Ordentliche Kündigung unter Einhaltung der Kündigungsfrist.

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pleuel

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Hallo Forum,

habe eine ordentliche Kündigung zum 31.03.2019 erhalten und beziehe dann ALG 1.
In der Kündigung steht keine Begründung.
Ist es möglich, bei der Vorstellung als Arbeitssuchender,vom
Sachbearbeiter über die Gründe der Kündigung gefragt zu werden?

Vielen Dank für Eure Bemühungen.

pleuel
 

Kerstin_K

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Kann schon sein, dass die Fragen.

Entscheidend ist aber nur, ob Du die Kündigung selber verschuldet hast und welche Angeben der Arbeitgeber dazu in der Arbeitsbescheinigung macht.
 

vidar

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Moin @pleuel,

Da der Arbeitgeber nicht verpflichtet ist, dir den Grund für die Kündigung mitzuteilen, kannst du dies der AfA auch genauso, ohne Nachteile für dich, weiterleiten. Ich denke wohl, dass dir nicht verhaltensbedingt gekündigt worden ist, oder? Folgende Fragen stellen sich:

Eine siebenmonatige Kündigungsfrist?
Bestand das Arbeitsverhältnis denn 20 Jahre?
Klage gegen die Kündigung geplant bzw. eingereicht?
Gedanken über eine Abfindungszahlung vom Arbeitgeber gemacht?
.
 

pleuel

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Danke vidar für die schnelle Antwort.

Bin nicht verhaltensbedingt gekündigt worden.
zu 1. Die siebenmonatige Kündigungsfrist wurde eingehalten.
zu 2. Das Arbeitsverhältnis bestand 27 Jahre.
zu 3. Eine Klage gegen die Kündigung ist nicht geplant bzw. eingereicht.
zu 4. Es wurde keine Abfindungszahlung gemacht.

Es ging mir eigentlich darum die Fa. schnell und ordnungsgemäß zu
verlassen. Im Nachhinein mache ich mir allerdings schon Gedanken ob
diese Kündigung nicht doch zu einer 3 monatigen Sperre führen kann, da keine Begründung angegen ist.
Bei Eintritt der Arbeitslosigkeit bin ich 64 Jahre.

Gruß
pleuel
 

vidar

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Bei Eintritt der Arbeitslosigkeit bin ich 64 Jahre.
Mit Verlaub, ist zwar deine Entscheidung die Kündigung so akzeptieren zu wollen. Ich hätte aber diese Kündigung in dieser Form nicht angenommen. Allein schon aus späteren Rentenansprüchen wäre ich nicht bereit gewesen, hier den Arbeitsplatz „für umme“ aufgeben zu wollen. Die letzten zwei Jahre deiner Arbeitslosenzeit werden nämlich bei der Rentenberechnung nicht mit berücksichtigt.

Hier geht es darum, dass die Arbeitgeber sich nicht mal schnell von den „Älteren“ mit dem Spruch „Sie können doch bis zum Eintritt der Rente ALG-1 beziehen“, zu trennen, ohne gleichzeitig auf die Nachteile hinzuweisen. Dies könnte/wird für dich also eine Auswirkung auf deine künftige Rentenhöhe haben. Auch bei der Berücksichtigung deiner bisher erfolgten Beitragsmonate findet diese Regelung statt. Anders wäre es nur gewesen, wenn das Unternehmen komplett den Geschäftsbetrieb aufgegeben hätte.

Siehe hier auf Seite 5:
https://www.deutsche-rentenversiche...und_antworten.pdf?__blob=publicationFile&v=13

Solltest die Frist - 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung - für eine Kündigungsschutzklage noch nicht abgelaufen sein, solltest du ggf. überlegen diesen Weg noch einzugehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Das gilt aber nur für die 45 Jahre Anwartschaft, falls das zutrifft.
Die Beiträge an sich zählen natürlich.

Ansonsten sehe ich das genauso, obwohl es keinen Rechtsanspruch auf Abfindung gibt, sollte man so ein langes Arbeitsverhältnis nicht „kostenlos“ aufgeben.

In der Praxis ist da meistens noch was zu holen.
 

pleuel

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Danke für Eure schnellen Antworten.

Leider steht irgendwie die Frage noch im Raum ob diese Kündigung zur
einer 3 Monatigen Sperre führen kann.
Die ist mir noch nicht so ganz Eindeutig.

Danke
pleuel
 

vidar

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Moin @pleuel,

Du bist sowohl von Kerstin_K als auch von mir darauf hingewiesen worden, dass, sofern deine Kündigung durch den Arbeitgeber nicht verhaltensbedingt gewesen ist/war, eine Sperrzeit deines Arbeitslosengelds nicht gegeben sein wird.

https://www.finanztip.de/sperrzeit-arbeitslosengeld/

Dass du dich spätestens 3 Monate vor Ende des Beschäftigungsverhältnis bei der AfA arbeitsuchend melden musst, ist dir sicherlich bewusst.

https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/erste-schritte-arbeitslosigkeit
 

ela1953

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Ich meine, dass der Arbeitgeber einen Kündigungsgrund angeben muss. (Außer in der Probezeit).

Unschädlich ist eine Kündigung aus betriebsbedingten Gründen.
Dann muss der AG das auch in das Formular der Arbeitsagentur eintragen.

Kreuzt er dann an, dass aus personenbezogen oder verhaltensbedingten Gründen gekündigt wurde (weil der Arbeitnehmer aufhören wollte) beginnt das Theater mit Anhörung und Androhung einer Sperre.
 
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