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nur kurz: wieso interessiert sich keiner für meine Befunde?

TheCube

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#1
Hallo liebes Forum,

ich habe eine ganz kurze Frage.
Ich muss nächste Woche zur Gutachterin, zwecks Entscheid ob ich Rente bekomme oder nicht.

Alle meine Ärzte, bei denen ich nachgefragt habe, haben mir gesagt, dass weder die DRV noch besagte Ärztin / Gutachterin bislang bei Ihnen nach meinen Befunden gefragt haben.

Herrgott, wie kann man mich begutachten ohne meine Vorgeschichte und ärztliche Belege zu haben??? *sorry, kapier ich nicht*
Oder holen die das später ein?

Meine Frage: WANN interessiert sich denn die DRV / Gutachterin für meine angegebenen Ärzte und deren Statements? Ich dachte, die Gutachterin müsste meine Unterlagen haben, bevor sie mich zur Begutachtung bestellt?


Herzlichen Dank für eure Hilfe :)
The Cube
 

gelibeh

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#3
Kann sein, dass die sowieso ablehnen wollen und warum sich dann die Mühe machen, Befunde zu lesen.
 

TheCube

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#4
Theoretisch könnte die auch so zu einer Entscheidung kommen.
eek!!!!! :eek:

Ist nicht dein ernst, oder?

Oh du meine Güte, das kann doch nicht wahr sein.
Ich hab hier eine 13-jährige Leidensgeschichte vorzuweisen und es interessiert sich keiner für die Befunde???

Ist das rechtlich zulässig? Ich mein, wozu entbinde ich meine Ärzte (denen ich vertraue) von der Schweigepflicht, wenn keiner nachfragt?
Ich bin gerade echt beunruhigt.

Grüße
TheCube
 
E

ExitUser

Gast
#5
Ich hab hier eine 13-jährige Leidensgeschichte vorzuweisen und es interessiert sich keiner für die Befunde???
Vielleicht wissen die ja schon aus der Vergangenheit das Eine oder Andere darüber. Könnte das sein?
 
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#6
Es ist nicht ungewöhnlich,dass keine alten Befunde Beachtung finden,sondern die GA unabhängig davon arbeiten und begutachten.
Ist mir auch passiert,sollte alles mitbringen laut Einladung und dann hat der GA keinen Blick darauf geworfen und ich hab die Unterlagen unbesehen wieder mitgenommen.
 

TheCube

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#7
Nein, ich habe seit 2 Monaten das erste Mal was zu tun mit der DRV, mein ganzes Leben hatte ich noch nie mit ihnen zu tun (bis auf Halbwaisenrente).

Hmm.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Hab auch schon mal, wie es in einer Einladung stand, meinen gesamten Medikamentenkram, Hilfsmittel u. Meßgeräte mitgeschleppt.......... ganzen Stoffbeutel voll........... und angeguckt hat sich das Zeug niemand. Die haben einfach nur notiert, was ich angegeben habe.
 

Sansiveria

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#9
Meine Gutachter haben alle meine mitgebrachten Befunde - auch die ganz alten - kopiert.

Von den behandelnden Ärzten wurde allerdings auch nichts eingeholt. Ich frage mich schon, warum die die Schweigepflichtsentbindungen brauchen ...
 

Kleeblatt

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#10
Und weshalb wartet ihr bei solchen wichtigen Dingen darauf das Fremde tätig werden ?
Meine Bekannten haben immer alle Befunde ihrer Fach-Ärzte eingesammelt und zum Termin mitgenommen. Als Kopien dann dort abgegeben.
Das Ganze ohne Schweigepflichtentbindung, weil bekannt ist das zuerst einmal gerne sowieso abgelehnt wird. Bestenfalls ! Entscheidung nach Aktenlage und wenn keine Akten da sind, - dann eben nach "Inaugenscheinnahme" bzw. "Untersuchung".

IHR wollt doch etwas von denen, also solltet ihr euch selbst dafür auch bewegen.
Manches Mal verstehe ich Leute nicht.
 

Anna B.

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#11
genau so habe ich das auch gemacht...

denn....die Gutachter schauen sich zwar die Unterlagen an, wenn welche vorliegen sollten...aber...die wissen doch überhaupt nach 5 Minuten nicht mehr was da drin steht..

also...selber alles in Kopie mitbringen und noch eine Art "Krankheitslebenslauf" schreiben...

wann es angefangen hat,wie der Verlauf war, wann es schlimmer wurde, welche Einschränkungen du hast usw. usw.

viel Erfolg...
 

elo237

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#12
Gutachter ist immer pure Glückssache

wie mir meine Ärzte bestätigt haben

mein letztes Gutachten wurde sehr schlampig verfaßt :icon_motz:
 

Muzel

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#13
Die DRV hat gleich bei Antragstellung ein Statement von meinem HA eingeholt, aber auch nur von dem.
Der Arzt vom Kreiswehrersatzamt hat sich auch viele Schweigepflichtentbindungen geben lassen und sich keinen Befund angefordert von meinem Sohn. Die hatten wir uns alle selbst besorgt und zum Termin mitgebracht und so hat er T5 Bekommen.
 

TheCube

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#14
Und weshalb wartet ihr bei solchen wichtigen Dingen darauf das Fremde tätig werden ?
Meine Bekannten haben immer alle Befunde ihrer Fach-Ärzte eingesammelt und zum Termin mitgenommen. Als Kopien dann dort abgegeben.
Das Ganze ohne Schweigepflichtentbindung, weil bekannt ist das zuerst einmal gerne sowieso abgelehnt wird. Bestenfalls ! Entscheidung nach Aktenlage und wenn keine Akten da sind, - dann eben nach "Inaugenscheinnahme" bzw. "Untersuchung".

IHR wollt doch etwas von denen, also solltet ihr euch selbst dafür auch bewegen.
Manches Mal verstehe ich Leute nicht.
Hallo, entschuldige, aber ich bin zum ersten Mal mit solchen Dingen konfrontiert und weiß es vielleicht nicht besser (?)
Deswegen habe ich auch hier nachgefragt.
Man kann Dinge auch freundlich formulieren, gerade wenn Menschen wie ich sich nicht gut auskennen.
Ich habe selbstverständlich über all die Jahre immer auch privat Befunde gesammelt; ich werde da nächste Woche mit einem zwei Kilo schweren Leitzordner antanzen....

Grüße
TheCube
 
E

ExitUser

Gast
#16
Mein Gutachter hatte alle Relevanten Unterlagen die von der DRV angefordert wurden vorliegen. Befundbericht, extra - Gutachten vom Facharzt, Kliniken und sogar ein Gutachten von 1980 an welches ich gar nicht mehr gedacht hatte!


Hast du denn keinen Befundbericht von der DRV zugeschickt bekommen welchen du deinen behandelnden Arzt weiterleiten solltest das der ihn ausgefüllt an die DRV zurückschickt?




liesa
 

Doppeloma

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#17
Hallo TheCube,

ich habe eine ganz kurze Frage.
Ich muss nächste Woche zur Gutachterin, zwecks Entscheid ob ich Rente bekomme oder nicht.
hast du mal eine med. Reha bei der DRV absolviert, dann reicht denen oft dieser Bericht aus ... macht auch nichts wenn der schon Jahre alt sein sollte ... ???

Alle meine Ärzte, bei denen ich nachgefragt habe, haben mir gesagt, dass weder die DRV noch besagte Ärztin / Gutachterin bislang bei Ihnen nach meinen Befunden gefragt haben.
Die Gutachterin ist dafür auch nicht zuständig sich die Berichte /Befunde selbst zu besorgen.
Die begutachtet dich im Auftrag der DRV und dafür hat ihr die DRV (eigentlich) alle erforderlichen (und vorhandenen) medizinischen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Soweit die schöne Theorie, die Praxis erlebst du gerade selber, es ist eher die Regel als eine Ausnahme, dass die DRV keine eigenen "Ermittlungen" dazu durchführt trotz der vorliegenden sehr umfassenden Schweigepflichtentbindung die man auf dem Antrag unterschrieben hat.

Dazu wäre sie durchaus nach § 20 SGB X(Untersuchungsgrundsatz) verpflichtet, man kann deinen Zustand ja schlecht aus der "Glaskugel" lesen und vom Gutachter beurteilen lassen.

§ 20 SGB X Untersuchungsgrundsatz

Es gibt aber wohl kaum eine andere Rechtsvorschrift die so regelmäßig und so sträflichst vernachlässigt wird von der DRV, so kann man jedem Antragsteller nur dringend anraten seine vorhandenen Befunde /Klinikberichte usw. in Kopie selbst mit zur Begutachtung zu nehmen und eventuell noch von den behandelnden Ärzten die letzten und aktuellsten ausdrucken zu lassen.

Herrgott, wie kann man mich begutachten ohne meine Vorgeschichte und ärztliche Belege zu haben??? *sorry, kapier ich nicht*
Oder holen die das später ein?
Wie man das bei der DRV "kann" ist mir auch ein Rätsel, was soll man da später noch einholen, nach deinem Termin wird von der Gutachterin das Gutachten geschrieben (mit den Unterlagen die ihr dafür zur Verfügung stehen) und alles zurück an die DRV geschickt, damit hat sie ihren Auftrag erfüllt und kann nur berücksichtigen was ihr auch vorgelegen hat, kombiniert mit ihren eigenen Erkenntnissen aus deiner Untersuchung.

Meine Frage: WANN interessiert sich denn die DRV / Gutachterin für meine angegebenen Ärzte und deren Statements? Ich dachte, die Gutachterin müsste meine Unterlagen haben, bevor sie mich zur Begutachtung bestellt?
Ja, so sollte es theoretisch sein aber nicht die Gutachterin ist dafür zuständig sondern die DRV, nur die hat ja deine Erlaubnis dafür vorliegen, die Gutachterin nicht ... die kann also nur bekommen was die DRV schon hat (im Zuge der Amtsermittlung und deiner Begutachtung) und darf gar nicht selber an deine Ärzte herantreten ... dafür wird sie auch nicht bezahlt von der DRV ... :icon_evil:

Sie darf dir auch nicht das Gutachten selber herausgeben, das ist ein direkter Auftrag der DRV und nur dort kannst du später das Gutachten anfordern ...

Ich habe selbstverständlich über all die Jahre immer auch privat Befunde gesammelt; ich werde da nächste Woche mit einem zwei Kilo schweren Leitzordner antanzen....
Was steht denn in der Einladung was du zum Termin mitbringen sollst, es ist zwar richtig wenn du alles mitnimmst was du für Notwendig hältst allerdings braucht die Gutachterin das nicht in Empfang zu nehmen, auch so was ist schon vorgekommen ...

Bei einer Bekannten von mir wurde sogar die Begutachtung abgebrochen, weil die Gutachterin keinen Beistand dabei haben sollte (sie hatte bereits sehr schlechte Gutachtererfahrungen gemacht) und es war bereits vorher bekannt gegeben, dass sie einer Begutachtung nur mit Beistand zustimmen würde ...

Diese GA (ich kürze das mal ab), war aber der Ansicht, dass sie sich nicht konzentrieren könne wenn da noch Jemand dabei sitzt, nahm auch die Unterlagen nicht in Empfang und so hat sich meine Bekannte dann an höherer Stelle darüber beschwert.

An diese höhere (medizinische Vorgesetzte der GA) wurden auch die ganzen medizinischen Unterlagen (nachweislich) übermittelt und man mag es glauben oder nicht, der Widerspruch wurde ohne erneute Begutachtung abgelehnt und anschließend behauptet es hätten keine relevanten Befunde vorgelegen, die eine andere Entscheidung erfordert hätten ... :icon_neutral:

Grundlage für die Ablehnung des Antrages (von 2012) auf EM-Rente war übrigens ein Reha-Bericht aus dem Jahre 2007, mehr benötigte die DRV dafür nicht ... hat also auch keine Befunde angefordert bei den Ärzten meiner Bekannten ... darum war der Ablehnungs-Bescheid auch schon 7 Kalendertage nach der Antragstellung im Briefkasten ...

Inzwischen läuft das Verfahren am SG dazu und ein gerichtliches GA wurde durchgeführt, das sieht für die DRV nicht wirklich "gut" aus aber die winden sich immer noch, man will ihr jetzt zwar (vom Richter angeordnet) die EM-Rente geben, aber erst "ab der letzten Begutachtung" für die "Zukunft" und nicht rückwirkend zur Antragstellung ... :icon_motz:

Die schrecken wirklich vor nichts zurück, wie es den Antragstellern dabei gesundheitlich geht, ist denen so egal ... am Besten wäre es wohl wenn sie noch "abtreten", ehe es zur Rentenzahlung kommen sollte ...

Ich drücke dir die Daumen für dein GA ... und verhebe dich nicht an deiner Krankenakte ...

MfG Doppeloma
 

TheCube

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#18
Vielen Dank an alle.

Ich war 2001 mal in Reha, aber das hat nichts mit meinem Zustand jetzt zu tun.
So wie ich das hier lese, darf ich mich aber drauf gefasst machen, dass von dort vielleicht etwas an die GA weitergegeben wurde... :icon_frown: Nun, ich stelle mich schon mal auf diese Absurdität ein.

Ich bin aufgefordert worden, Befunde, Brille und Medikamentenplan mitzunehmen, aber ich soll mir jetzt nicht die Mühe machen, auf die Schnelle nochmal Befunde erstellen zu lassen.. das sei nicht nötig.. (hm, haha, *no comment*).

Soll ich die GA höflich darauf ansprechen, dass mir meine Ärzte gesagt haben, dass die DRV bislang noch keine Befunde eingefordert hat? Oder mache ich damit unbeliebt? Soll ich meine Irritierung darüber kundtun oder mich doof stellen und lieber den Mund halten?
Oder soll ich so fragen: Sagen Sie mal, ich habe mit meinen Ärzten gesprochen und bislang hat die DRV noch nichts eingeholt, hat das was zu bedeuten, ist das normal? (mich doof stellen)?


Vielen herzlichen Dank an alle hier.
Ich habe es schon mal geschrieben, ich berate selbst ehrenamtlich in einem INet-Forum und ich bin wirklich froh, dass man mir hier hilft.

TheCube
 
E

ExitUser

Gast
#19
IHR wollt doch etwas von denen, also solltet ihr euch selbst dafür auch bewegen.
Manches Mal verstehe ich Leute nicht.
Wer ist denn in dem Fall "IHR"?

Vielleicht hast Du ja schon mal davon gehört, daß viele HE vom JC zur Rentenbeantragung gezwungen werden. Macht man es nicht selbst, tun die es u.U. für einen stellvertretend.
 

Doppeloma

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#20
Hallo TheCube,

Ich war 2001 mal in Reha, aber das hat nichts mit meinem Zustand jetzt zu tun.
So wie ich das hier lese, darf ich mich aber drauf gefasst machen, dass von dort vielleicht etwas an die GA weitergegeben wurde... :icon_frown: Nun, ich stelle mich schon mal auf diese Absurdität ein.
Damit darfst du rechnen, dass auch dieser Bericht mit dabei ist ... du wirst es nicht erfahren, denn die Gutachterin braucht dir zu den Unterlagen, die ihr von der DRV vorliegen keine Auskunft zu geben ...

Das kannst du später im fertigen GA nachlesen aus welchen Berichten sie ihre Erkenntnisse gezogen hat, jedenfalls sollte der Bezug darauf jeweils angegeben sein ...

Ich bin aufgefordert worden, Befunde, Brille und Medikamentenplan mitzunehmen, aber ich soll mir jetzt nicht die Mühe machen, auf die Schnelle nochmal Befunde erstellen zu lassen.. das sei nicht nötig.. (hm, haha, *no comment*).
Das ist soweit üblich, du sollst ja auch keine (extra für diesen Termin) "erstellen lassen", das wäre sowieso nicht gut aber deine Ärzte haben ja vielleicht noch aktuellere Sachen in deiner Krankenakte als du zu Hause auf dem PC, das solltest du dir noch geben lassen in Kopie ...

Extra Atteste und Berichte kosten normalerweise auch was extra und machen bei der DRV (und den GA) nicht wirklich Eindruck, da wird sofort angenommen, dass es sich nur um eine "Gefälligkeit" deiner Ärzte gehandelt hat auf deinen Wunsch hin ... erspare dir so einen Eindruck überhaupt erst zu erwecken.

Soll ich die GA höflich darauf ansprechen, dass mir meine Ärzte gesagt haben, dass die DRV bislang noch keine Befunde eingefordert hat? Oder mache ich damit unbeliebt? Soll ich meine Irritierung darüber kundtun oder mich doof stellen und lieber den Mund halten?
Halt lieber den Mund dazu, es bringt nichts die GA "aushorchen zu wollen" was von der DRV gemacht oder nicht gemacht wurde ... die sollen dich im Auftrag der DRV begutachten, danach bist du aus deren Gedächtnis auch sofort wieder verschwunden, die schreiben das GA, kassieren ihr Geld dafür von der DRV und "Tschüss" bis zum nächsten Auftrag ...

Das ist ein kleiner "netter" Nebenverdienst für diese Ärzte, die Schicksale der Leute die ihnen da geschickt werden, sind ihnen im Prinzip völlig egal und ebenso ob die DRV das alles richtig macht oder nicht ...

Oder soll ich so fragen: Sagen Sie mal, ich habe mit meinen Ärzten gesprochen und bislang hat die DRV noch nichts eingeholt, hat das was zu bedeuten, ist das normal? (mich doof stellen)?
Lass es einfach bleiben da überhaupt irgendwas bezüglich der DRV "erforschen" zu wollen, lass auf dich zu kommen was die GA von dir will, antworte brav (aber verfalle nicht darin, zu viel zu "jammern" oder dein ganzes Leben erzählen zu wollen), wenn sie was ausführlicher hören will, wird sie schon nachfragen ...

Ich habe mir zuletzt (beim gerichtlichen GA) alles "aus der Nase ziehen lassen", hatte sowieso "keinen Bock mehr auf den ganzen Sch*iss" ... was ich den (DRV-) GA vorher erzählt hatte, war ja auch ohne jede Bedeutung und Konsequenz bei der DRV geblieben ... :icon_motz:

Die GA wollen nicht mit dir über irgendwelche Ungereimtheiten bei der DRV diskutieren, die sollen FÜR die DRV deine Erwerbsfähigkeit prüfen ... und meist fällt das Ergebnis dann auch so aus, wie die DRV das gerne lesen möchte ... schließlich wollen die noch öfter den Auftrag für einen kleinen Nebenverdient von der DRV haben ... :icon_neutral:

Viel Glück!

MfG Doppeloma
 

Anna B.

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#21
ich kann mich dem Post von der Doppeloma voll und ganz anschließen...

bei einer Gutachterin (noch vor der Klage) fühlte sich das Gespräch eigentlich ganz nett an...
zum Schluß fragte ich, wann denn das Gutachten wohl fertig sein würde...da mein Krankengeld ausläuft..

damals habe ich nie damit gerechnet, dass ich noch 3 Jahren warten mußte bis zur endgültigen Entscheidung..

sie meinte ganz freundlich zu mir: das schreibe ich gleich nächste Woche, danach fahre ich in Urlaub..

und? was macht diese blöde...naja...auf jeden Fall fuhr sie wohl in Urlaub und dann..benötigte sie noch 4 Monate, bis das Gutachten fertig war...

und was stand drin????

"Probandin legte größten Wert darauf, dass das Gutachten schnellstens erstellt wird, weil sie wohl keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld mehr hat und ihr bestrebtes Ziel ist wohl, finanziell abgesichert zu sein"...

diee blöde Kuh....1. war es das Krankengeld, welches ausgelaufen ist..
2. hab ich meinen Job bis heute noch und wenn ich lediglich das Ziel gehabt hätte finanziell abgesichert zu sein..

dann wäre ich in den Job (mit 13. Monatsgehältern und 37 Tagen Urlaub) wieder eingestiegen..

diese blöde Kuh, darüber rege ich mich heute noch auf..

also..du kannst dich bei Gutachtern auf alles gefaßt machen..

oh, noch einer: ein Orthopäde (Gutachter der DRV) hat in seinem Wartezimmer ein großes Poster hängen: eine bestimmte Therapie bietet er an, die man allerdings selber bezahlen muß...pro Sitzung 20 Euro...mindestens 10 Sitzungen erforderlich...u.a. erschien auch eine von meinen Diagnosen dort, die man damit behandeln kann....

im Gutachten erscheint dann, dass es diese Erkrankung (u.a.) nicht wirklich gäbe...:icon_motz:, dieses Ar..loch....zwischendurch rausgeschickt wurde ich auch, weil noch andere Patienten zwischendurch drankamen...
über den habe ich mich auch schriftlich bei der DRV beschwert...hab aber nie eine Antwort erhalten..

wenn ich als "normaler" Patient bei dem erschienen wäre und hätte über diese Erkrankung geklagt..dann hätte der bestimmt bestätigt, dass es diese Erkrankung gibt und er eine tolle Heilmethode habe..die leider von der KK nicht bezahlt, aber "ganz toll hilft.""

solche Ärzte sind doch die reinsten Geldmacher...

also...du kannst von Gutachtern alles erwarten....ob allerdings alles positiv ist, sei dahingestellt...
 

Sansiveria

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#22
Meine Gutachter haben ganz offen zugegeben, dass sie von mir gar nichts wussten - also dass die DRV keine Unterlagen bei den entsprechenden Ärzten eingeholt hatte.

Hab ich denen auch unbesehen geglaubt. Das wäre in der Kürze der Zeit - mit Feiertagen dazwischen - kaum möglich gewesen.
 

Doppeloma

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#23
Hallo Sansiveria,


Meine Gutachter haben ganz offen zugegeben, dass sie von mir gar nichts wussten - also dass die DRV keine Unterlagen bei den entsprechenden Ärzten eingeholt hatte.
Dann hätten sie (gemäß rechtlicher Richtlinien für Begutachtungen) diesen Auftrag ablehnen müssen ...

Hab ich denen auch unbesehen geglaubt. Das wäre in der Kürze der Zeit - mit Feiertagen dazwischen - kaum möglich gewesen.
Ob du ihnen das geglaubt hast oder nicht ist dafür irrelevant, wie kann /soll ein ordentliches Gutachten für eine so wichtige Entscheidung über dein zukünftiges Leben "mit NICHTS als Vorbereitung" durch den Auftraggeber überhaupt rechtsgültig sein ... :icon_neutral:

Es ist doch nicht dein Problem wenn die DRV da ihre Aufgaben versäumt und es gab ja seit der Antragstellung sicher nicht durchgehend nur Feiertage ...

Wie ist das denn für dich ausgegangen oder hast du noch kein Ergebnis /Bescheid dazu ???

MfG Doppeloma
 

Sansiveria

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#24
Wie ist das denn für dich ausgegangen oder hast du noch kein Ergebnis /Bescheid dazu ???
Abgelehnt - hast du was anderes erwartet :biggrin:

Ich hab Widerspruch eingelegt ... was sonst. Projekt 50 + oder ein EEJ werden mich mit Sicherheit nicht weiter bringen.
Nein, ich hab andere Pläne :icon_smile:
 

Doppeloma

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#25
Hallo Sanseveria,

Abgelehnt - hast du was anderes erwartet :biggrin:
NÖÖÖ, nicht wirklich ... da hast du ja viel von dieser ungewohnten Offenheit der Gutachter gehabt ... na wenigstens hat deren Geld dann gestimmt ... und die weiteren Aufträge der DRV dürften auch gesichert sein ... :icon_daumen:

Hast du diese Gutachten im Widerspruchsverfahren schon zur Akteneinsicht angefordert (§ 25 SGB X), ist erstens dein gutes Recht und 2. wäre ich sehr neugierig, was die aus "NICHTS" so gemacht haben ... :icon_hihi:

MfG Doppeloma
 

Sansiveria

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#26
Hast du diese Gutachten im Widerspruchsverfahren schon zur Akteneinsicht angefordert
Aaaber sicher (ich bin ja informiert) :icon_hihi:
Einer der GA plädiert für die EMR, der andere für die vollzeitige arbeitsfähigkeit in meinem alten Beruf ... und man darf nun 3 x raten, nach welchen GA sich die DRV gerichtet hat :wink:
 

Anna B.

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#27
och, sowas hab ich auch vorliegen..

jede Menge Gutachter, die meinen, ich wäre erwerbsunfähig...

einige kommen zu dem Ergebnis nur noch 3 bis unter 6 Stunden...

andere meinen noch Vollzeit...wie bisher auch...

und über allem thront der Haus- und Hofgutachter des Sozialgerichts...der..."langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Sozialgericht nachweist und dessen Ergebnis das Sozialgericht bislang immer vollstens überzeugt hat"...

jedes Gutachten vor dem Sozialgericht (auch Gutachten, die für mich sprachen) wurden dann vom Richter wieder an diesen ach so tollen Gutachter gegeben..der dann wiederum gegen eine Berentung entschied..

tja..und was macht dieser Haus- und Hofgutachter sonst so, wenn er nicht gerade gutachtet und nen Haufen GEld verdient?..nun, er ist Chefarzt einer REHA-Klinik, die auch, oh Wunder, von der DRV belegt wird..

welches Ziel eine Klinik hat, ist ja wohl allen klar...die Betten voll kriegen...
und wer ist in den meisten Fällen bei Rehabilitationen der leistungsbezahler?..na? wer wohl?..richtig !!! die DRV...

tja dieser Gutachter lebt nicht schlecht vermute ich mal...
 
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