Nur Ärger (und Schulden) durch das Amt... (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Zwirrlicht

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Hallo! Ich melde mich nach langer Zeit zurück mit den nächsten Problemen.
Ich fange mal von vorne an. Vielleicht kann mir ja einer von euch einen guten Rat geben, was ich nun machen soll..

Ich habe im September 2013 eine Schulische Ausbildung angefangen und meinen BaFög-Antrag fristgerecht gestellt. Mit dem Vermerk, dass meine "Mutter" sich weigern wird, ihre Anlage, die sie ausfüllen muss, zu unterschreiben.

Das BaFög Amt versicherte mir, dass sie zur Not in Vorkasse gehen würden, wenn sich meine Mutter nach 4 Wochen nicht mit der Unterschrift blicken lässt.

Das Ende vom Lied: Ich musste 3 Monate ohne Geld leben, da sich das BaFög-Amt nicht in der Lage sah, in irgendeiner Form in Vorkasse gehen zu können.
In der Zeit habe ich lediglich Kindergeld bekommen (mein eigenes), was natürlich sofort wieder weg war, da ja Hinz und Kunz ihr Geld wollten. Auch ein Darlehens-Antrag wurde abgelehnt. Ich habe mich dadurch natürlich bei div. Unternehmen verschuldet, da ich kein Geld hatte.

Am Anfang des dritten Monats (November 14) habe ich die schulische Ausbildung abbrechen müssen, da ich einfach keine Reserven mehr hatte um mir das Fahrgeld leisten zu können.

Ich habe noch in der selben Woche dem Amt diese Änderungsmitteilung samt allen Unterlagen zukommen lassen, damit ich wieder Hartz IV bekomme. Auch war ich bei meiner Beraterin für Ausbildungssuche (damit ich Kindergeld bekomme) und haben uns geeinigt, dass ich versuche, wieder in diese Schulische Ausbildung zu kommen, da mir der Beruf an sich gefallen hat und dass sie mir vorerst keine Vermittlungsschreiben zukommen lässt, da das Ziel ja bekannt sei (alles mündlich vereinbart).

Ich muss dazu sagen, dass ich verheiratet bin und mit meinem Mann in einer Bedarfsgemeinschaft lebe, die über ihn läuft. Er hat in dem Zeitraum, wo ich die schulische Ausbildung angefangen habe, ebenfalls eine Umschulung begonnen und auch da war das Amt nicht in der Lage, ihm sein Geld zu zahlen (weiß der Teufel warum). Deswegen hat auch er seinen Umschulungsplatz aufgeben müssen.

Wie dem auch sei. Ich also den Antrag Anfang November gestellt und keinerlei Rückmeldung erhalten. Ich war dann am 27.01.15 beim Amt und habe mich dann mal erkundigt, was denn nun mit meinem Antrag sei und dort wurde mir von einer sehr netten, aber auch sehr inkompetenten Frau gesagt, dass es zwar Vermerke gibt, dass ich alles abgegeben habe, aber sich noch keiner Verantwortlich gefühlt hat, diesen Antrag zu bearbeiten. Da sie mir absolut nicht weiter helfen konnte, hat sie für mich eine "Rückruf-Anfrage" (oder so) zum Sachverhalt veranlasst. Dies soll wohl 3 Tage dauern (ich warte immer noch auf diesen Anruf.. heute ist der 3. Tag).

Da ich zufällig heute auch ein Gespräch mit meiner Berufsberaterin hatte, habe ich dort gleich mal nachgefragt. Auch sie konnte mir nicht helfen. Dafür hat sie mir aber so nebenbei mitgeteilt, dass ich gar nicht bei der Ausbildungssuche angemeldet sei und mir geraten, ich solle mich schnell bei der Kindergeldkasse melden, damit ich nicht im Endeffekt das Kindergeld, welches ich bekommen habe bzw. bekomme, vom November an zurück zahlen muss. Wie oben erwähnt, habe ich meiner "Ausbildungsberaterin" NICHT gesagt, dass sie mich aus der Suche rausnehmen soll!

