MUSST dies unterschreiben, das zermürbt und wird leider ständig immer schlimmer.

Da zu kommen die immer weiter sinkenden Aggressivitätshemmschwellen, und leider auch immer mehr Mobbing, das fängt teilweise schon im Kindergarten oder Vorschule an, geht dann in der Schule weiter... nein, und in der Uni oder im Berufsleben ist es nicht "vorbei" sondern wird auch dort leider immer häufiger.

Was man von Patienten und betroffenen schon in unterem Schulalter über den "üblichen Schulalltag" hört lässt es einem kalt den Rücken runter laufen und an unserer Entwicklung und einer sozialen Gesellschaft zweifeln.
 

Maneki Neko

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#21
Ja, bei den Wartezeiten bzw. Wartelisten zu Terminen für Psychologen und Psychiater ist es leider so. Es werden immer mehr betroffene, auch und gerade bedingt durch die asoziale Gesetzgebung, die Abhängigkeit und das Gefühl des "wehrlos und hilflos ausgeliefert sein" und den ständig belastenden Druck "DU MUSST diese Maßnahme, DU MUSST dies unterschreiben, das zermürbt und wird leider ständig immer schlimmer.

ja das ist diese Ellenbogengesellschaft die (hoffentlich) bald an die Wand fahren wird

Da zu kommen die immer weiter sinkenden Aggressivitätshemmschwellen, und leider auch immer mehr Mobbing, das fängt teilweise schon im Kindergarten oder Vorschule an, geht dann in der Schule weiter... nein, und in der Uni oder im Berufsleben ist es nicht "vorbei" sondern wird auch dort leider immer häufiger.

Mobbing hab ich viele viele Jahre durch aber ich gehe mit der Thematik nicht hausieren auch wenn mir das schon mal unterstellt wurde. Dazu kommt noch bestimmte Elternhäuser wo Kinder doppelt und dreifach den Stress ausgesetzt sind

Was man von Patienten und betroffenen schon in unterem Schulalter über den "üblichen Schulalltag" hört lässt es einem kalt den Rücken runter laufen und an unserer Entwicklung und einer sozialen Gesellschaft zweifeln.

die Gesellschaft wird auch nicht besser, leider
hab das auch schon überlegt zu nen Spezialisten zu gehen zwecks der Schilddrüse aber die meisten Ärzte machen Massenabfertigung siehe Psychologen und Therapeuten.
 

ruhestein

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#22
Es gibt Ärzte, die glauben einem Panikattacken, Phobien, Depressionen erst, wenn man ein Flugzeug gegen einen Berg fliegt.

Der letzte Gutachter bescheinigt mir gerade einmal ein leichtes Rückzugsverhalten. Wie dramatisch das für Betroffene ist, wenn ihnen immer wieder und wieder nicht geglaubt wird, davon könnten sicher alle toten Fußballer, Schauspieler, Musiker, Piloten etc. pp. berichten, wenn sie den noch leben würden.
 

jupiter99

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#23
Hallo,

Gerne werden psychische Krankheitsbilder verharmlost.
Nicht nur von Ärzten oder unserer Gesellschaft( ...der soll sich mal zusammenreissen.....oder'.... der macht auf Psyche....).

Aber am schlimmsten ist es wenn Du zu einem Gutachten musst weil du Erwerbsminderungsrente beantragst weil dann gehts um Geld. Und das will bekanntlich keiner zahlen.
Krankenkassen, AfA, DRV.

Bei meinem psychologischen Gutachten sagte die Gutachterin zu mir: " Wenn Sie fast 30 Jahre mit einer Angsterkrankung und Depressionen arbeiten konnten dann können Sie das auch weiterhin. Und die Antidepressiva die Ihnen Ihr Psychiater verschrieben hat, brauchen Sie nicht!"

Klarer gehts doch nicht oder?
Für mich bedeutet dies: Es interessiert mich einen schei*s wie es Ihnen geht, Hauptsache Sie arbeiten weiter, damit die DRV nicht zahlen muss.

