Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart Wahlk(r)ampf eröffnet

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wolliohne

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: Grüner Triumph, schwarze Blamage
Für die Ökopartei ist damit ein weiterer Meilenstein gesetzt: Kuhn wird der erste grüne Oberbürgermeister sein, der in Deutschland einer Landeshauptstadt vorsteht. Und die Union in Stuttgart und Baden-Württemberg wird gut daran tun, nun endlich einmal in Ruhe und grundsätzlich über ihre inhaltliche Ausrichtung und ihr Personal nachzudenken. Denn man musste kein großer politischer Stratege sein, um zu erkennen, dass sich der Wind schon vor längerer Zeit gedreht hat…
Ein Gewinner kann immer nur so stark sein, wie sein Gegner schwach ist. Das war bei der Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt am Main zu beobachten, wo im März der SPD-Nobody Peter Feldmann gegen den amtierenden hessischen CDU-Innenminister Boris Rhein reüssierte. Und das war bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011 nicht viel anders, als das schlechte Image von Ex-CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus seinem grünen Herausforderer Winfried Kretschmann den nötigen Rückenwind verlieh. Auch die Niederlage von Sebastian Turner ist in weiten Teilen ein hausgemachtes Problem der Stuttgarter CDU. Wer sich von dem Berliner Unternehmer eine Frischzellenkur für die ermüdete Partei erhofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Zwar liegen auch die Revoluzzer-Jahre von Fritz Kuhn schon länger zurück, aber einen gar so biederen CDU-OB? Nein, Danke, dachten wohl die meisten Stuttgarter. Den hatten sie schon mit Wolfgang Schuster…
Ein Jahr vor der Bundestagswahl ist die erneute Niederlage für die CDU im Südwesten ein schwerer Schlag.
Quelle: Spiegel Online Anmerkung: „Die Verträge und die Volksabstimmung sind damit nicht weggewählt“, sagte er (Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne)) der taz „Aber ich nehme mal an, dass das kein Wahlergebnis ist, über das sich die Deutsche Bahn freut.
 
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