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Öffentliche Anhörung zur Petition “Abschaffung der Sanktionen“ am 17.03.

0zymandias

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[...]PS: Installier dir einen "Addblocker". Für Firefox kann ich Addblock Plus empfehlen. Gleiches für Google Chrome.
Beim IE musste ich den Blocker deaktivieren, um die Kommentare sehen zu können.

Zu der Sache: Ich hatte kein Wunder erwartet und bin auch nicht überrascht worden.

Trotzdem wurde das Thema in den Nachrichten behandelt und das ist immerhin etwas.

In den RTL-Nachrichten wurde übrigens behauptet, bei Meldeaufforderungen und bei Ablehnung eines Arbeitsplatzes würde mit 25% sanktioniert.

Habe ich da etwas verpasst? :biggrin:
 
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Ohne jetzt alle Beiträge durch gelesen zu haben. Ich komme gerade aus Berin. Ich war Zuschauer in der Anhörung und war entsetzt was die Dame vom BMAS gesagt hatte.
Danke Blinky, dass Du dort sein konntest!

Man hat in dieser Anhörung eindeutig gemerkt das die verantwortlichen sich entweder nicht in die Lage der Betroffene hineinversetzen können oder wollen.
Yepp! Die Staatssekretärin hat sich wirklich blamiert! Besonders bei der Bemerkung, dass die 100% Sanktionierten weiterhin krankenversichert wären. das hat ja Frau Hannemann auch herausgestellt und korrigiert. Daraufhin hatte sie einen kläglichen Versuch unternommen dies zu korrigieren.


Die Bundestagspolizei war kurz davor einen Zuschauer aus dem Saal zu verweisen, weil er sein Unmut mit einem ausgebreiteten T-Shirt zum Ausdruck gebracht hatte.
Was stand drauf?

Nach dieser Anhörung fand noch eine Gespräch zwischen Inge Hannemann, Katja Kipping und 98 weitere Teilnehmer statt.
Mit welchem Ergebnis?

Ich habe dort als Mitglied des Landessprecherrates der Landesarbeitsgemeinschaft Soziales von DIE LINKE Niedersachsen dargelegt aus meiner Praxis, warum die Leute Angst vor Meldeterminen haben und das an zwei Fallbeispielen verdeutlicht.
Nochmals Danke!
 
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so habs auch geschafft (mit dem Daumen hoch), bin zwar jetzt halb taub, bis ich die Funktion überhaupt gefunden habe, aber egal. Ja der Hinnterermoser ist wahrscheinlich der übliche Bezahlschreiber. Leider scheint er nicht ausgereicht zu haben, deswegen mussten sie bei 20 mickrigen Beiträgen die Reissleine ziehen:icon_pfeiff: schon merkwürdig irgendwie...:icon_hihi:
 
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so habs auch geschafft (mit dem Daumen hoch), bin zwar jetzt halb taub, bis ich die Funktion überhaupt gefunden habe, aber egal. Ja der Hinnterermoser ist wahrscheinlich der übliche Bezahlschreiber. Leider scheint er nicht ausgereicht zu haben, deswegen mussten sie bei 20 mickrigen Beiträgen die Reissleine ziehen:icon_pfeiff: schon merkwürdig irgendwie...:icon_hihi:

Das war ja auch nicht einfach! 100 Punkte Kirschblüte! :icon_stern:
 

blinky

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Was auf T-Shirt stand konnt ich leider nicht lesen, da ich am anderen Ende gesessen hatte.

Bei den anschließenden Gespräch sollte es um einen Erfahrungsautausch über das SGB II gehen und welche Möglichkeiten es gebe um Sanktion abzuschaffen bzw. Druck aufzubauen.

Es waren sehr viele Inis aus Berlin da. Ich fand es Zeitraubend und nervig das viele Berliner Inis ihre Termine für Beratungsangebote dort bekannt gaben. So ging zum einen viel Zeit verloren, die hinterher gefehlt hat und zum anderen dürfte das wohl kaum den anderen Teilnehmer aus dem übrigen Bundesgebiet interessiert haben, wann es wo in welche Berliner Stadtteile Beratungen statt finden. Es wurde auch angeregt sich bundesweit zu vernetzen.

Katja Kipping hat angeboten, sollte es wieder eine öffentliche Anhörung zum Thema geben erneut zu Beratung einzuladen.
 
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...Es wurde auch angeregt sich bundesweit zu vernetzen. Katja Kipping hat angeboten, sollte es wieder eine öffentliche Anhörung zum Thema geben erneut zu Beratung einzuladen.
Ja, unterstreicht ja meinen Eindruck von aussen als Heckengucker... so ala schön dass wir mal drüber geredet haben und das sollten wir zuweilen mal öfter tun...:icon_pause:

Da geht mir echt der Hut ab... :icon_kotz2: und ICH gehe 5 m die Wände hoch...:icon_dampf::icon_dampf::icon_dampf:

Aber wie Erich Fried sagt "es ist was es ist, sagt die Liebe..."....:icon_frown:
 
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Was auf T-Shirt stand konnt ich leider nicht lesen, da ich am anderen Ende gesessen hatte.
Schade

Bei den anschließenden Gespräch sollte es um einen Erfahrungsaustausch über das SGB II gehen und welche Möglichkeiten es gebe um Sanktion abzuschaffen bzw. Druck aufzubauen.
Dazu ist die Zeit viel zu kurz bemessen. Ich fürchte, dass ein ehrlicher Austausch gar nicht erwünscht wird.

Es wurde auch angeregt sich bundesweit zu vernetzen.
Das ist teilweise schon erfolgt. Es müssten die Koordinierungsstellen weiter ausgebaut werden, resp. der Austausch intensiviert.

Katja Kipping hat angeboten, sollte es wieder eine öffentliche Anhörung zum Thema geben erneut zu Beratung einzuladen.
Gute Frau! Dann hoffe ich, dass diese vor dem Fachausschuss erfolgt.

Hier noch ein Artikel aus der RP:

Die Regierung sagte eine Überprüfung der Regeln für Minderjährige voraus, will aber im Übrigen an der Rechtslage festhalten. Bei Verzicht auf Sanktionen gäbe es keine Möglichkeit, "darauf hinzuwirken, dass jemand, der die Leistung in Anspruch nehmen möchte, auf Mitwirkung verpflichtet ist", sagte die Parlamentarische Arbeits-Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller (SPD).
Inge Hannemann: 'Hartz-IV-Rebellin' beißt im Bundestag auf Granit
 

Don Vittorio

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so habs auch geschafft (mit dem Daumen hoch), bin zwar jetzt halb taub, bis ich die Funktion überhaupt gefunden habe, aber egal. Ja der Hinnterermoser ist wahrscheinlich der übliche Bezahlschreiber. Leider scheint er nicht ausgereicht zu haben, deswegen mussten sie bei 20 mickrigen Beiträgen die Reissleine ziehen:icon_pfeiff: schon merkwürdig irgendwie...:icon_hihi:
Auf die Idee,dass es auch Menschen gibt die wirklich so denken,kommst Du scheinbar nicht.
Wenn es nicht ins eigene Weltbild passt,dann ist es halt ein " Bezahlschreiber ".
Nö,so einfach wie Pippi Langstrumpf es sah,ist diese Welt nun doch nicht.

Da habe ich persönlich ungleich schlimmeres gehört als,dieser Dipflmoser von sich gibt.Nur werden diese " Meinungen " halt in enem Leserforum garnicht erst freigegeben.
 
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Auf die Idee,dass es auch Menschen gibt die wirklich so denken,kommst Du scheinbar nicht.
ojojoj... sehr wohl komme ich auf die "Idee" was glaubst denn DU, warum ich "diese Gedankenwelt" wahrnehmen kann als solche, welche sie ist?


Wenn es nicht ins eigene Weltbild passt,dann ist es halt ein "Bezahlschreiber ". Nö,so einfach wie Pippi Langstrumpf es sah,ist diese Welt nun doch nicht.
Nö, "die Welt" ist leider noch viel schlimmer, leider.


Da habe ich persönlich ungleich schlimmeres gehört als,dieser Dipflmoser von sich gibt.Nur werden diese " Meinungen " halt in enem Leserforum garnicht erst freigegeben.
Das glaube ich dir gerne. Ich selbst weiss allzugut, welche Hintergründe oftmals hinter manchen "Meinungsäusserungen" liegen... deswegen muss ich sie nicht unbedingt propagieren geschweige denn ständig AUSHALTEN. Irgendwann ist m.E. bei jeder/m die Schmerzgrenze erreicht. Das muss jede/r für sich selbst entscheiden.
 

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[...]

In den RTL-Nachrichten wurde übrigens behauptet, bei Meldeaufforderungen und bei Ablehnung eines Arbeitsplatzes würde mit 25% sanktioniert.

Habe ich da etwas verpasst? :biggrin:
Tatsache: :icon_arrow: Petition fordert Abschaffung von Strafen für Hartz-IV-Empfänger – was meinen Sie? - RTL.de

Spätestens jetzt müsste doch dem typischen RTL-Klischee-Zuschauer mal auffallen, wie investigativ dieser (Märchen-) Sender arbeitet. :icon_party:

Ach so, dann gibt es ja auch noch das Gerücht, die können ihre Bescheide nicht lesen. Hmm... :icon_psst:
 

blinky

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Hätte die Kamera nur bissen weiter nach rechts geschwänkt in der Tagesschau wär ich zu sehen gewesen. Dafür war ich im Bundestag-TV zu sehen :biggrin:
 

gismo41

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Ich habe mir einige Kommentare auf der welt.de durchgelesen und folgendes darauf geantwortet (Mit meinem Nick von hier. Kommentar wartet auf Freischaltung).

Vielen .Vielen :danke::danke: Klasse formulierung und Aufklärung !
Wenn ich mir die Kommetare anschaue könnte ich :icon_kotz::icon_kotz2:.Unglaublich wie viele Nazis wir noch mit der Einstellung haben ,der Steuerzahler zahlt für Arbeitsfaule Erwerbslose (dies ist nicht meine Meinung ,sondern ich gebe ich nur das Gedankengut einiger Schreiber der Kommentare ab). Da sage ich doch mal typisch Derutsch.Das kommt wohl nie aus den Köpfen raus. ?
Das erinnert doch sehr an 1933 -1945 . Anscheint hat die Bevölkerung immer noch nichts dazu gelehrt ? :mad: Wie auch ,wenn sie permament mit der Medien Verdummung der Springer Presse ,Bertelsmann TV (RTL, Rtl2 , Sat 1 und co ) , im dauer Zustand verblödet werden ? :frown:
 
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Hätte die Kamera nur bissen weiter nach rechts geschwänkt in der Tagesschau wär ich zu sehen gewesen. Dafür war ich im Bundestag-TV zu sehen :biggrin:
:icon_stern::icon_stern:blinky-fast-Superstar:icon_stern::icon_stern:

schön dass du da warst!!! Ich wäre auch so gerne dabeigewesen...:frown:
 
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Emo Chick. Viel bling bling..
Na und? Neidisch? Warum nicht ab und an mal bling bling wenn´s die Situation hergibt, wenn dann, wenn´s drauf ankommt, wieder klar und un-emo-mäßig pariert werden kann?:tongue:


Ergänzung:

Jetzt zieh doch mal den Stock aus dem Popo - mann/frau muss sich doch auch mal freuen können/dürfen? Und wenn´s nix zum Freuen gibt, dann eben manchmal "bling bling" :icon_stern:

Und DU selbst hast doch heute auch schon was geleistet, worüber wir uns alle freuen!!!
 

blinky

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Auf RTL-News bin ich von hinten zu sehen, wo ich mich mit Jutta Krellmann MdB unterhalte.
 

sixthsense

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Da sieht @sixthsense mit seinem Gelaber über die "gleichgeschalteten" deutschen Medien einfach nur alt aus :biggrin::biggrin::biggrin: Spar Dir diesen Spruch besser.
Du musst echt verbittert sein, dass Du Dich mittlerweile an jeden noch so kleinen Strohhalm klammern musst. :biggrin:

Armer Kerl.

Zum Thema:

Die Wortwahl von Fr. Hannemann scheint stellenweise tatsächlich nicht gerade vorteilhaft gewählt worden zu sein, wie hier schon richtig angemerkt wurde. Aber dass sie dem Ausschuss konkrete Zahlen vorgerechnet hat - BRDler lieben ja Zahlen - war ein sehr kluger Schachzug von ihr. Denn erst bei Zahlen werden die nämlich halbwegs hellhörig.

Einzelschicksale etc. das interessiert die nämlich einen Feuchten.

Hat man ja auch an dem Gesülz der Ministeriumstante deutlich herausgehört, so nach dem Motto "hier muss keiner verhungern" und bla... da interessieren so Fälle wie in Speyer oder Halle einfach nicht bzw. werden vertuscht, bewusst weggelassen, ausgeblendet... die interessieren nur Zahlen und wie man einsparen kann. Das war ein strategisch kluger Schachzug von Fr. Hannemann.
 
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25 Jun 2013
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sicherlich kann man immer irgendwas Positives finden, wenn man wohlwollend danach sucht...

Das ist aber schon peinlich genug, wenn es sich nur darauf beschränkt. Und auf mich wirkte sie unglaubwürdig und unauthentisch. Als wüsste sie selber nicht, was sie sagt und was sie will.

Und die "Gegenseite" kann sie nur als gruselig empfunden haben. Verständlicherweise: ist sie jetzt GEGEN Elos (Milieu, die armen halbkriminellen Schwachmaten) oder ist sie FÜR DIE DA (irgendwelche Zahlen an die eh keiner glaubt, am Allerwenigsten die im BT)...

