OECD-Studie: Soziale Herkunft entscheidet über Bildung

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Pixelschieberin

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Dafür braucht's eine Studie?
Die womöglich teuer bezahlt wird?

Wann wird endlich eine in Auftrag gegeben, die die überwiegende Himmelsfarbe um 12 Mittags bei unbewölkter Wetterlage ermittelt?
 

HartzVerdient

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Zunächst müsste ene Studie her (wozu auch immer), die aufklärt, wieviele Arbeitslose die BRD tatsächlich hat.

Bei 3.7 mio tatsächlichen Arbeitslosen und ca. 6.9 mio tatsächliche Bedürftige, kämen wir auf ca. 10.6 mio tatsächliche Arbeitslose in der BRD. Bei einer Einwohnerzahl von ca 82 mio Bürgern, sind das keine 3.2% Arbeitslosigkeit, wie es in der Statisitk gerne dargestellt wird.

https://finanzmarktwelt.de/die-tats...deutschland-wer-es-will-kann-sie-sehen-55192/

Demnach würden wir, was die Arbeitslosigkeit betrifft, irgendwo statistisch bei der Türkei angesiedelt sein. Eine Korrektur würde in etwa auch den Gesamtschnitt der Arbeitslosigkeit in der EU darstellen. Die meisten Länder in der EU sind irgendwo bei 10% (mit Griechenland als Ausnahme von 25%) angesiedelt.

Anders sieht es in Asien aus. Während wir in der EU eher die Jugendarbeitslosigkeit beklagen, so beklagen Länder wie Korea die Altersarbeitslosigkeit. Menschen die mit 65 auf der Straße oder in der Gosse leben und täglich Kartons (Müll) sammeln, um ihren Lebensunterhalt bis zum Tod finanzieren müssen.

https://www.youtube.com/watch?v=_xcvPRBIqmM

Es wäre schon sehr geholfen, würde man die Arbeitsosenstatistik an der vor 2005 anknüpfen. Diese lag - realisitisch - auch schon bei 10% und mehr. Nahm jedoch auf Grund der Neudarstellung rapide ab und bewegt sich gerade bei ca. 3-5%.

Eine reale Arbeitslosenstatistik würde auch realistische Signale ins Ausland senden und der Armutszuwanderung in hiesige Sozialsysteme dämpfen.
 

HartzVerdient

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Was soll die Zahl der Bedürftigen von 6,9 Millionen sein?

Wie ich das verstanden habe:

offiziell 2.7 mio ALG1
tatsächlich 3.7 mio ALG1 (wenn man alles einrechnet)

PLUS

offiziell 6.9 mio ALG2 (wenn man alles einrechnet)

= 10.6 mio Arbeitslose

Auch wenn wir jetzt mit zwei zugekniffenen Augen auf die Zahlen blicken, so sind das mehr als 3-5% Arbeitslose (als das was die offiziellen Zahlen belegen).

Bei 82.52 mio Einwohnern wären das (mit zugekniffenen Augen)

100% = 82.52 mio
10% = 8.252 mio
1% = 0.8252 mio

10.6 mio / 0.825 mio = 12.85%

Rechnern wir Renter, Kinder, Schüler und Studenten herunter, dann könnte die Zahl sich noch nach oben oder unten korrigieren. Wohl eher nach oben, wenn man den Personenkreis noch ausklammert.

Allerdings habe ich das Ganze jetzt auch nur mit einem Auge überflogen. Ich möchte da jetzt keine Grundsatzdebatte mit starten.

Aber 3% klingen halt schöner, da man die ganze Thematik plausibel heruntererklären kann.

Das haben wir hier auch, es nimmt nur (noch) sogut wie niemand wahr.

Ja! Und ich denke das es noch schlimmer wird.

Wenn man den von mir bereitgestellten Link von "Asian Boss" genauer ansieht, so wurden in den *nicht repräsentativen* Interviews von Asiaten in Korea, Philipinen, Japan, China usw. gefragt, wo die Menschen dort auswandern würden. Europa wurde überhaupt nicht erwähnt. Schweiz wurde einmal als Auswanderungsland erwähnt.