Gruss jupiter
 

Muzel

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#24
Das ist wohl war. Ich bin zu einigen Psychologen gegangen, die haben mir einfach eine Schizophrenie unterstellt und meine posttraumatischen Störungen ignoriert. Das fand ich überhaupt nicht lustig. Die Grausamkeiten, die mir widerfahren sind, waren für sie meine Hirngespinste.
 
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#25
Warum denn nicht ?? Das sind einfach die Folgen von H4 und damit Maneki Neko nicht allein, es geht vielen so. Aber keiner traut sich offen darüber zu schreiben.
H4 isoliert die Menschen und die Folgen Angststörung , Panikattacken und Zwangsstörung ,das ist aber alle so gewollt. Ein ausgeklügeltes System eben.
:dank:
 
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#26
@Maneki Neko

den Sprung zu deiner Schilddrüse konnte ich nicht mehr nachvollziehen.


Aber sei es drum , zu dem Thema psyschiche Erkrankungen wollte ich noch folgendes Anmerken : ich lebe hier in Berlin und es ist unübersehbar das diese in unserer Stadt und daraus folgere ich ebenfalls in ganz Deutschland immer mehr werden.
Die Lebensumstände in unserem Land werden immer schlimmer so das bei Menschen mit diesen Veranlagungen diese durch den höheren Druck
unter dem man heutzutage steht ausgelöst werden.

Die Dunkelziffer ist hoch die meisten Menschen mit Zwängen haben gelernt dies gut zu vertuschen das es keiner merkt.Ich bin auch betroffen habe es jedoch relativ gut im Griff. Hatte auch mal eine Therapie.

Ich finde der Thread passt hier sehr gut rein den H4 macht krank!!!

PS : Die gesellschaftliche Toleranz ist übrigens gestiegen seid einige Promis sich als Zwangskranke geoutet haben.
PSS : Die Übergänge zwischen bspw. Kontrollzwängen und einfach umsichtigem Verhalten sind übrigens fließend , ich habe einen Kollegen der mir seid 3 Wochen mindestens 2 mal am Tag sagt das ich den Schlüssel im Schloß unseres Lageraumes beim abschließen zweimal rumdrehen soll, er sagt mir das immer wieder obwohl ich dies bereits von anfang an tue.
Hat der Typ einen Kontrollzwang? Vielleicht!
 
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#27
Hallo Foris,

also ich bin aktuell in einer Reha der DRV. Nach der Eingangsuntersuchung und einigen Fragebögen später sass ich beim Psychologen.
Erster Satz: Ihnen gehts momentan garnicht gut wenn ich mir das hier so anschaue.

Nachdem ich meine Geschichte erzählt hatte fragte er ob ich mir mal Gedanken darüber gemacht habe EU-Rente zu beantragen und noch einen kleinen Minijob zu machen. Er meinte einen Vollzeitjob in meinem Job oder einem anderen das würde ich nicht mehr schaffen.
Jetzt hab ich laufend Einzelgespräche und es wird aktiv Schmerzlinderung versucht. Auffallend oft wird kontrolliert ob ich noch da und am Leben bin.
Ich war wohl doch ziemlich down beim Gespräch. Ich merk das ja selber garnicht mehr.

Ich fühl mich momentan gut verstanden und aufgehoben. Zuhause meinen Psychologen konnte ich auch vergessen. Er hatte seinerzeit zu mir gesagt ich soll mir keine Gedanken machen ich hab keine Probleme, Natürlich sei man niedergeschlagen wenn man seinen Job verliert.

Mich würde nun intressieren ob die DRV den Empfehlungen ihrer eigenen Rehakliniken folgt oder ob das auch nur Glückssache ist?
 

Maneki Neko

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#28
Hallo,

Gerne werden psychische Krankheitsbilder verharmlost.
Nicht nur von Ärzten oder unserer Gesellschaft( ...der soll sich mal zusammenreissen.....oder'.... der macht auf Psyche....).

Aber am schlimmsten ist es wenn Du zu einem Gutachten musst weil du Erwerbsminderungsrente beantragst weil dann gehts um Geld. Und das will bekanntlich keiner zahlen.
Krankenkassen, AfA, DRV.

