Onlineangebot jobcenter.digital soll ab 21.05.2019 für alle gE JC an den Start gehen. Anspruch und Bedürfnis der Kunden oder nur PR der BA und JC?

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A

Atana

Gast
Hallo, liebe User,

Es soll ein neues Projekt ab 21.05.2019 in allen gemeinsamen Einrichtungen für die Kunden zur Verfügung stehen , laut einer Weisung der Bundesagentur vom 21.03.2019.

Die Kundinnen und Kunden der gE sollen mit dem bundesweit eingeführten Online-Portal die Beantragung der Weiterbewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts, die Mitteilung von Veränderungen bei Bezug von SGB II-Leistungen und das Einreichen weiterer Formulare zeit- und ortsunabhängig online erledigen können. Das Online-Portal stellt eine Ergänzung zu den bestehenden Zugangskanälen zu den gE dar. Durch die digitalen Angebote sollen Qualität und Effizienz der Antragsprozesse und der Kundenkommunikation langfristig gesteigert werden.


Das Online-Angebot wird am 21.05.2019 unter dem Namen jobcenter.digital eingeführt und sukzessive erweitert. Ziel ist die Bereitstellung eines benutzerfreundlichen Online-Portals und damit verbunden eine kontinuierliche Steigerung der Nutzerzahlen.


Quelle:https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/Weisung-201903009_ba042363.pdf

Ich sehe hier schon Risiken für Erwerbslose, was die angestrebte Übermittlung von höchst privaten Daten angeht.
Wie soll denn hier eine Steigerung der Nutzerzahlen erfolgen ? Könnte die Nichtnutzung dann ein Sanktionstatbestand sein?
Was ist mit den Kunden, die überhaupt keinen oder nur einen sehr begrenzten Online Zugang haben.?

Die Bundesagentur begründet das Projekt so:

Um den Bedürfnissen und Ansprüchen der Kundinnen und Kunden gerecht zu werden, bedarf es eines an den Kundenanliegen orientierten, intuitiv zu bedienenden Online-Angebots. Ohne ein zeitgemäßes Online-Angebot besteht das Risiko, dass die gE hinter diesen Erwartungen und den allgemeinen Entwicklungen zurückbleiben, sodass mit sinkender Kundenzufriedenheit und einer Imageverschlechterung zu rechnen ist


Wie seht Ihr das ?
Ist das ein Angebot, auf das Ihr gewartet habt und das Ihr nutzen werdet?
 
E

ExUser 2606

Gast
Als zusätzliches Angebot ist das okay, Zwang darf das nicht werden.

Wegen Datenschutz und Nachweisbarkeit muss man sich dan die Benutzungsbedingungen und die Datails der Umsetzung ansehen.
 
M

Mitglied 6000

Gast
Allein das:
(4) Die elektronische Identifizierung kann jeweils mittels einer einmaligen Abfrage der Identitätsdaten erfolgen
ist zu unsicher.
Fast überall wird zu Legitimationsprüfung Name Adresse, Geb.Datum abgefragt. Unzureichend!!
Sehr viele Leute kennen diese Daten von mir.
Pflicht sollte Abrage eines persönlichen Passwortes sein! Das wäre das Mindeste.

Mit dem ganzen Onlinekram habe ich meine Probleme wegen der Datensicherheit/Datenübertragung.
Hypertext Transfer Protocol Secure – Wikipedia
Bei Behörden mag es noch angehen, da die eigene Server haben. Die Daten werden dort auch hoffentlich verschlüsselt gespeichert.
Die sind manchmal ein bisschen sicherer, als von sonstigen Institutionen.
Aber auch die Seite der Arbeitsagentur hat manchmal unzulässige, veraltet Zertifikate.
Zertifikate sind ein großes Problem, da das nicht staatlich kontrolliert ist. Die kann sich jeder Depp selbst ausstellen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65997

Gast
Hallo, liebe User,

Es soll ein neues Projekt ab 21.05.2019 in allen gemeinsamen Einrichtungen für die Kunden zur Verfügung stehen , laut einer Weisung der Bundesagentur vom 21.03.2019.







Quelle:https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/Weisung-201903009_ba042363.pdf

Ich sehe hier schon Risiken für Erwerbslose, was die angestrebte Übermittlung von höchst privaten Daten angeht.
Wie soll denn hier eine Steigerung der Nutzerzahlen erfolgen ? Könnte die Nichtnutzung dann ein Sanktionstatbestand sein?
Was ist mit den Kunden, die überhaupt keinen oder nur einen sehr begrenzten Online Zugang haben.?

Die Bundesagentur begründet das Projekt so:




Wie seht Ihr das ?
Ist das ein Angebot, auf das Ihr gewartet habt und das Ihr nutzen werdet?
Ich hatte das einmal gemacht von der Jobbörse der Arbeitsagentur. Dieses wurde jetzt nun zum Glück vollständig reaktiviert. Ich werde so etwas unsinniges nie nutzen. Ich erledige meine Sachen wie vorher und erreichbar bin ich nur für Arbeitgeber als auch für das Jobcenter per Briefpost und garatiert nicht online. Sowweit käme es noch!
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Ich hatte das einmal gemacht von der Jobbörse der Arbeitsagentur
Den Fehler macht man wohl nur 1x.