Für mich alles eine reine Katastrophe, mich schüttelt es geradezu und ich frage mich ernsthaft, was Frau H. dort WIRKLICH bezwecken wollte.....

Nächste Sanktionshilfen sind DAMIT jedenfalls garantiert...
 
E

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Gast
Verständlicherweise: ist sie jetzt GEGEN Elos (Milieu, die armen halbkriminellen Schwachmaten)
Warum regst Du Dich eigentlich so auf?
A) ist Milieu ein völlig normaler und wertfreier! Begriff aus der Soziologie
B) hat sie den Begriff verwendet, als sie von den vielen jugendlichen Obdachlosen erzählt hat, die lieber auf der Straße leben als den Fuß in ein JC zu setzen

Was ist daran so schrecklich, dass man sich so darüber aufregen muss?
 

hartz5

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Ab wann dürfen wir mit einem Ergebnis rechnen?
Wenn Weihnachten und OStern auf einen Tag fallen...sorry, aber da nun der "Mindestlohn" in der Mache ist, wird sich die Situation für Elos eher noch verschlimmern, als dass dieses "gewählte" Pack in Berlin sich dort gegen Sanktionen ausspricht
 
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29 Mai 2013
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HartzVerdient:
Ich habe mir einige Kommentare auf der welt.de durchgelesen und folgendes darauf geantwortet (Mit meinem Nick von hier. Kommentar wartet auf Freischaltung).

Zitat:
Wenn ich die Kommentare hier verfolge, dann könnte ich ko...en. Ich selbst habe einen Abschluss auf operativer Ebene der Unternehmensführung nebst regulärer Ausbildung und Studium zum Wirtschaftsinformatiker und wahr jahrelang bei einem namhaften IT-Dienstleister eingestellt....


Dein Kommentar wurde entfernt.

Zensur, Sanktionen, Korruption, Lügen, Bevormundung, Lobbyismus, ... .

Aber zum Glück leben wir ja in einer Demokratie.
 
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Ich möchte mich schon gar nicht mehr mit dem Mist befassen, finde es einfach nur komisch das ein Hoeneß der sich Geld beiseite schafft verknackt wird und andre welche sich Per Quotenregelung " Sanktionen " Prämien sichern keine blicke auf sich ziehen, letzt endlich geht beides auf Kosten von andere.

Ansonsten fand ich das Igne das soweit gut vorgetragen hatte.
 

HartzVerdient

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Dein Kommentar wurde entfernt.
Ja ist mir soeben auch aufgefallen. Mein Kommentar muss jemandem richtige Magenschmerzen bereitet haben. Wie soll der Leidtragende seinen Unmut verkünden, wenn seine Stimme bereits im Keim erstickt wird. Letztendlich muss aber akzeptiert werden, dass es sich bei der welt.de um eine private Einrichtung handelt. Da gibt es keine Meinungs- und Redefreiheit. Die Platform wird privat betrieben und daher kann der Eigner dort machen was er möchte. Schade finde ich es dennoch, zumal ich meine tatsächliche eMail-Adresse zwecks Rückfrage hinterlegt hatte.
 

blinky

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Wenn man sich mal die Aussage vom BMAS anschaut

Aus Sicht der Parlamentarischen Staatssekretärin verstoßen die Sanktionsregelungen jedoch weder gegen das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums noch gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Auch die freie Wahl des Berufs sei gewährleistet und der Gleichheitsgrundsatz gewahrt. Das habe das Bundesverfassungsgericht bestätigt, so Lösekrug-Möller.
dann müsste ich doch nach Artikel 12 Grundgesetz auch Arbeiten ablehnen können. Denn in Artikel 12 GG heißt es:

1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.
Wenn ich also bei Firma xyz nicht arbeiten möchte, dan wär das meine freie Wahl den Arbeitsplatz frei zu wählen. Sanktionen sind aber ein Druckmittel. Entweder nimmst Du die angebotene Arbeit an oder aber es hagelt Sanktionen. Also wird man dazu gezwungen. Ergo verstoßen Sanktionen auch gegen Artikel 12 Grundgesetz.

Gleichheitsgrundsatz gewahrt? Warum werden dann unter 25 jährige härter bestraft? Also wird hier der Gleichheitsgrundsatz eindeutig verletzt. Bei Sanktionen wird eindeutig das "gesetzliche" Existenzminimum unterschritten.
 
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29 Mai 2013
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Noch so ein Beispiel für Zensur, jetzt nicht unbedingt zum Thema gehörend, zeigt aber eindeutig die Angst der "Herrschenden" vor dem eigenen Volk:

Vom Sonntag bis zum Donnerstag wollen die Bürger der Stadt Venedig und der Provinz Venetien über die Unabhängigkeit von Italien, sowie den damit verbundenen Austritt aus EU- und Nato-Mitgliedschaft, abstimmen. Bereits 2006 verabschiedeten die lokalen Behörden das Gesetz über die Abstimmung. Deutschsprachige Medien haben eine Nachrichtensperre über dieses Referendum verhängt. Man fürchtet die "Büchse der Pandora" damit zu öffnen und der Funke der Freiheit und der Freiheitsdrang der Völker Europas, speziell der Deutschen, Schweizer und Österreicher, überspringt. Nur britische Zeitungen berichten darüber und die BBC.

Quelle: Schweiz Magazin - Das Schweizer Nachrichten online Magazin - Venedig stimmt über Unabhängigkeit von Italien, EU und NATO ab
 

HartzVerdient

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Diese Frau Lösekrug-Möller lebt in einer ganz anderen Welt. Anders kann ich mir Ihre Ausführungen nicht erklären.
Vieleicht leben ihre zwei Söhne irgendwann in einer besseren Realität, wenn wir sie denn als Kunden bei den Tafeln begrüßen dürfen.

Weiterhin stehen wir kurz vor den Eurpawahlen, da ist solch ein Thema leider nicht en vogue.
 
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Wenn ich also bei Firma xyz nicht arbeiten möchte, dan wär das meine freie Wahl den Arbeitsplatz frei zu wählen. Sanktionen sind aber ein Druckmittel. Entweder nimmst Du die angebotene Arbeit an oder aber es hagelt Sanktionen. Also wird man dazu gezwungen. Ergo verstoßen Sanktionen auch gegen Artikel 12 Grundgesetz.

Gleichheitsgrundsatz gewahrt? Warum werden dann unter 25 jährige härter bestraft? Also wird hier der Gleichheitsgrundsatz eindeutig verletzt. Bei Sanktionen wird eindeutig das "gesetzliche" Existenzminimum unterschritten.
Meiner Erfahrung nach wird i.d.R. darauf damit reagiert, dass ja niemand gezwungen werde, "Leistungen zu beziehen" man könne sich ja jederzeit abmelden, wenn einem etwas nicht passe. Das ist die trockene Antwort auf das GG.:icon_sad:
 
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Warum regst Du Dich eigentlich so auf?
A) ist Milieu ein völlig normaler und wertfreier! Begriff aus der Soziologie
B) hat sie den Begriff verwendet, als sie von den vielen jugendlichen Obdachlosen erzählt hat, die lieber auf der Straße leben als den Fuß in ein JC zu setzen

Was ist daran so schrecklich, dass man sich so darüber aufregen muss?
Ja hast ja Recht, was rege ich mich eigentlich überhaupt so auf:popcorn: ist doch alles wunderbar paletti in Ordnung. Inge war doch garnicht so schlecht. Und naja, so mit den Sanktionen, wenn ich mal ehrlich bin, sind die doch auch eigentlich garnicht so schlecht :icon_daumen: sonst würden wir Elos uns ja garnichtmehr bewerben und garnichtmehr mitwirken, stimmt schon, die haben schon irgendwie Recht...

abgesehen davon, dass ich gerade aus der Kotzeritis nicht mehr ´rauskomme, stimmts schon, was reg ich mich eigentlich so auf, die Welt ist doch wunderbra und draussen wird es Frühling.
 

vagabund

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Aus Sicht der Parlamentarischen Staatssekretärin verstoßen die Sanktionsregelungen jedoch weder gegen das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums noch gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit.
:icon_kinn: ... trifft das auch auf eine Sanktion auf Null zu?

:icon_kinn: ... schon oft erwähnt, dennoch will ich es noch mal vorholen: jeder Straftäter bekommt ein "ordentliches " Verfahren, bevor er in Haft muss und bekommt dort Unterkunft und Verpflegung.

:icon_kinn: ... wenn im SGB II eine Sanktion ausgesprochen wird, gilt die sofort ... ein SB - wie auch Frau Hahnemann erwähnte - hat keine juristische Ausbildung/Qualifizierung und wird auch nicht entsprechend geschult, erhält jedoch die "Macht" zu bestrafen.

Ein Widerspruch hat auch zunächst keine aufschiebende Wirkung, erst durch weitergehende rechtliche Mittel, wie einem Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, kann eine rechtswidrige Sanktion ausgesetzt werden.

D.h. 50 % der Sanktionen greifen zunächst, wenn man nichts dagegen unternimmt, obwohl sie rechtswidrig sind,

oder anders gesagt, 50 % werden bestraft, obwohl sie "unschuldig" sind und das in einem Rechtsstaat!

Die Sanktionspraxis verstößt gegen den Rechtsstaat!
 
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@kirschbluete: ich frag mich echt, was Du hast. Ich kriege eher das Kotz..., wenn jetzt von Leuten, die selbst rein gar nichts tun, auf dieser Frau rumgehackt wird, weil sie nervös war und vielleicht nicht immer die richtigen Worte gefunden hat. Vieles, was sie gesagt hat, fand ich gut und richtig.

Statt Dich jetzt die ganze Zeit zu übergeben - aus welchem Grund hab ich immer noch nicht so wirklich verstanden -, schlage ich vor, Du startest selbst eine Petition, setzt Dich da in den Ausschuss und machst es dann besser bzw. so, wie Du findest, dass Hannemann es hätte machen sollen.

Echt, selbst den Arsch nicht hochkriegen, aber sich beschweren über jemanden, der wenigstens was tut. Und wie gesagt, viele Argumente fand ich gut. Dass die SPD-Kuh da nichts mit anfangen kann, da kann Hannemann ja nix zu.
 
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@pillepalle

Äusserungen, dass ich "den Arsch nicht hochkriege" verbitte ich mir tunlichst, zukünftig zu unterlassen. Du kennst mich nicht und weisst nicht, welchen Arsch ich mir ständig aufreisse - um es mal in deinen Worten zu beschreiben, vielleicht verstehst du Fäkalsprache ja besser.

Die Frau ist ein f.u.c.k.i.n.g PROFI ich wiederhole es GERNE nochmal. Die Frau ist in jeder Hinsicht fachlich kompetent, was dieses Thema betrifft.

Die Frau ist keine Praktikantin. Und sie hat genug Erfahrung, Übung, Rückhalt und Ressourcen jeglicher ART!!!

Sie hat Zeit und Geld!

Sie hat f.u.c.k.i.n.g. verkackt. Und einen "schlechten-Tag-Bonus" kann ich nicht gelten lassen! Sie hatte einfach überhaupt kein Konzept und ihre Argumente und ihre Worte waren komplett kontraproduktiv! Und sie konnte die erwartbaren Standardfragen in keinster Weise parieren, erschütternd fand ich das!!!!

Und ehrlichgesagt glaube ich da nicht mehr an irgendnen Zufall oder nen schlechten Tag...
 

HartzVerdient

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Sie hatte einfach überhaupt kein Konzept und ihre Argumente und ihre Worte waren komplett kontraproduktiv! Und sie konnte die erwartbaren Standardfragen in keinster Weise parieren, erschütternd fand ich das!!!!
Deine Aussage beinhaltet eine gewisse Wahrheit. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass es noch eine After-Show-Party gab, wo die Kameras offline waren und Frau Hannemann sich noch mit den Abgeordneten und Bedürftigen austauschen konnte. Da wurde sicherlich eine andere Rhetorik verwendet.

Dennoch bin ich der Ansicht, dass die BRD noch nicht soweit ist um wirkungsvoll gegen ALG2 anzugehen. Die kritische Masse ist leider nicht erreicht. Wir müssten eigentlich genau das Gegenteil tun, um das zu erreichen was wir wollen.

Wir müssten für Verschärfung und mehr Druck im ALG2 Bezug sein, wir sollten prekäre Beschäftigung mit offenen Armen begrüßen. Erst wenn das System kurz vor dem Kollaps steht, werden Maßnahmen ergriffen.

Es sind noch nicht genug Menschen durch die ALG2 Maschinerie gequetscht worden. Jemand der damit keine Erfahrungen sammeln durfte, wird weiterhin einen Sondermüll absondern.

Ich habe vor ca. 2 Jahren bei der IBB so einen Fettsack kennengelernt. Beide Hüften voll kaputt. Vorbauch musste mit einer Schubkarre respektive Sackkarre von A nach B geschubst werden. Ausbildung als Elektriker. Konnte den Hals bzgl. der HartzIV-Empfänger nicht voll bekommen. Laberte und lallte den ganzen Tag nur so einen stigmatisierten Rotz herunter.

Nach einigen Gesprächen konnte ich seine Sicht - so meine Wahrnehmung - etwas maßregeln. Im Kern war er eigentlich ein netter Mensch. Seine Sicht war halt voll stigmatisiertem Mist.

Er selbst kroch von einer 1 jährigen Festanstellung zur Nächsten, um seinen ALG2 Anspruch wieder gerecht zu werden, danach ging es mit der Reha weiter. Von dort wieder zur Umschulung, 1 jahres Arbeit, Reha, ALG1 usw. goto 1.

Wir gingen dann eine zeitlang Mittags essen und bei den Gesprächen konnte man merken, wie das gegessene Tier auf dem Teller seinen IQ kurzzeitig in die Höhe schießen lies. Bis die Verdauung einsetze.
 
