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Ortsabwesenheit länger als 20 Tage?

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bonica

Elo-User/in
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#1
Hallo,
irgenwie kapier ich das nicht, eventuell könnt Ihr mir den Sinn erklären.

Sachverhalt: Meine beiden Söhne sind für 16 Tage nach Spanien den "Ortasabwesenheitsurlaub" geflogen und sollten sich am Fr, 18.5. auf der Arge wieder anmelden. Das war alles schon voher geklärt. Heute bin ich nochmal zum SB um ein Verlängerung bis zum 28.05. zu beantragen, da die Kids eine Woche gratis verlängern können:icon_klarsch: :icon_klarsch: :icon_klarsch: .

"Nix da," sagt der SB. "Die 20 Tage Ortsabwesenheit sind mit dem 22.5. abgegolten und mehr Ortsabwesenheit wird dieses Jahr nicht genehmigt. Grübel 20 Tage = 20 Tage inkl Wochenenden + Feiertag? Es gibt allerdings die Möglichkeit die Ortsabwesenheit "unbezahlt" zu nehmen. Häääää :icon_kinn: "Na ja",sagt der SB. "Für die Tage an denen die beiden Jungs nicht da sind, wird auch keine Tagessatz bezahlt."

1. Sind 20 Tage wirklich 20 Kalendertage?
2. Gibt eswirklich deise Regelung der Nichtbezahlung des Tagessatzes?
 
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#2
1. Sind 20 Tage wirklich 20 Kalendertage?
Es sind aber 21 Kalendertage.

2. Gibt eswirklich deise Regelung der Nichtbezahlung des Tagessatzes?
Ja, steht im Gesetz, wenn man nicht Ortsanwesend ist hat man auch keinen Leistungsanspruch. 1 Tag unabgemeldet weg = 3,4% Kürzung.

Wenn die beiden also länger wegbleiben musst Du dafür auf ca. 60 Euro verzichten. Sind ja dann 2 Tage über die erlaubten 21 Tage im Jahr, naja, die kriegen ja noch Kindergeld und vielleicht Unterhalt vom Vater, was weiss ich, kann sein das das für Dich am Ende nur ein paar cent Leistungsverlust bedeutet. Musst mal in den Leistungsbescheid schauen was die eigentlich im Monat vom Arbeitsamt erhalten.
 

lopo

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#3
Hallo.

(4a) Leistungen nach diesem Buch erhält nicht, wer sich ohne Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners außerhalb des in der Erreichbarkeits-Anordnung vom 23. Oktober 1997 (ANBA 1997, 1685), geändert durch die Anordnung vom 16. November 2001 (ANBA 2001, 1476), definierten zeit- und ortsnahen Bereiches aufhält; die übrigen Bestimmungen dieser Anordnung gelten entsprechend.

Die nicht für alle verbindlichen Durchführungshinweise zu § 7 SGB II der Arbeitsagentur sagen hier folgendes :

Da SGB II-Leistungen für Kalendertage gezahlt werden, ist die Zustimmung zur Ortsabwesenheit für maximal 21 Kalendertage im Kalenderjahr zu erteilen. Zeiten einer Ortsabwesenheit während des Arbeitslosengeldbezugs sind – soweit sie dasselbe Kalenderjahr betreffen – anzurechnen.

Der 3-Wochen-Zeitraum kann tageweise, höchstens um drei Tage verlängert werden, wenn eine außergewöhnliche Härte i. S. d. § 3 Abs. 3 EAO vorliegt. Dies wäre beispielsweise dann der Fall, wenn dem Hilfebedürftigen aufgrund eines Pilotenstreiks oder eines Verkehrsunfalls eine fristgerechte Rückkehr nicht möglich ist.

Will ein Hilfebedürftiger sich länger als drei, aber nicht mehr als sechs Wochen außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches aufhalten, ist die Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners hierzu möglich. Folge ist eine Weitergewährung des Arbeitslosengeldes II für die ersten drei Wochen der Abwesenheit; danach ist die Leistungsgewährung aufzuheben.

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-7-SGB-II-Berechtigte.pdf]
 
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