Ortsanwesenheit

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Wildkatze

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Hallo,

war heute beim Arbeitsamt und mußte hören, daß ich nicht mal einen Tag in die Stadt X (ca. 200 km) darf, ohne daß sie es "erlaubt".

Den OrtsAbwesenheitsparagraphen habe ich aber so verstanden, daß ich einmal am Tag meinen Briefkasten persönlich leeren können muß. Wenn ich doch morgens nach Stadt X fahre und abends wieder da bin, dann kann ich doch meinen Briefkasten leeren. Und noch was: Ich mach das wegen meiner Beschäftigungslosigkeit. Also nicht, um einen schönen Tag zu haben.

Da ich im Moment aber noch meine Wohnung in Stadt Y (ca. 350 km) besitze und ich die Schlüßel noch habe und einige Dinge von mir noch dort sind, muß ich für 2 Tage nochmals weg. Leider an einem oder zweien Werktagen. Da kann ich doch am Tag 1 morgens meine Post aufmachen (die kommt bei uns mit der Zeitung) und am Tag 2 dann gegen abend die Post aufmachen, wenn ich wieder da bin.

Da erfülle ich doch in beiden Fällen diese Ortsanwesenheit.

Es kann doch nicht sein, daß ich für jeden Schritt den ich tue, einen Tag "Urlaub" nehmen muß.
Auf dem Amt hat man das so begründet, daß wenn mir was passiert, dann sei das Amt dran. Aber... ich bin doch normal krankenversichert.

Ist da was dran.... oder seht ihr es auch so, daß ich einen (oder zwei) Tag(e) wegfahren kann, ohne gleich dem Amt bescheid zu geben ?

Viele Grüße, Wildkatze
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Wildkatze,

Du musst Postalisch erreichbar sein und falls mal ein Stellenangebot dabei sein sollte, hast Du bis zu 3 Tage Zeit, Dich dort zu bewerben.

Die ARGE legt wahrscheinlich das mit der Ortsabwesenheit sehr komisch um, aber Deinen "Mitwirkungspflichten" würdest Du auch beim Öffnen des Briefkastens am Abend nachkommen.
 
S

Stinkstiefel

Gast
Einmal am Tag (nach ev. Einwurf durch Post) Briefksten leeren reicht aus. Das totale Verbot des Wegfahrens an einen anderen Ort ist total verboten. Dazu wäre ein Urteil und eine verhängte Haftstrafe erforderlich.

Das kann natürlich ein Affen***** anders sehen. Also "die Klappe halten".
 

Wildkatze

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Hallo,

hab grad noch was gefunden:

Erreichbarkeitsanordnung -EAO -
$1 Grundsatz
(3) Kann der Arbeitslose Vorschlägen des Arbeitsamtes zur beruflichen Eingliederung wegen der nachgewiesenen Wahrnehmung eines Vorstellungs-, Beratungs- oder sonstigen Termins aus Anlaß der Arbeitssuche nicht zeit- oder ortsnah Folge leisten, steht dies der Verfügbarkeit nicht entgegen.

Somit sehe ich das als Erklärung dafür an, daß ich zu der Messe darf, ohne da extra noch um Erlaubnis bitten zu müßen. An der betreffenden Messe will ich Kontakte zu Firmen knüpfen, Kurzbewerbungen (Flyer) verteilen, einfach den Arbeitsmarkt auf mich aufmerksam machen. Nur, wie kann ich das nachweisen ? Kommt es blöd, wenn ich mir von einigen Firmen den Empfang der Kurzbewerbung bestätigen lasse ?

Den weiteren steht in dem $1:
Der Arbeitslose hat sicherzustellen, daß das Arbeitsamt ihn persönlich an jedem Werktag an seinem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von ihm benannten Anschrift (Wohnung) durch Briefpost erreichen kann.

Wenn ich an Werktag 1 wegfahre und am Werktag 2 zurückkomme, dann habe ich dies doch erfüllt. Und das Arbeitsamt hat von mir noch 2 Telefonnummern. Von der Wohnung, wo ich jetzt wohne und von der Wohnung, wo ich kurz ein letztes Mal hin muß.

