Ohne festen Wohnsitz und bestehende Krankenversicherung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

InaB84

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Hallo,

ich habe folgendes Problem. Ich lebe seit fast einem Jahr unabhängig vom Amt, da ich mich durch Gelegenheitsjobs über Wasser halten konnte. Das Amt hat mir nach meinem Umzug keine Gelder mehr gezahlt und ich wurde gesperrt. Grund war, dass ich zu meinem besten Freund gezogen bin und wir sofort als Lebensgemeinschaft golten. Diverse Schreiben, dass wir nur eine Wohngemeinschaft bilden wollten, wurden abgetan, denn wir hatten vor ein paar Jahren schon mal als WG zusammen gewohnt.
Aufgrund dieses Stresses und der Möglichkeit nebenher ein wenig zu arbeiten, bin ich nun gar nicht mehr im System. Bin in der Zwischenzeit bei Bekannten untergekommen, aber nicht gemeldet. Mein Problem ist, dass ich nun ohne festen Wohnsitz bin, durch den Rausfall aus dem ARGE System auch nicht mehr krankenversichert. Nun habe ich die Möglichkeit einen 450 € Job an zu nehmen und muss dort auch diverse Unterlagen für das Unternehmen vorlegen ( Krankenkassekarte, etc). Leider brauche ich auch eine reguläre Meldeadresse und eine Krankenversicherung...in Berlin, wo ich derzeit lebe, ist das aber nicht so einfach, denn hier darf man nur zu dem Amt gehen, in dessen Bezirk man gemeldet ist.
Mittlerweile hab ich so viel gelesen, dass ich wirklich mal eine klare Aussage brauche, was ich am besten tun soll!!
 
H

hass4

Gast
also das problem wird sich wirklich sehr schwer ohne fremde hilfe lösen lassen, besonders in berlin wo die masse der wohnungslosen schon fast jeden in den behörden immun gemacht hat um den menschen hinter diese unmögliche situation zusehen.

das geht nur über eine beratungsstelle und deren mitarbeiter die sich für den betroffenen einsetzen und hilfe bei behörden und sonstiges anbieten.

ohne für-sprecher wirst du von einer ecke in die nächste abgeschoben und kommst da nie mehr raus!

ich kann dir wirklich nur den guten rat geben dich erst einmal beim IB zumelden.
die hatten mir vor einigen jahren auch geholfen und mit rat und tat zur seite gestanden.

Internationaler Bund: Frauenwohnheime/ Frauenwohngruppen
 

InaB84

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Danke für die schnelle Reaktion. Ob das mit der Meldung auch über die Caritas möglich ist?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Ina,

schau auch mal hier rein:

Irren ist amtlich - Beratung kann helfen!

AG ‚Leben mit Obdachlosen'
c/o Zentrum "Gitschiner 15"
Ev. Kirchengemeinde Heilig Kreuz-Passion
Gitschiner Straße 15,
10961 Berlin
Tel.: 030/ 691 26 71
Fax: 030/ 69 53 66 15

AK Wohnungsnot Berlin
Kontakt: Uta Sternal,
c/o Internationaler Bund
Aufnahmewohnheim
Trachenbergring 71-83,
12249 Berlin
Tel.: 030/ 721 52 11
Fax: 030/ 722 70 56

Email: mail@ak-wohnungsnot.de
Arbeitskreis Wohnungsnot | Home

Und schau bitte hier rein, wegen der Meldeadresse

Achtung HARTZ IV - Obdachlos - Wohnungslos Teil 1 (mob e.V. / Der Strassenfeger Berlin)

Jeden Montag gibt es im Cafe Bankrott bei mob e.v., 10405 Berlin Prenzlauer Allee 87
von 11 bis 15 Uhr eine allgemeine Rechtsberatung RA Frau Simone Krauskopf.

Auch bietet die Diakonie oder Caritas eine Meldeadresse an, schau einfach mal dort rein.

Zum Thema Beitragsschulden bei der Krankenkasse kannst hier nachlesen:

https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/112589-gkv-beitragsschulden-gesetz.html

a) Bei Beitragsschulden gilt anstelle des bisherigen Säumniszuschlags in Höhe von monatlich 5 % künftig nur noch der reguläre Säumniszuschlag von 1 % des rückständigen Betrags [Aufhebung der Sonderbestimmung in § 24 Abs. 1a SGB IV

b) Für nachrangig versicherungspflichtige Mitglieder (also Versicherte nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V), deren Mitgliedschaft bereits festgestellt worden ist bzw. die sich noch bis zum Stichtag 31. Dezember 2013 bei der Krankenkasse melden, sollen diejenigen Beitragsschulden erlassen werden, die in der Zeit zwischen Eintritt der Versicherungspflicht und Meldung bei der Krankenkasse angefallen sind. [§ 256a - neu SGB V; hier Abs. 2]
Also zunächst eine Meldeadresse, dann bitte stelle deinen Antrag auf ALG II mit dem 450€ Job kommst du nicht weit.

Wenn du noch Fragen hast dann schreibe!:icon_pause:
 

InaB84

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Klasse!!! Vielen lieben Dank! Damit hab ich viele Ansätze, die mir helfen können.
 

gelibeh

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Und wenn Du zum Jobcenter gehst, nimm Dir einen Beistand mit. Es gibt hier im Forum einen Bereich, wo Du Dir einen suchen kannst. Und beim Jobcenter nichts, aber auch gar nichts sofort unterschreiben.
 
H

hass4

Gast
Danke für die schnelle Reaktion. Ob das mit der Meldung auch über die Caritas möglich ist?
melde dich erst einmal in einer der angebotenen beratungsstellen etc. spätestens dann wenn es um einen wohnsitz in einer carikativen einrichtung geht, sind alarmglocken nichts gegen dass was die dann hören in den ämtern, denn dann geht es berlin richtig an die knete!

die kostenübernahme für eine unterkunft wird beim sozialamt beantragt, die liegen im schnitt 3 mal höher wie eine hartz-buchte! dir wird sofort mit auf den weg gegeben dir eine angemessene unterkunft und arbeit zusuchen.

geholfen wird dir da auf jeden fall, denn davon leben diese einrichtungen.
 

Bert800

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Wenn du seit 1 Jahr keine Leistung vom Jobcenter erhälst, solltest du dich schonmal auf eine dicke Nachzahlung der Krankenkassenbeiträge einstellen. Es besteht Krankenversicherungspflicht. Ob du die Beiträge zahlen konntest oder wolltest, interessiert in unserer "Demokratie" niemanden mehr.

Also entweder du bist ein gewinnbringendes Nutztier im Hamsterrad und zahlst die Beiträge selbst oder du läst dich vom Amt versklaven, welches dich solange weich kocht, bis du dich zum gewinnbringendem Nutztier im Hamsterrad machen lässt.

Also entweder Lohnsklave oder Lohnsklave. Du hast die Wahl...
 
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