Amerika, Canada, Schweiz standen in mehrfacher Erwähnung. Viele Asiaten würden auch innerhalb Asiens auswandern. Sprich: Kora nach Japan, Japan nach Amerika, Philipinen nach Korea oder Japan, China nach Korea oder Japan usw.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Wie ich das verstanden habe:

offiziell 2.7 mio ALG1
tatsächlich 3.7 mio ALG1 (wenn man alles einrechnet)

PLUS

offiziell 6.9 mio ALG2 (wenn man alles einrechnet)

= 10.6 mio Arbeitslose
.

Woher stammen Deine Phantasiezahlen?

(Der Link oben sind übrigens Zahlen von 2014!)

Keine Frage, die offiziellen Zahlen muss man entsprechend bewerten, aber die Datenbasis ist ja keine Geheimsache.

Auch die Aufstocker und in Maßnahmen befindlichen Personen.

Wenn ich von Arbeitslos rede, zähle ich Kinder in Bedarfsgemeinschaften nicht hinzu.
https://statistik.arbeitsagentur.de...onatsbericht/monatsbericht-d-0-201809-pdf.pdf

Kleiner Tipp: Seite 44 reicht aus.

Seite 64 und 65 für erweiterte Kenntnisse.

Aufstocken sind bedürftig, aber nicht arbeitslos, oder?
Legende Seite 44, Punkt 2

Wer sich auch mal die Arbeit macht, wird sehen, dass auch speziell im Alg1 hohe Fluktuation herrscht, also Job gefunden etc.

Also ca. 700 tsd im Alg1 und 4,2 Mio im Alg2.
Zusammen alles ca. 5 Mio. erwerbsfähige Arbeitslose.

Natürlich kann man jetzt auch wieder kommen und sagen, dass es auch Menschen gibt, die sich nicht arbeitslos melden.
Genauso melden sich aber auch Menschen arbeitslos, damit nur Geld fließt. (Ohne Wertung, brauchen wir nicht diskutieren)

Für mich ist übrigens erschreckend, dass von den erwerbsfähigen Alg2 Empfängern 18,7% unter 25 sind, aber nur 17,1% über 55.

35,7% sind Ausländer, was steigen wird, da viele Flüchtlinge nun ins Alg2 rutschen.
Das hat Brisanz, Thema rechte Hohlköppe.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Wie ich das verstanden habe:

Das hast du falsch verstanden. In Tabelle 1.1 kannst du die Zahlen sehen. Also ca. 3,15 - 3,17 Millionen Erwerbslose.

p.s. Die Zeit zum editieren musst du mir schon lassen.

Also ca. 700 tsd im Alg1 und 4,2 Mio im Alg2.
Zusammen alles ca. 5 Mio. erwerbsfähige Arbeitslose.

Ganz sicher nicht. 4,08 Millionen erwerbsfähige Leistungsbezieher meintest du die?

p.p.s Die sind wiederum nicht alle arbeitslos.
 

HartzVerdient

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Woher stammen Deine Phantasiezahlen?

Aus dem von mir verlinkten Artikel. Der im Übrigen die Zahlen aus 2017 zu Grunde legt.

https://finanzmarktwelt.de/die-tats...deutschland-wer-es-will-kann-sie-sehen-55192/

Darin ist u.A. auch eine Grafik verlinkt

https://finanzmarktwelt.de/wp-content/uploads/2017/03/Arbeitslosigkeit-1.png

Zeigt 3.7 mio Arbeitslose. Stand Februar 2017

Dazu kommen die ca. 6.9 mio HartzIV Empfänger, die ja laut offizieller Statistik nicht als Arbeitslose gelten.

Ok hier wird die Zahl 5.95 mio genannt.

https://www.welt.de/politik/deutsch...zogen-in-den-vergangenen-Jahren-Hartz-IV.html

3.7 mio + 5.9 mio = 9.6 mio. Menschen die - auch wenn sie nicht alle als Erwerbslose zählen, dennoch auf staatlichen Leistungen (insbesondere HartzIV) angewiesen sind.

