Ottmar Schreiner: Abschied eines Kämpfers

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

wolliohne

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.317
Bewertungen
831
Der SPD-Sozialpolitiker Ottmar Schreiner zieht sich aus dem Bundestag zurück. Wegen einer Krebserkrankung verzichtet der Saarländer auf eine abermalige Kandidatur.
Schreiner, der 1978 in einer Wahl für den Juso-Vorsitz gegen den späteren Bundeskanzler Gerhard Schröder unterlag, begann 25 Jahre später seinen Kampf gegen Schröders Agenda 2010. Dazwischen lagen Jahre, in denen er zeitweise stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion und Bundesgeschäftsführer in der Parteizentrale war. Doch die längste Zeit war Schreiner, der Mann mit den dunklen Tränensäcken, vor allem als Afa-Vorsitzender das sozialpolitische Gesicht seiner Partei.
Quelle: FAZ Anmerkung WL: Ottmars Ausscheiden ist ein schwerer Verlust für die SPD-Bundestagsfraktion und für die sozialpolitisch Engagierten in der Sozialdemokratie. Damit verliert die SPD eine der letzten in Berlin wahrnehmbaren Stimmen für eine soziale Ausrichtung der Partei, einen „Kämpfer“ wie die FAZ richtig schreibt.
Hoffentlich hat Ottmar noch die Kraft einmal niederzuschreiben, wie die SPD-Rechte und die Schröderianer mit ihm umgesprungen sind. Ich wünsche ihm Kraft und Mut in seinem Kampf gegen die schwere Krankheit und alles Gute.


Anm. der RED, dem schliessen wir uns gerne an!
 
E

ExitUser

Gast
...wie die SPD-Rechte und die Schröderianer mit ihm umgesprungen sind.

Dann verlässt man die Partei, wenn man mit deren Zielsetzung nicht konform geht, wie es beispielsweise tausende SPDler nach der Agenda 2010 Einführung taten. Wäre etwas glaubwürdiger.

Aber mit nem Parteibuch im Bundestag hocken und soviel Jahre mitnehmen, wies irgendwie geht... klar, da fällt man wesentlich weicher.

Was heutzutage alles als "Kämpfer" tituliert wird.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.818
Bewertungen
6.321
Ist wohl nur noch mit wirtschaftlichen Interessen zu erklären, weshalb einer der letzten Sozialdemokration einer zunehmen asozialen Partei treu geblieben ist?! Konsequenterweise hätte der ab 2004/2005 in eine andere Partei wechseln oder hinschmeißen müssen.
 
E

ExitUser0090

Gast
Auch ein Bayer hat mal Recht. :icon_smile:

Bei der letzten größeren Schlacht am 26.04.12 um soziale Gerechtigkeit, hat Herr Schreiner für die Beibehaltung von Sanktionen gestimmt.

26.04.2012
Abstimmungsergebnis

Antrag auf Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen am 26.4.2012

Heute hat der Bundestag über den Antrag der LINKSFRAKTION auf Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen abgestimmt. Abgestimmt wurde über die Beschlussempfehlung des Ausschusses. Folgende Abgeordnete haben sich für die Ablehnung unseres Antrags, mithin für die Fortführung der Sanktionen im SGB II/SGB XII ausgesprochen:
Ottmar Schreiner (SPD),
Abstimmungsergebnis (Katja Kipping, MdB Linksfraktion)
 

hemmi

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 Juni 2010
Beiträge
2.159
Bewertungen
52
Machs gut Ottmar, du warst einer der letzen Aufrechten in dieser Partei.:icon_klatsch:
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten