«Nur ein Übergangsjob» - 20-jähriger Wachmann bei Raubüberfall in Reinickendorf getöt (1 Betrachter)

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Martin Behrsing

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Nur ein Übergangsjob» - 20-jähriger Wachmann bei Raubüberfall in Reinickendorf getötet - Tatverdächtiger festgenommen
22.12., 14:13 Uhr

Dieser Supermarkt bleibt vor Weihnachten geschlossen. Auf dem Platz vor dem Gebäude mit den geborstenen Fensterscheiben in Reinickendorf stehen am Samstag rote Kerzen und Grablichter. Daneben liegen Blumen. Anwohner kommen vorbei und werfen neugierige oder anteilnehmende Blicke auf den Laden, der am Freitagabend Schauplatz eines tödlichen Geschehens wurde. Bei einem bewaffneten Überfall auf den Markt im Ortsteil Konradshöhe ist einem Polizeisprecher zufolge ein 20-jähriger Wachmann durch eine Stichverletzung getötet worden.
Drei weitere Personen wurden verletzt. Darunter befindet sich der 45 Jahre alte Leiter der Filiale am Falkenplatz, der schwere Stichverletzungen erlitt und ein 24 Jahre alter Angestellter, der leicht verletzt wurde. Der Marktchef kam ins Krankenhaus. Er schwebt aber nicht in Lebensgefahr.
Ein 22-Jähriger wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Er sollte noch am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp handelt es sich bei dem Toten um Ugur U. , der erst seit gut drei Wochen bei der Wachschutzfirma angestellt war. Der gebürtige Berliner stammte aus einer türkischen Zuwandererfamilie.
Ersten Ermittlungen zufolge drang der mutmaßliche Räuber um 22.05 Uhr in den Supermarkt ein, bedrohte den Filialleiter, einen weiteren Angestellten sowie den jungen Wachmann mit vorgehaltenen Waffen. Der Wachmann habe versucht, gegen den Eindringling vorzugehen, wurde von diesem jedoch so schwer verletzt, dass er trotz notärztlicher Hilfe gegen 23.00 Uhr am Tatort starb, sagte der Sprecher weiter. Der 22-jährige Tatverdächtige erlitt bei dem Kampf ebenfalls Verletzungen am Oberkörper. Die Ermittlungen führt eine Mordkommission.
Am Morgen nach den Geschehnissen hängt an dem Supermarkt ein Schild, auf dem steht: «Aus terminlichen Gründen geschlossen." Mit Handschrift hat jemand das Attribut «menschlichen» darüber gekritzelt. Auch Ali U., ein Bruder des Getöteten, ist wie andere Angehörige des Opfers zum Tatort gekommen. Er kann es einfach nicht fassen, dass Ugur tot ist. «Mein Bruder wollte nur kurz Wachschützer bleiben, es war nur ein Übergangsjob, eigentlich wollte er eine Ausbildung machen», erzählt er.
Ali U. kann auch nicht verstehen, dass sich bis zum Samstagmittag weder die Wachschutzfirma noch die Supermarktkette bei seiner Familie gemeldet hätten. Dann schaut er auf das handgeschriebene Plakat, das offenbar ein Anwohner an einen Abfalleimer des Supermarktes gehängt hat. Darauf steht einfach nur: «Wir Konradshöher trauern um den jungen Mann vom Sicherheitsdienst, der hier gestern brutal ums Leben kam.»
Erst im Oktober war ebenfalls im Bezirk Reinickendorf ein Wachmann ums Leben gekommen. Der 53-Jährige war beim Überfall auf einen Geldtransporter erschossen worden.
© ddp
 

Atlantis

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eben im ersten haben sie gezeigt wie ein mann halb zu tote getreten wurde
er soll im zug zu sie gesagt haben das das rauchen nicht gestattet ist, darauf
hätten sie zu ihm gesagt exkrement deutscher.
der alte mann 72 jahre alt entfernt sich aus dem zug die zwei angreifer wie die
hyjenen hinter ihm her springen ihn von hinten an er fällt sie treten mit gewalt ihn den kopf.
er liegt nun mit mehreren schädelbasis brüchen im krankenhaus.
der video wurde gezeigt im ARD um diese typen zu fassen da sie so brutal
vorgegangen sind.
 