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Wenn man sich mal die Aussage vom BMAS anschaut dann müsste ich doch nach Artikel 12 Grundgesetz auch Arbeiten ablehnen können.
Kann man genau genommen ja auch. Kein Mensch zwingt einen, zur Arbeit zu gehen oder eine Arbeit anzunehmen, die man nicht will.

Wenn ich also bei Firma xyz nicht arbeiten möchte, dan wär das meine freie Wahl den Arbeitsplatz frei zu wählen.
Exakt!

Sanktionen sind aber ein Druckmittel. Entweder nimmst Du die angebotene Arbeit an oder aber es hagelt Sanktionen.
Exakt! Und wirtschaftliche Druckmittel sind eben nicht grundgesetzwidrig. Ich habe es hier schon ganz oft gesagt, aber nochmal: Ich persönlich teile die Meinung, die etwa Neskovic & Erdem hier vertreten, wonach Sanktionen verfassungswidrig sind.

Aber ich erkenne an, dass ich mit dieser Meinung, wie eben fast alle hier im Forum, eine Minderheit bilde. Und ich erkenne weiterhin an, dass jene, die Sanktionen befürworten, deshalb nicht automatisch böse Menschen oder bezahlte Schreiberlinge sind, sondern dass es durchaus sein kann, dass die tatsächlich davon überzeugt sind, dass Sanktionen gut, richtig und wichtig sind! Die Mehrheitsmeinung ist: Sanktionen sind in Ordnung und grundgerechtskonform.

Sanktionen lassen sich moralisch übrigens durchaus auch begründen, wobei es natürlich jedem frei steht, diese Begründung zurückzuweisen. Auch ich weise sie zurück. Ich kann sie nicht teilen, wohl aber nachvollziehen! Siehe dazu beispielsweise diesen Aufsatz von Prof. Dr. Uwe Berlit, in welchem er erläutert, dass Sanktionen eben nicht gegen die Verfassung verstoßen. Insbesondere unter Punkt 5.2 (S. 200) legt er mittels Verweis auf den Würdegehalt der Selbsobliegenheit dar, dass Sanktionen auch moralisch begründet werden können.

Also wird man dazu gezwungen. Ergo verstoßen Sanktionen auch gegen Artikel 12 Grundgesetz.
Nein! Der gängigen Rechtsauffassung nach eben nicht. Denn man hat ja auch als Sanktionierter, so die oft hervorgebrachte Argumentation, weiterhin freie Berufswahl. Kein Mensch stellt einen vor ein Erschießungskommando, wenn man einen Job verweigert. Es "bestraft" einen genau genommen auch niemand für die Weigerung. Es wird einem kein Übel auferlegt (Definition von Strafe), sondern es wird einem lediglich eine Leistung nicht länger zuteil bzw. nicht in gleicher Höhe wie zuvor.

Und dem oft geäußerten Vorwurf, dass es einem indirekten "Töten" durch Unterlassung bzw. "Aushungern" gleichkäme, eine als Existenzminimum bezeichnete Leistung noch zu kürzen oder gar zu streichen, wird eben mit Verweis darauf Rechnung getragen, dass man auf Antrag immer noch Lebensmittelgutscheine erhält, dass also zumindest das physische Existenzminimum weiter gesichert sei, wenn schon nicht nach § 31a SGBII (Muss-Leistung nur bei Kindern im Haushalt), so in jedem Fall doch nach § 24 SGB II (unabweisbarer Bedarf als Darlehen).

Ferner wird darauf verwiesen, dass man als Leistungsbezieher durch Zusicherung zukünftigen Wohlverhaltens darauf hinwirken könne, bald wieder das soziokulturelle Existenzminimum zu erhalten bzw. dass man einen Entzug abmildern könne. Siehe etwa § 31a Abs. 1, worin es heißt: "Erklären sich erwerbsfähige Leistungsberechtigte nachträglich bereit, ihren Pflichten nachzukommen, kann der zuständige Träger die Minderung der Leistungen nach Satz 3 ab diesem Zeitpunkt auf 60 Prozent des für sie nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs begrenzen."

Gleichheitsgrundsatz gewahrt? Warum werden dann unter 25 jährige härter bestraft?
Das ist denke ich in der Tat der Punkt, an dem man ansetzen kann und muss.

Also wird hier der Gleichheitsgrundsatz eindeutig verletzt.
Sehe ich auch so.

Bei Sanktionen wird eindeutig das "gesetzliche" Existenzminimum unterschritten.
Sehe ich auch so. Andere aber eben nicht. Und die erreicht man nicht, indem man das hier im Forum ständig wiederholt.
 
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Ach wirklich? Habe mal kurz gegoogelt, u.a. habe ich einen Artikel bei der Süddeutschen Zeitung über das Thema gefunden:

Online-Abstimmung: Wunsch nach einem unabhängigen Venetien - Politik - Süddeutsche.de
Eine der wenigen "deutschen Medien", die darüber berichtet haben, nachdem auf einigen "alternativen Seiten" auf diesen Zustand hingewiesen wurde. Sieh dir mal das Datum der Meldung an oder geh bei google auch mal auf die zweite Seite.

Leserkommentare in der SZ:

Respekt liebe SZ dass Sie dann letztlich doch noch darüber berichten. Besser spät als nie.

Respekt! Alle anderen deutschen Leitmedien schweigen das Thema tot und in den Online-Ausgaben (z.B tageschau.de, SPON, Springer Medien,..) werden Kommentare die darauf hinweisen gelöscht. Bisher kann man vor allem bei britischen Massenmedien davon lesen (BBC, daily telegraph, guardian, )
 

blinky

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Auf die Fragewie es weiter geht. Die Sache wird an den Fachausschuss verwiesen und zu einem späteren Zeitpunkt wird sich der Petitionssausschuss damit nochmal befassen.

Deshalb sollen ja auch Juristen gehört werden nach Vorschlag von http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CDAQFjAA&url=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FWolfgang_Ne%25C5%25A1kovi%25C4%2587&ei=jSwoU67AJ-em0AWM-YHAAQ&usg=AFQjCNFmlHaordiQUCfxa1sHG7UScqUvzQ&bvm=bv.62922401,d.d2kWolfgang Nešković.

Zu der Frage wegen der Berufsfreiheit Wenn im Grundgesetz steht das ich Arbeitsplatz frei wählen kann, heißt das in meinen Augen ich entscheide ob ich bei firma XYZ anfangen möchte. Hier müsste man somit Artikel 1, Artikel 20 und Artikel 12 gemeinsam betrachten. Ich habe auch schon von der ständigen Rechtssprechung gehört wonach trotzdem die Beruffreiheit gewährleistet sein soll. Was in meinen Augen widersprüchlich ist.
 
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Ja hast ja Recht, was rege ich mich eigentlich überhaupt so auf:popcorn: ist doch alles wunderbar paletti in Ordnung. Inge war doch garnicht so schlecht. Und naja, so mit den Sanktionen, wenn ich mal ehrlich bin, sind die doch auch eigentlich garnicht so schlecht :icon_daumen: sonst würden wir Elos uns ja garnichtmehr bewerben und garnichtmehr mitwirken, stimmt schon, die haben schon irgendwie Recht...

abgesehen davon, dass ich gerade aus der Kotzeritis nicht mehr ´rauskomme, stimmts schon, was reg ich mich eigentlich so auf, die Welt ist doch wunderbra und draussen wird es Frühling.
Ich habe mir auch die Petitionsanhörung gegönnt.
Nun mal die Sichtweise meiner Meinung...
Es ist für niemanden einfach vor einem solchen Gremium zu sitzen und da ist auch Nervosität vorprgrammiert.
Also das Verständnis, was Frau Hannemann uns entgegebringt, sollten wir ihr auch in dieser Situation entgegenbringen.

Sie hat Zahlen und Paragraphen genannt, wenngleich auch manchmal etwas unbeholfen, aber das ist nun mal Fakt.
Sie hat uns vertreten, so gut es in dieser Situation und Anspannung eben ging.

Was hat es gebracht?

Nichts, weil diese Anhörung nicht gewollt war.
Die Schuld liegt nicht bei Frau Hannemann, sondern bei denen,
die die Zügel in der Hand haben und dass die da Oben nix ändern wollen,
ist so klar, wie das Amen in der Kirche...

Sanktionen sind gewollt. Die rechtswidrigen Forderungen sind gewollt,
weil dadurch auf Kosten der Hilfsbedürftigen viel Geld gespart wird.
Geld was die meisten Kommunen nur schwer stemmen können.
Das und nichts anderes war von Politik und Herrn Hartz gewollt.

Mit der Agenta 2010 wurde ein verkorkstes "soziales" System geschaffen,
welches in der heutigen Arbeitsmarktsituation nur Nachteile der Betroffenen hervorgebracht hat.

Mir persönlich wurde mal bei einem Vorstellungsgespräch gesagt, dass
ich ein "gebranntmarktes Kind" bin... Soviel zum Thema - Bezug von Hartz 4 und wechselnde Beschäftigungsverhältnisse aufgrund der Arbeitsmarktsituation.
Da hat das System und die Medien absolut versagt...

Wer ins Hartz 4 verfällt, der ist bleibt zum großen Teil der Verlierer in Zeiten von prekären Arbeitsverhältnissen, kriminellen Zeitarbeitsfirmen, deren Daseinsberechtigung nur
auf staatliche Bezuschussung und billigen Zwangsarbeitern (Zwangsarbeit aufgrund der Notlage) beruht.

Ich persönlich Zolle Frau Hannemann meinen Respekt.
Ich zolle jedem SA bei den Jobcentern respekt, die der Wahrheit ins Auge sehen und mit ihren Kunden fair und menschenwürdig umgehen.
Die nicht gleich Sanktionieren, obwohl Sie wissen, dass es widerrechtlich ist.

@kirschbluete ich verstehe, dass Du f.u.c.k.i.n.g. sauer bist, aber Frau Hannemann ist nicht der Sündenbock dafür.
Sauer darfst du auf das System und die Drahtzieher sein.

:popcorn: mrx02xx
 

Kleeblatt

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BurnsTorn
Kann man genau genommen ja auch. Kein Mensch zwingt einen, zur Arbeit zu gehen oder eine Arbeit anzunehmen, die man nicht will.
In der Theorie, nicht in der Praxis des SGB.

Und wirtschaftliche Druckmittel sind eben nicht grundgesetzwidrig.
Wenn dem so wäre, dann verstehe ich einige als Starftatbestände exiistierende Verurteilungen nicht.
So wäre demzufolge auch nicht grundgesetzwidrig:
- Erpressung
- Nötigung
u.ä.

Ich habe es hier schon ganz oft gesagt, aber nochmal: Ich persönlich teile die Meinung, die etwa Neskovic & Erdem hier vertreten, wonach Sanktionen verfassungswidrig sind.
Weshalb dann deine obigen Ausführungen ?
Aber ich erkenne an, dass ich mit dieser Meinung, wie eben fast alle hier im Forum, eine Minderheit bilde.
Das verstehe ich jetzt nicht, - meinst du damit das du eine Minderheit bildest wenn du - laut letzter Aussage - der Auffassung bist das Sanktionen GG-widrig sind ? Hm...

Und ich erkenne weiterhin an, dass jene, die Sanktionen befürworten, deshalb nicht automatisch böse Menschen oder bezahlte Schreiberlinge sind, sondern dass es durchaus sein kann, dass die tatsächlich davon überzeugt sind, dass Sanktionen gut, richtig und wichtig sind!
Das letzte Mal als Menschen ganz einfach nur von Etwas überzeugt
gewesen sind, da hatten wir den Österreicher, wir hatten die RAF u.a. "Überzeugte".
Was also genau möchtest du mit deiner obigen Aussage erklären ? Das eine private "Überzeugung" eines oder mehrerer Menschen ausreichend ist um Grundgesetz und Verfassung brechen zu dürfen ?

Die Mehrheitsmeinung ist: Sanktionen sind in Ordnung und grundgerechtskonform.
Woher weißt du das dies die "Mehrheitsmeinung" ist und WIE genau sind - sofern diese Aussage den Tatsachen entsprechen SOLLTE ( was ich nach meiner Erfahrung nicht unterstütze) - diese "Meinungen" entstanden ? WER hat diese "Umfragen" gemacht und WIE war dazu die Fragestellung ?

Sanktionen lassen sich moralisch übrigens durchaus auch begründen, wobei es natürlich jedem frei steht, diese Begründung zurückzuweisen.
Ja bitte, dann gib mir wenigstens EINEN einzigen "guten" Grund als Begründung dafür.

Auch ich weise sie zurück.
Was jetzt genau ?
Ich kann sie nicht teilen, wohl aber nachvollziehen!
Bitte dann tue dies hier mal. Erkläre uns weshalb du es "nachvollziehen" kannst.
Siehe dazu beispielsweise diesen Aufsatz von Prof. Dr. Uwe Berlit, in welchem er erläutert, dass Sanktionen eben nicht gegen die Verfassung verstoßen. Insbesondere unter Punkt 5.2 (S. 200) legt er mittels Verweis auf den Würdegehalt der Selbsobliegenheit dar, dass Sanktionen auch moralisch begründet werden können.
Wir beide wissen sehr genau das man ALLES was Menschen in dieser Welt tun stets und immer irgendwie auch "begründen" kann.
Ich bezeichne das als "Ausreden suchen und finden".