Und was meinte die Frau, mit "wenn ich verünglücke, ... " ?

Viele Grüße, Wildkatze
 
E

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Hallo,

hab grad noch was gefunden:

Erreichbarkeitsanordnung -EAO -
$1 Grundsatz
(3) Kann der Arbeitslose Vorschlägen des Arbeitsamtes zur beruflichen Eingliederung wegen der nachgewiesenen Wahrnehmung eines Vorstellungs-, Beratungs- oder sonstigen Termins aus Anlaß der Arbeitssuche nicht zeit- oder ortsnah Folge leisten, steht dies der Verfügbarkeit nicht entgegen.

Somit sehe ich das als Erklärung dafür an, daß ich zu der Messe darf, ohne da extra noch um Erlaubnis bitten zu müßen. An der betreffenden Messe will ich Kontakte zu Firmen knüpfen, Kurzbewerbungen (Flyer) verteilen, einfach den Arbeitsmarkt auf mich aufmerksam machen. Nur, wie kann ich das nachweisen ? Kommt es blöd, wenn ich mir von einigen Firmen den Empfang der Kurzbewerbung bestätigen lasse ?

Den weiteren steht in dem $1:
Der Arbeitslose hat sicherzustellen, daß das Arbeitsamt ihn persönlich an jedem Werktag an seinem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von ihm benannten Anschrift (Wohnung) durch Briefpost erreichen kann.

Wenn ich an Werktag 1 wegfahre und am Werktag 2 zurückkomme, dann habe ich dies doch erfüllt. Und das Arbeitsamt hat von mir noch 2 Telefonnummern. Von der Wohnung, wo ich jetzt wohne und von der Wohnung, wo ich kurz ein letztes Mal hin muß.

Und was meinte die Frau, mit "wenn ich verünglücke, ... " ?

Viele Grüße, Wildkatze

Die meinen es also eher "Versicherungstechnisch". Wenn Du in einer anderen Stadt bist, ohne "Kenntnis" der ARGE , bist Du dann "nicht versichert" bzw. die Krankenkasse kann sich weigern, Deine Behandlungskosten zu übernehmen. (Vermutung)

Eine kurze "Abmeldung" müsste aber trotzdem reichen, zumindest das sie wissen, wo Du bist.

Wenn sie es dann trotzdem "nicht erlauben", sollen die Dir das dann schriftlich geben, mit "ausreichender Begründung".

Die Erreichbarkeit wäre gewährleistet, also würde das dann schon mal wegfallen.
 

Wildkatze

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Hallo,

daß die Krankenkasse nicht zahlt, nur weil der Unfall nicht in den eigenen 4 Wänden geschehen würde, kann ich mir nicht vorstellen.

Was würdest Du an meiner Stelle tun ?

Diese Woche muß ich Mittwoch bis Donnerstag weg.

Viele Grüße, Wildkatze
 
E

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Gast
Hallo,

daß die Krankenkasse nicht zahlt, nur weil der Unfall nicht in den eigenen 4 Wänden geschehen würde, kann ich mir nicht vorstellen.

Was würdest Du an meiner Stelle tun ?

Diese Woche muß ich Mittwoch bis Donnerstag weg.

Viele Grüße, Wildkatze

Bescheid geben, das Du Mittwoch nach der Post weg mußt und Donnerstag Abend wieder da bist, evtl. das es nicht aufschiebbar ist. vielleicht auch schriftlich.

