Ordendliche Kündigung ohne Abfindung bekommen

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Stubenpilot

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Hallo liebe Freunde.
Jetzt brauche ich Euren Rat, ich habe keinen Menschen mit Welchen ich mich darüber austauschen kann. Es geht um Folgendes:

Meine Frau ist 57 Jahre alt war noch nie arbeitslos. Wir sind als "Hausmeisterehepaar" in einer Firma angestellt. Meine Frau war da meine "rechte Hand" und die andere Zeit in der Reinigung beschäftigt. Beide bei der Firma beschäftigt ich als Angestellter und meine Frau als "Arbeiterin".
Jetzt möchte die Firma nach 8 Jahren die firmeneigenen fünf Putzfrauen ersetzen durch eine "Fremd-Firma" um Personalkosten zu sparen. Heute bekam meine Frau eine "ordendliche Kündigung" ohne Grundangabe und ohne Angebot einer Abfindung. Zusätzlich wurde erwähnt das meiner Frau zugesichert wird, weiterhin "im selben Objekt arbeiten zu können" nur aber ebend in der neuen "Fremdfirma". Die vier anderen Reinigungsfrauen wurde und wird soetwas nicht angeboten. Der Firmenchef hat hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ER großen Wert darauf legt, dass die Frau vom Hausmeister "am Objekt" bleibt und hat der Fremdfirma diese "Zusicherung" abgerungen und es wurde bestätigt.
So
Meine Frau komplett fertig... stinke sauer, weint und ist wütend.
Wenn schon raus aus der Firma dann doch wenigstens mit einer Abfindung.....das sei trotz der "Zusicherung" doch wengigstens ein kleiner Pluspunkt. Oder?
So...nun wissen wir aber auch nicht, was solch "Zusicherung" wert ist? Sie soll sich nun arbeitslos melden...das Arbeitsverhältnis endet am 1.6.2019.
Was nun?

Ist solch eine Weiterbeschäftigung in einer "Fremdfirma" sinnvoll? Gleiche Arbeit am selben Ort für anderes Geld? Eventuell "könnte" es auch die Stelle der Objektleitung sein vor Ort, dass dann die Fremdfirma kommt --- reinigt---und laut Vertrag ist ein "Objektleiter vor Ort der nicht reinigt sonderen die Aufgaben überwacht und abzeichnet"....(nebenbei es ist eine sehr große Firma die gereinigt werden muss)
Wir wissen nun nicht was zu tun ist.

Gehen wir mal davon aus...das es mit der exteren Weiterbeschäftigung nicht funktioniert. (warum auch immer) oder weil meine Frau einen Stolz zeigt und schon heute sagt: "Für diese xxxxxxxxxxx arbeite ich nicht mehr" So dann steht ab 1.6. Arbeitslosengeld 1 zu oder? Sie hat jetzt 1583€ Brutto und auf die Hand mit Steuerklasse 4/4 knappe 950€...... was würde es denn an ALG1 Geld geben? Und mit 57 wie lange?

Würde das denn funktionieren "neben" des ALG1 noch einen 450€ Job zu machen? Derzeit könnte da einer frei werden in der Nähe und (ich habe nachgeschaut) es übebersteigt keine 15 Stunden die Woche. Der Kleinunternehmer sagte mir aber eindeutig, dass er nur den 450€ Job vergeben darf / will....wenn meine Frau NIX nebenher hat.... denn sonst müsste er 25% Steuern bezahlen, das will er nicht. Ich weiss also nicht was Er damit meint mit "nix nebenher" ...darf Sie dann auch kein Arbeitslosengeld bekommen? Irgend Etwas steht mit 165€ Nebenverdinst....heißt das Sie darf den 450€ Job machen und bekommt stat 450e nur 165 € bei dennoch voller 450€-Stunden-Arbeistzeit? Verstehe ich absolut nicht diese Rechenspielchen.

Jetzt läßt Sie sich die drei Monate erst mal krank-schreiben mit einer gesundheitlichen Sache welche Sie schon immer machen sollte / musste. (Guter Zeitpunkt) .......
Was heißt das nun alles für Sie?

  1. Ist es klug die direkte Folgebeschäftgung in der exteren Firma auszunehmen?
  2. Ist nach 8 Jahren diese ordendliche Kündigung ohne Grundangabe zulässig? Ohne Abfindung? Sie hat doch einen unbefristeten Vertrag. Das verstehe ich nicht...bei Befristung ...okay...aber unbefristet? Hätte es dann weil es um Reinigung geht...weil ja die Reinigung logisch weiterhin existiert...hätte es da nicht "betriebsbedingte Kündigung" heißen müssen? Und dann Abfindung?
Wir / Sie wir wissen absolut nicht was wir nun machen sollen. Bis zur Rente ist noch lange hin...gesundheitlich käme eine Frühverrentung gar nicht in Frage...Sie war nie krank und die Krankenakte passt auf ein Bierdeckel. Meldet Sie sich arbeitslos, dann spielt ja das Jobcenter "wilde Sau" mit ihr oder ? Obwohl Sie 57 ist? ..... xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Leute....für ein paar Hinweise würden wir wirklich dankbar sein.
traurige Grüße vom Jörg
 

Maximus Decimus

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Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf eine Abfindung. Ob der Vertrag befristet oder unbefristet ist spielt dabei keine Rolle. Die Kündigung scheint betriebsbedingt zu sein. Ein Grund muss der AG nur beim Arbeitsgericht nennen.
Schwierige Entscheidung. Sie kann Glück haben das sie ohne finanzielle Verluste ihre Tätigkeit bei der anderen Firma fortsetzen kann, aber es kann auch ganz anders kommen. Denn dem Arbeitsgeber steht es frei deine Frau dann auch woanders einzusetzen.
 

