Nürnberg setzt 1 Euro Jobber zur Renovierung von Wohnungen ein (1 Betrachter)

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ExitUser

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Wenn man als bedürftiger Mensch Renovierungskosten beantragt und genehmigt bekommt, so wird der Auftrag automatisch an die Noris-Arbeit gGmbH, kurz NOA weitergeleitet. Diese setzt nun 1 Euro Jobber für diese Aufgabe ein. Persönlich miterlebt, als eine Nachbarin auf meinen Rat Renovierungskosten beantragte. Passiert 2007.

Beantragt ein finanziell schlecht gestellter alter oder kranker Mensch Hauswirtschaftliche Hilfe beim Nürnberger Sozialamt und diese wird genehmigt, was schon ein harter Kampf bis hin zum Sozialgericht werden kann, so wird der Auftrag ebenfalls an die NOA vergeben und von 1 Euro Jobbern ausgeführt. Passiert 2008.

Schon vorher war die Stadt Nürnberg im Umgang mit 1 Euro Jobbern negativ aufgefallen, als sie diese an die AWO Nürnberg vermittelte, und diese dort für Hauswirtschaftliche Hilfen bei Kranken und alten Menschen eingesetzt wurde. Bedenkt man, wie teuer Hauswirtschaftliche Hilfe ist, dann wird diese Bereicherung durch die Arbeitskraft von 1 Euro Jobbern umso niederträchtiger. Persönlich erlebt, als meine Mutter einen schweren Unfall hatte und über ihre Unfallversicherung Hauswirtschaftliche Hilfe bekam. Der Auftrag wurde an die Johanniter gegeben, die wiederum den Auftrag an die AWO weitergaben. Die daraufhin wöchentliche Tätige gab selbst an, 1 Euro Jobberin zu sein. Passiert im Jahr 2006. (Daß eine festangestellte Mitarbeiterin der AWO dann einen Unfall verursachte der in Folge zum Tod meiner Mutter führte, ist eine andere Sache)
 

Prekariat66

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Und immer wieder sind die caritativen Einrichtungen bis zum Hals in solche Machenschaften verstrickt.
 
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Rounddancer

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Ich denke, was Renovierungen durch gemeinnützige Unternehmen angeht:
Hier sollten wir konkrete Fälle der Handwerkskammer und der Maler- und Lackierer-Innung benennen,- damit die ihre Vertreter in den Stadträten und Parteien darauf ansetzen können. Sind es doch diese Betriebe, die für solche Renovierungen eigentlich zuständig sind, und denen da Aufträge verlorengehen, mit denen sie regulär bezahltes, sozialversicherungspflichtiges Personal beschäftigen könnten.

Was hauswirtschaftliche Einsätze angeht: Hier gibt es die z.B. in Stuttgart von gemeinnützigen kirchlichen Organisationen die Möglichkeit, solche Dienste als ehrenamtliche Einsätze zu fahren,- mit Aufwandsentschädigung. So werden dann die alten Menschen betreut (nicht Pflege!), und die ehrenamtliche Mitarbeiterin bekommt pro Stunde 8 Euro, die ihr auch netto verbleiben (auch wenn sie Alg II hat, bis zur üblichen Grenze der Hälfte des Regelsatzes).
 
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Wenn man als bedürftiger Mensch Renovierungskosten beantragt und genehmigt bekommt, so wird der Auftrag automatisch an die Noris-Arbeit gGmbH, kurz NOA weitergeleitet. Diese setzt nun 1 Euro Jobber für diese Aufgabe ein.
Eine sehr gute Sache :icon_klarsch:

Der bedürftige Mensch kann die Kosten nicht zahlen. Dass die Allgemeinheit hier nicht auch noch mit hohen Handwerkerrechnungen belastet wird, ist nachvollziehbar.

Schließlich renovieren die meisten ihre Behausungen auch in Eigenregie ohne Handwerker.