Vielleicht haben noch andere eine Idee. :icon_smile:
 
E

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Gast
Das mit dem Versicherungsschutz ist Quatsch! Ich würde da gar nichts machen und fahren. Übrigens, als NAchweis könnte man e nach dem z. B. aich die Eintrittskarte der Messe nutzen.
 

deepsleeper

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mensch leute,nehmt das mit dem abmelden doch nicht so ernst.
und laßt euch keinen erzählen von denen von wg . versicherung und so.
einmal am tag post nachgucken reicht aus.
alles andere könnte denen so passen.
wo leben wir denn überhaupt?
nachher muß man noch nachfragen wenn man pinkeln geht.
ich hab nen nebenjob in ner anderen stadt,wie sollte ich das denn machen,wenn ich jedesmal dafür meldung machen müßte.
ich sche*** auf das was die gerne hätten,ich bin immer noch mein eigener herr.
sollte jeder andere auch so machen,wo kommen wir denn hin wenn wir das alles akzeptieren,was uns unsere bevormundungs-politiker so vorsetzen.
grüße:icon_daumen:
 

Karma

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Hallo,

war heute beim Arbeitsamt und mußte hören, daß ich nicht mal einen Tag in die Stadt X (ca. 200 km) darf, ohne daß sie es "erlaubt".

Den OrtsAbwesenheitsparagraphen habe ich aber so verstanden, daß ich einmal am Tag meinen Briefkasten persönlich leeren können muß. Wenn ich doch morgens nach Stadt X fahre und abends wieder da bin, dann kann ich doch meinen Briefkasten leeren. Und noch was: Ich mach das wegen meiner Beschäftigungslosigkeit. Also nicht, um einen schönen Tag zu haben.

Da ich im Moment aber noch meine Wohnung in Stadt Y (ca. 350 km) besitze und ich die Schlüßel noch habe und einige Dinge von mir noch dort sind, muß ich für 2 Tage nochmals weg. Leider an einem oder zweien Werktagen. Da kann ich doch am Tag 1 morgens meine Post aufmachen (die kommt bei uns mit der Zeitung) und am Tag 2 dann gegen abend die Post aufmachen, wenn ich wieder da bin.

Da erfülle ich doch in beiden Fällen diese Ortsanwesenheit.

Es kann doch nicht sein, daß ich für jeden Schritt den ich tue, einen Tag "Urlaub" nehmen muß.
Auf dem Amt hat man das so begründet, daß wenn mir was passiert, dann sei das Amt dran. Aber... ich bin doch normal krankenversichert.

Ist da was dran.... oder seht ihr es auch so, daß ich einen (oder zwei) Tag(e) wegfahren kann, ohne gleich dem Amt bescheid zu geben ?Ist da was dran.... oder seht ihr es auch so, daß ich einen (oder zwei

Viele Grüße, Wildkatze

Lass dir von deiner kompetenzfreien Sb den passenden § zeigen, dass, wenn dir was passiert, das "Amt dran" ist. So einen Schwachsinn habe ich noch nie gehört :icon_neutral:
Du bist kein Sklave, sondern kannst selbst entscheiden, wie du die Ortsabwesenheit händelst...oder bist du in einer Maßnahme?
Ich fahre sogar länger in den Urlaub(Ausland) und melde mich nie ortsabwesend...ich lasse mich nicht versklaven :icon_pfeiff:
Gruß Karma
 

VerBisUser

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Hallo,

hab grad noch was gefunden:

Erreichbarkeitsanordnung -EAO-
$1 Grundsatz
(3) Kann der Arbeitslose Vorschlägen des Arbeitsamtes zur beruflichen Eingliederung wegen der nachgewiesenen Wahrnehmung eines Vorstellungs-, Beratungs- oder sonstigen Termins aus Anlaß der Arbeitssuche nicht zeit- oder ortsnah Folge leisten, steht dies der Verfügbarkeit nicht entgegen.

Somit sehe ich das als Erklärung dafür an, daß ich zu der Messe darf, ohne da extra noch um Erlaubnis bitten zu müßen. An der betreffenden Messe will ich Kontakte zu Firmen knüpfen, Kurzbewerbungen (Flyer) verteilen, einfach den Arbeitsmarkt auf mich aufmerksam machen. Nur, wie kann ich das nachweisen ? Kommt es blöd, wenn ich mir von einigen Firmen den Empfang der Kurzbewerbung bestätigen lasse


Hallo,
mal ganz ehrlich, Deine SB hat nen Knall.
Als FM bin ich gerne bereit, Arbeitsuchenden auch die Reise zu Messen und den Eintritt zu übernehmen, wenn sie/er mir beweist/ bestätigt, dass es sich um Networking und Kontakte knüpfen handelt.
An Deiner Stelle würde ich die Übernahme der Reisekosten durch Vermittlungsbudget beantragen :)
 

stummelbeinchen

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Hallo,

war heute beim Arbeitsamt und mußte hören, daß ich nicht mal einen Tag in die Stadt X (ca. 200 km) darf, ohne daß sie es "erlaubt".

Den OrtsAbwesenheitsparagraphen habe ich aber so verstanden, daß ich einmal am Tag meinen Briefkasten persönlich leeren können muß. Wenn ich doch morgens nach Stadt X fahre und abends wieder da bin, dann kann ich doch meinen Briefkasten leeren. Und noch was: Ich mach das wegen meiner Beschäftigungslosigkeit. Also nicht, um einen schönen Tag zu haben.

Da ich im Moment aber noch meine Wohnung in Stadt Y (ca. 350 km) besitze und ich die Schlüßel noch habe und einige Dinge von mir noch dort sind, muß ich für 2 Tage nochmals weg. Leider an einem oder zweien Werktagen. Da kann ich doch am Tag 1 morgens meine Post aufmachen (die kommt bei uns mit der Zeitung) und am Tag 2 dann gegen abend die Post aufmachen, wenn ich wieder da bin.

Da erfülle ich doch in beiden Fällen diese Ortsanwesenheit.

Es kann doch nicht sein, daß ich für jeden Schritt den ich tue, einen Tag "Urlaub" nehmen muß.
Auf dem Amt hat man das so begründet, daß wenn mir was passiert, dann sei das Amt dran. Aber... ich bin doch normal krankenversichert.

Ist da was dran.... oder seht ihr es auch so, daß ich einen (oder zwei) Tag(e) wegfahren kann, ohne gleich dem Amt bescheid zu geben ?

Viele Grüße, Wildkatze

Hallo,

Du hast alles genau richtig verstanden.

LG
 

haef

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Hallo,

Du hast alles genau richtig verstanden.

LG

hallo wildkatze,

leider hast Du es genausowenig richtig verstanden wie viele andere, die Realität ist viel schlimmer!
die OrtsAbwesenheit ist in SGB2 , § 7, Abs. 4a, in Verbindung mit der EAO geregelt und gliedert sich grob in 2 Fallkonstellationen

1. orts- und zeitnaher Bereich,
2. außerhalb des vorgenannten.

Der Absatz 4a ist nachträglich in den §7 des SGB2 eingefügt worden, als man festgestellt hatte, das es für Hartz4-Empfänger überhaupt keine Anwesenheitspflicht gab.
Dann aber ist man deftig über das Ziel hinausgeschossen, denn jetzt gilt die EAO , anders als bei ALG1 , auch für die nicht erwerbsfähigen Hilfeempfänger, salopp gesagt - vom Säugling bis zum Greis.

Wenn Du Dich innerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches aufhälst, gilt die Regelung der täglichen, postalischen Erreichbarkeit.
Außerhalb dieses Bereiches gilt ohne jedes "Wenn und Aber", dass Du die Erlaubnis Deines PAP haben und Dich auch zurückmelden musst.
Ansonsten droht nicht nur Wegfall der Leistung sondern ggfls. auch ein Bußgeld.
Alles andere ist Schönrederei.

Zwar hat die BA einige völlige unsinnige Forderungen mit internen DA´s "entschärft", das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Gültigkeit.
Hier erhälst Du die Hinweise (Achtung - direkter download). zu finden unter 6.3 OrtsAbwesenheit, Seite 23 (ab S. 35 im Dokument)

Das noch Üblere an dieser ohnehin schon ekelhaften Geschichte ist die fehlende Bestimmtheit des orts- und zeitnahen Bereiches. D.h. es ist praktisch jeder ARGE bzw. SB überlassen wie er diesen definiert.
Die Spannweite aus alten Urteilen (zum AFG) geht von knapp 60 - 250 km. Z. Zt. gibt es ARGEn die nur den Wohn- und unmittelbare Nachbarorte als zeit- und ortsnah definieren. Auch daran sieht man den massregelnden und entwürdigenden Charakter dieser Vorschrift. Denn theoretisch/praktisch wäre es kein Problem nach der Post das "Frühstück bei Tiffany" in Newyork einzunehmen und rechtzeitig am nächsten Morgen die Post wieder in Empfang zu nehmen.
(kleiner Scherz am Rande)

Du kannst und solltest natürlich tun und lassen was Du willst (mach ich auch :icon_smile:), hier sollten aber keine falschen Informationen, besonders nicht mit so schwerwiegenden, möglichen Folgen, stehenbleiben.

Frdl. grüße
Horst

@ verbisuser
mal ganz ehrlich, Deine SB hat nen Knall.
Als FM bin ich gerne bereit, Arbeitsuchenden auch die Reise zu Messen und den Eintritt zu übernehmen, wenn sie/er mir beweist/ bestätigt, dass es sich um Networking und Kontakte knüpfen handelt.
ohne Dir zu nahe zu treten, aber genau das ("...ich bin gerne bereit...") ist der Unterschied zwischen einer unabhängigen Beratung und FM ´s oder SB ´s die "Hilfestellung" geben wollen.
Konsequenterweise müsstest Du bei entsprechender Einsicht in dieses widerwärtige Gesetz ohne Auflagen und Verfolgung handeln.
Das ist aber etwas anderes, als bei "Fällen" die Du für sinnvoll hälst, "gerne bereit" zu sein das Gesetz zu "umgehen". So bleibst Du "Gönner und Gewährer".
 

gerda52

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Sancho meinte:
Eine kurze "Abmeldung" müsste aber trotzdem reichen, zumindest das sie wissen, wo Du bist.
Abmelden heißt übersetzt Leistungsverzicht. Es geht auch nicht darum, zu wissen, wo man ist. Die Abwesenheit muss schon genehmigt sein, um den Leistungsentzug für die Zeit der Abwesenheit zu 100 % auszuschließen.

Hört sich vll. jetzt dumm an, aber AN können sich auch keinen Urlaub selbst genehmigen. So ganz soll der Bezug zur Arbeitswelt nun doch nicht verloren gehen. ; )
 

haef

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Hört sich vll. jetzt dumm an, aber AN können sich auch keinen Urlaub selbst genehmigen. So ganz soll der Bezug zur Arbeitswelt nun doch nicht verloren gehen. ; )

hallo Gerda,

bevor jemand Deinen Mostrich aber in den falschen Hals bekommt :icon_party: und das für bare Münze nimmt, sollten wir vielleicht noch ein paar Dinge klar stellen.

1. kein Arbeitsloser hat einen rechtlichen Anspruch auf Urlaub,
2. jeder Arbeitnehmer ist nur verpflichtet (gegen Geld :icon_smile:) an seinem Arbeitsplatz anwesend zu sein, evtl. auch sogar dafür zu arbeiten :icon_party:, danach, immerhin 2/3 des Tages, kann er tun und lassen was er will, z.B. zum "Frühstück zu Tiffany",
3. die Familie des Arbeitnehmers unterliegt keinerlei Aufenthaltsbestimmung,
l.b.n.l
4. kann man aus den genehmigten Ortsabwesenheiten herrliche Bewegungsprofile incl. "Vorlieben", z.B. Besuch Parteitag der Linken u.ä., erstellen,

Daher ist diese ganze Schweinerei nicht nur ein Verstoß gegen Artikel 11 GG (Freizügigkeit), sondern auch gegen Artikel 2 (freie Entfaltung d. Persönlichkeit) und Artikel 8 (Versammlungsfreiheit).

frdl. Grüße
Horst

und jetzt das Ganze noch illustriert
copy bei Angabe der Quelle (hf 2006) frei
 

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gerda52

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hallo Gerda,

bevor jemand Deinen Mostrich aber in den falschen Hals bekommt und das für bare Münze nimmt, sollten wir vielleicht noch ein paar Dinge klar stellen.