Bei meinem psychologischen Gutachten sagte die Gutachterin zu mir: " Wenn Sie fast 30 Jahre mit einer Angsterkrankung und Depressionen arbeiten konnten dann können Sie das auch weiterhin. Und die Antidepressiva die Ihnen Ihr Psychiater verschrieben hat, brauchen Sie nicht!"

Klarer gehts doch nicht oder?
Für mich bedeutet dies: Es interessiert mich einen schei*s wie es Ihnen geht, Hauptsache Sie arbeiten weiter, damit die DRV nicht zahlen muss.

Gruss jupiter
Wir sind eine kaputte Gesellschaft die immer kaputter wird. Jetzt ist es offensichtlicher denn je.

was das Zahlen an betrifft da wird man schnell zu nen Punching-Ball. Keiner wills, Niemand will zahlen Hauptsache scih selber in die Tasche schaufeln und verschwenden für irgendwelchen sinnlosen Sch*** siehe Sinnlosmaßnahmen.
 

Maneki Neko

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#29
Das ist wohl war. Ich bin zu einigen Psychologen gegangen, die haben mir einfach eine Schizophrenie unterstellt und meine posttraumatischen Störungen ignoriert. Das fand ich überhaupt nicht lustig. Die Grausamkeiten, die mir widerfahren sind, waren für sie meine Hirngespinste.
bei mir hat man eine paranoide Persönlichkeitsstörung feststellen wollen was von meinen FA für Psychiatrie gegenteilig belegt wurde.

derjenige der diese "Diagnose" gestellt hat wollte mich in fast jeder "Therapiestunde" bis aufs Blut provozieren zwecks Arge, Sanktionen und ich bekam durch diesen widerlichen W****er richtig heftige Anfälle. Der wollte zu mir nach Hause, Konfontationstherapie oder wie das heißt machen, mich hat er sogar bedrängt ich hab mich daraufhin über diesen ekelhaften Kerl bei dem Vorgesetzten beschwert und der hats abgestritten und sich auch noch beim Chef angebiedert er würde mir nur helfen aber das wars dann. Ich hab nie wieder da einen Fuß in dieses "Therapiezentrum" gesetzt und später hab ich auch erfahren daß er nicht mehr dort arbeitete das wird wohl für sich gesprochen haben und da werde ich wohl nicht die Einzige gewesen sein die er so behandelt hat.

manchmal bewirken Therapien das Gegenteil wie bei mir (Seelenstriptease) aber das Amt saß bei mir im Nacken und bestand drauf daß ich als Gegenleistung eine Psychotherapie mache damit ich wieder "geformt" werde für den Arbeitsmarkt.

Auch spätere Therapieversuche scheiterten weil sie regelrecht von der Arge aufgezwungen wurden und ich dann ungern hingegangen bin
 
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#30
Maneki Neko:
Auch spätere Therapieversuche scheiterten weil sie regelrecht von der Arge aufgezwungen wurden und ich dann ungern hingegangen bin
SG Schleswig, Beschluss vom 22. Oktober 2013 - S 16 AS 158/13 ER
Die von einem JobCenter in einem von ihm nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II erlassenen Eingliederungsverwaltungsakt einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten gegenüber verfügte Obliegenheit, zur Verbesserung seiner Leistungsfähigkeit eine psychiatrische Behandlung zu beginnen und bis zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Nachweis über eine Terminvergabe vorzulegen, ist unverhältnismäßig und rechtswidrig.

Eine derartige Durchsetzung einer medizinischen Behandlung stellt kein geeignetes Mittel dar, um die Leistungs- und damit Vermittlungsfähigkeit eines Antragstellers zu verbessern.

Dies gilt gerade dann, wenn der Antragsteller mit einer solchen Maßnahme nicht einverstanden ist und auch die Notwendigkeit dieser Behandlung verneint.

