Obdachlos/Tagessätze

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roiland

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Hallo, ich habe ein paar Fragen, bin seit Kurzem obdachlos und ein wenig mit dem Ämterdschungel überfordert. Habe zwar schon in 3 Städten Tagessätze als Durchreisender bekommen, aber in Gelsenkirchen wurde ich von der ARGE am Freitag zu Montag hinbestellt, heute dann für morgen. Dabei versicherte mir die Frau, daß sie von den Tagessätzen wüßte, ihre Kollegen, welche die Auszahlung machen, wehren sich jedoch dagegen, aufgrund mangelnden Wissen über eine Rechtsgrundlage. Entschieden würde ich den Fall morgen wohl im Beisein des Teamleiters. Ich habe jedoch gelesen, daß höchstens 3 Tagessätze ausgezahlt werden pro Stadt, und die wären ja für Freitag/Samstag/Sonntag gewesen.
Auch frage ich mich, ob es nicht eine Regel gibt, wo man die Tagessätze bekommen kann in der jeweiligen Stadt, wurde mir schon bei der Caritas, bei der ARGE, und in einem extra dafür eingerichteten Büro dafür ausgezahlt. Auch wurde in 2 Städten schon behauptet, daß es Tagessätze in diesen überhaupt nicht geben würde. Da frage ich mich, wie damit umgehen? Vielleicht kann ja jemand etwas Licht ins Dunkel bringen, ich wäre sehr erfreut.
 

Martin Behrsing

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Per se würde ich sagen, dass man als Wohnungslose eigentlich dem Arbeitsmarkt gar nicht zur Verfügung steht. Da wäre eigentlich SGB XII zuständig. Da wir aber die bescheuerte Reglung des SGB II ( erwerbsfähiger Hilfebedürtiger, welches Sch...wort) ist es so. Also schau einfach mal, ob es nicht eine möglichkit gibt, dass man dem Arbeitsmakrt nicht zur Verfügung steht. Krankheit etc. Dennoch ist es überhaupt nicht einfach und der Gesetzgeber hat wohl bewußt darauf gesetzt, dass mit dem SGB II zig Leute aus dem Bezug herausfallen, bzw. nicht überall Leitungen erhalten. So wurde auch Geld eingespart.
 

roiland

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Naja, danke, ich werde schauen, ob es solch eine Möglichkeit gibt, oder einfach weiter versuchen in den einzelnen ARGEn an Geld zu kommen.
 
E

ExitUser

Gast
Wohnungslose können auch ALG II bekommen, wenn sie für den SGB II-Träger erreichbar sind.
Bei umherziehenden Nichtsesshaften ist das aber nicht der Fall. Auch wenn sie erwerbsfähig sind, können sie daher nur Sozialhilfe nach dem SGB XII erhalten.

Obdachlose, Haftentlassene oder nicht sesshafte Personen haben einen ausreichenden örtlichen Aufenthalt, wenn sie i.S. von § 7 Abs. 4a SGB II über eine Betreuungs- oder Beratungseinrichtung für den Leistungsträger erreichbar sind.
Nach § 36 Satz 3 SGB II ist für diesen Personenkreis der SGB II-Träger zuständig, in dessen Bereich sich der erwerbsfähige Hilfebedürftige tatsächlich aufhält.

Wohnungslose können "Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten" erhalten. Diese Hilfen sind gem. §§ 67 ff. SGB XII i.V.m. der "VO zur Durchführung der Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten" breit gefächert.
Sie umfassen Hilfen in Form von Beratung und Betreuung. Hilfen zur Erhaltung und Beschaffung einer Wohnung. Unterstützung beim Aufbau und bei der Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen und bei der Bewältigung des Alltags...
 

Eilig

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In den meisten Städten gibt es aber Organisationen z. B. ein Kloster, dass auch als Postanschrift gilt. Da arbeiten auch Patres oder Nonnen als Sozialarbeiter die sich mit den örtlichen Gepflogenheiten auskennen und beraten.
 

Der Ratlose

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Also ich wohne in einem Wohnmobil mit Wohnwagen, habe eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit eine Adresse (Postfach)die sogar von dem Sozial- und Landessozialgericht als zustellfähig akzeptiert wird.