Allerdings erwähnte ich, dass ich das alles nur mit einem Auge betrachtete und die Zahlen mit zugekniffenen Augen zusammengerechnet habe. Das sollte schon suggerieren, dass hier nur eine grobe Betrachtung der Situation vorliegt.

Rechnen wir doch einfach 1-2 mio runter. Trotzdem eine beängstigende Zahl. Die ganze Dunkelziffer, die sich überhaupt nicht Arbeitslos gemeldet haben, wollen wir einfach mal ignorieren. Nehmen wir einfach mal an, es sei so - was ich persönlich als durchaus realistisch wahrnehme...


Kleiner Tipp: Du verlinkst eine Statistik der BA.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Dazu kommen die ca. 6.9 mio HartzIV Empfänger, die ja laut offizieller Statistik nicht als Arbeitslose gelten.

Nein die kommen nicht dazu, ein Teil davon ist erwerbslos und damit Teil der Arbeitslosenzahl ein anderer hat Arbeit oder bekommt Sozialgeld oder Leistungen nach SGB XII.

p.s. Was soll er denn sonst verlinken? Die offiziellen Zahlen hat halt nur die BA.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ganz sicher nicht. 4,08 Millionen erwerbsfähige Leistungsbezieher meintest du die?

p.p.s Die sind wiederum nicht alle arbeitslos.
Richtig, nicht nach Definition, da sind ja auch Aufstocker und Umschüler etc. dabei.

In dem Kontext hier ging es aber um die, nennen wir es von allem geschöntem Entfernten.

Ansonsten sind die von Dir genannten Zahlen natürlich richtig.

Man sieht aber sehr schön hier, dass die offizielle Statistik in der Öffentlichkeit gar nicht mal gelesen wird.

An den Zahlen ist doch nichts falsch, allenfalls solche Diskussionen wie wir beide jetzt führen.

Aber 10 Mio. ? Sorry, aber das ist doch wirkllich nicht im Ansatz vorhanden.

Und wir reden hier von Arbeitslosen und nicht von allen ALG2 Beziehern.
Das Kinder da nicht mitzählen sollte klar sein.
 

HartzVerdient

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Mir gefallen meine letzten paar Antworten nicht sonderlich. Das ist kein guter sozialer Umgang mit Mitmenschen.

Ich möchte mich aufrichtig entschuldigen, sollte ich etwas genervt oder forsch wirken. Ich nehme das selbst gerade an mir wahr. Die letzten zwei Wochen waren für mich extrem herausfordernd.

Ich sollte vielleicht paar Tage Auszeit vom ELO-Forum nehmen und etwas frische Luft schnappen...
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
An den Zahlen ist doch nichts falsch, allenfalls solche Diskussionen wie wir beide jetzt führen.

Das ist schon wichtig, die richtigen Begrifflichkeiten zu verwenden.

Die Arbeitslosigkeit (auch die nicht geschönte) ist wirklich aktuell sehr niedrig, aber was bedeutet das noch, wenn immer mehr Menschen von Arbeit oder Rente nicht mehr leben und auch ihren Kindern keine ordentliche Bildung garantieren können? Das war doch eigentlich das Thema.

Die Arbeitslosigkeit hat als Kennzahl für den Zustand unserer Arbeitswelt einfach ausgedient, weil es immer mehr "atypische" Beschäftigung und Geringverdiener gibt. Die Medien haben das leider verschlafen.

@HartzVerdient, lass dich nicht unterkriegen!
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Die Arbeitslosigkeit hat als Kennzahl für den Zustand unserer Arbeitswelt einfach ausgedient, weil es immer mehr "atypische" Beschäftigung und Geringverdiener gibt. Die Medien haben das leider verschlafen.

@HartzVerdient, lass dich nicht unterkriegen!

Ja, da bin ich voll bei Dir.

