Optionskommune möchte einen Zettel unterschrieben haben betreffend §35 SGB II

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ExitUser

Gast
Ja ja, die Optionskommunen.
Bei uns möchten sie einen Zettel unterschrieben haben, betreffend der Erbenhaftung laut §35 SGB II.
Werde ich natürlich nicht machen.
Musste mich erst einmal schlau machen, was der § beinhaltet.
Hat von Euch schon mal jemand Erfahrungen mit so einem Verlangen des Jobcenters gemacht?
 
G

Gast1

Gast
Moin Domino,

Hat von Euch schon mal jemand Erfahrungen mit so einem Verlangen des Jobcenters gemacht?
Nö, ich kenne niemanden, der so was unterschreiben sollte.

Wozu auch so nen Wisch unterschreiben? Der § 35 SGB II sagt doch schon eindeutig, was Sache ist in Sachen Erben.

Was steht dem auf dem Zettel genau drauf?
 

Fabiola

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Ja ja, die Optionskommunen.
Bei uns möchten sie einen Zettel unterschrieben haben, betreffend der Erbenhaftung laut §35 SGB II.
Werde ich natürlich nicht machen.
Musste mich erst einmal schlau machen, was der § beinhaltet.
Hat von Euch schon mal jemand Erfahrungen mit so einem Verlangen des Jobcenters gemacht?
Immer nach der Rechtsgrundlage fragen (und schriftlich aushändigen lassen), sobald Du zu einer Unterschrift genötigt werden sollst.

Wenn SB fragt weshalb - dann: Das brauchst Du, um das von der Person Deines Vertrauens prüfen lassen zu können.

Der Hinweis alleine auf Deine Mitwirkungspflicht reicht da nicht aus.
 

gelibeh

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die würden nichts von mir bekommen. Ich gebe doch nicht ohne Not Anschriften von Dritten heraus. Was sagt denn der Datenschützer zu so etwas?
 

gelibeh

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bei Optionskommunen gelten die fachlichen Hinweise aber nicht.
Edit:
Gute Frage. Den müsste man mal dazu anschreiben.
Würde ich mal machen, das fordern die ja nicht nur von Dir und für mich ist das unnötige Datensammelwut.
 

Fabiola

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Bedeutet? Die können machen was sie wollen?
Nein, auch O-Kommunen müssen sich an Recht und Gesetz halten.
Die fachlichen Hinweise wurden für die JCs erarbeitet und finden von daher keine Anwendung bei O-Kommunen.
Deshalb ja meine Empfehlung, stets nach der Rechtsgrundlage zu fragen.
 
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ExitUser

Gast
Nein, auch O-Kommunen müssen sich an Recht und Gesetz halten.
Die fachlichen Hinweise wurden für die JCs erarbeitet und finden von daher keine Anwendung bei O-Kommunen.
Deshalb ja meine Empfehlung, stets nach der Rechtsgrundlage zu fragen.
Dann kommen die immer nur mit Leistungsrelevant und Mitwirkungspflicht.
Was anderes können die nicht.
 

Fabiola

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Dann kommen die immer nur mit Leistungsrelevant und Mitwirkungspflicht.
Was anderes können die nicht.
Deshalb ja meine Empfehlung (s.o.) dir die Gründe unter Nennung der Rechtsgrundlage schriftlich geben zu lassen. Damit hast Du was i.d. Hand, wogegen Du notfalls vorgehen könntest.
 
G

Gast1

Gast
Sorry, ich kann es mir nicht verkneifen:

Ich würde als meine Erben alle bisherigen Arbeitsminister seit Einführung des ALG II auf dem Zettel angeben.

Weil mir war bisher nicht bekannt, dass eventuell meine Mutter mein gesamtes ALG II an den Staat zurückzahlen muss. Mein Vater ist bereits verstorben.
 

Wutbuerger

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Mal allgemein- gilt diese Rückforderungsmöglichkeit auch wenn das Erbe nicht angenommen wird?
 

Kuno

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Mal allgemein- gilt diese Rückforderungsmöglichkeit auch wenn das Erbe nicht angenommen wird?

Nein, natuerlich nicht.
Dann wird nur das Vermoegen verwertet und davon das ALG zurueckgezahlt (wobei bei ALG Empfaengern da wenig vorhanden sein wird)
 

TazD

Super-Moderation
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Nach Forderung der Rechtsgrundlage und vermutlich ausweichender und allgemein gehaltener Antwort der Kommune könnte man folgendes Schreiben aufsetzen:

Sehr geehrter SB (der keine Ahnung vom Datenschutz & Erbrecht hat),

im Erbfall können beim zuständigen Nachlassgericht die durch das Nachlassgericht festgestellten Erben angefragt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt können die Erben noch gar nicht feststehen, da sich durch Veränderung der Verwandtschaftsverhältnisse, Ausschlagungen, weitere Abkömmlinge, etc. Veränderungen in der Erbfolge ergeben können.
Eventuell würde ich sogar den zweiten Satz weglassen, denn nur das Nachlassgericht stellt im Endeffekt die Erben aufgrund der Amtsermittlung fest. Alles andere sind Vermutungen und stochern im Nebel.
 
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