Martin Behrsing

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ja soviel zum Thema "Zivilcourage". Jeder geht sturr den eigenen Weg und interssiert sich nicht, was rings herum passiert.

An der Geschichte in Berlin wird auch noch deutlich, wie abgewi...t diese Bewachungsfirmen sind. Die Mitarbeiter sind für sie reine Ware und sonst nichts. Hauptsache billig.
 

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Tod eines Bewachungsmitarbeiters

für mich ist jetzt nun mal nicht die Bewachungsfirma ab.....cht.....

Schuldig ist doch wohl der T_Ä_T_E_R der gewollt oder zumindest billigend den Tod der Anwesenden in Kauf(Pistole und Messer)genommen hat.
 

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Rentner fasst zu Tode getreten

eben im ersten haben sie gezeigt wie ein mann halb zu tote getreten wurde
er soll im zug zu sie gesagt haben das das rauchen nicht gestattet ist, darauf
hätten sie zu ihm gesagt exkrement deutscher.
der alte mann 72 jahre alt entfernt sich aus dem zug die zwei angreifer wie die
hyjenen hinter ihm her springen ihn von hinten an er fällt sie treten mit gewalt ihn den kopf.
er liegt nun mit mehreren schädelbasis brüchen im krankenhaus.
der video wurde gezeigt im ARD um diese typen zu fassen da sie so brutal
vorgegangen sind.
Ich habe das auch im Fernsehen angeschaut und muss sagen ich bin entsetzt mit welcher Brutalität auf den Mann eingeschlagen und eingetreten(vor allen Dingen auf den Kopf) wurde.
Wobei der eine Täter anscheinend noch ein Anlauf genommen hat und gegen den Kopf des Opfers trat.
Einfach schreckliche Bilder.

Noch viel schrecklicher: keiner kam dem Mann zu Hilfe.
25 bis 30 Leute waren zumindest in der Nähe, Augenzeugen.

Feige dreckige Zuschauerbande(von mir auch aus Angst)!! Pack!! Unsere Gesellschaft!!
Soviel zum Thema "Zivilcourage" und "Solidarität" in unserer Sch...gesellschaft.

Ich hoffe mal dass den *Zuschauern und deren Familienangehörigen* nicht das gleiche passiert.

Arbeitslose, Rentner und Sozialschwache: wir werden keine SOLIDARITÄT aus dieser Gesellschaft erfahren.
 
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Noch viel schrecklicher: keiner kam dem Mann zu Hilfe.
25 bis 30 Leute waren zumindest in der Nähe, Augenzeugen.

Feige dreckige Zuschauerbande(von mir auch aus Angst)!! Pack!! Unsere Gesellschaft!!
Soviel zum Thema "Zivilcourage" und "Solidarität" in unserer Sch...gesellschaft.

Ich hoffe mal dass den *Zuschauern und deren Familienangehörigen* nicht das gleiche passiert.

Arbeitslose, Rentner und Sozialschwache: wir werden keine SOLIDARITÄT aus dieser Gesellschaft erfahren.
Ja, ich hätte auch nicht zusehen können!

Aber ich habe auch Verständnis, daß niemand eingegriffen hat: selbst die Polizei rät in solchen Fällen ab, sich da einzumischen: es würde dich selbst treffen, und dann?
 

Kaleika

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Ja, ich hätte auch nicht zusehen können!

Aber ich habe auch Verständnis, daß niemand eingegriffen hat: selbst die Polizei rät in solchen Fällen ab, sich da einzumischen: es würde dich selbst treffen, und dann?
Das sehe ich auch so.
Doch die meisten tragen doch ein Handy mit sich herum und könnten den kostenlosen Notruf an die Polizei absenden. Das ließe sich bestimmt unbemerkt machen!
Kaleika
 

Faustus

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Das sehe ich auch so.
Doch die meisten tragen doch ein Handy mit sich herum und könnten den kostenlosen Notruf an die Polizei absenden. Das ließe sich bestimmt unbemerkt machen!
Kaleika
Das sehe ich aber nicht so!
Dieses Pack ist nur deshalb mutig, weil sie wissen das niemand eingreift.
Wenn aber hilfe kommt, und der erste von denen zu Boden geht, dann
nehmen die anderen die Beine in die Hand.
Im Grunde sind diese Sorte von Angreifern selber feige.
 