Der gängigen Rechtsauffassung nach eben nicht. Denn man hat ja auch als Sanktionierter, so die oft hervorgebrachte Argumentation, weiterhin freie Berufswahl.
Theorie und Praxis im Vergleich und dann ?
Kein Mensch stellt einen vor ein Erschießungskommando, wenn man einen Job verweigert.
Nun ja, im Endeffekt - also nach einem gewissen Zeitpunkt - ergibt sich Dasselbe, - Der Tod. Ob nun schnell und direkt oder aber langsam durch Verhungern oder durch Selbsttötung aufgrund massiver seelischer Probleme ...
Es "bestraft" einen genau genommen auch niemand für die Weigerung. Es wird einem kein Übel auferlegt (Definition von Strafe), sondern es wird einem lediglich eine Leistung nicht länger zuteil bzw. nicht in gleicher Höhe wie zuvor.
Was genau ist die finale Konsequenz der Nichtweiterbewilligung einer zum Überleben gedachten und als Existenzminimum deklarierten Leistung ? - welche laut BVerfG stets zu sichern ist ?

Und dem oft geäußerten Vorwurf, dass es einem indirekten "Töten" durch Unterlassung bzw. "Aushungern" gleichkäme, eine als Existenzminimum bezeichnete Leistung noch zu kürzen oder gar zu streichen, wird eben mit Verweis darauf Rechnung getragen, dass man auf Antrag immer noch Lebensmittelgutscheine erhält, dass also zumindest das physische Existenzminimum weiter gesichert sei, wenn schon nicht nach § 31a SGBII (Muss-Leistung nur bei Kindern im Haushalt), so in jedem Fall doch nach § 24 SGB II (unabweisbarer Bedarf als Darlehen).
Wunderschön niedergeschrieben und wären hier nicht Betroffene und deren Unterstützer versammelt, sondern das Stammtischpersonal, dann würdest du mit dieser Erläuterung alle Anwesenden dazu bringen den Sanktionen weiterhin zuzustimmen, - so Marke "ist ja Alles nicht so schlimm, die haben ja noch diese Gutscheine, also was wollen die".
Ja, genau SO kommt man ggf. dann auch zu den "Zustimmungswerten" bei "Unfragen".

festzustellen ist und beibt:
- Lebensmittelgutscheine sind kein offizielles Zahlungsmittel und selbst in Großstädten wie Berlin kenne ich kein einziges Geschäft 8in meiner näheren Umgebung) wo Irgendjemand damit "bezahlen" kann und darf. Werden dem Betroffenen dann wenigstens dazu Listen der Geschäfte ausgehändigt in denen er damit "bezahlen" kann ?
- mit Lebensmittelgutscheinen kann man weder Briefmarken, noch Strom, noch Fahrten, auch nicht die Miete oder gar Putz-, Reinigungs-, Pflegemittel sowie Zuzahlungen zu Medis bezahlen.
Von Fahrten zum JC, zu Bewerbungsgesprächen und dem Erstellen von Bewerbungsmappen mal abgesehen.
Ohne "Moos" nix los, aber immerhin kann man dann gleich nochmal oder länger sanktionieren, - selber schuld wenn die ohne Geld zu keinem Termin fahren können oder sich bewerben oder zu Maßnahmen antraben. Nennt sich "Endlosschleife".

WO also genau wird damit dann dem Grundsatz "das Existenzminimum ist zu gewährleisten" Rechnung getragen ?
Tja, WO eigentlich ?

Ferner wird darauf verwiesen, dass man als Leistungsbezieher durch Zusicherung zukünftigen Wohlverhaltens darauf hinwirken könne, bald wieder das soziokulturelle Existenzminimum zu erhalten bzw. dass man einen Entzug abmildern könne. Siehe etwa § 31a Abs. 1, worin es heißt: "Erklären sich erwerbsfähige Leistungsberechtigte nachträglich bereit, ihren Pflichten nachzukommen, kann der zuständige Träger die Minderung der Leistungen nach Satz 3 ab diesem Zeitpunkt auf 60 Prozent des für sie nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs begrenzen."
Erstens ist das eine Ermessensregel, - Willkommen in D.
Außerdem sind erwachsene Menschen nicht den Mitarbeitern des JC "zur Erziehung überlassen" sondern zur Gerwährung von gesetzlich verbrieften Leistungen und zugleich dem Anspruch auf Aus- und Weiterbildung, letztendlich zur Hilfe bei der Suche nach einem sozialversicherungspflichtigen Job mit einer Bezahlung der den Steuerzahler letztendlich entlastet, - und zwar den bisherigen Leistungsempfänger von Leistungen völlig unabhängig macht.
DAS sind die Aufgaben der SB und Co., NICHT die "Erziehung zum devoten Wohlverhalten erwachsenen Bürger".

Das ist denke ich in der Tat der Punkt, an dem man ansetzen kann und muss.
Denke ich auch.

Sehe ich auch so.
Ich auch.
Andere aber eben nicht. Und die erreicht man nicht, indem man das hier im Forum ständig wiederholt.
Mache dann bitte einen Vorschlag - der praktikabel ist - was genau "man" sonst und wie machen sollte.
 

Paolo_Pinkel

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@ Kleeblatt:icon_klatsch::icon_daumen: Gute Replik auf dieses widersprüchliche Posting (Man ist dafür und dagegen:icon_mad:). Klar, das sowas im JC mtätig war.
 

edelweiß

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@mrx02xx :danke:

Sanktionen:

wer glaubt oder nur hofft ,das dieses Instrument der Sklavenmarkt-Versorgung mit Billiglöhnern und dieses Instrument zur Beschönigung der AL-Statistiken abgeschafft wird - der glaubt und hofft vergeblich.
Das System wird nur noch perfider durch die geplanten Änderungen.
Daran wird fleißig gearbeitet - ein "wasserdichtes" Sanktionsregime wird das Ergebniss dieser Diskussion sein -Verschärfung statt positiver Veränderung - ...wartet ab.:icon_dampf:
 

EyeODragon

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Wenn man also, wie BurnsTorn, versucht in die Gedanken der Sanktionsbefürworter einzutauchen, bleiben trotzdem weiterhin einige Punkte mehr als prekär, wie er selber geschrieben hat.

Juristisch können Sanktionen auf der drastischsten Ebene, bei 100%, nicht akzeptabel sein. Und es besteht weiterhin das Märchen, und scheint sich als Lüge in den verantwortlichen Köpfen, was es auch nicht richtiger macht, festgesetzt zu haben, das man auch bei einer Vollsanktion krankenversichert sei, das stimmt eben nicht. Und mit den Lebensmittelgutscheinen gibt es auch viele Probleme, die wir bereits ausführlich diskutiert haben (werden nicht überall angenommen, gibt bei der Abrechnung Probleme - Geschäfte müssen lange auf das Geld warten, und lehnen dann Gutscheine ab).

Das Geld bleibt unser Zahlungsmittel, es ist von der Logik her absoluter Blödsinn, dem LE statt Geld einen Gutschein zu übergeben, der Verwaltungsaufwand wäre hier wieder auf ein Minimum reduziert und der LE bräuchte keine Angst haben sich vor den Augen anderer im Supermarkt zu outen. Ich verstehe nicht, wenn Geld letztendlich abgerechnet wird, das man Gutscheine verteilt, auch mit dem Argument Tabak und Alkohol gehen nicht mit Gutscheinen, was mit Geld wiederrum möglich wäre, aber das ist und bleibt Sache des LE's. Der LE kann sich auch bei vollem Leistungsbezug alles für Zigaretten ausgeben, und hätte dann auch Probleme. Und es bleibt ein Problem, das Gutscheine eine KANN Leistung ist, man muss sie erstmal beantragen und zum jeweiligen Jobcenter, für diejenigen, die in Randgebieten wohnen könnte das mehr als problematisch werden, und ist es auch.

Dann die wegfallende Miete, hier wird Obdachlosigkeit gefördert und in Kauf genommen. Und wie bereits erwähnt, die wegfallende Krankenversicherung, was bei all den aktuellen wegfallenden Punkten bei einer Vollsanktion die traurige Krone aufsetzt, wenn man alles wegnimmt muss man wenigstens dafür sorgen, das der LE halbwegs gesund bleibt, auf phyischer Ebene, ansonsten entlarvt sich das System als erbarmungslos und menschenfeindlich.

Wenn man Sanktionen denn richtig einsetzen will, wenn es überhaupt funktioniert, dann muss sich Folgendes ändern:

- Es kann und darf erst bestraft werden, wie es in unserem Rechtssystem eigentlich üblich ist. Bei Uneinigkeiten erst nach Richterspruch, das wurde selbstverständlich vermieden, weil die verantwortlichen Politiker Angst hatten und haben, dass das System dann schwerlich funktionieren würde, oder in Gang kommen würde.

- Wenn der LE bereit ist nachträglich seinen Pflichten nachzukommen, dann ist die Sanktion zum Ende des laufenden Monats wieder zurückzunehmen, was pauschal zu folgendem weiteren Punkt führt:

- der Sanktionszeitraum von 3 Monaten ist unbedingt zurückzunehmen, die Abstufungen sowieso; es steht in keinem Verhältnis, auch beim aktuell möglichen schwerstmöglichen Vergehen eines LE's, das jener 3 Monate, selbst wenn dieser sich an die Regeln wieder hält und alles macht, dafür bestraft wird und seinem Existenzminimum beraubt wird, das kann man maximal 1 Monat machen, aber es sollte stets bei 30% bleiben. Die Abstufungen; 60%, und 100% sowieso, müssen abgeschafft werden.

Das wäre der kleinste gemeinsame Nenner, den ich als sozialer Mensch befürworten könnte, was Sanktionen angehen, mehr ist scheinbar nicht möglich.
 

HartzVerdient

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@EyeODragon

Deutschland ist ein Volk von missgünstigen Hatern. Wie in der IT und auf anderen Foren und Kommentaren. Etliche Kommentare dienen nur dem Zweck der Stimmungmache und der Ablenkung eigener persönlicher Probleme.
 
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...Es kann und darf erst bestraft werden, wie es in unserem Rechtssystem eigentlich üblich ist. Bei Uneinigkeiten erst nach Richterspruch...
Genau da liegt der Knackpunkt... Unschuldig - bis zum Urteil und zwar im Namen des Volkes und nicht von vornherein Schuldig gesprochen von launischen, überforderten oder evtl. satistisch veranlagten Jobcenter-Mitarbeiter.
 

suboptional

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Hallo Kollegen,

Ich hätte eine Bitte, und zwar: Könnte mir jemand emotionsfrei kurz schilldern wie das mit der Petition weiterheht oder war das jetzt alles? So nach dem Motto: "Danke für den Beitrag Frau Hanemann, wir haben es gehört, aber passt schon so wie es ist"?
 
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Sanktionen:

wer glaubt oder nur hofft ,das dieses Instrument der Sklavenmarkt-Versorgung mit Billiglöhnern und dieses Instrument zur Beschönigung der AL-Statistiken abgeschafft wird - der glaubt und hofft vergeblich.
Das System wird nur noch perfider durch die geplanten Änderungen.
Daran wird fleißig gearbeitet - ein "wasserdichtes" Sanktionsregime wird das Ergebniss dieser Diskussion sein -Verschärfung statt positiver Veränderung - ...wartet ab.:icon_dampf:
Genauso schaut es aus.
Man könnte das Instrument doch glatt die Endlösung 2010 nennen...
Denn nur mit Billiglöhnern und einer Portion krimineller Energie können Unternehmen und Subunternehmen in derzeitiger Marktsituation höhere Gewinne künstlich erwirtschaften.

Auf Kosten von Generationen, deren Zukunft in Armut und Elend eingemeiselt wird. Das nennt man dann auch künstlich Bereinigung von Problemen.
 

Kleeblatt

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Jeder verurteilte Straftäter hat in der Haftanstalt die Wahl, - arbeiten während der Haft oder nicht.
Arbeitet er so kann er sich dadurch mehr leisten, im angeschlossenen Shop einkaufen gehen.

Will er nicht areiten, dann bekommt/ behält er trotzdem seine warme Zelle, seinen Ausgang und seine 3-4 Mahlzeiten pro Tag. Er wird demnach also nicht raus in die Kälte geschickt = Verlust der Unterkunft und er wird auch nicht dem schleichenden Hungertod ausgesetzt. Desweiteren erhält er auch trotzdem weiterhin medizinische Betreuung.

Nun frage ich mich weshalb ungewollt arbeitslos gewordene Bürger, welche keinerlei Straftaten begangen haben, immer noch um Längen schlechter gestellt werden als verurteilte Straftäter.
Letzteren sichert man bedingungslos das volle und gesamt Existenzminimum auch dann zu wenn sie nicht arbeiten wollen.

Wer will aber nix findet, der muß sich im SGB sogar noch die Unversehrtheit seiner Wohnung ggf. einklagen, wird bis auf Null sanktioniert / erzogen mit allen daraus resultierenden, auch gesundheitlichen, Konsequenzen.


Was ist eigentlich los in diesem Land ?
 
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Hallo Kollegen,

Ich hätte eine Bitte, und zwar: Könnte mir jemand emotionsfrei kurz schilldern wie das mit der Petition weiterheht oder war das jetzt alles? So nach dem Motto: "Danke für den Beitrag Frau Hanemann, wir haben es gehört, aber passt schon so wie es ist"?
Es geht zum Fachausschuss und dann wird daran Rumgemeiselt und Diskutiert.
Dann geht es zurück zum Petitionsausschuss und am Ende folgendes Ergebniss:

So nach dem Motto: "Danke für den Beitrag Frau Hanemann, wir haben es gehört, aber passt schon so wie es ist"... :popcorn:
 
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... Was ist eigentlich los in diesem Land ?
Ganz einfach, man hat gemerkt, dass die "soziale" Marktwirtschaft und unser Soziales System auf Dauer nicht mehr bestehen kann.
Was jetzt geschieht, ist erst der Anfang.

Im Übrigen werden immer mehr Hilfsbedürftige in die Kriminalität gedränkt. Man kann es vielen nicht mal verübeln, da es um das nackte Überleben geht.
Aber daran denkt da Oben keiner, denn die Kasperle da Oben sind nicht betroffen davon... die Kümmern sich mehr um ihr Diäten und ihr Vorteile...
 
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Jeder verurteilte Straftäter hat in der Haftanstalt die Wahl, - arbeiten während der Haft oder nicht.
Arbeitet er so kann er sich dadurch mehr leisten, im angeschlossenen Shop einkaufen gehen.

Will er nicht areiten, dann bekommt/ behält er trotzdem seine warme Zelle, seinen Ausgang und seine 3-4 Mahlzeiten pro Tag. Er wird demnach also nicht raus in die Kälte geschickt = Verlust der Unterkunft und er wird auch nicht dem schleichenden Hungertod ausgesetzt. Desweiteren erhält er auch trotzdem weiterhin medizinische Betreuung.

Nun frage ich mich weshalb ungewollt arbeitslos gewordene Bürger, welche keinerlei Straftaten begangen haben, immer noch um Längen schlechter gestellt werden als verurteilte Straftäter.
Letzteren sichert man bedingungslos das volle und gesamt Existenzminimum auch dann zu wenn sie nicht arbeiten wollen.

Wer will aber nix findet, der muß sich im SGB sogar noch die Unversehrtheit seiner Wohnung ggf. einklagen, wird bis auf Null sanktioniert / erzogen mit allen daraus resultierenden, auch gesundheitlichen, Konsequenzen.


Was ist eigentlich los in diesem Land ?
Das ist Falsch was Du erzählst.Gefangende in Haftanstalten sind zur Arbeit VERPFLICHTET!!!
Wer sich trotzdem weigert bekommt erhebliche Nachteile wie z.B. eine vorzeitige Haftverschonung auf Bewehrung ist aussichtslos
 

Kleeblatt

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:icon_party: na, der galoppierende Raubtierkapitalismus...endgültig losgelassen von einem SPD-Kanzler.:icon_party:
DAS bezeichnete die werte Frau Kanzlerin als
"marktkonforme Demokratie".

Das es eigentlich andersherum lauten muß, - "demokratische und soziale Marktwirtschaft" hat dieser Frau im Osten niemals jemand erklärt und das will sie auch nicht wissen.

Hatten wir schließlich bereits, aber das wissen nur noch "die Älteren".
Die Jungen werden in dieser "marktkonformen Demokratie" groß und wissen schlichtweg nicht wie es "früher" mal gewesen war, - zum Nutzen Aller, - ohne das dabei die Firmen massenhaft pleite gingen, die inzwischen hohen Arbeitslosenzahlen geschönt / bereinigt wurden und z.B. "Arbeitsämter" noch mit gut ausgebildetem fachpersonal bestückt waren, die sich wirklich einzig und alleine um Aus- und Weiterbildung sorgten und für die Betroffenen ständig auf der Suche nach gut bezahlten Vollzeitstellen waren.
Das war damals wesentlich leichter als heute, - aber wenn angeblich heute die "Wirtschaft in D brummt" verstehe ich nicht weshalb dann nicht Jeder, der es möchte, sofort eine gut bezahlte Anstellung in seinem Beruf findet.

Abgesehen davon das man nach spätestens 2 Jahren selbst dann keinen Beruf mehr offiziell hat, wenn man sogar jahrzehntelang in jenem arbeitete. Man wird pauschal dann als "ungelernt" geführt.

Sehr lustig wenn man bedenkt das mein Führerschein mein ganzes Leben lang gilt, - ob ich nun durchgängig Auto fahre oder nicht.
Sehr witzig wenn mein Abiturabschluß mein ganzes Leben lang gültig ist und ich jederzeit damit neu studieren könnte.

Aber nein, - ungelernt ist gewollt.
Für die Statistik als Ausrede für "können wir nicht vermitteln" und für die Wirtschaft als " toll ausgebildeter Fachkraft aber zum Witzlohn, - weil offiziell ohne Ausbildung".

Das was hier in D seit Jahren abgeht ist eine ausgemachte Sauerei an jedem Bürger = einem Teil des Souveräns.
 
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Das ist Falsch was Du erzählst.Gefangende in Haftanstalten sind zur Arbeit VERPFLICHTET!!!
Wer sich trotzdem weigert bekommt erhebliche Nachteile wie z.B. eine vorzeitige Haftverschonung auf Bewehrung ist aussichtslos
Das mag schon sein, aber seine Mahlzeit, dass Bett und Krankenversorgung werden ihm nicht gestrichen. Der rest ist "Luxus"...
Er hat alles in allem immer noch ein menschenwürdiges Daseinsrecht, was vielen Sanktionierten Hilfsbedürftigen in der Freiheit verwehrt wird.
 

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Das ist Falsch was Du erzählst.Gefangende in Haftanstalten sind zur Arbeit VERPFLICHTET!!!
Wer sich trotzdem weigert bekommt erhebliche Nachteile wie z.B. eine vorzeitige Haftverschonung auf Bewehrung ist aussichtslos
Nicht in allen deutschen Haftanstalten wird gearbeitet.
Und nicht alle Haftanstalten haben ausreichend Aufträge um alle Häftlinge damit "beglücken" zu können.

Schlichtweg weil selbst deren Stundenlohn, der ihnen dafür gesetzlich zusteht, oftmals für die Auftraggeber zu hoch ist und diese billiger entweder durch 1- € - Jobber gemacht werden oder gleich in Asien.

Die Haftanstalten haben heftige Probleme seit Jahren überhaupt noch Aufträge zu erhalten. Da gilt es in vielen Haftanstalten bereits als "Privileg" eine Arbeit zu bekommen.

Und diejenigen Häftlinge, die keine Arbeit bekommen können oder wollen, die erhalten trotzdem alle ihr Existenzminimum.
 

götzb

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Die die auf Sanktionen bestehen bedenken nicht:

das Sanktionen effektiv teurer sind
die Disziplinierung eher kontraproduktiv wirkt, etwa weil man sich durch Sabotage bei Ausbeutern wehrt, oder es zu Gewalttätigkeiten gegen JC Mitarbeiter kommt.

Ohne Sanktionen gäbe es heute mindestens eine Tote und eine schwer verletzte Mitarbeiterin im JC weniger.

sorgen dafür das Firmen *die guten* nicht mehr Offerten in die Stellenbörse stellen, da diese befürchten müssen, das sich jemand nur dort bewirbt, weil er sein Soll an Bewerbungen erfüllen muss.
Auch der Umstand der Verwaltungskosten der Jobcenter die sich erhöhen, hat indirekt was mit Sanktionsdruck zu tun
Auch das Argument, das ein Beitrags und Steuerzahler erwarten kann, das der Arbeitslose bestraft wird, wenn er nicht alles tut, was ihm aufgetragen wird, zieht nicht,
denn alle Kontrolle und Maßnahmen kosten dem Steuer und Beitragszahler auch viel zusätzliches Geld
Indirekt befördert-erhöht es auch die Angebotssituation im Billigsektor, was Löhne sinken lässt, und so indirekt auch schädlich für den normalen Malocher ist.

@Politiker; leben oft in einer anderen Realität, abgehobenen Scheinwelt, wie man ihr auch am P Ausschuss sieht.

@welt Kommentare
Werden wenn sie dem Freischalter Mod nicht gefallen, erst gar nicht freigeschaltet; es kann aber auch sein, das Links gesetzt wurden, und diese sind dort nicht erlaubt.
 

Paolo_Pinkel

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Das ist Falsch was Du erzählst.Gefangende in Haftanstalten sind zur Arbeit VERPFLICHTET!!!
Wer sich trotzdem weigert bekommt erhebliche Nachteile wie z.B. eine vorzeitige Haftverschonung auf Bewehrung ist aussichtslos
WOW. Das ist ja im Vergleich zum Hungertod und der staatl. legitimierten Obdachlosigkeit ja ein sehr schweres Schicksal:icon_party:
 
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WOW. Das ist ja im Vergleich zum Hungertod und der staatl. legitimierten Obdachlosigkeit ja ein sehr schweres Schicksal
Eben genau das ist der Grund warum man schon fast zur Kriminalität verleitet wird.
Die Folgen sind ja nicht mal ein hartes Los, wenn man eh schon am untersten Level angekommen ist..
 

Paolo_Pinkel

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Die die auf Sanktionen bestehen bedenken nicht:

das Sanktionen effektiv teurer sind
Das zeigt sich ja auch an so Meldungen wie, dass Eingliederungsmittel zum Erhalt dieses lächerlichen Kontrollapparats umgeschichtet werden müssen. Übersetzt: Der Wirkungsgrad lässt eigentlich keine Fortführung zu, wenn man es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. Letzteres wird diesem System auch das Genick brechen. Davon bin ich überzeugt.
die Disziplinierung eher kontraproduktiv wirkt, etwa weil man sich durch Sabotage bei Ausbeutern wehrt, oder es zu Gewalttätigkeiten gegen JC Mitarbeiter kommt.

Ohne Sanktionen gäbe es heute mindestens eine Tote und eine schwer verletzte Mitarbeiterin im JC weniger.
Falsch. Es sind 2 Tote. Offiziell! Einmal Frau Schwundeck und einmal die JC-Mitarbeiter aus Neuss. Es sind aber weitaus mehr.
==> H4: Eine Liste von Leichen - Quergedacht! v 2.0

Aus Sicht des JC/BA war es pures Glück, dass die Leuten ihre Aggression gegen sich selbst gerichtet haben und nicht gegen den Aggressor. Deshalb macht man sich auch jetzt schon Gedanken, wie man den Schutz der Schreibtischtäter verbessern kann. Gleichwohl dies ein lächerliches Unterfangen ist, weil irgendwann Dienstschluss ist und man raus in die Realität muss. Dort endet dann auch der vorgegaukelte Schutz der BA.

Auch das Argument, das ein Beitrags und Steuerzahler erwarten kann, das der Arbeitslose bestraft wird, wenn er nicht alles tut, was ihm aufgetragen wird, zieht nicht,
denn alle Kontrolle und Maßnahmen kosten dem Steuer und Beitragszahler auch viel zusätzliches Geld
Wenn man danach gegen müsste, dann säßen Wowereit (BER), Beck (Nürburgring) und Mappus (S21) jetzt für 1000000000000000000 Jahre im Knast. Der Schaden, den diese Deppen straffrei dem immer gern zitierten Steuerzahler kalt lächelnd zufügen durften, ist ungleich höher.
 
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Gast
Ich frag mich auch was eine Sanktion bringen soll. Damit stelle ich jeden so platt an die Wand, das er absolut unbeweglich wird und ist. Jemand der sanktioniert ist zappelt, der hat keinen Nerv mehr für irgend was anderes was JC vielleicht so gerne hätte.

Eine jede Sanktion ist ein Tiefschlag und wirft die meisten endgültig aus einem noch einigermaßen funktionierenden Alltag heraus.
 

Kleeblatt

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In einem anderen Tröt wird über die neueudings von immer mehr JC verlangten "Begründungen" der Bedürftigkleit bei Erstantragstellung gesprochen.
Da heißt es wohl u.a. das die Antragsteller begründen sollen weshalb sie nicht "auf andere Art und Weise ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können", so der Leiter des einen JC.

Na, ich würde sagen das ginge doch locker auf "andere Art und Weise", nur das da das Strafrecht irgendwie noch hinderlich ist.
Strafrecht könnte man ja für solche Antragsteller aufheben, dann erleben wir doch mal wie man sich auch "auf andere Art und Weise" den eigenen Lebensunterhalt sichern kann .... :biggrin:
 
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:biggrin: Wie haben sie ihre Lebenskosten in den letzten Monate bestritten?

Mit Banküberfällen, Hütchenspielen und alte Omas beklauen...
Jetzt ist das Geld weg und ich bin hilfsbedürftig... IRONIE :popcorn:
 

edelweiß

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:biggrin: Wie haben sie ihre Lebenskosten in den letzten Monate gesichert?

Mit Banküberfällen, Hütchenspielen und alte Omas beklauen...
Jetzt ist das Geld weg und ich bin hilfsbedürftig... IRONIE :popcorn:
*die Ironie weiterführend

aber Vorsicht,der SB könnte schlau sein:

...oh, dann sind Sie qualifiziert und quasi "vom Fach"..??!
unsere Personalabteilung ist zwei Türen weiter...

:wink:
 

Kleeblatt

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*die Ironie weiterführend

aber Vorsicht,der SB könnte schlau sein:

...oh, dann sind Sie qualifiziert und quasi "vom Fach"..??!
unsere Personalabteilung ist zwei Türen weiter...

:wink:
Nee, wird wegen massiver "Überqualifizierung" abgelehnt.
Könnte ja mehr "einbringen" als die restlichen Handlanger in der Truppe.
Geht doch gar nicht. :icon_mrgreen:
 
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Würde ich natürlich dankbar ablehnen... :popcorn:
Ist mir einfach zu stressig...

Aber mein Antrag würde abgelehnt werden, da ich ja mit meiner Kriminellen Energie weiter machen könnte und meine Existenz dadurch finanzieren kann..

Gibt ja schließlich genug Möglichkeiten..
Die ich mir dann gerne näher vom JC erläutern lassen würde...:icon_mrgreen:

IRONIE OFF...
 

HartzVerdient

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Eine jede Sanktion ist ein Tiefschlag und wirft die meisten endgültig aus einem noch einigermaßen funktionierenden Alltag heraus.
Ich kann deine Aussagen voll und ganz unterstreichen. Der Eintritt einer möglichen Sanktion ist auch der Grund, warum ich weiterhin, während meines Bezugs von ALG2, bei meinen Eltern wohne. Ein untragbarer Zustand beider Parteien. Man hängt auf beengtem Raum aufeinander und geht unterschiedlichen Interessen und Ansichten nach. Das Ganze gefolgt und gepaart mit Stress und verbalen Auseinandersetungen.