Stubenpilot

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Unsere jetzige Firma in der wir arbeiten hat über 400 Beschäftigte......
Ja es stimmt...man geht den Vertrag ein mit der neuen Firma...ist da NEU und kann ohne Grund von Heut auf Morgen entlassen werden..... aber das Risiko ist ja sowieso da..... ein Versuch ist es sicher Wert...aber zeitgleich haben wir vor dieser Arbeitsargentur Angst.... denn bewerben mit 57 ist fast sinnlos...ausser man geht Nachts in die Abwäsche oder so..... zwei Jahre (hoffe ich) bekäme Sie ja ALG1 oder? Aber dannach kommt NIX denn ich habe als Mann 1450€ auf die Hand...da wird Sie kein H4 bekommen. Das macht mir Angst.... man könnte sich ja zwei Jahre ausruhen... aber ich vermute Mal die Arbeitsargentur läuft dann zur Höchstform auf.
Schaut mal...meine Frau hat vom PC keinerlei Ahnung, hat kein Handy und kein Führereschein.... musste sich nie irgendwo bewerben weil ich Sie immer "mitgenommen" habe als Hausmeisterfrau in jeden Job die letzten 25 Jahre...... wenn die da in der Arbeitsargentur dann kommen: "Wir lernen Ihnen den Umgang mit PC" damit Sie Bewerbungen schreiben könnte....das wird NIX...sie hat eine sehr mangelhafte Schulbildung...da blamiert Sie sich bis auf die Knochen. ich habe als Ehemann immer geschafft diese meine Frau zu "schützen" vor diesen schlechten Menschen dieser Welt......und nun....zum Ende solch Reinfall!
 

Helga40

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400 Beschäftigte und nur die 4 vor Ort werden gekündigt? Ohne jegliche Sozialauswahl? Was sagt denn der Betriebsrat dazu?

Hier würde ich zum Anwalt raten.

Was ist eigentlich dann mit der teilweisen Beschäftigung als "rechte Hand"? Ich lese es so, dass sie quasi 2 Tätigkeiten ausgeübt hat. Ist sie für beides gekündigt.
 

Stubenpilot

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Ja die fünf insgesamt sind "nur" die Reinigungskräfte...... also das Hier ist eine sehr große Plastik Verarbeitende Firma...und es sind fünf Reinigungskräfte hier...meine Frau und die vier anderen...und nun wollen die Personalkosten sparen und entlassen die Reinigungskräfte mit einer "ordendlichen Kündigung" ohne Grundangabe ohne Abfindung. Betriebsrat hat man hier nicht das ist ein reines Familien-Privat-Unternehmen. ES sind also keine 400 Putzfrauen, sondern wie eine große Firma...wo Reinigungskräfte putzen. Die Firmen welche noch "So-Etwas-haben" wissen gar nicht wie gut die es haben...nebenbei gesagt.....
 

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Nein...... Sie ist als Hausmeisterfrau wirklich meine "rechte hand" Kauft mit ein, mach Großflächen aussen sauber...hilft bei Gartearbeiten / Telefonbereitschaft usw........ die Stellenausschreibung hieß: "Hausmeisterehepaar" und darauf haben wir uns beworben mit den Zusatz: "Lebensstellung" ...(ernsthaft das stand da wirklich)...im Vertrag stand dann "Reinigung" also nix mehr von Hausmeister-Frau......denn wer konnte ahnen vor 8 Jahren, dass eine sogenannte Lebensstellung nach 8 Jahren endet...sie hat mit mir zusammen alle schweren Arbeiten gemacht....und nur 2 Stunden von 6 am Tag geputzt....und nun werfen die das "in ein Topf" ist ja REINIGUNG und "Raus-Bist-Du"
 

Stubenpilot

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@Maximus Decimus dadurch das die Sparen wollen an Personalkosten...darum bieten Sie Ihr ja den Job an...also alter Job am alten Ort aber bei einer exteren Reinigungsfirma welche rein NIX mit der Firma wo wir arbeiten und auch wohnen zu tun hat. Die sparen auch in anderen Bereichen ein wo es um bestimmte Produktionsarten geht...das machen die dicht und die Mitarbeiter werden innerhalb der Firma versetzt an andere Arbeitsplätze. Das nenne ich ja so gemein, das meine Frau...weil es die Reinigung betrifft...den Firmenverbund verlassen muss......das stört gewaltig....und wenn dann auch noch ohne jede Abfindung...wie bei Leiharbeiter. "Morgen brauchen Sie nicht mehr zu kommen"...wie gibt es denn so Etwas?
 

ela1953

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Ich würde mich mit Arbeitsvertrag und Kündigung vom Arbeitsgericht beraten lassen wegen einer eventuellen Kündigungsschutzklage.
Auch erwähnen, dass die Putzarbeit nur 2 Stunden beträgt.

Eine Krankmeldung würde ich persönlich zunächst nicht nehmen.
 
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