Paar soll jahrelang Hartz IV für tote Nachbarin kassiert haben (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Hartzeola

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18.37 Uhr: Düsseldorf - Ein Paar aus Düsseldorf ist Medienberichten zufolge ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Nach einem Bericht der „Bild“ sollen der 30-jährige Mann und seine 31-jährige Freundin aus Eller fast drei Jahre lang Hartz IV für eine tote Nachbarin kassiert haben. Das Paar soll demnach die Post der Arge aus dem Briefkasten der Toten gefischt haben und mit gefälschten Unterschriften jahrelang die Verlängerung der Sozialhilfe beantragt haben. Der Schwindel sei erst aufgeflogen, als ein Polizist die Frau als Zeugin in einem Betrugs-Verfahren vernehmen wollte. Die Ermittler ließen dem Bericht zufolge schließlich die Wohnungstür aufbrechen und fanden nur noch das Skelett der toten Frau. Die Staatsanwaltschaft will demnach Anklage wegen Betruges erheben.
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E

ExitUser

Gast
ich gehe mal davon aus, dass die tote Nachbarin und dieses Pärchen da nicht die einzigen Mieter waren. der Leichengeruch muss doch auffallen.

dann gibs ja nicht nur Post vom JC oder der Grundsicherung, sondern auch irgendwelche Rechnungen, Strom, Nebenkosten sonstiges.
 

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ich gehe mal davon aus, dass die tote Nachbarin und dieses Pärchen da nicht die einzigen Mieter waren. der Leichengeruch muss doch auffallen.

dann gibs ja nicht nur Post vom JC oder der Grundsicherung, sondern auch irgendwelche Rechnungen, Strom, Nebenkosten sonstiges.
Der "Geruch" der Solidarität ?

Sicher nicht übliches Tagesgeschäft, aber das bildet typischerweise das Sozialsystem ab....

Bei mißhandelten Kindern ist man ja auch oft sehr erstaunt, warum nicht eher....
 

ZynHH

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Wer jahrelang den Verwesungsgeruch erträgt, hat auch die Kohle verdient.
 

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Wer jahrelang den Verwesungsgeruch erträgt, hat auch die Kohle verdient.
Präventives Handeln dämpft das immens ein... günstig wäre z.B. Kochsalz... (geht auch ohne Flour/Jod!)

Nicht, dass das jetzt mehr so "Psycho/SGBII" Nummern werden.... wobei sich das Sozialamt ja die Bestattung (erstmal) spart !
 
D

Don Vittorio

Gast
Und wie kamen die an das Geld ?
Der Mann habe sich um die gehbehinderte Frau gekümmert und regelmäßig Besorgungen für sie gemacht. Als er die Frau tot in ihrer Wohnung entdeckte, soll er nicht die Polizei verständigt haben.

Stattdessen habe er mit seiner Freundin Briefe im Namen der Toten verfasst und ihre Unterschrift gefälscht, um deren Sozialleistungen auf eigene Konten umzuleiten. Niemand schöpfte Verdacht, weil das Paar Schreiben der Agentur für Arbeit aus dem Briefkasten der Toten gefischt haben soll und deshalb stets auf aktuelle Entwicklungen reagieren konnte.
Leiche lag jahrelang in Wohnung - Panorama - WDR.de

Seltsam,dass eine 57 Jährige Frau vom JC niemals vorgeladen oder zu einer Maßnahme verurteilt wurde und auch sonst keine Einladungen erfolgten ?

Es muss übrigens nicht immer Verwesungsgestank entstehen.

Eine Wohnung ohne direkte Sonneneinstrahlung, mit geöffneten Fenstern und mit stetigem leichten Luftzug, kann ideale Voraussetzungen dafür bieten, daß ohnehin nicht sehr fleischige Verstorbene wie ein Stockfisch austrocknen und man kaum etwas von der Geruchsbelästigung mitbekommt.

https://bestatterweblog.de/wie-riecht-eine-leiche-und-warum-riechen-die-das-nicht/
 
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Ich finde diese Geschichte echt grausam. Da ist eine 57 Jahre alte gehbehinderte Dame ohne Familie, dessen vielleicht einzige Bezugsperson ein junger Mann ist, der für ihr Besorgungen erledigt und sich um sie kümmert, und dann ist es genau dieser Mann und seine Freundin, die der alten Dame nicht ihren verdienten Frieden schenken und sie zur Beerdigung freigeben, sonder den Leichnam einfach in der Wohnung verrotten lassen. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.
 

utafu

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Ich mache alles nur noch Schriftlich, mich hat das JC schon seit Okt.2011 nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Ich werde auch nie wieder ein JC betreten.
 