Würde es keine Sanktionen geben, so hätte ich mir eine neue Wohnung in einer größeren Stadt gesucht, mein Leben wieder in meine eigene Hände genommen und mir einen Plan gemacht, wie ich wieder an Arbeit käme. Momentan bin ich in einem Kreislauf gefangen der spiralförmig nach unten geht.

Ich wohne bei den Eltern in einem Ort wo es keine bis kaum Arbeit für meinen Industriezweig im Umkreis von 60-70km gibt. Habe auf der einen Seite das Jobcenter im Nacken, auf der anderen Seite stigmatisierte Ansichten meiner Eltern im Nacken und komme nicht wirklich voran.

Plan war eine Selbstständigkeit. Diese ist natürlich mit Arbeit verbunden (Lernphasen, Planungsphasen, Umsetzungsphasen usw.). Lernen benötigt eine gewisse Ruhe und Entgegenkommen der Mitglieder der Famile. Alles nicht gegeben, da kein Verständnis von Lernen und Anforderungen an das Lernen besteht. Stattdessen wird die Tür aus heiterem Himmel aufgerissen und eine Standpauke gehalten, warum man denn nicht arbeitet.

Spirale zieht nach unten.

Die Angst sich zu verschulden oder gar die Miete und auch sonstige Verbindlichkeiten nicht begleichen zu können, sitzt wie der Teufel im Nacken.
 
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Die Angst sich zu verschulden oder gar die Miete und auch sonstige Verbindlichkeiten nicht begleichen zu können, sitzt wie der Teufel im Nacken.
Deine Situation kenne ich nur zu gut...
Viele Bewerbungen und keine Chance...
Dann kurz vor Hartz 4 das Experiment Selbstständigkeit mit minimalen Mitteln...
Das ging natürlich auf Dauer nicht gut...
 

Kleeblatt

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Na, wer eine solche Familie hat der braucht weder noch zusätzlich eigene Feinde, das JC u.ä.
Bist du noch unter 25 ?
Sieh bloß zu das du dort verschwindest damit dir diese "Familie" nicht noch zusätzlich länger auf den Nerven herumrutscht.
Am besten so weit weg wie nur möglich von denen.

Aber deinen KDU-Teil stecken sie dann gerne ein, oder ? Dagegen haben sie dann nichts ?

Mal ehrlich, - ich würde niemals im Leben von meinen temporär bedürftigen Sohn, so er es wäre, auch nur einen Cent nehmen.
Was immer der benötigen Würde an Hilfe und Unterstützung würde er von mir erhalten.

Tja, Eltern gibts, ...
Wie gesagt, - sieh bloß zu das du da weg kommst.
 
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Na, wer eine solche Familie hat der braucht weder noch zusätzlich eigene Feinde, das JC u.ä.
Bist du noch unter 25 ?
Sieh bloß zu das du dort verschwindest damit dir diese "Familie" nicht noch zusätzlich länger auf den Nerven herumrutscht.
Am besten so weit weg wie nur möglich von denen.
Der Familie kann man ja nicht einmal einen Vorwurf machen...
Viele aus der "alten" Generation kennen das "neue " System nicht.
Sie hatten entweder nie diese Probleme wie jetzt viele haben,
besitzen meist noch ein unbefristeten Arbeitsvertrag oder sind schon in Rente. Hatten also Glück gehabt.

Für viele ist es praktisch unvorstellbar, dass man unfreiwillig in so eine Situation geraten kann.
 

Kleeblatt

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mrx02xx
Der Familie kann man ja nicht einmal einen Vorwurf machen...
Viele aus der "alten" Generation kennen das "neue " System nicht.
Die lesen keine Zeitungen, die sehen kein TV und die erleben die die Fakten anhand ihres Sohnes ?
Weshalb suchen denn dann die Eltern nicht auch für ihn eine Arbeit bzw. helfen ihm dabei ?
Dann würden sie erleben wie das Leben heute ist.
Man kann die 3 Affen machen, darf allerdings dann dem Sohn keine Vorwürfe machen wenn man die näheren Umstände nicht kennt.
Sie hatten entweder nie diese Probleme wie jetzt viele haben,
besitzen meist noch ein unbefristeten Arbeitsvertrag oder sind schon in Rente. Hatten also Glück gehabt.
Ja Herrgott nochmal.
Ich kenne selbst im privaten Bereich solche Menschen und die wissen komischerweise ALLE was hier "abgeht" im Lande, bemitleiden die heutigen Jungen massiv und versuchen irgendwie zu helfen. Wer das mit über 70 Jahren hinbekommt wird wohl eher nicht die Ausnahme sein.
Eltern können - anstatt dauerhaft zu nörgeln - auch mal ein Gespräch mit dem Sohn führen, sich erklären lassen was los ist, ansonsten mal in den Rechner und in dieses Forum schauen lassen.

Für viele ist es praktisch unvorstellbar, dass man unfreiwillig in so eine Situation geraten kann.
Sorry, da mußt du aber von den bereits Scheintoten auf dem Land in einem abgeschiedenen Dorf sprechen.
Soweit ich das überblicken kann weiß inzwischen die Mehrheit mehr oder weniger genau was es heißt - auch als selbst nicht Betroffener - arbeitsuchend zu sein in diesem Land.
Es gibt dafür keine Entschuldigung, keine. Außer grenzdebiler Blödheit und / oder Analphabeten.
Sorry, bin gelegentlich etwas direkt.
 

HartzVerdient

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Viele aus der "alten" Generation kennen das "neue " System nicht.
Genau so ist es. Meine Eltern kamen als Gastarbeiter aus einfachen Verhältnissen Ende der 60'er in die BRD. Mutter Griechenland, Vater Türkei. Die Bildung entspricht den schulischen Anforderungen des jeweiligen Landes zur jeweiligen Zeit (Anders ausgedrückt: Nicht vorhanden).

Eltern können - anstatt dauerhaft zu nörgeln - auch mal ein Gespräch mit dem Sohn führen, sich erklären lassen was los ist, ansonsten mal in den Rechner und in dieses Forum schauen lassen.
Das tun wir bereits. Zu der obigen Frage meines Alters. Ich werde nächten Monat 41 Jahre alt und bin auf Grund meiner anbahnenden Erwerbslosigkeit wieder zu den Eltern gezogen. Meine Wohnung hatte ich gekündigt und die Möbel einlagern lassen. Die Wohnung hätte ich auf Grund der Größe eh nicht länger halten dürfen.

Die Wohnsituation bei den Eltern war daher geschuldet, dass dies temporär für einige wenige Monate sein sollte und ich somit eine Basis für weitere Stellensuche nehmen konnte. Möbel waren eingelagert und ich konnte, sobald ich was fand, sofort dort hinziehen und die Möbel nachschicken lassen.

Nach gut 400 Bewerbungen und zahlreichen Vorstellungsgesprächen und den üblichen blah blah gibt man jedoch auf.

Ich schätze meine Eltern jetzt nicht als "Stressmacher" ein, sondern eher als Menschen, die, wie mrx02xx richtig wiedergab, als Menschen ein, die aus einer anderen Generation kamen und das heutige System einfach nicht erfassen können. Die Standpauken sehe ich eher als eine Art "Hoffnungslosigkeit" an, als einer Lösung.

Sprich: HartzIV macht nicht nur den Betroffenen kirre, sondern auch den unmittelbaren Angehörigen wie Eltern und Geschwister. Die Auswirkungen sind demnach weitreichender. Mir wäre es auch lieber, eine eigene Wohnung zu beziehen. Nur sind die hier benannten Sanktionsmöglichkeiten einfach ein Risiko und ich möchte mich ungern angreifbar machen. Sanktionen, welche durch die jeweilige Laune eines nicht Justizbevolmächtigten Quereinsteigers des Jobcenters, ausgesprochen werden könnte. Da gibt es genug von. Du sitzt täglich in deinem dir zugewiesenen Zimmer und denkst dir Wege aus der Unmöglichkeit aus.

Außer grenzdebiler Blödheit und / oder Analphabeten.
Treffer!
 
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@Kleeblatt: ich glaube, wir können uns hier kein Urteil erlauben, da wir die Umstände nicht kennen.

Verständlich wären Sätze wie: "Such Dir Arbeit!", wenn sich ein erwachsenes Kind z.B. wieder bei den Eltern einquartiert und Mama kocht und putzt und wäscht und bügelt. Da kann man als Mutter dann schon mal ausrasten und sowas sagen. Wir wissen doch gar nicht, warum die Eltern so reagieren.
 

Vincet

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Aber auch mal Richtung Arbeitgeber fragen: was wollt ihr eigentlich?
Motivierte Arbeitnehmer, die Spaß an der Arbeit haben, oder zum Job gezwungene Löhner, die mit purer Unlust das ganze Arbeitsklima versauen?
Wer macht weniger Fehler? Derjenige, der Freude an der Arbeit hat, oder derjenige, der zur Arbeit gezwungen wurde?
Wen würde man einstellen? Denjenigen, der freiwillig diesen Job will, oder denjenigen, der unter Androhung von Sanktionen verpflichtet ist sich um diesen Job zu kümmern?
Aber wie bekommt man glückliche Arbeitnehmer? Etwa indem man 5 Euro die Stunde bezahlt? Man ist glücklich, wenn man gut bezahlt wird, ein gutes Arbeitsklima und gute Kollegen hat, sich auf die Arbeit freut. Wie will man das denn bei Leuten hinbekommen, die zur Arbeit gezwungen wurden?

Zu den Jobcentern:
Sagen wir mal, jemand wird gezwungen einen Job anzunehmen (sonst drohen Sanktionen). Der kriegt den Job ist aber total unmotiviert und hat auch keine wirkliche Freude an der Arbeit. Vielleicht kommt dann noch ein miesmutiger Chef hinzu, Kollegen, mit denen man nicht auskommt, etc. Jetzt macht man natürlich recht viele Fehler; mehr als der Durchschnitt. Kein Wunder. Irgendwann hat der Arbeitgeber die Faxen Dicke und feuert diesen Kerl. Was macht denn dann das Jobcenter? Die sehen dann natürlich die Schuld bei dem wieder Arbeitslosen und bestrafen ihn mittels Sanktionen, denn er ist ja Schuld an dem Verlust der Arbeit.
Mal ganz ernsthaft: Was will das Jobcenter damit erreichen? Was wollen die Politiker erreichen? Wollen sie mittels Sanktionen einen fröhlichen, topmotivierten Arbeitnehmer schaffen? Das ist doch nicht deren ernst! Haben die eigentlich keine Kinder? Wie erziehen die ihre Kinder? Etwa auch so? Mittels Strafen fröhliche Kinder schaffen?

Ich lebe hier in einer irren Welt! Sanktionen gegen Arbeitslose. Und das einzige, was diese Damen und Herren bei der Krim-Krise kennen, sind auch nur Sanktionen. Bestrafen auf Teufel komm raus. Viele Arbeitslose lassen es zu. Ich bin echt gespannt, ob sie mit diesem Mittel bei den Russen erfolg haben. Ich zweifle daran.
 

Kleeblatt

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@Kleeblatt: ich glaube, wir können uns hier kein Urteil erlauben, da wir die Umstände nicht kennen.

Verständlich wären Sätze wie: "Such Dir Arbeit!", wenn sich ein erwachsenes Kind z.B. wieder bei den Eltern einquartiert und Mama kocht und putzt und wäscht und bügelt. Da kann man als Mutter dann schon mal ausrasten und sowas sagen. Wir wissen doch gar nicht, warum die Eltern so reagieren.
Nach dem letzten Post von ihm glaube ich zu erahnen woran das liegt.
Zudem spreche ich ja keinen Eltern die innerliche Verzweiflung ab, wenn das geliebte Kind ohne jede ersichtliche Perspektive arbeitslos dasitzt, sich dauernd bemüht aber immer gegen "Wände" rennt.

Das Eltern dann verzweifeln ist zugestanden, aber dann sind extra Vorhaltungen noch das Tröpfen auf das volle Faß, zudem falsche Nörgelecke und insgesamt völlig kontraproduktiv.

Zeiten ändern sich, oft genug sehr schnell und auch rapide.
Betroffene haben oft genug das Gefühl zu Ertrinken, zu Ersticken. Vor Angst in die Zukunft, vor Scham, aus Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit ...

und DANN diese Menschen auch noch zusätzlich mit Sanktionen zu belegen ist ... ach, da schweige ich doch besser.
 
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Die lesen keine Zeitungen, die sehen kein TV und die erleben die die Fakten anhand ihres Sohnes ?
Weshalb suchen denn dann die Eltern nicht auch für ihn eine Arbeit bzw. helfen ihm dabei ?
Dann würden sie erleben wie das Leben heute ist.
Man kann die 3 Affen machen, darf allerdings dann dem Sohn keine Vorwürfe machen wenn man die näheren Umstände nicht kennt.
Ich sage nur, die Medien stigmatisieren das Image der Hilfsbedürftigen in unserer Bananen GmbH und zwar nicht positiv und wenn etwas zu offensichtlich ist, dann wird es verschwiegen.
Das zeigt auch die öffentlich Meinung derer, die niemals in so eine Situation geraten sind.

Ja Herrgott nochmal.
Ich kenne selbst im privaten Bereich solche Menschen und die wissen komischerweise ALLE was hier "abgeht" im Lande, bemitleiden die heutigen Jungen massiv und versuchen irgendwie zu helfen. Wer das mit über 70 Jahren hinbekommt wird wohl eher nicht die Ausnahme sein.
Ausnahmen gibt es natürlich auch. Das is auch gut so nur leider eine Minderheit.

