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off topic, aber vielleicht weiß wer Rat? KK sperrt Krankengeld

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
hallo Ihr Lieben,
mal wieder ein neuer "Fall", diesmal allerdings nicht im Zusammenhang mit ArGe & co (kann aber durchaus noch kommen).
Der junge Mann ist wg. mobbing depressiv erkrankt und somatisiert mittlerweile über den Magen/Darmtrakt.Infolge der Depri's hat er er sich oft erst gg. Mittag "getraut", die Decke über den Augen wegzunehmen und hat sich mehr oder weniger nur verkrochen. Da er Azubi ist und das mobbing im Betrieb stattfand, gibt es noch anhängige Probs, aber die lassen sich evtl. auch so lösen...
Wie auch immer, die Krankmeldungen an den AG hat er wohl noch auf den Weg gebracht, das Gegenstück an die KK zu schicken, hat er verpeilt :((
Erst seine Mutter fand wohl die gelben Zettel und hat umgehend bei der KK angerufen und die Zettel versandt.
Die KK gewährt KG erst ab Meldetag, formal ja wohl leider richtig, aber, wie man mir in meiner KK sagte, eine absolute "Kann-Entscheidung".
Also habe ich die junge Dame der KK angemailt und gefragt (in meiner bekannt liebenswürdigen Art) ob man wirklich den jungen depressiven Menschen so vehement sanktionieren muss!

Hier das Antwortschreiben:

Sehr geehrter Herr xxx,


wir haben Ihren Widerspruch gegen unseren Bescheid vom 31.08.2007 erhalten.

Sie sind seid dem 22.06.2007 arbeitsunfähig erkrankt. Von Ihrer weiteren Arbeitsunfähigkeit haben wir am 20.08.2007, im Telefonat mit Ihrer Mutter Frau xxx, Kenntnis erlangt.

Nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes teilen wir Ihnen mit, dass unser Bescheid vom 31.08.2007 seine Gültigkeit behält. Das begründet sich wie folgt:

Die Meldung der Arbeitsunfähigkeit ist eine Obliegenheit des Versicherten und deshalb fällt eine unterbliebene oder nicht rechtzeitige Meldung grundsätzlich in seinen Verantwortungsbereich.

Das Ruhen des Krankengeldanspruchs ist eine adäquate Folge einer säumigen Rechtswahrnehmung und somit ist es gerechtfertigt, dass der Versicherte erst von dem Zeitpunkt an Leistungen verlangen kann, wenn er seinen Pflichten nachkommt.

Eine Zahlung des Krankengeldes kann somit erst ab dem Meldedatum der Arbeitsunfähigkeit erfolgen. Aus Kulanzgründen wird die telefonische Meldung der Arbeitsunfähigkeit durch Frau xxx am 20.08.2007 akzeptiert. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ging erst zum späteren Zeitpunkt bei der Schwenninger BKK ein.

Wir bedauern sehr, Ihnen keine positive Mitteilung machen zu können und hoffen auf Ihr Verständnis.

Bitte teilen Sie uns bis zum 21.09.2007 schriftlich mit, ob Sie Ihren Widerspruch aufrechterhalten oder zurück nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
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seht Ihr den Hauch einer Chance??
liebe Gr.
E.
 

Martin Behrsing

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#2
Auf jeden Fall den Widerspruch aufrecht erhalten und eine Bescheinigung vom Artz besorgen, aus der hervorgeht, dass der Betroffene auf Grund seines psych. Zustandes nicht in der Lage ist, seinen Obligenheiten umfänglich nachzukommen.
Ebenfalls sollte man hier sehr enge Fristen setzen und im Schreiben auch ankündigen, dass man eine einstweilige Anordnung in Erwägung zieht, da hier eindeutig eine Reduzierung des Ermessens gegen Null stattgefunden hat. Ebenso auf den § 20 SGB X (Untersuchungsgrundsatz) verweisen.

Viel Erfolg
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
danke...

...denn auch hier bin mal wieder "grenz-gefordert".
E.
 
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