Kaleika

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Isses nicht furchtbar, dass ein ganz junger Mensch sein Leben dabei verlieren musste, als er bloß einen Übergangsjob angenommen hatte, wobei er für andere, vermutlich begüterte Unternehmer, deren Besitztümer bewachte und dabei erstochen wurde?!
Die Chance auf ein eigenes Leben gegen den Reichtum eines anderen?!
Das steht doch in gar keinem Verhältnis und ist doch viel zu oft Realität.
Erschreckend, empörend ist das!
Wenn Ökonomisierung über Ethik gestellt wird, dann gibt es in Zukunft weder Moral, noch Mitgefühl, noch Werte, an denen wir uns orientieren können, Leitlinien finden, die wir an unsere Kinder weitergeben können.
Kaleika
 
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Das sehe ich auch so.
Doch die meisten tragen doch ein Handy mit sich herum und könnten den kostenlosen Notruf an die Polizei absenden. Das ließe sich bestimmt unbemerkt machen!
Kaleika
Dazu äußere ich mich nur, daß man das natürlich tun sollte, wenn es gefahrlos möglich ist. Aber das weiß man nicht...

und was mir noch einfällt: Ich denke, die Polizei muß ja von wem informiert worden sein...solche Läden haben ja ihre Alarmsysteme.
 
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Das sehe ich aber nicht so!
Dieses Pack ist nur deshalb mutig, weil sie wissen das niemand eingreift.
Wenn aber hilfe kommt, und der erste von denen zu Boden geht, dann
nehmen die anderen die Beine in die Hand.
Im Grunde sind diese Sorte von Angreifern selber feige.
Aber gegen ein Messer oder eine andere Waffe kommt man nun mal nicht an...
 

Kaleika

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Niemand soll ein Leben für andere riskieren, soviel ist klar.
Aber es gibt Möglichkleiten, andere zu unterstützen, Hilfe zu holen und nicht bloß wegzuschauen!
Natürlich würde ich auch nicht versuchen, gegen ein Messer o.ä. anzukommen.
Kaleika
 

gerda52

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Zum Post: Rentner fasst zu Tode getreten

Ludwigsburg meinte:
Aber ich habe auch Verständnis, daß niemand eingegriffen hat: selbst die Polizei rät in solchen Fällen ab, sich da einzumischen: es würde dich selbst treffen, und dann?
Es ging um 2 Angreifer, von Bewaffnung war in dem Fernsehbericht glaube ich keine Rede. Ich wüsste gerne mal, was sich in den Köpfen der 30 Gaffer abspielte. Hat einer auf das Signal oder Tun des anderen gewartet? Oder ist der passive Konsum von Gewalt via TV bereits in alle Knochen gekrochen?

Auch diese Scheißangst und die dazugehörende Lähmung jedes Einzelnen finde ich einfach zum :icon_kotz2:. Ich bin der Meinung, dass entschlossenes Auftreten von einigen das Schlimmste hätte verhindern können.

Die Haltung zeigt insgesamt, dass niemand dem anderen etwas zutraut, aber auch, dass man gar nicht erst vertrauen kann.

Hilferuf über Handy? Bis der Anrufer alles durchgegeben hat, ist der Spuk wahrscheinlich längst vorbei.

Ludwigsburg meinte:
Ja, ich hätte auch nicht zusehen können!
Und was hättest Du gemacht?

Nachtrag zum besseren Verständnis:
Im Fall des Raubüberfalles war von Zuschauern keine Rede. Hier wäre Eingreifen m.E. auch falsches Heldentum gewesen.
 

almosenempfänger

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U-Bahn-Schläger: Polizei fasst Tatverdächtige

München (dpa) - Der brutale Überfall auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn ist möglicherweise aufgeklärt: Die Polizei hat zwei Männer festgenommen, die den 76-Jährigen zusammengeschlagen haben sollen.


23. Dezember 2007 11:14 Uhr Bei den Tatverdächtigen handele es sich um einen 17 Jahre alten Griechen und einen 20-jährigen Türken, teilte die Polizei am Sonntag mit.