1. kein Arbeitsloser hat einen rechtlichen Anspruch auf Urlaub,
2. jeder Arbeitnehmer ist nur verpflichtet (gegen Geld ) an seinem Arbeitsplatz anwesend zu sein, evtl. auch sogar dafür zu arbeiten , danach, immerhin 2/3 des Tages, kann er tun und lassen was er will, z.B. zum "Frühstück zu Tiffany",
3. die Familie des Arbeitnehmers unterliegt keinerlei Aufenthaltsbestimmung,

und jetzt das Ganze noch illustriert

frdl. Grüße
Horst
Dann auch Dir haef noch eine Antwort ..

Wie ich feststelle, wurde mein Beitrag doch etwas missverstanden. Es ist mir bekannt, dass Arbeitslose keinen Urlaubsanspruch haben. Wenn Du den Eingangsthread übrigens richtig gelesen hättest, wüsstest Du auch, dass es hier mal nicht um ALG II geht. Für die TE und alle bisher davon nicht betroffenen User sind Deine Beiträge daher zum Teil also noch Zukunftsvisionen.

Meine Antwort bezog sich in 1. Linie auf den ebenfalls zitierten Satz von Sancho, ich will ihn jetzt nicht wiederholen. Für mich ist der Satz vor dem folgenden Hintergrund zweideutig.

Wildkatze meinte:
Es kann doch nicht sein, daß ich für jeden Schritt den ich tue, einen Tag "Urlaub" nehmen muß.
Auf dem Amt hat man das so begründet, daß wenn mir was passiert, dann sei das Amt dran. Aber... ich bin doch normal krankenversichert.
Was erwartet er also von der vorgeschlagenen Aktion? Dass SB 's die Abmeldungen genehmigen und aufgrund der ebenfalls erwähnten Erreichbarkeit (die m.E. bei kurzzeitigen Unternehmungen nicht gegeben ist) die Registrierung als Ortsabwesenheit doch unterlassen?

Das muss er uns aber selbst beantworten.

Es sollte auch beachtet werden, dass bei vorangegangenen 'Abmeldungen' nach der Rückkehr nochmal ne persönliche Meldung fällig ist.

Mein Vergleich mit dem AN ist bis auf den Umstand, dass er einen Urlaubsanspruch durch seine Beschäftigung erwirbt, so daneben nicht. Der letzte Satz von mir war dagegen eher scherzhaft gemeint. Weiter ...

Zu Deinem Punkt 2) von wegen 2/3 des Tages zur freien Verfügung und Frühstück bei Tiffany:

Für letzteres reichen meine finanziellen Mittel nicht, aber das Recht der freien Verfügung nehme ich für die 2/3 auch für mich in Anspruch. No Risk no Fun. Ich denke, wir verstehen uns. :icon_pause:
 

haef

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Dann auch Dir haef noch eine Antwort ..

Wie ich feststelle, wurde mein Beitrag doch etwas missverstanden. Es ist mir bekannt, dass Arbeitslose keinen Urlaubsanspruch haben. Wenn Du den Eingangsthread übrigens richtig gelesen hättest, wüsstest Du auch, dass es hier mal nicht um ALG II geht.

hallo gerda, warum so gallig?
Mal abgesehen davon das die EAO auch für ALG1 gilt, welcher Formulierung entnimmst Du, dass es nicht um ALG2 geht? "Arbeitsamt" wäre ja wohl ein wenig dünn, da manche ARGEn dort angesiedelt sind.

Für die TE und alle bisher davon nicht betroffenen User sind Deine Beiträge daher zum Teil also noch Zukunftsvisionen.
Oho, meine Beiträge (plural!) sind Zukunftsvisionen und nicht vorhandene oder unmittelbar drohende Realität für alle Betroffenen?
Die einzigen Unterschiede (ALG1 vers. ALG2) für die Betroffenen sind, das beim ALG2 auch alle Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft mitbetroffen sind und mir aus langjähriger Praxis jedenfalls nicht bekannt ist, das MA der BA beim AFG (jetzt SGB3) diese Regelung in nennenswertem Umfang angewendet hätten.