Sorry, da mußt du aber von den bereits Scheintoten auf dem Land in einem abgeschiedenen Dorf sprechen.
Im Gegenteil.
Es ist für viele einfach unvorstellbar und die Medien suggerieren ja auch, dass die meisten von uns einfach nur bequem und faul wären.

Sorry, bin gelegentlich etwas direkt.
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Aber auch mal Richtung Arbeitgeber fragen: was wollt ihr eigentlich?
Motivierte Arbeitnehmer, die Spaß an der Arbeit haben, oder zum Job gezwungene Löhner, die mit purer Unlust das ganze Arbeitsklima versauen?
da geht es nur um Profit und bei manchen Firmen um sich künstlich am leben zu halten,
damit der Level ihres Wohlstands am leben bleibt.
 

sixthsense

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@kirschbluete

Im Grunde hast Du ja Recht. Aber hinsichtlich der Zahlen - also der Ausgaben - hat sie klug gehandelt. Das wiegt beim System mehr, als Menschenleben und Gesetze.

Eine der wenigen "deutschen Medien", die darüber berichtet haben, nachdem auf einigen "alternativen Seiten" auf diesen Zustand hingewiesen wurde. Sieh dir mal das Datum der Meldung an oder geh bei google auch mal auf die zweite Seite.

Leserkommentare in der SZ:

Respekt liebe SZ dass Sie dann letztlich doch noch darüber berichten. Besser spät als nie.

Respekt! Alle anderen deutschen Leitmedien schweigen das Thema tot und in den Online-Ausgaben (z.B tageschau.de, SPON, Springer Medien,..) werden Kommentare die darauf hinweisen gelöscht. Bisher kann man vor allem bei britischen Massenmedien davon lesen (BBC, daily telegraph, guardian, )
Eben. So etwas kommt erst, wenn alternative Medien darüber berichten.

Deswegen will das System auch unbedingt Zugriff auf das Internet, damit die Wahrheit nicht mehr so schnell ans Tageslicht kommt.

Auch die Löschung harmlosester Kommentare und Hinweise nimmt auf div. Medienseiten verstärkt zu.
 

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[...] Man hängt auf beengtem Raum aufeinander und geht unterschiedlichen Interessen und Ansichten nach. Das Ganze gefolgt und gepaart mit Stress und verbalen Auseinandersetungen.

[...]

Stattdessen wird die Tür aus heiterem Himmel aufgerissen und eine Standpauke gehalten, warum man denn nicht arbeitet.

Spirale zieht nach unten.

[...]
So ähnlich war das auch kurz nach dem Ende meiner Ausbildung als U25 ohne Anspruch auf jegliche Leistungen wie ALG II oder Kindergeld. Keine echte Privatsphäre, stetig verbale Entgleisungen der Gegenseite, während du aber weiter gelassen bleiben musst, um der Gegenseite nicht noch mehr potenziellen Zündstoff zu liefern.

Die Angst sich zu verschulden oder gar die Miete und auch sonstige Verbindlichkeiten nicht begleichen zu können, sitzt wie der Teufel im Nacken.
Oder einem sitzt die Mutter im Nacken und der Vater als Handlanger. Irgendwann (kann schon nach 2-3 Monaten sein) hast du deine Mutter aber so weit, dass es heißt: „Ich ziehe aus, wenn du nicht ausziehst.“

Du entscheidest dich gnädigerweise selbst das Weite zu suchen usw.

Hierauf hin kam bei mir dann noch die Zwangsrekrutierung der BW hinzu und später die Anregung meiner Mutter in Zusammenarbeit mit ihrer Freundin, trotz fehlendem Kontakt, ich würde einen Betreuer benötigen, was ich aber (gegenüber dem Richter & Co.) als unbewiesen abwehren konnte.

[…] Ich werde nächten Monat 41 Jahre alt und bin auf Grund meiner anbahnenden Erwerbslosigkeit wieder zu den Eltern gezogen. Meine Wohnung hatte ich gekündigt und die Möbel einlagern lassen. Die Wohnung hätte ich auf Grund der Größe eh nicht länger halten dürfen.

Die Wohnsituation bei den Eltern war daher geschuldet, dass dies temporär für einige wenige Monate sein sollte und ich somit eine Basis für weitere Stellensuche nehmen konnte. Möbel waren eingelagert und ich konnte, sobald ich was fand, sofort dort hinziehen und die Möbel nachschicken lassen.

[…]
Dann wäre der nächste Schritt jetzt eigentlich, sich - soweit möglich - wieder eine eigene Wohnung zu suchen, wenn dich die Situation zu Hause zu sehr belastet. Fraglich bliebe natürlich wie die Eltern hierauf reagieren könnten, die dich in ihrer Gedankenwelt wohl eher wieder am geregelten Arbeitsplatz, als in einer eigenen Wohnung, sehen wollen.

[…] Mir wäre es auch lieber, eine eigene Wohnung zu beziehen. Nur sind die hier benannten Sanktionsmöglichkeiten einfach ein Risiko und ich möchte mich ungern angreifbar machen. […]
Angreifbar bist du in der Hinsicht in jedem Fall. Daher: Umziehen und kleine Rücklagen bilden, damit du Verwaltungsakte noch - ohne zu große Einschränkungen hinnehmen zu müssen - auf dem Rechtsweg anfechten kannst, anstatt den Launen der Sanktionsbeauftragten schutzlos ausgeliefert zu sein.

Aber auch mal Richtung Arbeitgeber fragen: was wollt ihr eigentlich? […]
Profit?

[...] Haben die eigentlich keine Kinder? [...]
Die Arbeitgeber von morgen.
 
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Wenn dem so wäre, dann verstehe ich einige als Starftatbestände exiistierende Verurteilungen nicht.
Eine Sanktion ist kein Straftatbestand.

So wäre demzufolge auch nicht grundgesetzwidrig:
- Erpressung
- Nötigung
u.ä.
Doch, denn das sind im Strafgesetzbuch geregelte Straftatbestände.

Das verstehe ich jetzt nicht, - meinst du damit das du eine Minderheit bildest wenn du - laut letzter Aussage - der Auffassung bist das Sanktionen GG-widrig sind ?
Ja. Ich bin überzeugt, dass ich als sozial-liberaler Mensch, der Sanktionen ablehnt, damit eine Minderheitenmeinung vertrete und dass die Mehrheit der Menschen in diesem Land der Meinung ist, dass Sanktionen in Ordnung gehen. Meine Meinung ist dabei nicht einfach aus der Luft gegriffen, sondern sie korrespondiert mit zahlreichen sozialwissenschaftlichen Befunden, wonach viele Menschen eben durchaus kein Problem damit haben, wenn Arbeitslose sanktioniert werden.

Ich verweise beispielhaft für eine sehr umfassende Forschung nur auf die Ergebnisse des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld (hier), auf die Untersuchungen von Olaf Behrend (ebenfalls Bielefeld) z.B. hier und die Darlegungen von Dörre et al. der Uni Jena (z.B. hier).

Kurzum lässt sich aber auch ohne jede Kenntnis empirischer Befunde doch logisch wohl eindeutig folgendes festhalte: Wäre eine Mehrheit der wahlberechtigten Menschen in Deutschland gegen Sanktionen, oder wäre das Thema auch nur in irgendeiner Weise bedeutsam für sie, hätte besagte Mehrheit bei der letzten Bundestagswahl 2013 sicher anders abgestimmt. Die Zustimmung für die Politik von CDU/SPD zeigt indes: Sanktionen sind für die Mehrheit vermutlich kein besonderes, zumindest kein abstimmungsrelevantes, Thema.

Das letzte Mal als Menschen ganz einfach nur von Etwas überzeugt gewesen sind, da hatten wir den Österreicher, wir hatten die RAF u.a. "Überzeugte".
Ich habe schlicht darauf hingewiesen, dass ich als Privatmensch und Wissenschaftler eine Meinung habe, aber eben ohne weiteres anerkennen und nachvollziehen kann, dass es gegenteilige Meinungen und Argumente gibt, die meiner Privatmeinung zuwider laufen. Ich muss sie nicht teilen, muss sie aber auch nicht verdammen. Was ist daran bloß so schwer zu verstehen?

Thematisch anderes Beispiel zur Erläuterung: Ich selbst bin Atheist. Ich habe mit der katholischen Kirche nichts am Hut und sehe manche Dinge, die diese Kirche im Laufe der Jahrhunderte vollbracht hat und noch immer propagiert, sehr kritisch. Aber dennoch kann ich doch ohne weiteres wertschätzend anerkennen, dass der Papst ein moralisch integerer und kluger Mensch ist. Ich kann fundamental anderer Meinung sein als er, was ich auch bin, aber dennoch kann ich vieles von dem, was er sagt, nachvollziehen.

Nicht teilen, aber nachvollziehen! Das ist ein Unterschied. Genauso verhält es sich mit der Sozial- und Wirtschaftspolitik. Ich kann, da ich mich viel mit Moral- und Rechtsphilosophie befasst habe, wertschätzend anerkennen, was liberale Denker wie Bentham, Mill, Locke, und später auch von Mises, von Hayek und Friedman so erdacht haben, ich muss mit ihnen aber nicht übereinstimmen und tue das in vielerlei Hinsicht auch nicht.

Was also genau möchtest du mit deiner obigen Aussage erklären ?
Ganz einfach, wie schon geschildert: Ich halte Sanktionen für falsch. Das bedeutet aber in keiner Weise, dass ich mit allen Argumenten, die gegen Sanktionen hier im Forum vorgebracht werden, übereinstimme. Ich kann durchaus auch mit manchem übereinstimmen, was z.B. CDU- und SPD-Politiker sagen, auch wenn ich sie deshalb nicht wähle. Ich halte nichts davon, mich für irgendwas vereinnahmen zu lassen, sondern bin im Denken gerne unabhängig.

Das eine private "Überzeugung" eines oder mehrerer Menschen ausreichend ist um Grundgesetz und Verfassung brechen zu dürfen ?
Das genaue Gegenteil will ich sagen. Ich will verdeutlichen, dass ich es für falsch halte, von sich auf andere zu schließen und die eigene rechtliche/moralische Überzeugung zu verabsolutieren. Ich will deutlich machen, dass es eben verkürzt ist, zu sagen: „Sanktionen sind menschenverachtend.“ Denn das sind sie nicht per se. Es ist, das will ich deutlich machen, lediglich unsere Meinung. Meine und deine. Wir beide empfinden Sanktionen als falsch. Dass sie falsch sind, enspringt aber keiner objektiven Wahrheit oder naturgesetztlichen moralischen Ordnung. Es ist unser sozial konstruiertes Empfinden, das auch anders ablaufen könnte.

Was ich sagen will, ist, dass es auch gute Argumente gibt, die gegen unsere Meinung sprechen, denn nicht alles, was gegen Sanktionen vorgebracht wird, muss man per se als Indiz für Menschenverachtung ansehen. Nur weil irgendein linker Politiker oder Richter sagt, dass Sanktionen menschenverachtend seien, heißt das nicht, dass sie es sind. Es ist verständlich, dass unsere Meinung a la "Sanktionen sind verfassungswidrig" hier im Forum und in linken Kreisen gerne aufgegriffen wird und dass sie hier breite Zustimmung findet. Man muss aber eben auch die Gegenargumente zur Kenntnis nehmen.

Für Sanktionen lassen sich z.B. folgende Argumente vorbringen: Es obliegt der Eigenverantwortung eines jeden Menschen, der Sozialleistungen erhält, dafür eine Gegenleistung zu erbringen! Das schuldet er der Gesellschaft, die ihn über Steuern finanziert. Tut er das nicht, ist seine Leistung zu kürzen, weil es der Gesellschaft nicht aufgebürdet werden darf, jemanden "durchzufüttern", der gar keine Anzeichen macht, an seiner Situation eigenverantwortlich dur Arbeitsaufnahme etwas zu verändern.

Für Sanktionen spricht z.B. auch, dass sie, so deren Befürworter, den Wert von Arbeit hochhalten. Sanktionen fungieren als Drohkulisse und verdeutlichen: Arbeit ist das zentrale Maß aller Dinge im Leben. Sie sagen implizit: Wer arbeitslos wird, hat alles zu tun, um ja schnellstmöglich wieder in Arbeit zu kommen. Man muss diese Argumente nicht teilen. Ich teile sie jedenfalls nicht! Aber man muss zur Kenntnis nehmen, dass es sie gibt und dass man sie nicht einfach mit einem Spruch wie "So ein Quatsch" oder "Das sind doch Idioten, die so denken" vom Tisch wischen kann. Wir mögen diese Argumente als nicht zutreffend empfinden, aber sie sind nicht weniger moralisch legitim als unsere eigenen!

Ob Sanktionen gut oder schlecht sind, ist und bleibt ein subjektives Werturteil. Fest steht aber auch, dass Sanktionen nach momentanem rechtlichen Stand der Dinge als moralisch legitimiert und grundgesetzkonform gelten, ob uns das nun passt oder nicht!

Woher weißt du das dies die "Mehrheitsmeinung" ist und WIE genau sind - sofern diese Aussage den Tatsachen entsprechen SOLLTE ( was ich nach meiner Erfahrung nicht unterstütze) - diese "Meinungen" entstanden ? WER hat diese "Umfragen" gemacht und WIE war dazu die Fragestellung ?
Die letzte diesbezügliche „Umfrage“ nannte sich offiziell Wahl zum 18. Deutschen Bundestag. Sie fand statt am 22. September 2013. „Gemacht“ wurde diese Umfrage kurzgesagt durch den deutschen Staat, organisatorisch vorbereitet durch den Bundesminister des Inneren, nachdem der Bundespräsident den Wahltag festgelegt hatte. Heraus kam - bei einer Wahlbeteiligung von 71,5% -, dass 77% der Wähler entschieden, dass sie gerne von Parteien repräsentiert werden möchten, die sich für den Fortbestand der Sanktionspraxis aussprechen (CDU, SPD, FDP, AfD, kleinere Parteien).