Ein sanktionsbewehrter Zwang zur Wiederherstellung der Gesundheit und zur Verbesserung der seelischen Belastbarkeit greift in einem ungerechtfertigten Maße in das Selbstbestimmungsrecht und in die Integrität des Antragstellers nach Art. 2 Abs. 1 GG i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG ein.

Eine allgemeine Verpflichtung eines Leistungsempfängers zur Gesundherhaltung bzw. Gesundung besteht nicht. Ein Jobcenter kann hier lediglich Beratungsangebote unterbreiten.
Quelle: http://www.luisa-milazzo.de/wordpre...schleswig-s-16-as-158-13-er-anonymisiert-.pdf
 

Maneki Neko

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#31
@der Auflehnende: Lieben Dank für den Text mit den Urteil. Als ich damals zwangsweise in Behandlung war, das war so 2008-2010. Gut daß sich da was getan hat
 

JuppSchmitz

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#32
Warum denn nicht ?? Das sind einfach die Folgen von H4 und damit Maneki Neko nicht allein, es geht vielen so. Aber keiner traut sich offen darüber zu schreiben.
H4 isoliert die Menschen und die Folgen Angststörung , Panikattacken und Zwangsstörung ,das ist aber alle so gewollt. Ein ausgeklügeltes System eben.
ich finde das hier gut. Weil ich es so auch erlebt habe.
Ich habe H4 bekommen seitdem es das gibt, also seit 2005. Ich bin da nie rausgekommen als Selbstständiger, ich hatte aber auch den Eindruck, dass das jc nicht wolte, dass ich da raus komme.
Die Folge war chronische Krankheit, dh. krank bin ich immer noch, weils halt chronisch ist, und chronisch heißt: es geht nicht mehr weg bzw. wird schlimmer.

Da ist natürlich die Psyche mit dran beteiligt. Ich habe mittlerweile gottseidank diverse entsrprechende Diagnosen u.a. chronifizierte mittelgradige Depression und Frühtraumatisierung. Diagnose: Nicht heilbar, nicht therapierbar. 2 Jahre angebliche "Traumatherapie" hinter mir (war sehr anstrengend), hat aber nix gebracht, nun Therapiesperre.
Gehe derzeit noch zu so einer Notfallstelle, einmal im Quartal geht das. Es ändert sich aber nichts mehr.

Man muss darüber reden, darauf wollte ich hinaus. Ich habe beim Gutachter offen geschildert wie der Druck ist vom jc und dass ich STÄNDIG ANGST habe - chronifizierte Angst. So kann kein Mensch leben. Das muss man auch so sagen. Wenn man es nicht sagt, kann es keiner wissen.

Bei mir ist die chronische Angst, die Überlastung, die entstand, als ich versuchte, aus H4 raus zu kommen, längst körperlich manifest geworden dh. ich hab Dauerschmerzen und andere "schöne Dinge". Kämpfe derzeit um meine Rentenverlängerung.

Ach ja isoliert bin ich auch. Und sehr arm. Aber an sowas gewöhnt man sich. Aber auch das ist nicht normal.

Reden, Leute, redet darüber.

gruss JuppSchmitz
 

jupiter99

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#33
Hallo jupp,

Ich bin auch isoliert, einsam und fuehle mich allein gelassen von ehemaligen "Freunden".
Also mit wem reden??

Übrigens, nicht nur wer Hartz 4 bezieht sieht sich mit psychischen Problemen konfrontiert. Ein psychisch schwer angeschlagener der eine befristete Erwerbsminderungsrente bekommt kann auch nicht gesund werden weil er in staendiger Angst lebt ob die Rente verlaengert wird.
Nein, so kann ich nicht gesund werden.

Gruss Jupiter
 

JuppSchmitz

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#34
Hallo Jupiter99,

so gehts mir auch derzeit.
Aber ich werde eh nicht mehr gesund, im Gegenteil die Bewegungseinschränkungen werden immer mehr und Schmerztherapie kann ich nicht bezahlen.
Dazu dann halt noch die Angst.

Ich rede mit meinen Katzen. Und natürlich mit mir selbst. Warum auch nicht. Ist ja sonst keiner da.

gruß JuppSchmitz
 
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