Ohne Vorankündigung oder Info -auf Bewerbung für eine bestimmte Stelle - wurde ein vollkommen allgemeiner Vermittlungsvertrag beigelegt, zur Bestätigung des VG. Wie reagieren?

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Atana

Gast
Hallo, liebe User,

anscheinend gehen den Vermittlern nie die Phantasien aus, was Überraschungen angeht. Hatte gerade nichtsahnend ein Vorstellungsgespräch unverbindlich für eine ganz bestimmte Stelle vereinbart, da trudelt auch schon die Mail Bestätigung ein.

Als ärgerliche Überraschung -und ohne jegliche vorherige Erwähnung des Vermittlers -enthielt die Mail dazu eine Seite Vermittlungsvertrag, die ich unterschrieben mitbringen soll. Das dürfte so nicht klappen, denn ich bin überhaupt nicht bereit, irgendwelche Verträge im Vorfeld schon unterschrieben mitzubringen , wo ich ansonsten nichts von der EINEN Stelle weiß, die angeblich doch existieren soll. In dem Vertrag ist nirgendwo diese Stelle erwähnt. Ganz im Gegenteil Inhalt:


107374


Toll -da freut sich mein Sb riesig , wenn ich in ganz Deutschland zu Vorstellungsgesprächen für ALLE Stellen fahren soll -und die Kosten selbst trage, obwohl ich mittellos bin und mir die Finanzierung dessen zustehen würde. Aber - weshalb brauche ich eigentlich einen Vertrag für allgemein ganz Deutschland, wenn ich ein VG für eine Stelle vereinbart habe?


Was soll diese Zumutung?
Was ist die beste Reaktion darauf?

Anmerkung: Mein Sb weiß von der Bewerbung , da er die gesamte Liste von 5 Bewerbungen (selbst gesucht) vorab erhielt, zum Ende vorigen Monats. I Es gibt derzeit keine gültige EGV oder einen VA. Die Bewerbungen erfolgen und erfolgten bislang auch freiwillig meinerseits. Bekomme ALG II -schon seit langer Zeit. Zuletzt versuchte man mir aber Stellen im 16i aufzureden. Konnte ich abwehren -bisher.

Ich sehe nur eine gute Seite darin -das nämlich genau auch solche Formulare eine immer noch vorhandene Arbeitsmarktnähe belegen und beweisen könnten -obwohl ich so ein Formular niemals selbst dem Sb zeigen würde, dann käme der nur auf dumme Ideen.
 
A

Atana

Gast
eigene Bedingungen vormulieren...


Eigene Formulierungen ?.Kann ich wohl vergessen., nach bisheriger Recherche. Hatte gerade mal das Internet durchsucht. Alten Post auf einer Plattform gefunden, eines beinahe Betroffenen , der sich beschwerte , weil der Vermittler schon damals nur diesen Vertrag SOFORT unterschrieben haben wollte, sonst fände erst gar kein Gespräch statt. Bis dahin eins Stern und der Rat dessen -bloß nicht hingehen., wäre vergeudete Zeit. Antwort des Vermittlers damals per Post : Rausreden, aber das Versprechen wegen Service und Transparenz den nun vorab schicken zu wollen - indem er den Vertrag schon vorab offenlegt. Und dabei jammert, er müsse irgendwelche Vorgaben gegenüber der Dekra erfüllen, dass der Vertrag so bliebe! Dann könne sich ja jeder vorab überlegen , ob er das so akzeptiert. So agiert er offenbar bis heute, was das zuschicken betrifft. Nur -das im heutigen Telefonat davon gar keine Rede überhaupt oder als Bedingung erst gar nicht die Rede war. Transparenz vorab NEIN. Vertrag vorab JA. Aber eben gibt es bis heute -6 Jahre später -nur 2 positive Bewerbungen - , die unecht wirken und wenn überhaupt von Kurzzeit - Arbeitslosen stammen müssten.. Auf jeden Fall habe ich den alten Post eines abgewiesenen Bewerbers schon mal gespeichert...
 
G

Gelöschtes Mitglied 65924

Gast
@Atana, da du im Thread zu 16i gute, wehrhafte Hinweise gibst, bin ich etwas überrascht.
Mir scheint die hier geschilderte Situation weniger problematisch, wenn ich nicht etwas übersehe.

So wie ich das einschätze, handelt es sich um einen Vertrag mit einem Arbeitsvermittler, deshalb "Vermittlungsvertrag", also einen Vertrag mit einem Dritten. Die hier im Forum oft beschriebene Abwehr von unerwünschten Maßnahmen bei Trägern basiert auf der gesetzlichen Grundlage, Verträge mit Dritten nicht unterschreiben zu müssen. Das müsste hier analog gelten.