Hinzu kommt, dass ich jetzt eine 100% Sanktion erwarte, die (dank meiner Beraterin) 6 Wochen andauern wird. Der Grund dafür war, dass sich eine Firma bei mir gemeldet hat und mir einen Termin gegeben hat. Ich musste diesen Termin Krankheits-bedingt ablehnen und habe um einen neuen Termin gebeten. Dummerweise bekam ich über E-Mail einen neuen Termin und nicht, wie erwartet, über Post oder Anruf. Daher habe ich ihn übersehen und dafür die Sanktion bekommen. Soweit auch richtig..

Aber ich dächte, ich hätte mal gehört, dass man mich nicht zu 100% Sanktionieren darf..? Zwecks Menschenrechtsverletzung oder so?
------

Kurz und knapp: Ich habe kein Geld (und werde dann auch erstmal keins bekommen), dafür aber Schulden und Ärger. Was kann ich machen?
 

hans wurst

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Hinzu kommt, dass ich jetzt eine 100% Sanktion erwarte, die (dank meiner Beraterin) 6 Wochen andauern wird. Der Grund dafür war, dass sich eine Firma bei mir gemeldet hat und mir einen Termin gegeben hat. Ich musste diesen Termin Krankheits-bedingt ablehnen und habe um einen neuen Termin gebeten. Dummerweise bekam ich über E-Mail einen neuen Termin und nicht, wie erwartet, über Post oder Anruf. Daher habe ich ihn übersehen und dafür die Sanktion bekommen. Soweit auch richtig..
Nein nicht richtig. Du bist nur verpflichtet, täglich deinen Briefkasten zu kontrollieren. Du bist jedoch nicht dazu verpflichtet, deine E-Mail täglich zu kontrollieren und der Absender muss grundsätzlich den Erhalt nachweisen.
 

Zwirrlicht

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@ gelibeh

Nein.

Meine Beraterin ist mir entgegen gekommen und meinte, dass sie den Vorfall erst gegen Mitte Februar einreichen wird.. sozusagen "in der Hoffnung, dass ich bis dahin meine Nachzahlung bekommen habe" und erst einmal davon leben kann.
Wie gesagt hat sie mir auch anstatt 3 Monate "nur" 6 Wochen gegeben.

Sie meinte aber, dass das nicht anders ginge, da der Vorfall wohl schon irgendwo gemeldet wurde. Ich vermute mal, dass sie die Sache unter den Tisch gekehrt hätte, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre.

------

@ hans wurst

Ich habe ja (dummerweise) bereits schriftlich dazu Stellungnahme genommen. Daher wissen sie, dass ich die E-Mail erhalten habe.
 

gelibeh

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Aber Du hast die Mail ja nicht rechtzeitig gelesen, weil Du dazu nicht verpflichtet bist jeden Tag in den Mail-Ordner zu schauen. Gegen die Sanktion würde ich mich wehren.
 

Zwirrlicht

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Aber Du hast die Mail ja nicht rechtzeitig gelesen, weil Du dazu nicht verpflichtet bist jeden Tag in den Mail-Ordner zu schauen. Gegen die Sanktion würde ich mich wehren.
Mhm.. Aber ein Gerichtsbeschluss oder ein Paragraph mit dem ich argumentieren könnte gibt es nicht, oder?
 

PeterBR1

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Mir ist so etwas vor Jahren auch passiert. Du solltest Dich unbedingt dagegen wehren. Man kann Dich nicht mit 100% Sanktionen belegen. Vielleicht solltest Du Deiner Beraterin nicht all zu sehr trauen. Meines Erachtens ein psychotrick. Sowas haben die bei mir auch versucht.

Sage Ihr das Du dagegen Beschwerde einlegen willst. Und teile ihr das mit den Emails mit. Ich meine das was die Leute hier geschrieben haben.

Emails sind immer noch zu unsicher. Es geht was verloren.Hängt im Spamordner etc.pp. So etwas gilt nicht. Wie bereits geschrieben es muss telefonisch oder per Brief mitgeteilt werden.
 

