P Konto Freibetrag wird Ende März überschritten da Amt WBA zu spät bearbeitet hat

Smexi

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
16 September 2014
Beiträge
194
Bewertungen
25
Hallo,

da mein Jobcenter den WBA zu spät bearbeitet hat, obwohl er 6 Wochen dort nur rumlag, bekam ich mein Geld nun nicht am 28.02. sondern heute am 01.03. Da ich am 31.03. nochmal Geld bekommen werde (für den April), sprengt dies natürlich meinen P Konto Freibetrag.

Im Normalfall bekommt man den Teil der drüber ist ja einmalig wieder gut geschrieben. Doch wie verhält es sich, wenn man am 31.01. auch einmal um 7€ über dem Freibetrag war?
 

axellino

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Juli 2013
Beiträge
2.223
Bewertungen
2.062
Im Normalfall bekommt man den Teil der drüber ist ja einmalig wieder gut geschrieben
Richtig, über den Freibetrag übersteigenden Betrag, kann man am ersten des Folgemonats, zu lasten des Freibetrags des Folgemonats wieder verfügen und hier gilt dann das Prinzip „first-in-first-out“ d.h. Verfügungen im Folgemonat werden zunächst mit aus dem Vormonat stammendem Guthaben verrechnet und erst dann mit neuen Geldeingängen.

Doch wie verhält es sich, wenn man am 31.01. auch einmal um 7€ über dem Freibetrag war?
Spielt keine rolle, über die 7 € wurde im Februar ja sicher auch verfügt und dies dann auch zuallererst, siehe vorherige Darlegung „first-in-first-out“ :wink:

So denn das jetzt hier eine einmalige Angelegenheit im März wäre und die Zahlungseingänge ansonsten auch unter der Freigrenze liegen und Du auch immer monatlich über deinen vollen Freibetrag verfügst, bliebe das ganze hier unschädlich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Smexi

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
16 September 2014
Beiträge
194
Bewertungen
25
Ahhhh danke sehr. Verstehe ich das so richtig? :

Ich habe heute am 01.03. 700€ bekommen und bekomme am 31.03. 700€. Damit bin ich ca, 300€ über dem Freibetrag. Diese 300€ gehen für einen Tag auf mein Unterkonto, werden dann meinem Konto wieder gut geschrieben UND gehen zu lasten meines Freibetrages im April. Im April bekomme ich wieder 700€. 700€ + 300€ würde 1.000€ ergeben und damit wäre ich noch unterm Freibetrag und müsste nichts weiter befürchten?
 

axellino

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Juli 2013
Beiträge
2.223
Bewertungen
2.062
und müsste nichts weiter befürchten?
Aufgrund deiner Darlegungen sollte das so sein. :wink:

§ 850k ZPO

(1) 1Wird das Guthaben auf dem Pfändungsschutzkonto des Schuldners bei einem Kreditinstitut gepfändet, kann der Schuldner jeweils bis zum Ende des Kalendermonats über Guthaben in Höhe des monatlichen Freibetrages nach § 850c Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 850c Abs. 2a verfügen; insoweit wird es nicht von der Pfändung erfasst. 2Zum Guthaben im Sinne des Satzes 1 gehört auch das Guthaben, das bis zum Ablauf der Frist des § 835 Absatz 4 nicht an den Gläubiger geleistet oder hinterlegt werden darf.............
§ 835 Abs. 4 ZPO

(4) Wird künftiges Guthaben auf einem Pfändungsschutzkonto im Sinne von § 850k Absatz 7 gepfändet und dem Gläubiger überwiesen, darf der Drittschuldner erst nach Ablauf des nächsten auf die jeweilige Gutschrift von eingehenden Zahlungen folgenden Kalendermonats an den Gläubiger leisten oder den Betrag hinterlegen...........
Die 300 € übern Freibetrag hier bei Dir, wären jetzt kein sogenanntes künftiges Guthaben, darunter würden z.B.. Leistungen nach dem SGB fallen, jedoch werden diese 300 € diesen gleichgestellt und unterliegen auch der Auszahlungssperre nach § 835 Abs. 4 ZPO bis zum Ablauf des Folgemonats.
 
Oben Unten