Ich hatte in meiner aktuellen Arbeitslosigket zuletzt, auch durch das Telefonat in dem ich mich arbeitslos meldete motiviert, versucht meinen ALG 1 Antrag online darüber zu stellen.
Auf Grund mehrfacher nicht lösbarer Fehlermeldungen brach ich den Beta-Test ab und erledigte es klassisch per Post.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65997

Gast
@Ottokar
Ne online hatte ich noch nie einen Antrag gestellt und werde ich auch in Zukunft nicht machen. Ich bleibe bei der alten Form. Hatte mich nur mal in der alten Jobbörse privat registriert gehabt das war es aber auch schon.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Man kann ja mittlerweile seine Kontodaten via einer mobile Tan in dem Account der Agentur für Arbeit ändern lassen...das finde ich auch sehr riskant, und würde das nie machen.
In Österreich und Schweiz ist es aber mittlerweile üblich Sozialleistungen online zu beantragen
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Ich habe nichts gegen funktionierende , intuitiv bedienbare sichere Onlineanwendungen. Aber das Amt für Arbeit ist da wohl noch weit weg.
 
E

ExUser 2606

Gast
Ailao ich habe 2017 nur gute Erfahrungen gemacht, aber die ganze Bedienung ist schon sehr umständlich.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
aber die ganze Bedienung ist schon sehr umständlich.
etwas schon, aber das Problem war das nach korrkter Eingabe (parallel mit dem
Callcenter) unerklärliche Fehlermeldungen kamen dann ist es für mich ein k.o. Kriterium.

Ich hatte das zuletzt auch mit einer Bank wo ich ein Konto hatte. Sie änderten den Zugang zum Onlinebanking (von sms-Tan auf optische Verifizierung, welches ich kenne und woanders funktioniert) und waren nicht in der Lage das neue System nach 3 Runden mit dem Callcenter zum Laufen zu bekommen. Das alte System wurde abgeschaltet. Das Guthaben wanderte dann woanders hin. Diesen Auftrag bekamen Sie von mir handschriftlich.
 
A

Atana

Gast
Dieses Jobcenter hat vor 2 Tagen schon mal Vorbereitungen getroffen. Da erfährt man mal eben beiläufig:

Voraussetzung für die Nutzung ist die vorherige Registrierung mit Ausweisprüfung

Quelle: jobcenter.digital | Jobcenter Rhein Hunsrück

Wahrscheinlich muss man dazu auch die Onlinefunktion im Ausweis noch beim Bürgeramt wieder freischalten lassen. Und das kostet Zeit und Geld. Zudem braucht man dann ein spezielles Lesegerät dazu. Wer übernimmt denn da die Kosten hierfür.?

Abgesehen davon -ich würde nie online mit meinen Ausweisdaten gehen. Dazu ist mein alter PC viel zu unsicher abgeschirmt.

Bei dem vorhergehenden Link kann man übrigens eine recht ärgerliche Farce der BA bestaunen, wenn man den Link jobcenter-digital anklickt und dann in der Unterverlinkung zu 1. das Video Jobcenter Überblick, wo die BA Unwissende aufklären will, was sie beim Jobcenter erwartet. Das Video ist mehrfach ärgerlich -meiner Meinung nach. Erst einmal die Darstellung eines ALG II Antragsstellers als Cartoon, O-beinig, die mich zudem in der Form an einen Vogel erinnern. Alle haben Vollmondgesichter, im Profil keine Nasen .

Die Krönung; Es wird gezeigt, wie eine neue Antragstellerin gleich mal eben dazu den Lebenslauf Ihres Partners aushändigt..☹😇🤣.

Das Video finde ich so abartig -mir fehlen da die weiteren Worte. Erinnert mich aber von den Figuren her an die Serie South Park. Wenn das die Vorstellung der BA vom ALG II Empfänger ist und dem Umgang dazu -dann ist und wird das Onlineangebot alles andere als modern und am mündigen und modernen Menschen orientiert sein . Ich verlinke mal eben -das Video noch extra.

Jobcenter - Überblick - Bundesagentur für Arbeit

NEIN -so nicht. Die BA sollte mal aufhören -den neuen ALG II Antragsstellern gleich mal manipulativ übergriffiges Verhalten mit solchen Videos einzuimpfen.
 
E

ExUser 2606

Gast
Seit wann gibt es eigentlich Fristen für die Abgabe der Antragsunterlagen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 65997

Gast
Woher hast du her das es Fristen geben solle? Ich weiß nur, dass gesagt wird zum Beispiel ca ein Monat vorher den Weiterbewilligungsantrag zu stellen. Aus dem Grund das genug Zeit ist und eventuell Nachforderung von Unterlagen angefordert werden können. Dies ist so, dass die Zahlung nahtlos läuft. Erstantrag weiß ja jeder, dass dieser mehrere Wochen dauern kann oder meinst du das mit der Arbeitslosmeldung? Das kenne ich von mir schon nicht anderster.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Wie seht Ihr das ?
Ich bin einer Optionskommune zugeordnet und die bekommen schon ihren Papierkram nicht geregelt.
Dort wird die Leistungsakte noch in Papierform geführt, die Bescheide werden nur per Sytem verschickt.
Eine Digitalisierung würde dort pures Caos anrichten und gerade in Bezug der Menschen, die dort arbeiten.

1997 habe ich in einer Direktbank gearbeitet, dort waren wir mit CRM ausgestattet und zu 90 % bereits digitalisiert. Die öffentliche Hand hat darauf gesetzt- Papier ist geduldig.
Aber auch heute - arbeite im Minijob für eines großen Versicherer, der an der Digitalisierung aktuell erst intensiv arbeitet.

Datensicherheit : wenn man hinter Kulissen schauen durfte, dann weiss man, das kaum oder nur wenig Datensicherheit in sehr vielen Unternehmen vorhanden ist, denn es findet sich noch so manch ungeschreddertes an beschrieben Papier (Akten) auf Mülldeponien oder Sortierbändern (Altpapier)
 
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