Otto-Versand Chef gibt Milliarden in Stiftung

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Dagegen72

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Erst mal danke, dass mir der Artikel - Ersteller einen Hinweis darauf gibt, wieviel Lesezeit dieser Artikel bräuchte

Stand: 02.04.2015 09:00 Uhr - Lesezeit: ca.3 Min.

danke :/


Michael Otto gibt Milliarden in Stiftung | NDR.de - Nachrichten - Hamburg

Ich habe meine Mehrheitsbeteiligung in eine neue, gemeinnützige Stiftung übertragen", sagte Otto dem "Hamburger Abendblatt" (Donnerstagausgabe). Die Anteile an dem Handels- und Dienstleistungskonzern haben demnach einen Wert von mehreren Milliarden Euro.

warum?

Mit dem nun verkündeten Schritt will Michael Otto auch sicherstellen, dass die Familie langfristig den Einfluss über den Otto-Konzern behält und die Mehrheit an dem Unternehmen nicht an fremde Investoren veräußert wird.

Michael Ottos Sohn Benjamin, der als Geschäftsführer einer Startup-Tochtergesellschaft im Konzern arbeitet, hat nach Angaben eines Unternehmenssprechers seine Anteile ebenfalls in die neue Stiftung gegeben. Zudem hat Michael Otto eine Tochter, die nicht im Unternehmen ist.

Weiter unten: "der gute Zweck, dient auch dem Selbstzweck"

dann danke für die Brotkrümel für soziale, ökologische und mildtätige Zwecke - ja, danke trotzdem

um einen Familien- oder Eigenbetrieb zu sichern würde ich es wahrscheinlich / eventuell genauso machen.
 

gelibeh

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Ich habe früher in der Körber AG gearbeitet. Kurt A. Körber hat das genauso gemacht. Die Körber-Stiftung beteiligt sich auch an vielen Projekten in Hamburg.
 
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An erster Stelle wird wohl die Vermögenssicherung stehen. Wohin das führen kann, zeigt immer noch die neoliberale Bertelsmann-Stiftung. Die ist sogar mit ihrem Zweck

konkrete Beiträge zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Probleme (lt. Eigendarstellung)

als gemeinnützig anerkannt. Was eigentlich nur als schlechter Witz betrachtet werden kann. Im Grunde agitieren die nur für "Staat = schlecht und Privat = gut". Der Rest ist Folklore.

Fun Fact am Rande: Seit Anfang des Jahres sitzt auch ein gewisser Guido Westerwelle im Kuratorium der "Stiftung".
 

pinguin

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@TE
Für einen Firmeneigentümer ist diese Variante nun einmal die praktikabelste, um eine Firma überhaupt insgesamt zu erhalten; damit ist sichergestellt, daß diese Firma später mal nicht filettiert wird. Insofern sind in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung auch sämtliche bestehenden Jobs gesichert.
 
E

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Gast
Das Beispiel Bertelsmann zeigt drastisch, wie schädlich der Einfluß solcher Stiftungen auf die Gesellschaft sein kann.
Aber die waren ja auch schon zu ganz anderen Zeiten Meinungsmacher u. hatten einen schönen Gewinn durch ihre Zusammenarbeit mit dem Regime. Mit diversen Hetzschriften wurde man in der NS-Zeit richtig groß.

Im Übrigen ist es für mich nicht ehrenhaft, Menschen auszubeuten, ihnen hernach einen Brosamen ("wohltätige Stiftungen") hinzuwerfen u. sich dafür als der große Spender/Mäzen... sonstwas... feiern zu lassen. Von zuvor ergaunertem Geld!
 
E

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Gast
Michael Otto ist vermutlich nicht gerade das, was man so als Philanthrop bezeichnen würde. Ich erinnere nur mal an die Doku über "Hermes".

Zwei deutsche Existenzen: Der Hermes-Paketbote Peter und der Milliardär Michael Otto.
Peter arbeitet für 60 Cent pro Paket, nach einem 10 Stunden Tag hat er etwa 60 Euro verdient. Fast die Hälfte davon geht für Sprit und Auto drauf. Der andere ist einer der reichsten Männer Deutschlands: der Milliardär Michael Otto, Mehrheitsaktionär und langjähriger Vorstandsvorsitzender der Otto Group und bis heute deren Aufsichtsratsvorsitzender. Otto ist ein Vorzeigeunternehmer, hoch gelobt für sein soziales und ökologisches Engagement, für seine Bereitschaft, "gesamt-gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen". Dafür bekam er sogar das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern.