Wie die Meinung im Einzelnen entstanden ist, kann ich nicht sagen. Da müsste man die Expertise einen Politikwissenschaftlers heranziehen. Ich vermutet indes, dass im Ergebnis ein Konglomerat unterschiedlicher Wirkfaktoren wie Sozialisation, Abstiegs-, Überfremdungs- und Kostenexplosionsängste, berufliches Interesse, mediale Beeinflussung, Routine, moralische Überzeugung, aber auch Gleichgültigkeit, dafür den Ausschlag gaben.

Ja bitte, dann gib mir wenigstens EINEN einzigen "guten" Grund als Begründung dafür.
Habe ich oben bereits getan: Der Würdebegriff ist kontingent. Was Menschenwürde ausmacht, steht nicht objektiv fest, sonder wird sozialhistorisch ständig neu ausgehandelt. Ganz so wie im Falle der Sanktionspraxis. Derzeit gilt sie in der jetzt praktizierten Form als sozialstaatskonform. Es kann freilich gut sein, dass sich das ändert. Es kann in die eine Richtung gehen (Sanktionen werden abgeschafft), es kann aber genauso in die andere Richtung laufen (Sanktionen werden verschärft). Es kann ebenfalls so kommen, dass sich die Fragen z.B. in 50 Jahren gar nicht mehr stellt, weil es dann vielleicht gar keinen Sozialstaat mehr gibt.

Bitte dann tue dies hier mal. Erkläre uns weshalb du es "nachvollziehen" kannst.
Siehe oben. Weil ich die sozialphilosophische Denkrichtung kenne, dergemäß nur der schaffende Mensch ein moralischer Mensch ist. Es ist diesem Denken nach folgerichtig, dass man Menschen - auch durch Sanktionen - dahin bringt, bloß schaffen zu gehen. Denn was zählt, ist Arbeit. Arbeit über alles, erst durch irdisches Tun versichert man sich der Gottgefälligkeit. Es ist also hochgradig moralisch, alles zu tun, damit alle möglichst viel und lange arbeiten. Max Weber hat das in seinem epochalen Grundlagenweg Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus dezidiert herausgearbeitet.

Wir beide wissen sehr genau das man ALLES was Menschen in dieser Welt tun stets und immer irgendwie auch "begründen" kann. Ich bezeichne das als "Ausreden suchen und finden".
Ich nennen das Zurkenntnisnahme der Tatsache, dass immer und überall divergente Interessen existieren und dass Wahrheit in politischen Belangen eine Frage des Standpunktes ist. Über alles kann debattiert werden, über alles kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Was genau ist die finale Konsequenz der Nichtweiterbewilligung einer zum Überleben gedachten und als Existenzminimum deklarierten Leistung ? - welche laut BVerfG stets zu sichern ist ?
Das lässt sich nicht sagen, denn der Mensch ist eben keine triviale Maschine, bei der mechanistisch-kausale Wenn/Dann-Aussagen greifen. Manche, die kein Geld erhalten, reagieren lethargisch, andere suchen sich einen Job, wieder andere pumpen die Verwandschaft um Geld an oder gehen klauen. Noch andere werden psychisch krank oder aggressiv. Sagen lässt sich aber sehr wohl, dass Sanktionen im jetzigen System absolut notwendig sind. Denn wenn man Arbeit über alles stellt, muss es ein Instrumentarium geben, mit Leuten zu verfahren, die sich in dieses System nicht einfügen wollen, und das sind Sanktionen.

Auch deshalb streuben sich ganz viele Politiker mit Sicherheit gegen die Aufhebung. Damit einher ginge ein massiver Einbruch, wenn nicht gar Wegbruch, des Niedriglohnsektors. Ich würde es begrüßen, wenn dieser wegfällt, aber ich kann eben auch das Gegenargument nachvollziehen (aber wie gesagt: nicht teilen), das da lauten: Sozial ist, was Arbeit schafft.

Wunderschön niedergeschrieben und wären hier nicht Betroffene und deren Unterstützer versammelt, sondern das Stammtischpersonal, dann würdest du mit dieser Erläuterung alle Anwesenden dazu bringen den Sanktionen weiterhin zuzustimmen,
Hoffentlich nicht. Warum sollte ich wollen, dass Menschen Sanktionen zustimmen? Ich will Sanktionen abschaffen, von daher wäre das doch sehr widersprüchlich und nicht zielführend. Was ich will, ist folgendes: Ich will, dass Menschen sich umfassend Gedanken über die Thematik machen, dass sie also sowohl die Pro- wie die Contra-Argumente kennen. Denn nur dann kann man souverän auftreten und argumentieren.

Um das tun zu können, ist es aber nötig, auch die Pro-Sanktions-Argumente durchzudeklinieren und nicht so zu tun, als gäbe es gar keine. Wer sich überzeugend mit der Gegenseite anlegen will, muss mehr können als laut "Skandal" schreien, der muss die Argumente der anderen argumentativ aufgreifen. Und das setzt voraus, diese Argumente erst einmal verstanden zu haben.

- so Marke "ist ja Alles nicht so schlimm, die haben ja noch diese Gutscheine, also was wollen die".
Dieses Argument muss man aufgreifen, ja! Man muss dann darlegen, was das Problematische an diesen Gutscheinen ist (Diskriminierung, Stigmatisierung, Einschränkung der Wahlfreiheit, Widersprüchlichkeit vor dem Hintergrund, dass ja u.a. ein wirtschaftlicher Umgang mit Geld gar nicht erlernt werden kann, wenn man keines in die Hand bekommt, etc.)

festzustellen ist und beibt: - Lebensmittelgutscheine sind kein offizielles Zahlungsmittel und selbst in Großstädten wie Berlin kenne ich kein einziges Geschäft in meiner näheren Umgebung) wo Irgendjemand damit "bezahlen" kann und darf. Werden dem Betroffenen dann wenigstens dazu Listen der Geschäfte ausgehändigt in denen er damit "bezahlen" kann ? - mit Lebensmittelgutscheinen kann man weder Briefmarken, noch Strom, noch Fahrten, auch nicht die Miete oder gar Putz-, Reinigungs-, Pflegemittel sowie Zuzahlungen zu Medis bezahlen. Von Fahrten zum JC, zu Bewerbungsgesprächen und dem Erstellen von Bewerbungsmappen mal abgesehen. Ohne "Moos" nix los, aber immerhin kann man dann gleich nochmal oder länger sanktionieren, - selber schuld wenn die ohne Geld zu keinem Termin fahren können oder sich bewerben oder zu Maßnahmen antraben. Nennt sich "Endlosschleife".
Exakt deshalb sollte man sich dafür einsetzen, dass das Gutscheinsystem abgeschafft wird. Man muss aber eben die Gegenargumente kennen, die z.B. lauten können: Diese Gutscheine werden deshalb ausgegeben, gerade weil man einen abschreckenden Effekt will. Oder: Die werden doch nur an diejenigen ausgegeben, die nicht mit Geld umgehen können. Oder: Wir geben max. an 5% der "Kunden" Gutscheine aus.

Erstens ist das eine Ermessensregel, - Willkommen in D.
Ermessen kommt nur bei Gutscheinen nach § 31a ins Spiel, wenn kein Kind im Haushalt lebt. Bei den Gutscheinen auf Darlehensbasis nach § 24 SGB II gibt es kein Ermessen, das ist eine Muss-Leistung, wenn der Bedarf unabweisbar ist, z.B. weil kein Essen mehr im Haus ist. Eben diese Feinheiten sollte man kennen, wenn man gegen Gutscheine argumentiert.

Außerdem sind erwachsene Menschen nicht den Mitarbeitern des JC "zur Erziehung überlassen" sondern zur Gerwährung von gesetzlich verbrieften Leistungen und zugleich dem Anspruch auf Aus- und Weiterbildung, letztendlich zur Hilfe bei der Suche nach einem sozialversicherungspflichtigen Job mit einer Bezahlung der den Steuerzahler letztendlich entlastet, - und zwar den bisherigen Leistungsempfänger von Leistungen völlig unabhängig macht. DAS sind die Aufgaben der SB und Co., NICHT die "Erziehung zum devoten Wohlverhalten erwachsenen Bürger".
Sehe ich genauso. Das SGB II sieht es aber nicht so. Und die Bundesregierung auch nicht. Siehe die oben bereits verlinkte Studie von Dörre et al. Siehe auch die Anhörung des Petitionsausschusses zu diesem Thema.

Mache dann bitte einen Vorschlag - der praktikabel ist - was genau "man" sonst und wie machen sollte.
Habe ich doch schon. Man sollte offensiv gegen Sanktionen vorgehen, aber eben nicht mit platten Totschlagargumenten und Skandalisierungen a la "Hartz IV tötet", sondern man sollte sachlich und differenziert zu überzeugen versuchen. Dabei ist es geboten, anzuerkennen, dass es sich auch bei CDU-, SPD- und was auch immer für Politikern nicht um kaltherzige Monster handelt, die Sanktionen deshalb befürworten, weil sie so schrecklich böse und korrupt sind, sondern vielleicht auch deshalb, weil sie wirklich überzeugt sind, dass Sanktionen richtig sind. Menschen, die von der Richtigkeit ihres Denkens überzeugt sind, erreicht man nur, wenn man sich auf deren Denken einlässt.

@ Kleeblatt:icon_klatsch::icon_daumen: Gute Replik auf dieses widersprüchliche Posting (Man ist dafür und dagegen:icon_mad:). Klar, das sowas im JC mtätig war.
Bitte lege mir dar, was an meinen Ausführungen widersprüchlich ist, wenn ich hier a) sage, was ich persönliche empfinde und für richtig halte, aber ebenso b) darlege, dass ich die Argumente der Gegenseite nachvollziehen kann. Das, was du Widerspruch nennest, nenn ich thematische Reflexion. Die ist geboten insofern, als man ein Gegenargument nur de-konstruieren kann, wenn man das Konstrukt zuvor verstanden hat.

Und man kann auf demokratischem Wege mehrheitsfähige, tragbare Veränderung nur dann erreichen, wenn man anerkennt, dass der politische Gegner schlicht jemand ist, der eine andere Meinung vertritt, die man nicht teilen, aber, so sie demokratisch legitim ist, achten muss. Da ich in der Sozial- und Bildungspolitik tätig bin, sehe ich meine Aufgabe darin, darauf hinzuweisen.

Ebenfalls möchte ich anmerken, dass Sachlichkeit in der sozialpolitischen Debatte schon deshalb geboten ist, weil Extremisten und Verfassungsfeinde, die mit linken Terrorgruppen sympathisieren und Hartz IV für die sozialpolitische Endlösung der Arbeitslosenfrage halten, dem Kampf gegen Sanktionen meiner Überzeugung nach eher schaden, da gemäßigte Menschen durch sie verschreckt werden können. Es steht zu befürchten, dass, wer eine AK-47 vor rotem Stern als Benutzerbild wählt und suggeriert, das Hartz IV töte, dem Kampf dagegen einen Bärendienst erweist.
 

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Es kann ebenfalls so kommen, dass sich die Fragen z.B. in 50 Jahren gar nicht mehr stellt, weil es dann vielleicht gar keinen Sozialstaat mehr gibt.




Sehe ich genauso. Das SGB II sieht es aber nicht so. Und die Bundesregierung auch nicht. Siehe die oben bereits verlinkte Studie von Dörre et al. Siehe auch die Anhörung des Petitionsausschusses zu diesem Thema.

Unter Verweis auf o.a. Teilauszüge kann man (doch sehr realtitätsnah) ableiten, dass das SGB II nicht so "kommod" bleiben wird, hier sei der Hinweis auf die Entwicklung des Gesetzes seit Einführung erlaubt (Realisten erkennen wo der berühmte Hase langläuft oder im Pfeffer liegt)

Die Bundesregierung (gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Mehrheitsverhältnisse) wird sich wohl noch weniger zu einem Umdenken verleiten lassen.

Fazit:

Das Engagement von Frau Hannemann mag löblich sein, es wird aber auf keinen sozialpolitisch fruchtbaren Boden fallen.

Dazu kommt auch noch : Die aktuelle Bundesregierung wird sich wohl kaum für die Spätfolgen verantworten müssen.

Und wer hat denn z.B. in der Altersarmut noch die Kraft sich angesichts der Situation querzulegen ? Nach Pfandflaschensammeln ist meist keine Power mehr da für die Revolte.

Ich vermute, dass das auch die politische Elite so mit einkalkuliert.
 
E

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Es sind 2 Tote. Offiziell! Einmal Frau Schwundeck und einmal die JC-Mitarbeiter aus Neuss. Es sind aber weitaus mehr.
In beiden Fällen war, so mein Kenntnisstand, keine Sanktion anhängig, sprich: Weder der Mörder Ahmed S., noch Frau Christy Sch. waren sanktioniert. Ahmed S. war psychisch krank und hat, so mein Kenntnisstand, aufgrund eines angenommenen "Datenmissbrauchs" eine JC-Mitarbeiterin, die gar nicht seine SB war, erstochen. Im Falle von Christy Sch. ging es, soviel ich diversen Pressetexten entnehmen konnte, um die Auszahlungsmodalität (Bargeld oder Überweisung), nicht um eine Kürzung. Will heißen: Wieder mal suggerierst du eine Kausalität, welche die bisher veröffentlichten Daten zu beiden Fällen nicht hergibt!
 
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