KristinaMN

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@Zwirrlicht

Du bist im naiven Glauben, dass Behörden und Ämter die Wahrheit sagen und Dich richtig beraten. Weit gefehlt. Genau Gegenteiliges ist NORMAL.

Deshalb genau hinschauen und hinhören ! Es geht um Deine Existenz.
 

Zwirrlicht

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Wie ich schon sagte, ich bräuchte wenn dann schon handfeste Argumente.
Wenn ich mich dahin stelle und sage, dass ich nicht verpflichtet sei, jeden Tag meine E-Mails zu überprüfen, dann lachen die mich doch aus?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

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Was hast du denn in der Stellungnahme zu der Sanktion geschrieben?
 

Zwirrlicht

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Was hast du denn in der Stellungnahme zu der Sanktion geschrieben?
Mir wurde vorgeworfen, dass ich mich nicht auf die Stelle beworben hätte bzw. nicht zum Termin erschienen bin (Standardbrief nehme ich an).

Ich antwortete:

"Sehr geehrte blablabla,

ich habe mich auf die Stelle gemeldet und auch einen Termin vereinbart. Diesen Termin musste ich jedoch aus gewissen Gründen verschieben und bat um einen neuen Termin. Frau XyZ sendete mir einen neuen Termin über E-Mail. Da ich einen Brief oder ein Telefonat erwartete, habe ich diese E-Mail schlicht weg übersehen.

Ich habe mich, nachdem ich von meiner 10-tägigen Reise zurückgekehrt war auch sofort bei Frau XyZ via E-Mail gemeldet und mich entschuldigt und nach einen neuen Termin gebeten.

bla bla etc mfg und so weiter".

Ich habe es nicht mehr wortwörtlich im Kopf, aber das kommt dem Originaltext sehr nahe.

EDIT: Ich habe sogar noch am selben Tag, an dem mir die Beraterin das mit der Sanktion mitteilte, ein Vorstellungsgespräch bei der Frau XyZ gehabt. Es ist recht positiv ausgefallen und ich warte nun auf eine Rückmeldung.
 

KristinaMN

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War die Reise / Ortsabwesenheit vom JC genehmigt?

Wenn Du email-Adressen in der Bewerbung angibst, musst Du auch täglich (wie beim JC selbst) im Posteingang schauen.

Dein Vorstellungsgespräch ist jetzt auch einige Zeit her. Frage fasse schriftlich bei Frau XyZ nach und beziehe Dich auf das angenehme Bewerbergespräch vom XY - das kann positiv vom JC ausgelegt werden.
 

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Meine Empfehlung. Gebe oder gebt nie eine E-Mail Adresse dem Jobcenter. Schriftlich immer über den Postweg. Auch keine Bewerbungen per E-Mail versenden. Entweder über den Postweg, oder wenn es möglich ist per Telefax
 
E

ExitUser

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ich habe mich auf die Stelle gemeldet und auch einen Termin vereinbart. Diesen Termin musste ich jedoch aus gewissen Gründen verschieben und bat um einen neuen Termin. Frau XyZ sendete mir einen neuen Termin über E-Mail. Da ich einen Brief oder ein Telefonat erwartete, habe ich diese E-Mail schlicht weg übersehen.

Ich habe mich, nachdem ich von meiner 10-tägigen Reise zurückgekehrt war auch sofort bei Frau XyZ via E-Mail gemeldet und mich entschuldigt und nach einen neuen Termin gebeten.
Das ist bitte nicht Dein Ernst, oder?
Du hast denen sinngemäß geantwortet: ich habe die E-Mail nicht gelesen/beantwortet, da ich 10 Tage verreist war? War die OAW genehmigt?
Gibt es bei Dir eine Beratungsstelle für Erwerbslose? Bei mir z.B. gibt es die von der Caritas.
Dann geh da bitte hin. Das ist bei Dir so viel "Kuddelmuddel". Und in meinen Augen hast Du Dich mit dieser Antwort - falls die Reise nicht genehmigt war - noch selbst um Kopf und Kragen geschrieben.

Lass Dir bitte zukünftig helfen bei sowas. Und nicht nur im Internet, sondern von Personen vor Ort. Die Hilfe hier ist zwar meist auch top, aber bei so viel auf einmal, wär es wirklich gut, wenn Dir jemand konkret hilft bei Schreiben an die etc.

Falls die Reise genehmigt war, ist allerdings - was das betrifft - alles gut. Wenn sowas genehmigt ist, muss man in der Zeit auch nicht seine Post kontrollieren, geschweige denn Mails.

Wenn Du email-Adressen in der Bewerbung angibst, musst Du auch täglich (wie beim JC selbst) im Posteingang schauen.
Das sehe ich nicht ganz so streng. Zwar bin ich auch der Ansicht, wenn ich Mail angebe als Kontaktmöglichkeit, dass ich darüber dann auch erreichbar sein sollte. Aber da kann so viel passieren. Ich hab das häufiger, dass ich mal nicht online gehen kann. Virus oder andere PC- Probleme. Das dürfte daher schon durchgehen, dass man seine Mails nicht abrufen konnte, auch wenn man wollte.
 

Erolena

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Da ich zufällig heute auch ein Gespräch mit meiner Berufsberaterin hatte, habe ich dort gleich mal nachgefragt. Auch sie konnte mir nicht helfen. Dafür hat sie mir aber so nebenbei mitgeteilt, dass ich gar nicht bei der Ausbildungssuche angemeldet sei und mir geraten, ich solle mich schnell bei der Kindergeldkasse melden, damit ich nicht im Endeffekt das Kindergeld, welches ich bekommen habe bzw. bekomme, vom November an zurück zahlen muss. Wie oben erwähnt, habe ich meiner "Ausbildungsberaterin" NICHT gesagt, dass sie mich aus der Suche rausnehmen soll!
Nach drei Monaten wirst du automatisch gestrichen. Darüber gibt es keine Information, keine Nachfrage - rein gar nichts. Das ist von oben so abgesegnet (Belege habe ich gerade nicht zur Hand, bin mir aber sicher). Man ist der Meinung, wer sich drei Monate lang nicht meldet, der hat kein Interesse an der Ausbildungssuche (mehr).

Alternative Lösung:

Wenn du unter 21 Jahre alt bist, reicht es, arbeitsuchend zu sein, um Kindergeld zu beziehen.
f) Kind ohne Arbeitsplatz

Unabhängig von den unter e) erläuterten Anspruchsvoraussetzungen wird Kindergeld auch für ein über 18 Jahre altes Kind bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gezahlt, wenn es nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht und bei einer Agentur für Arbeit im Inland, einem anderen für Arbeitslosengeld II zuständigen Leistungsträger oder einer staatlichen Arbeitsvermittlung in einem anderen EU- bzw. EWR-Staat oder der Schweiz als Arbeitsuchender gemeldet ist.
Voraussetzungen - www.arbeitsagentur.de
Wenn du über 21 Jahre alt bist, musst du ausbildungssuchend sein, um Kindergeld zu beziehen (oder in Ausbildung irgendeiner Art)

Dass du ausbildungssuchend bist, kannst du der Familienkasse selber nachweisen. Das wissen viele nicht. Dann bist du nicht auf die Gnade der Berufsberatung angewiesen.
zum Beispiel so:
- Schicke der Familienkasse eine Liste mit deinen Bewerbungen bzw. Anworten der Betriebe/Schulen.
- teile der Familienkasse mit, dass du dich sofort um eine Ausbildung bewerben wirst, sobald das wieder möglich ist. Z.B. wenn Bewerbungen erst wieder ab März angenommen werden. Wir hatten dazu die Internetseite der Einrichtung ausgedruckt, auf der der frühest mögliche Bewerbungszeitpunkt ersichtlich war.
- teile der Familienkasse mit, dass dir deine Schule zugesichert hat, dass du im nächsten Jahr wieder beginnen kannst (wenn du deine Finanzen geklärt hast). Veilleicht hast du etwas schriftliches über die Zusage der Schule?

Falls es zur Rückforderung von Kindergeld kommt,
- dann stelle bei der Familienkasse einen Antrag auf Erlass der Rückforderung. Frist beachten.
- oder wenn es daür schon zu spät ist und wenn dir schon der Gerichtsvollzieher vom Hauptzollamt schreibt, dann stell einen Antrag auf Niederschlagung der Rückforderung.
 

Erolena

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Das Ende vom Lied: Ich musste 3 Monate ohne Geld leben, da sich das BaFög-Amt nicht in der Lage sah, in irgendeiner Form in Vorkasse gehen zu können.
In der Zeit habe ich lediglich Kindergeld bekommen (mein eigenes), was natürlich sofort wieder weg war, da ja Hinz und Kunz ihr Geld wollten. Auch ein Darlehens-Antrag wurde abgelehnt. Ich habe mich dadurch natürlich bei div. Unternehmen verschuldet, da ich kein Geld hatte.
Eine Lösung wäre gewesen:

A) ein Antrag auf ein Darlehen vom Jobencenter Das ist in Darlehen für Schüler/Studenten bzw. auch für Azubis.

Für den ersten Monat soll das Darlehen nach § 27 Absatz Absatz 4 Satz 2. gezahlt werden. Und für die Folgemonate ein Darlehen nach § 27 Abs 4 Satz 1. So weit meine Kenntnis, ohne Garantie.

§ 27 Leistungen für Auszubildende (SGB II)

(4) Leistungen können als Darlehen für Regelbedarfe, Bedarfe für Unterkunft und Heizung und notwendige Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung erbracht werden, sofern der Leistungsausschluss nach § 7 Absatz 5 eine besondere Härte bedeutet. Für den Monat der Aufnahme einer Ausbildung können Leistungen entsprechend § 24 Absatz 4 erbracht werden. Leistungen nach den Sätzen 1 und 2 sind gegenüber den Leistungen nach den Absätzen 2 und 3 nachrangig.

(5) Unter den Voraussetzungen des § 22 Absatz 8 können Auszubildenden auch Leistungen für die Übernahme von Schulden erbracht werden.
B) Und gleichzeitig einen Antrag auf den Mietkostenzuschuss nach § 27 Absatz 3 stellen.

§ 27 SGB II Leistungen für Auszubildende - dejure.org

P.S. Kindergeld, dass du selber beziehst, wird bei der Bafög-Vorschuss-Berechnung angerechnet. Also es gibt weniger Vorschuss durch das selbst bezogene Kindergeld.
Hier ein Fall mit anteiligem Bafög (unter Anrechnung von dann doch nicht gezahltem Unterhalt) + Vorschuss vom Bafög-Amt + Mietkostenzuschuss vom Jobcenter + selbst bezogenem Kindergeld.
Bayerischer VGH, Beschluss vom 18. Oktober 2013 - Az. 12 C 13.1520
 

Zwirrlicht

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Eine Lösung wäre gewesen:

A) ein Antrag auf ein Darlehen vom Jobencenter Das ist in Darlehen für Schüler/Studenten bzw. auch für Azubis.

Für den ersten Monat soll das Darlehen nach § 27 Absatz Absatz 4 Satz 2. gezahlt werden. Und für die Folgemonate ein Darlehen nach § 27 Abs 4 Satz 1. So weit meine Kenntnis, ohne Garantie.
Ich schrieb doch, dass mir mein Darlehensantrag abgelehnt worden ist.

Und Möglichkeit B nützt mir auch nichts mehr, da diese Sache ja nicht mehr aktuell ist (abgesehen von meinen Schulden..)
 

