Ortsabwesenheit beantregen als Arbeitssuchender kurz vor ALG-1 Bezug? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Nathal

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Ich habe diverse Beiträge durchgefortstet, es trotzdem noch nicht ganz verstanden.

Mein befristeter Arbeitsvertrag endet in einem halben Jahr, ich melde mich dann in 3 Monaten arbeitssuchend. In den 3 Monaten vor Vertragsende bin ich dann meldepflichtig wegen VVs und co, soweit auch klar.

Nun will ich 2 Monate vor Vertragsende meinen Urlaub ausschöpfen und für einen Monat wegfahren. Also noch in Arbeit, vor ALG-1 Bezug aber schon arbeittsuchend. Verstehe ich richtig, das die Arbeitsagentur (da bereits arbeitssuchend gemeldet) da zustimmen muss? Muss ich dann (ggf. kurz nach Arbeitssuchend-Meldung) Ortsabwesenheit beantragen, als ob ich im ALG-1 Bezug wäre? Oder funktioniert das anders? Vielen vielen Dank im Voraus.
 

Kerstin_K

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Nein, so lange du nict arbeitslos gemeldet bis und Leistungen beziehst, unterliegst du noch nicht der Pflicht zur Ortsanwesenheit. Das heisst, Du musst die Ortsabwesenheit nicht beantragen, du kannst dinen Urlaub mit deinem Arbeitgeber abstimmen und nehmen, wie du magst, da wird auch noch nichts auf die 21 Tage mögliche Ortsabwesenheit im Kalenderjahr angerechnet.

Ich würde aber trotzdem die AfA formlos über die Ortsabwesenheit informieren (Kundennummer nicht vergessen!), es kann nämlich sein, dass du schon in der arbeitssuchendphase eingeladen wirst. Das lässt sich aber verschieben. Dein Arbeitgeber müssste dich für so einen Termin übrigens freistellen.
 

Nathal

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Danke, das wäre super.

Wenn die in ihrer Broschüre spezifisch für "Arbeitsuchende und Arbeitslose ohne Bezug von Arbeitslosengeld" aber schreiben , sie erwarten auch schon in der Arbeitssuchend-Phase "die unverzügliche Bewerbung auf Vermittlungsvorschläge (innerhalb von 3 Tagen) bzw. Annahme der angebotenen, passenden Arbeitsstellen", kann das nicht ein Problem werden? Oder bin ich mit einer formlosen Meldung, dass ich für den Monat weg bin, wirklich automatisch raus für den Monat aus deren "Bestrebungen" ohne Folgen?
 

Kerstin_K

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Noch ist dein Arbeitgeber dein Chef. Und der Urlaub steht dir zu. Da hat die AfA hinten anzustehen.
 

vidar

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Nein, so lange du nict arbeitslos gemeldet bis und Leistungen beziehst, unterliegst du noch nicht der Pflicht zur Ortsanwesenheit.
Da sehe ich anders. Aus der bereits vom TE erwähnten Broschüre - Arbeitslose ohne Bezug von Arbeitslosengeld – geht nämlich auch folgendes hervor:
3. Was erwartet Ihre Agentur für Arbeit von Ihnen?
.
die unverzügliche Mitteilung aller Änderungen, die mit Ihrer Stellensuche einhergehen (Dies kann z.B. das Eintreten einer Arbeitsunfähigkeit oder einer Ortsabwesenheit sein. Bei einer Arbeitsaufnahme nennen Sie bitte die Tätigkeit)
.
Es sollte hier sicherlich kein Problem darstellen der AfA einen kurzen Informationszweizeiler zukommen zu lassen.
Ich würde aber trotzdem die AfA formlos über die Ortsabwesenheit informieren
So ist es.

https://con.arbeitsagentur.de/prod/...documents/Merkblatt-Arbeitssuche_ba013159.pdf
.
 

Kerstin_K

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Aber beantragen muss man die OAW eben nicht.
 

vidar

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Richtig. Aber einfach mal für einen Monat wegzufahren ohne der AfA eine Informieren zukommen zu lassen geht auch nicht.
 
G

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Gast
Ich hatte jetzt und in der Vergangeheit bei der rechtszeitigen Arbeitslosenmeldung dem Amt mitgeteilt das ich erst Zeit habe für Sie wenn meine Stelle beendet sein wird,
Das hatte immer ausgereicht.
 

Kerstin_K

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Da hast du Glück gehabt. Eigentlich muss dein Arbeitgeber dich freistellen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Da hast du Glück gehabt. Eigentlich muss dein Arbeitgeber dich freistellen.
Diese Frage stand nie seitens vom Amt.
Ich habe es aber gegenüber dem letzten (miesen) Arbeitgeber (aus)genutzt um
Vorstellungsgespräche während meiner Arbeitszeit wahrzunehmen.
Der örtliche Vorgesetzte wollte die nicht akzeptieren und versuchte es als unentschuldigtes Fehlen
darzustellen. Was nicht gelang. Die übergeordnete Personalabteilung bremste ihn in seinem
Eifer.
 

Kerstin_K

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Naja, die AfA ist da wohl recht kulant. Als ich mich 2017 dort melden musste, bekam ich die erste Einladung genu auf dem Abgebetermin eines grossen Projektes (70 Mio., ihc musste beteiligte aus 100 Ländern Koordinieren). De Firma hätte es überlebt und mein Chef hätte mich auch freigestellt, aber es war wirklich der ungünstigse aller möglichen Termine. Einen Tag früher oder später, das wäre ales kein Ding gewesen, aber gerade am Abgabetag kommt immer noch was unvorhergesehenes, und ich war schon die Urlaubsvertretung. Den konnte ich auch unkompliziert verschieben.

Als ich das dann imTermin kurz ansprach, meinte die SB , das sei alles kein Problem. Für die sei es auch ein Grund einen Termin abzusagen, wenn die Oma Geburtstag hat, schliesslich sei das nur einmal im Jahr.
 
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