Die beiden Männer sollen den Rentner am Donnerstagabend verfolgt und zusammengeschlagen haben, weil der sie in der U-Bahn gebeten hatte, ihre Zigaretten auszumachen. Auf einem Überwachungsvideo der U-Bahn-Station ist zu sehen, wie der alte Mann immer wieder geschlagen und getreten wurde. Dabei erlitt der Rentner mehrere Schädelfrakturen mit Einblutungen ins Gehirn.

https://www.freenet.de/freenet/nachrichten/vermischtes/200712/200712_800ff29c97f23caa4a1fb8f6dceca399.html
 

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Zivilcourage

Niemand soll ein Leben für andere riskieren, soviel ist klar.
Aber es gibt Möglichkleiten, andere zu unterstützen, Hilfe zu holen und nicht bloß wegzuschauen!
Natürlich würde ich auch nicht versuchen, gegen ein Messer o.ä. anzukommen.
Kaleika
Da verstehe ich es nicht. Was ist wenn ein Kind zusammengetreten wird?????
Da hoffe ich mal, dass dann eingeschritten wird und nicht nur heimlich die Polizei gerufen wird.

Ganz einfach Z I V I L C O U R A G E .
 

Henrik55

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Berlin ist ein heißes Pflaster geworden. In den meisten Supermärkten ist ein privater Sicherheitsdienst tätig. Das hat sich in den letzen Jahren auch verschärft. Dort wo noch keiner öffentliche Präsenz zeigte wurde, bei mir um die Ecke, der stellvertretene Marktleiter vor ca. einem Jahr abgestochen als er einen Dieb aufhalten wollte, der eine Flasche Schnaps geklaut hat. Der Marktleiter lag danach auf der Intensiv. Wiedergesehen habe ich ihn nicht mehr im MArkt. Dafür steht dort jetzt der Wachmann.
 

Arania

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Das ist nicht nur in Berlin so, ich kenne das aus vielen Städten
 
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Zum Post: Rentner fasst zu Tode getreten



Es ging um 2 Angreifer, von Bewaffnung war in dem Fernsehbericht glaube ich keine Rede .
Na, mit dem blößen Finger sind wohl keine tödlichen Stichverletzungen entstanden...
Ergänzung: ich meine den Raubüberfall des Themas, nicht den Angriff auf den alten mann, der inzwischen eingebracht wurde.
 
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Und was hättest Du gemacht?

Ich hätte ihn auf mich aufmerksam gemacht, mit dem Täter versucht zu reden... und mir erst hinterher (wie immer) Gedanken gemacht, was mir hätte passieren können. Und das wäre wahrscheinlich in diesem Fall falsch gewesen... wobei: man muß in der Situation sein, um wirkllich sagen zu können, wie man hätte reagieren sollen/konnen/müssen

Aber: was ich tue, verlang ich nicht von anderen, wenn ich darüber nach denke. Es kann nun mal schlimm für den enden, der irgendwie eingreift!

Nachtrag zum besseren Verständnis:
Im Fall des Raubüberfalles war von Zuschauern keine Rede. Hier wäre Eingreifen m.E. auch falsches Heldentum gewesen.
Eben
 

Richardsch

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Das sehe ich aber nicht so!
Dieses Pack ist nur deshalb mutig, weil sie wissen das niemand eingreift.
Wenn aber hilfe kommt, und der erste von denen zu Boden geht, dann
nehmen die anderen die Beine in die Hand.
Im Grunde sind diese Sorte von Angreifern selber feige.
Das sehe ich auch so. Schon ein geschlossenes Auftreten der "Gaffer", das Anschreien der Täter usw., hätte dem Rentner wohl einiges erspart.
 

Arania

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Das erste was man bei Selbstverteidigung gelehrt bekommt ist: zieh nur in den Krieg, wenn Dir ALLE Konsequenzen bewusst sind und Du bereit bist ALLE Mittel einzusetzen, falls nicht rufe lieber nur Hilfe

Das gilt auch für eine Gruppe: Wenn sie im Ernstfall doch nicht zusammensteht ist es zwecklos
 
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Das sehe ich auch so. Schon ein geschlossenes Auftreten der "Gaffer", das Anschreien der Täter usw., hätte dem Rentner wohl einiges erspart.
Möglich, aber genauso möglich, daß niemand da war, der sich körperlich überlegen fühlte und alle Angst hatten, die Aufmerksamkeit des Täters auf sich zu lenken!