Selbst wenn es sich bei diesem Vermittler um eine Zeitarbeitsfirma handelt, die bei Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses letztendlich dein Arbeitgeber wäre, könnte aus der verweigerten unterschrift des vorliegenden Vertrags, selbst mit VV mit RFB, keine Sanktion abgeleitet werden, weil aus ihm nicht hervorgeht, dass es sich um eine bestimmte Arbeitsstelle handelt, wie du selbst bereits richtig bemerkt hast. Es ist kein Arbeitsvertrag.

Ich persönlich würde den Vertrag nicht unterschrieben aber vermutlich zum Vorstellungsgespräch erscheinen.
Je nach Reaktion auf den nicht unterschriebenen Vertrag vor Ort, müsste man dann weiter schauen.
Vermutlich wird das aber nichts seriöses sein, wenn schon solcherlei Verträge vor einem Gespräch unterschrieben mitzubringen sind.
Bei dem Vertrag könnte es allein darum gehen, als Vermittler vom Jobcenter die Prämie für einen vermittelten Arbeitslosen zu erhalten.
Sollte ohne unterschriebenen Vertrag kein Gespräch stattfinden können, dann gehst du eben wieder.

Wobei du ohne EGV und VV mit RFB eigentlich nicht einmal dort erscheinen müsstest.
Dazu hättest du auch Grund, denn was dir im Jobcenter als Bewerbungsgespräch um eine konkrete Stelle präsentiert wurde, erweckt nach der Mail den Anschein einer allgemeinen Vermittlung.

Welche Gründe hast du eigentlich, deine Mail-Adresse beim Jobcenter angegeben zu haben?
Allein schon wegen der Beweiskraft würde ich jedweden Schriftverkehr mit dem Jobcenter postalisch abwickeln.
 
A

Atana

Gast
Vermutlich wird das aber nichts seriöses sein, wenn schon solcherlei Verträge vor einem Gespräch unterschrieben mitzubringen sind.


Ich glaube den vorrangigen Grund selbst entdeckt zu haben . Auf dessen Homepage ist das DEKRA AZAV Siegel vermerkt. Aus Gesprächen mit anderen PAV weiß ich, PAV oder ZAF braucht immer eine bestimmte Anzahl aktueller Aufträge zur Vermittlung , welche der AZAV Stelle auf Nachfrage nachgewiesen werden müssen, sonst wird das Siegel entzogen und muss neu beantragt werden. Und das soll teuer sein -und bei vorherigen Entzug -dann schwer und noch teurer werden, das erneut zu bekommen.

Sehe ich aktuell als Hauptgrund an. Bei AZAZ Zertifkat könnte der mir übrigens auch jegliche vorherige Schulung durch Jobcenter oder BA aufhalsen, wenn er es will oder für den Antritt einer Stelle für erforderlich hält. Egal, ob das stimmt oder nicht. Ich war hier wohl einmal zu bequem und in Zeitdruck, das genau VORHER zu prüfen, was das Rennomee dieses PAVs angeht.

was dir im Jobcenter als Bewerbungsgespräch um eine konkrete Stelle präsentiert wurde,

Irrtum, hatte ich mir über Indeed .de selbst von zu Hause ausgesucht, war in Zugzwang, weil noch eine Bewerbung fehlte -vor Ultimo. Jobcenter 16i -war eine ganz andere Sache
.

Welche Gründe hast du eigentlich, deine Mail-Adresse beim Jobcenter angegeben zu haben?
Allein schon wegen der Beweiskraft würde ich jedweden Schriftverkehr mit dem Jobcenter postalisch abwickeln.

Ganz einfach den, kein Fahrgeld dafür rausschmeißen zu wollen. Ist so wirtschaftlicher. - Denn Fahrgeld wäre teurer -als was ich im Monat für die Bewerbungen bekomme: 5 Euro Erstattung vs 5,60 eine Fahrt hin und zurück. Jobcenter ist 6 km entfernt. Da bisher ALLE nachgewiesenen Bewerbungen beim Jobcenter ankamen. Und der Nachweis des Versendungsprotokolls problemlos anerkannt wurde und weiterhin wird -erspare ich mir so auch den Ausdruck von manchmal bis zu 13 Seiten Auflistung des Nachweises der Bewerbung inkl. Feedbacks der AG dazu. Zudem -die SB im Jobcenter sehen mich lieber gar nicht oder von hinten, weil die bei mir keinerlei Chance auf Vereinnahmung haben und bisher hatten -war auch mal vorher anders und ganz übel, für kurze Zeit. Insofern -die Gefahr, hier dumme Mails von Sb zu bekommen war und ist bisher verschwindend gering -auch wegen meines Alters, können die dort nicht mehr viel mit mir anfangen. Ist ja nicht die OK Hamm - die haben wohl für meine Altersgruppe dort neu sehr viel Druck und Zwang neu eingeführt -warum auch immer. Mein Jobcenter nicht -die sind von mir bedient -was auf Gegenseitigkeit beruht. :eek:

Verstehe aber -was du damit sagen willst. Bei mir aber NICHT MEHR von Belang. Es kommt auch aktuell immer mehr auf den Einzelfall an. und insbesondere auch darauf, was ein Elo dem Druck entgegen setzen kann und inwieweit er standhält und Wissen über SGB II besitzt und offen zur Schau stellt bzw. kontert. Ist meine bisherige Erfahrung..

Sollte ohne unterschriebenen Vertrag kein Gespräch stattfinden können, dann gehst du eben wieder.

Und habe Fahrgeld rausgeschmissen, welches ich nicht ersetzt bekomme, weil kein Gespräch stattgefunden hat. Ich spiele mit dem Gedanken, den danach per Mail vorab zu befragen, mit Bezug auf die alte Beschwerde Post Mail -wo das noch so war: Kein Gespräch ohne vorherige Unterzeichnung ??? laut dem Post des Betroffenen damals.

Übrigens: . DER PAV hat kein Impressum auf seiner Homepage. Soweit ich mich schlau gemacht habe, ist das nicht zulässig. Keine Ahnung, was der sich dabei denkt -wenn überhaupt.
 
A

Atana

Gast
Ich habe jetzt dem PAV per Mail um eine Bestätigung gebeten , das Gespräch auch ohne vorherige Vertragunterzeichnung wahrnehmen zu können . Meine Verwunderung über den Vertrag geäußert und meine fehlenden Finanzen mithin angeführt.

Auch , dass dieser Vertrag so gar nicht notwendig wäre -sofern es zur Einstellung bei dieser bestimmten Stelle käme.
Es würde auch nur eine Datenfreigabe für diese Stelle alternativ reichen.

Ich bat um zeitnahe Bestätigung dessen per Mail., um sinnlose Fahrtkosten zu vermeiden. Sollte ich keine ergänzende Bestätigung erhalten, so gehe ich davon aus, dass der Termin dann so nicht mehr möglich wäre und betrachte dann den Termin als nichtig.

In diesem Fall bat ich dann noch um Vernichtung meiner Bewerbungsunterlagen und eine Bestätigung dessen .


Mal sehen -ob der PAV noch antwortet. Oder ob da sonst noch was zu erwarten wär.
 
A

Atana

Gast
Info: Der PAV hat per Mail geantwortet. OHNE WORTE , was dessen Satz darin anbetrift:

ich habe Ihre Mail erhalten.
.Leider kann ich dabei nicht nachvollziehen, inwieweit Sie von „Insbesondere, was unbestimmte finanzielle Verpflichtungen anbetrifft“ sprechen.
Hiermit bestätige ich Ihnen, die Absage Ihres Termins und die Löschung Ihrer Unterlagen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen

Kennt der seinen Vertrag nicht ? Oder wären die Kosten unter 2.2. für den Peanuts? Keine Ahnung.

Hoffe, damit hat sich das erledigt. Gut, ich habe Fahrgeld eingespart, wo es ohnehin kein Bewerbungsgespräch ohne den Vertrag gegeben hätte. Ärgerlich -der stellt es so dar -als ob ich den Termin generell unter eine nicht zutreffenden Vorwand -siehe Fettdruck -abgesagt hätte, was so nicht stimmt. Mail habe ich ja gespeichert.

Anmerkung: Solch eine Mail an den PAV -wie von mir vorher hier mitgeteilt -ist nicht jedem zu empfehlen, der ALG II bezieht und ansonsten eine gültige EGV oder einen VA hat. Hier jedoch könnte man aber durchaus mit dem Absatz 2.2 dabei auch gute Chancen haben, die Nichtwahrnahme des VG wichtig begründen zu können. Muss jeder selbst für sich entscheiden, ob er das so auch so handhabt bzw. handhaben kann, wenn er solche Überraschungen erlebt. Ob mit ALG I Bezug oder bei ALG II.
 
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