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Hurra die Post ist da,ich schick meine halbjährlichen schon seit Jahren mit der Post.:wink:
Aber wie einfallslos,eine Gefriertruhe wäre vorteilhafter und angemessener gewesen.:icon_motz:
Ja, das schon, aber wenn Keiner sie hinschickt, ausgefüllt, unterschrieben ,Kontoauszüge etc,weil man tot ist?
Na gut, da könnte man auch "nachhelfen".
 

nightangel

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Also irgendwie kann doch da was nicht stimmen.
Der Briefkasten quillt über und kein anderer Nachbar findet das komisch, keinem fällt das auf?
Der Hausmeister pappt sogar ein Siegel an die Türe, warum macht er das? Warum wird der nicht stutzig das es lange unberührt bleibt?
Lange keine Miete gezahlt und deshalb das Siegel an der Türe? Na da muss doch ein Vermieter mal einschreiten und irgendwas in die Wege leiten und mal nachsehen was da los ist. Selbst wenn er annahm die Frau hätte sich davon gemacht, welcher Vermieter wartet sooooooo lange und verzichtet in der Zeit auf die Miete ohne was zu unternehmen? Normal käme dann doch Kündigung, Räumungsklage usw. usf.

Selbst der Polizist der sie zu ihrer Wohnung fuhr wurde nicht stutzig bei dem überquellenden Briefkasten und dem Siegel? Die müssten doch erst recht dann stutzig werden und mal genauer nachsehen, die können auch die Wohnung öffnen lassen und nachsehen.
 

bla47

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Is ja echt ein Hammer, das nie die jährliche Neben- und Heizkostenabrechnung eingefordert wurde vom Amt. Da hätte ja bei eigener Wasseruhr auffallen müssen, das kein Verbrauch drauf ist.
 

Hartzeola

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Betrug und Urkundenfälschung:

Ein Jahr Haft auf Bewährung Paar kassierte Hartz IV
der toten Nachbarin


Von J. OFFERMANNS

Düsseldorf – Sie beantragten für die tote Nachbarin (†62) Hartz IV, kassierten dreieinhalb Jahre lang Monat für Monat „Stütze“: Jetzt standen Dijana L. (32) und Sascha R. (30) wegen Betruges und Urkundenfälschung vor dem Düsseldorfer Amtsgericht.

Beide waren geständig. Dijana L., die selbst wie auch ihr Freund und Mitangeklagter von Hartz IV lebt: „Ich schäme mich so, habe Angst vor dem Gefängnis.“

Richter Dirk Kruse: „Wie ist es dazu gekommen?“

Dijana L.: „Mir ist aufgefallen, dass der Briefkasten von Gisela W. überquillt. Sie war die Nachbarin von Sascha. Wir haben uns gedacht, dass sie gestorben ist.“ Sascha R.: „Im Haus hat es zeitweise auch gestunken. Aber die Verwaltung hat nichts gemacht.“
Dieses Paar kassierte Hartz IV der toten Nachbarin - Düsseldorf - Bild.de
 

Couchhartzer

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Erstaunlich wie milde das Urteil ist,mag die Bild hier vermitteln.
Und noch erstaunlicher, dass da nicht auch ein Verantwortlicher des JC gleich mit vor Gericht gestellt wurde, wenn ich den weiteren Inhalt mit 5-malig gestelltem Verlängerungsantrag so lese. In meinen Augen stellt so eine massive Nachlässigkeit eine Begünstigung durch Unterlassen (der Kontrollen) mittels auf Steuerzahlerkosten ausgelebter Bequemlichkeit dar, denn sonst lebt man Seitens der JC doch auch ständig seinen Kontrollwahn völlig überzogen und drangsalierend aus.

In der Post der Nachbarin, die im November 2009 starb, fand Dijana L. ein Schreiben der ARGE. Die Angeklagte: „Das Geburtsdatum der Frau war schon eingetragen. Ich musste nur meine Kontonummer angeben.“Pünktlich zum Monatsanfang überwies die ARGE 320 Euro. Fünf Mal wurde der Antrag verlängert - dem Düsseldorfer Jobcenter fiel nichts auf.
 

Banquo

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Höchst seltsame Geschichte.

Selbst wenn man alles "glaubt", was im WDR-Link geschildert wird, bleiben doch grosse Zweifel zurück.

4 Jahre lang (von 2009-2013) quoll der Briefkasten über?

Mal abgesehen von den blöden Nachbarn, die fremde Sozialleistungen auf ihr eigenes Konto umleiten. Glaubten die ernsthaft, das würde nie auffallen? Manche Mühlen mahlen langsam, aber das dies irgendwann auffällt, war doch 100% sicher.

Wer zahlte denn jahrelang die Miete und die Nebenkosten, die nichts mit Verbrauch zu tun haben? Denn das bleibt immer, selbst wenn alle Versicherungen und sowas wie Telefon durch Nichtbezahlung gekündigt wurden.
 

Texter50

Super-Moderation
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BILD sprach zuerst mit dem Toten! :biggrin:
Seit Jahren deren Leitsatz.
:eek:

Wer da noch Fragen hat... :icon_lol:
 
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