Weißt du, wie der hinterher dasteht, falls der Täter sich auf den stürzt, der eingegriffen hat und der dabei schwer verletzt wurde? Vielleicht seinen Job nicht mehr ausführen kann?

Ich verstehe jeden, der daran denkt...
 
H

Hutter

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Was mich besonders an dem Fall aus München so richtig anwidert, ist der Hintergrund.

Da haben wir also einen 76jährigen Mann. Anfang der 30er Jahre geboren. Seine Jugend war sicherlich kein Zuckerschlecken. Er ist mitten im Krieg groß geworden. Und er hatte Glück, daß der Krieg zuende war, bevor er erwachsen genug war, um in die Armee eingezogen zu werden.

Dann stand er mit seiner Familie (sofern überhaupt noch vorhanden) vor Trümmern. Sicherlich wird er dann irgendwann einmal auch den Aufschwung genossen haben, wenn er Glück hatte.

Nach all den Jahren, wo er gearbeitet hat, ist er dann vermutlich Anfang der 90er Jahre in Rente gegangen, jedenfalls, wenn er nicht wegen Krankheit schon früher aus dem Berufsleben ausgeschieden ist.

Keine Ahnung, ob er Münchner ist, aber nehmen wir es doch einfach mal an. Münchner durch und durch, er liebt seine Stadt und will auch im Alter nicht wegziehen. Der Mann hat Glück, daß er mit 76 überhaupt noch fit genug ist, um in der Stadt unterwegs sein zu können.

Und dann trifft jemand mit einem langen, sicherlich arbeitsreichen Leben auf zwei absolute Nullnummern, die noch nie etwas geleistet haben. Die besoffen sind und sich einen Dreck um Rauchverbote scheren. Und von denen wird er dann fast totgeschlagen.

Das widert mich an.
 

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Ich verstehe die Zuschauer nicht....

Möglich, aber genauso möglich, daß niemand da war, der sich körperlich überlegen fühlte und alle Angst hatten, die Aufmerksamkeit des Täters auf sich zu lenken!

Weißt du, wie der hinterher dasteht, falls der Täter sich auf den stürzt, der eingegriffen hat und der dabei schwer verletzt wurde? Vielleicht seinen Job nicht mehr ausführen kann?

Ich verstehe jeden, der daran denkt...
Das verstehe ich nicht!!!!

Dann können die TÄTER ja einen nach dem anderen massakrieren und irgendwann kommt dann die zur Hilfe gerufenen Polizei.
Oder wie ich schon schrieb, was ist wenn Kinder oder die alte Frau zusammengeschlagen -getreten werden??
Oder wenn dass eigene Kind die eigene Oma..???
Gilt dann auch noch der Satz.. Ich verstehe jeden, der daran denkt.....

Ganz einfach Z I V I L C O U R A G E .
 

Richardsch

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Möglich, aber genauso möglich, daß niemand da war, der sich körperlich überlegen fühlte und alle Angst hatten, die Aufmerksamkeit des Täters auf sich zu lenken!
Weißt du, wie der hinterher dasteht, falls der Täter sich auf den stürzt, der eingegriffen hat und der dabei schwer verletzt wurde? Vielleicht seinen Job nicht mehr ausführen kann?
Es tut mir leid, ich kann das nicht nachvollziehen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, war von ca. 25 Gaffern die Rede. Wenn nicht wenigstens 5 Leute davon so viel Zivilcourage besitzen zumindest laut "Hilfe" zu schreien um die Täter abzuschrecken, dann stimme ich Left mit dem was er/sie schrieb zu: "Arbeitslose, Rentner und Sozialschwache: wir werden keine SOLIDARITÄT aus dieser Gesellschaft erfahren."
Es ist wie in der Politik und Wirtschaft, der Starke wird nur so stark, wie der Schwache es zulässt.

@Hutter
Danke für deine Ausführung, die dieses Thema sehr bereichert.

Gruß Richard
 
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