https://www.youtube.com/watch?v=n8aRD2tQcqE
 

gelibeh

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Im Übrigen ist es für mich nicht ehrenhaft, Menschen auszubeuten, ihnen hernach einen Brosamen ("wohltätige Stiftungen") hinzuwerfen u. sich dafür als der große Spender/Mäzen... sonstwas... feiern zu lassen. Von zuvor ergaunertem Geld!
Das war bei Körber anders. Ich habe sehr gerne in dem Konzern gearbeitet und von Ausbeutung habe ich dort nichts gespürt. Wie das heute ist, kann ich allerdings nicht sagen. Bin seit 2001 nicht mehr dort.
 
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Stiftungen sind u.a. oft ein Steuersparmodell.Ich finde jede gute Tat gut die von einer Stiftung
ausgeht , finde es aber besser wenn ein starker Sozialstaat privates Mäzenatentum unnötig macht.Es ist auch besser wenn der Staat und somit die Allgemeinheit insgesammt die Richtungen der Förderungen vorgibt!
 

pinguin

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finde es aber besser wenn ein starker Sozialstaat privates Mäzenatentum unnötig macht.
Vorher klärst Du aber bitte, wie der Staat im globalen Weltgefüge zu jenen Mitteln kommt, die er für die von Dir gewünschte Stärke benötigt.
 
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Ich sehe ( und da bin ich nicht alleine) in privaten Stiftungen auch eine Gefahr.
Sie fördern ein gewisses Verhalten des Staates sich aus immer mehr Bereichen zurückzuziehen und die Finanzierung privaten Wohltätern zu überlassen.
Es ist jedoch so " wer zahlt bestimmt" d.H. es findet kein demokratischer Prozeß mehr statt in dem geklärt wird was nun gefördert wird und was nicht.Mit anderen Worten die Reichen gewinnen an noch mehr Einfluß.
Ähnlich ist es ja auch bereits im Mittelalter gewesen viele Künstler ( die Meisten) konnten nur mit Hilfe eines privaten Gönners z.B. eines Königs oder Fürsten überleben.
 
E

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Gast
...konnten nur mit Hilfe eines privaten Gönners z.B. eines Königs oder Fürsten überleben.

Der sein Volk vorher bis auf's Blut geschröpft hat, denn sonst wäre er nicht so stinkreich. :icon_mrgreen:
 
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Der sein Volk vorher bis auf's Blut geschröpft hat, denn sonst wäre er nicht so stinkreich. :icon_mrgreen:

So sieht es aus im Absolutismus konnte so ein reicher Herscher fast
alles machen.

Wenn die Allgemeinheit zu viele ihrer Belange in die Hand von Privatleuten gibt
schwächt sie sich selbst und liefert sich den Reichen völlig aus.
Das ganze wird dann noch mit Steuererleichterungen schmackhaft gemacht die man dadurch erreicht das man an reiche " Wohltäter " outsourced , doch von denen hat die breit Masse gar nichts , im Gegenteil.
 

Dagegen72

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danke für eure Antworten :)

tja, ich weiß nicht wie ich es tun würde - um das Vermögen zu sichern würde ich wenn dies eine gute Möglichkeit wäre, es wohl auch so tun

Und Brotkrümel können vielleicht auch etwas bewirken - über sie kann man vielleicht versuchen, was zu machen, dass einen in eine andere Position bringt

Denke, damals waren die Künstler froh über ihre Mäzene, um voranzukommen.

Das ist aber auch schlimm mit dem finanziellen Existenzerhaltungszwang - das schafft so krasse Abhängigkeiten.

Weiß jemand noch was über Feudalismus? Ich dachte, ich wüsste was bin mir jetzt aber nicht sicher, der wiki-Artikel verunsichert mich gerade.
 

ZynHH

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Ich habe früher in der Körber AG gearbeitet. Kurt A. Körber hat das genauso gemacht. Die Körber-Stiftung beteiligt sich auch an vielen Projekten in Hamburg.

Schau dir mal genauer an, wiki koerber, was genau die Stiftung fördert.....
 
E

ExitUser0090

Gast
Es ist auch besser wenn der Staat und somit die Allgemeinheit insgesammt die Richtungen der Förderungen vorgibt!

Eben. Das ist dann wenigstens demokratisch legitimiert. Zumindest auf dem Papier. Bei Stiftungen entscheiden Privatleute nach ihrem Weltbild und ihren Präferenzen.
 
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