Da kommen die 1 € Jobber genau richtig. Das ist Hilfe von Bedürftigen für Bedürftige.

So sollte es auch sein und nicht anders.:icon_daumen:
 
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ExitUser

Gast
Eine sehr gute Sache :icon_klarsch:

Der bedürftige Mensch kann die Kosten nicht zahlen. Dass die Allgemeinheit hier nicht auch noch mit hohen Handwerkerrechnungen belastet wird, ist nachvollziehbar.

Schließlich renovieren die meisten ihre Behausungen auch in Eigenregie ohne Handwerker.

Da kommen die 1 € Jobber genau richtig. Das ist Hilfe von Bedürftigen für Bedürftige.

So sollte es auch sein und nicht anders.:icon_daumen:
Wobei die NOA diese 1 Euro Handwerker auch Nichtbedürftigen anbietet.

Grundsätzlich sollte es so gar nicht sein, denn hier werden sozialversicherungspflichtige Jobs vernichtet. Und dabei spielt es keine Rolle, wer die Kunden sind. Letztendlich geht es nur um Geldersparnis für die Stadt und Geld einsacken für den Betreiber der Sklavenklitsche.
 

Mario Nette

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Anfang 2007, Berlin: Maler- und Renovierungsarbeiten durch Ein-Euro-Jobber für letztendlich einen privaten Vermiete. Klartext-Beitrag: Manuskript, Video.

Mario Nette
 

druide65

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In Wuppertal wurde EEJ(Unter dem Deckmantel von Qualifizierungsmaßnahmen) bei der Stadionrenovierung eingesetzt.

Weil laut ARGE und Stadtverwaltung sonst wegen der klammen Kassen die Renovierung nicht machbar gewesen wäre.

Keine billigen Arbeitskräfte.....Keine Renovierung.
Perfide Sache.
 

amondaro-no1

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Wenn man als bedürftiger Mensch Renovierungskosten beantragt und genehmigt bekommt, so wird der Auftrag automatisch an die Noris-Arbeit gGmbH, kurz NOA weitergeleitet. Diese setzt nun 1 Euro Jobber für diese Aufgabe ein. Persönlich miterlebt, als eine Nachbarin auf meinen Rat Renovierungskosten beantragte. Passiert 2007.

Beantragt ein finanziell schlecht gestellter alter oder kranker Mensch Hauswirtschaftliche Hilfe beim Nürnberger Sozialamt und diese wird genehmigt, was schon ein harter Kampf bis hin zum Sozialgericht werden kann, so wird der Auftrag ebenfalls an die NOA vergeben und von 1 Euro Jobbern ausgeführt. Passiert 2008.

Schon vorher war die Stadt Nürnberg im Umgang mit 1 Euro Jobbern negativ aufgefallen, als sie diese an die AWO Nürnberg vermittelte, und diese dort für Hauswirtschaftliche Hilfen bei Kranken und alten Menschen eingesetzt wurde. Bedenkt man, wie teuer Hauswirtschaftliche Hilfe ist, dann wird diese Bereicherung durch die Arbeitskraft von 1 Euro Jobbern umso niederträchtiger. Persönlich erlebt, als meine Mutter einen schweren Unfall hatte und über ihre Unfallversicherung Hauswirtschaftliche Hilfe bekam. Der Auftrag wurde an die Johanniter gegeben, die wiederum den Auftrag an die AWO weitergaben. Die daraufhin wöchentliche Tätige gab selbst an, 1 Euro Jobberin zu sein. Passiert im Jahr 2006. (Daß eine festangestellte Mitarbeiterin der AWO dann einen Unfall verursachte der in Folge zum Tod meiner Mutter führte, ist eine andere Sache)
ich würde umgehend die Handwerkskammer informieren,das keine Fachkräfte/Fimen dies machen und Schwarzarbeit im Grossen Stil bevorzugt von der Stadt Nürnberg !!

greatz
 
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