Organspende auf dem Prüfstand: Ärzte außer Kontrolle (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Regelsatzkämpfer

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
3.464
Bewertungen
864
Mediziner und Politiker streiten über die Maßnahmen, die auf den Organspendeskandal von Göttingen und Regensburg folgen sollen. Bislang liegt die Vergabe von Organen in den Händen von Ärzten und privaten Stiftungen. Kritiker fordern, den Staat in die Entscheidung über Leben und Tod einzubinden.

Mehr Kontrollen, mehr Strafen, mehr Transparenz - das sind die Forderungen von Bundesärztekammer, Kliniken, Krankenkassen, Eurotransplant und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) nach den Organspendeskandalen in Göttingen und Regensburg. Es soll in Zukunft unangekündigte Kontrollen in Transplantationszentren geben, Mediziner werden bei ärztlichem Fehlverhalten ihre Approbation verlieren und zukünftig sollen immer mehrere Ärzte entscheiden, ob ein Patient auf die Warteliste kommt.

Vielen Ärzten und Kritikern greifen diese Maßnahmen zu kurz. "Die Diskussion geht am wirklichen Problem vorbei", sagt Thomas Gutmann, Medizinrechtler und Rechtsphilosoph an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, zu SPIEGEL ONLINE. "Die ganze Entscheidungsstruktur ist falsch." Seine Kritik: Was in Frankreich und der Schweiz in staatlichen Institutionen geregelt wird, läuft in Deutschland ohne Kontrolle durch den Gesetzgeber: Hierzulande entscheiden die Bundesärztekammer und private Stiftungen wie Eurotransplant und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) über das Transplantationswesen. "Damit treffen Ärzte vermeintlich medizinische Entscheidungen, die eigentlich einer moralischen Abwägung in anderer Instanz bedürfen", sagt Gutmann. "Es geht schließlich um Leben und Tod." ...
Organspende auf dem Prüfstand: So werden Transplantationen sicher - SPIEGEL ONLINE
 
R

Rounddancer

Gast
Wie ja schon ein investigatives ARD-Magazin vor längerer Zeit berichtet, sind ja viele Kliniken entweder privatisiert, oder privat geleitet, z.B. von "Sana".

Und die haben vielfach "Internationale Abteilungen" eingerichtet, die reiche Privatpatienten aus dem vorwiegend muslimischen Ausland anlocken und operieren. Eines der Argmente, mit denen diese Kliniken dort im Ausland werben, ist, so das seriöse Magazin, daß diese Patienten dort schneller an ein Ersatz-Organ kommen könnten.
 

Feind=Bild

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Januar 2010
Beiträge
3.520
Bewertungen
367
Gibts eigentlich noch keine Lobby für reiche Ersatz-Organ-Benötiger? :icon_kinn:

Die meisten Parteien haben doch auch sonst keine Skrupel, offen zugunsten der Wohlhabenden Politik zu machen.
Is wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch da laut umgedacht wird.
 

Maneki Neko

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
27 August 2010
Beiträge
976
Bewertungen
78
is mal ne kleine OT-Frage an die die sich mit Herzfehlfunktionen auskennen:

ich kenne Jemanden, der aufgrund seiner Herzschlagkraft (20 %) ein Spenderherz braucht. Was mir nicht so einleuchtet daß er öfters mal einen trinkt.

ist das eigentlich wirklich so daß man aufgrund der niedrigen Schlagkraft des Herzes ein Spenderherz braucht?
 
E

ExitUser

Gast
Leider nicht.

Aber ich wundere mich wegen der "Internationalen Abteilungen"...

Als 2001 für einen leukämiekranken türkischen Jungen in Köln Knochenmarkspender gesucht wurden, hieß es, daß die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender in der türkisch-stämmigen Bevölkerung zu finden, um ein Vielfaches höher sei als in der mitteleuropäischen Bevölkerung. Hab die Aktionen trotzdem genutzt, vielleicht kann ich ja irgendwann irgendwem helfen.

Aber gilt das nicht für Organe ähnlich? Passen europäische Organe so problemlos zu Asiaten? Oder afrikanische Organe zu Europäern?

Schon bei der Blutgruppe gibt es in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Anteile der einzelnen Blutgruppen, und bei der Frage, ob Organspender und -empfänger zueinander "passen", spielen doch vermutlich noch mehr Faktoren als die Blutgruppe eine Rolle, oder?
 
X

xyz345

Gast
Neueste Sanktionspraxis: Wer dreimal sanktioniert wurde und weiterhin nicht folgsam ist, muss eine Niere spenden!!! :eek: So ist der Gesellschaft ein guter Dienst erwiesen. Elo bekommt dann eine Ehrennadel - in Bronze. :icon_sad:



An die Zartbesaiteten: Das ist mein Galgenhumor! Sorry!
 

Maneki Neko

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
27 August 2010
Beiträge
976
Bewertungen
78
das wird eh noch krasser, wenn die Leute sich weiterhin alles gefallen lassen

by the Way: was bedeutet es wenn ein Herz eine sehr niedrige Schlagkraft hat?
 

Tarps

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 April 2008
Beiträge
724
Bewertungen
34
Gibts eigentlich noch keine Lobby für reiche Ersatz-Organ-Benötiger? :icon_kinn:

Die meisten Parteien haben doch auch sonst keine Skrupel, offen zugunsten der Wohlhabenden Politik zu machen.
Is wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch da laut umgedacht wird.
Glaubt denn wirklich jemand, dass ein Mitglied der sogenannten Elite monatelang auf ein Organ wartet, nachdem er über Jahre Kohle ohne Ende gescheffelt hat?
 
X

xyz345

Gast
das wird eh noch krasser, wenn die Leute sich weiterhin alles gefallen lassen

by the Way: was bedeutet es wenn ein Herz eine sehr niedrige Schlagkraft hat?
Dann handelt es sich entweder um einen Ausdauersportler oder um einen Gefäßkranken.

Deine Frage ist.... etwas kurios. Überleg mal, du müsstest mit 20 % deines Vermögens auskommen. :icon_sad:
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.613
Bewertungen
2.631
Weiterer Vorschlag zu Nierenspende/SGB II:

Im Todesfall fällt bei Beantragung der Bestattungskosten nach § 74 SGB XII der Leichnam in das Eigentum des SozA und kann zur Bedarfsdeckung ausgeschlachtet werden.
 
X

xyz345

Gast
:icon_evil: Nö. Von dem bleibt nach Ausschlachtung und Tiertafel nix mehr übrig. Mein Hundi liebt Knochen mit Knochenmark. :biggrin:
 
X

xyz345

Gast
Oho. Bei Frau Nachbarin gab es gestern Nierchen. Muss sie mal fragen, woher sie die hat. *würg* :icon_kotz:
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.613
Bewertungen
2.631
oder zum Abdecker :icon_party: das war ironie
Überschüsse aus der Verwertung (von der Augenhornhaut bis zur Leber.........) gehen an das SozA (Weihnachtsfeier und andere soziale Aktivitäten).

Um eine bessere Verwertbarkeit zu ermöglichen informieren Krankenhäuser das SozA rechtzeitig..... so kann man die entsprechenden Körperteile besser verwerten.

Es steht den Anghörigen natürlich frei, sich um die/den Angehörige(n) zu kümmern...WENN sie die vollen Bestattungs- und Auszugskosten usw. übernehmen (Bankbürgschaft in Höhe des Betrages ist möglich).
 
Oben Unten