Mein Vergleich mit dem AN ist bis auf den Umstand, dass er einen Urlaubsanspruch durch seine Beschäftigung erwirbt, so daneben nicht.
Da Du es jetzt selbst nicht mehr als satirischen Beitrag siehst, doch sehe ich schon so - völlig daneben, s. meine Punkte 1-4

Zu Deinem Punkt 2) von wegen 2/3 des Tages zur freien Verfügung und Frühstück bei Tiffany:

Für letzteres reichen meine finanziellen Mittel nicht, aber das Recht der freien Verfügung nehme ich für die 2/3 auch für mich in Anspruch. No Risk no Fun. Ich denke, wir verstehen uns. :icon_pause:
auch meine Mittel reichen da (leider) nicht. no risk, no fun - genau, muss aber eben jede(r) für sich entscheiden

frdl. Grüße
Horst
 

Wildkatze

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Hallo,

also für die, die es überlesen haben:
Ich bin kein Hartz-IV -Empfänger, sonst hätte ich den Thread ins ALG-II -Forum gestellt.

Bitte verwirrt mich daher nicht.

Es ist nur so, daß ich, weil ich aus kostengründen meine Wohnung in der Stadt Y (ca. 350 km entfernt) aufgegeben habe und vorübergehend zu meinen Eltern zurück gezogen bin und ich eben noch die Wohnungsschlüssel habe und ein Kautionskonto auflösen muß. Banken sind an Wochenenden bekanntlich geschloßen. Das war im September leider nicht möglich, weil die Kaution noch als Pfand einbehalten wurde. Jetzt läßt mich mein Vermieter aber ran und ich kann das Geld haben. Leider muß ich mit auf die Bank.
Hab mir überlegt, daß ich nun doch Sonntag hinfahr (die SB hatte betont, daß ich an Wochenenden hinfahren kann, wo ich will) und Montagfrüh um 9 zur Bank und dann gleich wieder zurück. Dann bin ich um 14 Uhr wieder da. Da ich erst gestern einen Termin beim Arbeitsamt hatte, gehe ich davon aus, daß ich kommenden Montag keinen Termin haben werde. Es steht zumindest momentan keiner mehr aus.

Und noch was: Das Arbeitsamt hat zur Sicherheit noch meine Telefonnummer von meiner ehemaligen Wohnung. Schon im September hatte ich mal erwähnt, daß ich im Oktober ein-zwei Tage in die Stadt Y muß, um die Wohnung endgültig aufzulösen. Man sagte mir da nicht, daß ich dann genau sagen müße, wann das sei und so und hat daher absichtlich noch beide Telefonnummern von mir gespeichert. Die von meinem Elternhaus und die von der Stadt Y.
Nächste Woche gebe ich denen dann durch, daß ich "Sonntag" in der Wohnung war und sie die Telefonnummer von dort löschen sollen. Und Sonntag in der Wohnung gewesen, wäre dann nicht mal gelogen.

Viele Grüße, Wildkatze
 

haef

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Hallo,

also für die, die es überlesen haben:
Ich bin kein Hartz-IV -Empfänger, sonst hätte ich den Thread ins ALG-II -Forum gestellt.

Bitte verwirrt mich daher nicht.

Viele Grüße, Wildkatze

war nicht meine Absicht Dich zu verwirren. Letztlich bleibt es aber eh gleich, wie Du ja jetzt (bei der BA ) erfahren musstest.
Ein letzter Tip,
offizielle Version - Du kannst auch bereits am Freitag nach der Post fahren und Sonntag zurück kommen,
inoffiziell - muss Dir die BA immer beweisen, dass Du einen Brief (z.B. Meldeaufforderung) auch bekommen hast und wann. Da ist bei einer Postlaufzeit von bis zu 3 Tagen natürlich immer etwas "Luft".

frdl. Grüße
Horst
 

gerda52

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haef meinte:
hallo gerda, warum so gallig?

Bin ich das?

Mal abgesehen davon das die EAO auch für ALG1 gilt, welcher Formulierung entnimmst Du, dass es nicht um ALG2 geht? "Arbeitsamt" wäre ja wohl ein wenig dünn, da manche ARGEn dort angesiedelt sind.