Das war aber -politisch- gewollt, teilweise aus Zwängen heraus.
Deutschland hatte 5 Mio. Arbeitslose nach der Zählart.

Ich persönlich zahle heute noch hohe monatliche Krankenversicherung auf meine (Betriebs/Direkt)Renten, weil die Kassen damals leer waren und Ulla und Horst in einer wundervollen Nacht auf tolle Ideen zur Finanzierung der Löcher kamen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Man hat damals schlicht und einfach den Gesellschaftsvertrag gekündigt. Ich war nach 98 so geschockt von der Verarschung durch Schröder und Co., dass ich einige Jahre gar nicht mehr oder ungültig gewählt habe.

Die Arbeitslosenquote folgt der konjunkturellen Entwicklung. Schröders Reformen hatten - wie man heute weiß - keinen wesentlichen Einfluss darauf. Bei der nächsten Rezession gehen sie auch wieder rauf. Dass trotz der konjunkturell relativ guten Lage die Zahl der Leistungsbezieher nicht zurückgeht, zeigt den eigentlichen Reformbedarf auf. Ich fürchte, die derzeit möglichen politischen Konstellationen werden dahingehend weiter versagen.

Eine gute Ausbildung ist immer noch der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.
 

Dagegen72

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Doku "Wieviel verdient Deutschland" - auch die Unterschiede Ost und West - Deutschland werden thematisiert.
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit/zdfzeit-das-verdient-deutschland-100.html

Jede,r zweite in Ost-Deutschland verdiene unter Tarif. Auch das gehört verändert! Es kann nicht sein, dass zwei, die die gleiche Ausbildung haben unterschiedlich verdienen, allerdings muss ein Betrieb es sich leisten können, die Frage ist, ob man eine Einheitlcihkeit per Gesetz herstellen kann, die aber auch kleine Betriebe schützt.

@Bildung: wenn ich gewusst hätte, wie sinnvoll studieren ist ... ich stoß erst in den letzten Jahren darauf und beneide jeden, der die Chance dafür hat. Abgeschlossenes Studium und in der Wunschbranche untergekommen heißt doch: besserer Verdienst und mehr Möglichkeiten.

Deshalb ist es wichtig, dass alle studieren können. Man sollte Eltern den Sinn und Nutzen dafür nahe bringen. In diesem Sinne verstehe ich den Satz: die Kinder sollen es mal besser haben.
 

HartzVerdient

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Eine gute Ausbildung ist immer noch der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Ein ganz klares Nein!

Eine gute Ausbildung ist definitiv kein Schutz vor Arbeitslosigkeit!

In einer globalisierenden Welt, wo die Anforderungen sich rasch ändern, hat man mit einer guten Ausbildung absolut keinen Schutz vor Arbeitslosigkeit! Ganz im Gegenteil!

Beispiel:
Du bist Akademiker und arbeitest für einen US-amerikanischen Großkonzern, der weltweit unterschiedliche Standorte und Hauptquartiere besitzt.

Eine Finanzkrise bahnt sich an und schlägt zu (2008-2009 Lehman Brothers). Die US-amerikanische Wirtschaft kommt ins straucheln und das US-amerikanische Management verliert sich im wilden Aktionismus.

Weltweit werden Mitarbeiter - teils mit ekelhaften Methoden - vor die Tür gesetzt. Weder Arbeitsrecht, Menschenrecht, noch sonstiges Recht wird berücksichtigt. Es wird in Kauf genommen, dass der Mitarbeiter evtl. klagt. Bis zum Urteil ist der Mitarbeiter im Unternehmen bereits an die Grenzen der Kräfte angekommen und kündigt freiwillig.

Es folgt Krankheit. Gefolgt von Arbeitslosigkeit. Gefolgt von Bedürftigkeit. Gefolgt von Aberkennung der Leistungen als Ungelernter. Gefolgt von der Ansage: Flaschen sammeln zu gehen.

Von einem Jahresgehalt von ca. 55.000€ runter auf ca. 6.000€ pro Jahr.