Makale

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Naja die Sanktion wird wohl mangels einer "Weigerung" bzw. "(vorsätzlichen) Vereitelung einer Anstellung" ausscheiden. Das entsprechende Vorstellungsgespräch hat zwar verspätet, aber dennoch stattgefunden und das vor Erlass des Minderungsbescheides (welcher ja bislang noch nicht erlassen wurde). Ich erkenne nach bisher gelesenen keine zu sanktionierende "Pflichtverletzung". Dem etwaigen Minderungsbescheid ist durch die Nachholung des Vorstellungsgesprächs die Grundlage entzogen.
 

Erolena

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Die Begründung von Makale finde ich gut als Ansatz. Wenn der Sanktionsbescheid kommt, dann schreib genau, was sie als Grund für die Saktion vorbringen.

Wenn ein Sanktionsbescheid kommt, Widerspruch einlegen
+ und gleich anschließend mit der Kopie des Widerspruchs (mit Eingangsstempel drauf) zum Sozialgericht und einen Antrag auf Einstweiligen Rechtschutz stellen.
Zuständig ist der Rechtspfleger des Sozialgerichts, der hilft, wenn nötig den Antrag zu formulieren.
Aktuelle Kontoauszüge mitnehmen, um die Bedürftigkeit zu beweisen.
Ich denke in die Schreiben muss rein, dass du die Herstellung der aufschiebende Wirkung des Widerspruchs beantragst.

Wenn das Gericht die sogenannte "Einstweilige Anordnung" erlässt,dann schätzt das Gericht die Chancen gut ein, dass du einen Prozess zu gewinnen würdest, falls es dazu kommt.
Nach Erfahrungsberichten dauert es ca. drei Wochen beim Sozialgericht. Also musst du recht schnell handeln, wenn der Sanktionsbescheid eintrifft.

Einen Rechtsanwalt braucht man dafür nicht, das kann man auch alleine durchziehen. Hast du jemanden, der dir beistehen könnte? Eine gute Freundin, die beide Wege mitmacht?

P.S. mein voriger Beitrag zum (Schüler-)Darlehen
Das war für den nächsten Herbst gedacht, wenn du die schulische Ausbildung fortsetzen willst. Bei Ablehnung Widerspruch und Antrag auf Einstweilige Anordnung stellen.
Nur als Idee: Vielleicht gibt es für deinen Berufswunsch eine betriebliche Ausbildungsalternative, bei der du finanziell besser dastehst? Nur als Beispiel: eine schulische Ausbildung zum Sozialassistenten bringt nur Bafög, dagegen eine duale Ausbildung zum Altenpfleger bringt eine ziemlich gute Ausbildungsvergütung.
 

Zwirrlicht

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(Ich würde niemals eine Ausbildung zum Altenpfleger machen. Ich schaffe das seelisch nicht, den Leuten beim "dahin vegetieren" zu zusehen.
Auch werde ich diese schulische Ausbildung nicht weiter anstreben. Einfach, um meiner "Mutter" nicht die Genugtuung zu geben, dass sie es geschafft hat, mir diese Ausbildung zu verhunzen.

Ich werde in Richtung Dialog-Marketing gehen. Da bekomme ich kein BaFög und gebraucht wird man dort immer.)

Ich werde euren Ratschlägen folgen! Ich danke euch schon mal für eure Hilfe!
 

Karinik

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Hallo Zwirrlicht
sorry, aber bei dir geht einiges durcheinander.
Im Eingangsposting schreibst du "Ich musste diesen Termin krankheitsbedingt ablehnen". Liegt dem JC eine Krankmeldung vor?
In deinem Widerspruch "aus gewissen Gründen" Was sind gewisse Gründe, gerade im Widerspruch muss alles Hand und Fuß haben, wenn er erfolgreich sein soll.

Und auch von mir die Frage - war die 10-tägige Reise genehmigt?
"ich (werde) diese schulische Ausbildung nicht weiter anstreben. Einfach, um meiner "Mutter" nicht die Genugtuung zu geben, dass sie es geschafft hat, mir diese Ausbildung zu verhunzen"

Gerade wenn du die Ausbildung nicht weiter anstrebst, hat es deine Mutter geschafft.
 
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