Nur 7 Monate gearbeitet nun krank..ALG1??

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oni71

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Hallo,
habe mal eine Frage für den Vater einer Freundin , der sich gerad in einer wirklich dummen Situation befindet .

Er ist nun 58.War mehrer Jahre Selbstständig , hat dann vor 7 Monaten einen steuerpflichtigen Arbeitsplatz bei einer Zeitarbeiterfirma angenommen.
Nun ist er leider erkrankt und promt gekündigt worden.

Hat er dennoch Anspruch auf ALG1 oder muss er sofort Harz4 beantragen.
Ganz wichtig wäre , dass er weiter versichtert ist , denn die Erkrankung wird langwieriger werden.
Bei der Rentenstelle hat er bereits im letzten Jahr angeklopft , die sagten ihm er müsse vom Alter her noch 3 Jahre warten.

Wäre dankbar ein wenig hilfreiche Antworten zu erhalten .Danke
 

oni71

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Aber noch ist er ja nicht 6 wochen und die Kündigung ist für den 15. märz ausgesprochen, also auch sehr kurzfristig.
Und wenn er in keinem Arbeitsverhältnis mehr steht ist er ja auch nicht weiter krankgeschrieben???

Petra
 
E

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Gast
Natürlich ist er dann weiter krank geschrieben und hat dann Anspruch auf Krankengeld. Und zwar ab dem Tag, an dem er keinen einen Anspruch auf Lohnfortzahlung mehr hat (16.03.)

Zur Kündigung, wurde sie auch Rechtmäßigkeit geprüft?
 

oni71

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Auch wenn er dann noch nicht 6 wochen krank ist??
Die rechtliche Prüfung der Kündigung habe ich meiner Freundin bereits empfohlen.
Krankenversichert wäre er dann auch weiter? odr muss er sich trotzdem bei irgendeinem Amt melden Arge oder Arbeitsamt??
 
E

ExitUser

Gast
Ja, auch dann. Auch ein Arbeitsloser hat Anspruch auf längstens 78 Wochen Krankengeld.

So lange er krank geschrieben ist, muss er sich nicht arbeitslos melden (nicht vermittelbar)

Anspruch auf ALG I hat er eh erst, wenn er mindestens ein Jahr versicherungspflichtig beschäftigt war.
 
E

ExitUser

Gast
Eine Voraussetzung für den Erwerb von ALG I ist die Erfüllung der Anwartschaftszeit - § 123 SGB III.
Diese hat er nicht erfüllt.
S.a.: Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung - (SGB III)

Natürlich hat er Anspruch auf Krankengeld, auch nach der Kündigung für max 78 Wochen.
Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (SGB V)

Die Kündigungsfrist muss eingehalten werden. Sonst gibt es später Probleme mit dem Amt.

Da er Krankengeld bezieht, natürlich so lange wie möglich, muss er sich erst am 1. Tag der Gesundmeldung bei der ARGE/JobCenter melden. Zur Zeit ist die Krankenkasse zuständig.

Generell:
Bei Eintritt von Arbeitslosigkeit sollte daher vorrangig ALG I beantragt werden, wenn die zwölfmonatige Anwartschaftszeit nach § 123 SGB III erfüllt sein könnte. Bei Unklarheiten sollte noch hilfsweise einen Antrag auf ALG II gestellt werden.
 

oni71

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Super , danke Euch , da ist ihm sehr mit geholfen , denn zu der Erkrankung nnoch die Sorge wiegehts finanziell weiter ist sehr belastend .

Danke
 
E

ExitUser

Gast
Nachtrag/Anmerkung

Bei der Kündigung muss es sich um eine ordentliche (fristgemäße) handeln.
Sonst wird "Mitwirken" am Verlust des Arbeitsplatzes unterstellt.
Dann wäre die Kündigungsschutzklage innerhalb von 3 Wochen nach Kündigung erforderlich.
Die Kündigungsschutzklage sollte man immer in Erwägung ziehen (länger als 6 Monate bestehendes Arbeitsverhältnis und kein Kleinbetrieb [> 10 Beschäftigte]).

Sozialrechtliche Rechtsfolgen der Kündigung/Beendigung von Arbeitsverhältnissen

Ordentliche Kündigung

www.rechtsrat.ws
 
E

ExitUser

Gast
Das heißt hier auf gut deutsch, 7 Monate versicherungspflichtig gearbeitet + min. 5 Monate Lohnersatzleistung in Form von Krankengeld.
Somit ist die zwölfmonatige Anwartschaftszeit nach § 123 SGB III erfüllt und es besteht Anpruch auf die Lohnersatzleistung ALG I.
 

oni71

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Nä 7 +5 :icon_evil: hat Mambo auch geschrieben :icon_smile:

Prima , Danke Ihr ieben da kann er sicher schon mal was mit anfangen und ist etwas beruhigter.

Der Kündigungsgrund war übrigens aus wirtschaflichen Gründen :eek:

Petra
 
E

ExitUser

Gast
Zur Richtigstellung.
Bei mir, nicht beim deutschen Rechenmeister Adam Riese, war zunächst 7+3 in der Tat 12.
Ich habe den Lapsus aber selbst noch bemerkt und bevor @Kerstin_K reagiert hat, bereits selbst geändert.

Der Herr (Gott) in Goethes "Faust", Teil I, "Prolog im Himmel": "Es irrt der Mensch so lang er strebt."

Komplett:

Solang er auf der Erde lebt,
so lange sei dir's nicht verboten,
es irrt der Mensch so lang er strebt.
 
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