Aber da ich auf einem Privatgrundstück innerhalb einer Stadt stehe kann ich mich nicht anmelden.
Nach dem Niedersächsischen Meldegesetz §7 NMG steht nämlich folgendes:

Wohnung im Sinne dieses Gesetzes ist jeder umschlossene Raum,der zum Wohnen oder Schlafen benutzt wird. Als Wohnung gilt auch die Unterkunft an Bord eines Schiffes der Bundeswehr.Wohnwagen und Wohnschiffe sind nur dann als Wohnungen anzusehen,wenn sie nicht oder nur gelegentlich fortbewegt werden.

Und da ich das Gespann komplett mindestens einmal die Woche fortbewege kann es auch keine Wohnung darstellen.
Also habe ich keine Meldeadresse und gelte als Obdachloser.
Ich brauche meiner meinung auch keine Meldeadresse um leistungen nach dem SGB II zu beziehen da der Bezug an den gewöhnlichen Aufenthalt gebunden ist.

Also ich arbeite sozialversicherungspflichtig, keine Alkoholprobleme , keine Drogen usw.
Es ist das Recht meine persönlichkeit frei zu entfalten.

Seit neuestem (nach über einem Jahr)muß ich mich jeden Tag bei der Arge melden um mir einen Tagesatz abzuholen und werde angeblich auch für diesen Tag von denen extra Krankenversichert.
Nun kann unsere Arge aber keine Barauszahlung machen und wollte mir einen Scheck für den Tag geben an dem ich vorgesprochen hatte.
Aber einen Scheck kann mann hier erst einen Tag nach der Ausstellung einlösen und kostet 5 € Gebühr bei der Post.(11,50€ Scheck)
Also erhalte ich nicht die Tagessätze.
Die Arge weigert sich auch mir die Tagessätze aufs Konto zu überweisen , obwohl sie mir die ursprüngliche Leistung bis vor 4 Wochen immer aufs Konto überwiesen haben.
Der alte Bescheid in dem sogar meine Postfachadresse rechtsverbindlich steht ist bis zum heutigen Tage nicht aufgehoben.
Das ist wohl krass.

Nun ja, eine EA ist jetzt beim Sozialgericht eingegangen. Das wird bestimmt nicht einfach fürs Gericht.

Es ist also nicht so einfach mit dem Begriffen Obdachlos und Wohnungslos.
Ich kann bei mir nicht erkennen das ich nicht erreichbar bin oder dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe.
 

Gabi73

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Hallo, du hast einen festen Job?
Arbeitest du denn in einem Zirkus oder ähnlichem?
Kannst du denn nicht mit and. die ähnliches arbeiten, mal fragen?
Ich hoffe, du findest hier Hilfe, denn das ist ja echt krass....
 

Der Ratlose

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hallo,

nein ich arbeite nicht in einem Zirkus.

Irgendwann habe ich mal festgestellt das ein Wohnmobil und ein angehängter Wohnwagen doch einfach besser eingerichtet ist als eine kleine Wohnung. (Leider eine gesamtlänge von 14.5 m)
Es ist alles so wie es sein soll und selbst das Badezimmer ist vernünftig.
Auch sind die Küchen heutzutage einfach genial.

Und wenn mann am Wochenende frei hat,fährt mann zu Freunden oder einfach ins Grüne.
Mann stört niemanden und fällt niemanden zur Last und hat vor allem immer sein eigenes "Reich" zur verfügung.
Selbst Internet und Fax ist ja dank UMTS kein Thema mehr.
 

Kai Mahler

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Hallo Leute ich bin de Kai.
Bin seit 5 Monaten Obdachlos.
Zum Thema Tagessätze wollte ich nur sagen.
Lasst die Finger von der ARGE, weil da bekommt ihr gar nix. Leider.
Jedenfalls ist es so in Mainz. OK man bekommt schon was, ABER man muss fast3-4Wochen warten. Da frag ich nur, was ess ich?
Blöder neu Antrag.
Tagessätze bekommt man meistens bei der Garitas Oder Mission Leben.
P.S. meistens bei Evangelischen Einrichtungen.
Und es ist von Ort zu Ort Verschieden wie viele Tage man in holen kann.
In Mainz 14 Tage. In Wiesbaden obwohl Hauptstadt nur 1mal im Monat.
13,30 ist meist der Haupt Tagessatz.
Hoffe konnte etwas Licht in´s Dunkle bringen.
gute gruss Kai.
 
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