Ich gehe einfach davon aus, dass das Unterforum ALG vom TE ganz bewusst für dieses Thema gewählt wurde. ; )

Oho, meine Beiträge (plural!) sind Zukunftsvisionen und nicht vorhandene oder unmittelbar drohende Realität für alle Betroffenen?

Jawoll, und zwar trennen den frischen ALO mit ausreichendem ALG mindestens 6 Monate von dem Horror, der dann ggf. Realitaet wird. Ich habe gar nichts gegen die rechtzeitige und umfassende Aufklärung, nur leider geht der Umfang in diesem Thread etwas an der Fragestellung vorbei.

Die einzigen Unterschiede (ALG1 vers. ALG2) für die Betroffenen sind, das beim ALG2 auch alle Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft mitbetroffen sind und mir aus langjähriger Praxis jedenfalls nicht bekannt ist, das MA der BA beim AFG (jetzt SGB3) diese Regelung in nennenswertem Umfang angewendet hätten.

Da hast Du recht. Die Praxis wurde mit der Bildkampagne 'Florida-Rolf' usw. eingeläutet und in Gang gesetzt.

Da Du es jetzt selbst nicht mehr als satirischen Beitrag siehst, doch sehe ich schon so - völlig daneben, s. meine Punkte 1-4

Dann haben wir in dem Punkt eben unterschiedliche Meinungen.

auch meine Mittel reichen da (leider) nicht. no risk, no fun - genau, muss aber eben jede(r) für sich entscheiden

frdl. Grüße
Horst
So ist es.

Und jetzt kommen wir mal zum Thema zurück. Da ist z.B. noch die Frage offen, was es mit dem Versicherungsschutz auf sich hat, falls während der OA etwas passiert. Die SB beruft sich immerhin darauf und löst damit wilde Spekulationen aus.

Ich bin z.B. der Ansicht, dass es gar nicht um die KV geht, wie hier vermutet wird, sondern um die Arbeitslosenversicherung selbst. Und stimmt, das ist das Infame an der ganzen Geschichte. Man steht von heute auf morgen ohne Leistungsansprüche da und das rückwirkend seit dem Abreisetag. Soviel zum Risiko.

Nachtrag:
Ich sehe gerade, ihr seid schon etwas weiter.

@ Wildkatze

Dann mal gutes Gelingen und komm heil wieder zurück. ; )



 
E

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Gast
Ich bin z.B. der Ansicht, dass es gar nicht um die KV geht, wie hier vermutet wird, sondern um die Arbeitslosenversicherung selbst. Und stimmt, das ist das Infame an der ganzen Geschichte. Man steht von heute auf morgen ohne Leistungsansprüche da und das rückwirkend seit dem Abreisetag.
Könnte es sein, dass möglicherweise beide Versicherungen zur Disposition stehen?
Mir sagte man damals bei der AOK , dass bei einer unerlaubten OA von länger als drei Wochen der KV-Schutz rückwirkend ab dem Reisetermin entfallen würde.
Obendrauf käme dann noch die vollständige Leistungseinstellung rückwirkend ab Reisebeginn, was im Endeffekt zur Obdachlosigkeit führen würde.... :icon_kotz:

LG :icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,



Das heißt, erst wenn man länger als 3 Wochen unabgemeldet weg ist. Bei mir ist das aber nur 1 Tag (bzw. 1/2 Tag), weil ich Sonntag schon geh und der ist ungefährlich. Die Post kann ich bei Ankunft ja dann wieder aufmachen.

Viele Grüße, Wildkatze
Wenn du am Sonntag gehst, und voraussichtlich im Laufe des Montag wieder zurück bist, würde ich keine OA beantragen - das wäre geradezu grotesk.
Du bist nach dem SGB II verpflichtet 1x täglich deinen Briefkasten zu kontrollieren, aber es steht nirgendwo geschrieben um welche Uhrzeit die Kontrolle zu erfolgen hat.


LG :icon_smile:
 
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