Eine gute Ausbildung schützt dich nicht. Nur die "Richtige" Ausbildung kann dich ggf. schützen. Aber auch das ist keine Garantie. Das Handwerk ist meiner Ansicht nach weiterhin die bessere Berufswahl und wenn du schlau bist und deinen eigenen Laden damit aufmachen kannst (z.B. Friseur), dann kannst du Kohle damit machen.

Wir haben hier einen Friseur ausländischer Herkunft, der seit Eröffnung nur 10€ für Herrenhaarschnitt nahm. Der Laden war jeden Tag gerammelt voll. Der Inhaber musste Leute einstellen, um die Massen zu verarbeiten.

Aber auch hier im Handwerk gilt: Netzwerken. Ohne Netzwerk, Kundenkontakt, Firmenkontakte, Referenzen usw. wird man in der heutigen Weltordnung schlecht an neue Arbeit herankommen.

Die meisten Menschen denken erst über eine Selbstständigkeit nach, wenn sie selbst in die Arbeitslosigkeit abgerutscht sind. Vorher wurde kein zweites Standbein gegründet. Befindet man sich aber erstmal im Kreislauf der Arbeitslosigkeit, dann wird es sehr schwer, dort wieder herauszufinden. Im HartzIV-Bezug ist es nahezu undenkbar, auf eigenen Beinen aus HartzIV zu kommen. Alleine die Regularien im Umgang mit Selbstständigen sind alles Andere als ok. Lesen wir teilweise ja hier im Forum, wie mit Selbstständigen und Aufstockern umgesprungen wird.
 

HartzVerdient

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Deshalb ist es wichtig, dass alle studieren können. Man sollte Eltern den Sinn und Nutzen dafür nahe bringen. In diesem Sinne verstehe ich den Satz: die Kinder sollen es mal besser haben.

Wenn alle studieren würden, würde das Handwerk ein Problem bekommen. Das System funktioniert nunmal am Besten, wenn es ein ausgewogenes Verhältnis von Facharbeitern, Gesellen und Akademikern gibt.

Studium alleine ist kein Garant für einen sicheren Arbeitsplatz. Ganz besonders nicht in Zeiten der Globalisierung. Siehe hierzu meinen vorherigen Beitrag.

Auch im Rahmen der Freizügigkeit von Arbeitssuchenden aus dem europäischen Raum und die Wandlung der Arbeitsprozesse usw. spricht bereits dagegen.

Die Zunahme der Weltbevölkerung und der Rückgang angebotener Arbeit spricht auch schon dagegen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Ein ganz klares Nein!

Eine gute Ausbildung ist definitiv kein Schutz vor Arbeitslosigkeit!


Doch, doch. Auch hier geben mir die Zahlen wieder Recht. Die Arbeitslosenquote unter Akademikern und Facharbeitern ist weit unterdurchschnittlich. Auch die Verweildauer im Alg ist wesentlich kürzer. Die Nachfrage am Arbeitsmarkt zieht stärker an für Akademiker.

p.s. Für mich selbst war eine neue Ausbildung der Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit, trotz mehrfacher Vermittlungshemmnisse.
Bildung bedeute ja nicht unbedingt Studium, eine solide duale Ausbildung und später vielleicht noch eine Aufstiegsweiterbildung, sind auch interessant. Es hapert zur Zeit eher an der Schulbildung, denke ich.

Die Zunahme der Weltbevölkerung und der Rückgang angebotener Arbeit spricht auch schon dagegen.

Das Arbeitsvolumen stagniert oder steigt derzeit sogar leicht an.
Migration kann man und wird man regulieren.

allerdings muss ein Betrieb es sich leisten können,

oder wollen. Wenn ein Betrieb meint benachteiligt zu sein, kann er die Allgemeinverbindlichkeit beantragen. Die Tarifbindung sinkt allerdings generell. In meiner Branche gibt es gar keine Tarife mal abgesehen vom öD. Zum Teil hat der Gesetzgeber dem Lohndumping mit branchenspezifischen Mindestlöhnen (Bau) einen Riegel vorgeschoben.
 
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