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Notfall - Androhung von Kürzung

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Kerstin.S

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#1
Ich habe ein Problem. Letzte Woche hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Zeitarbeitsfirma. Da meine Qualifikationen nicht mehr auf dem neuesten Stand sind, meinte die Mitarbeiterin, sie würde ein Profil von mir erstellen, ich solle aber erst an Fortbildungen teilnehmen.

Gestern bekam ich ein Schreiben, dass ich eine zumutbare Stelle mit der Begründung erst eine Fortbildung machen zu wollen, abgelehnt hätte. Sie wollen mir 30% kürzen. Dazu muss ich Stellung nehmen.

Wie kann ich jetzt vorgehen. Ich würde sogar einen Eid ablegen, dass es nicht so war, wie die Mitarbeiterin der Zeitarbeitsfirma gesagt hat.

Was kann ich tun?
 

Kerstin.S

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#3
Werde ich natürlich tun. Die Frage ist nur, wie die ARGE entscheidet. Wie kann ich vorgehen wenn sie gegen mich entscheiden?
 

vagabund

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#5
Das kann dochnicht sein, dass man zu Vorstellungsgesprächen auch schon "Beistände" braucht, weil die einem das Wort im Munde rum drehn!

Ausführliche Stellungnahme - dann steht Aussage gegen Aussage!
 
E

ExitUser

Gast
#6
Das kann dochnicht sein, dass man zu Vorstellungsgesprächen auch schon "Beistände" braucht, weil die einem das Wort im Munde rum drehn!
Scheint aber so zu sein.
Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch gehst sitzen dir mindestens zwei Leute gegenüber. Soll wohl neu sein, dass da so gefordert wird. Begründung kann ich keine nennen.
So wie der zukünftige AG sich noch jemand dazu holen kann, so hat man auch als eventuell zukünftiger AN das gleiche Recht.
 

Kerstin.S

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#7
Es war nur ein Frau, die mit mir das Gespräch geführt hat.

Ich muss eine schriftliche Stellungnahme bis zum 22.03.2009 abgeben. Wie würdet Ihr vorgehen? Soll ich dort auch erst mal vorab noch persönlich hingehen und die Sachlage aus meiner Sicht darstellen oder lieber nicht? Soll ich die schriftliche Stellungnahme schnell abgeben oder bis kurz vor dem 22. warten?
 

vagabund

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#11
Fertige zunächst ein ausführliches Gedächtnisprotokoll über das Gespräch und lege es zunächst zu den Akten.

Vielleicht hast Du auch unmittelbar nach dem Vorstellungsgespräch jemanden erzählt, wie es gelaufen ist. Namen, Datum notieren.

Dann schreibst Du eine kurze Stellungnahme, sofern es eine Anörung ist bzw. einen Widerspruch, falls es schon der Sanktionsbescheid ist.

Ich denke, die Chancen stehen gut, und Du solltest das auf keinen Fall hinnehmen.
 

Arania

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#12
Das wird wohl niemand vorhersagen können, Du musst abwarten
 
E

ExitUser

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#13
Was denkt Ihr. Wie stehen die Chancen?
Gute Frage, aber schwer zu beantworten, da ich kein Hellseher bin.

Mache Dich selbst nicht kirre, sondern gebe den genauen Ablauf des Vorstellungsgespräches schriftlich wieder.

Sollte, was ich nicht hoffen möchte, es dennoch zu einer anderen Sichtweise der ARGE kommen, dann verfahre so, wie hier angeraten:

Dann Widerspruch und notfalls Klage einreichen.
 

Kerstin_K

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#14
Scheint aber so zu sein.
Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch gehst sitzen dir mindestens zwei Leute gegenüber. Soll wohl neu sein, dass da so gefordert wird. Begründung kann ich keine nennen.
So wie der zukünftige AG sich noch jemand dazu holen kann, so hat man auch als eventuell zukünftiger AN das gleiche Recht.
Also, ein Arbeitgeber, bei dem ich schon im Vorstellungsgespräch einen Beistand nötig habe, dass kann eigentlich keine gute Zusammnarbeit werde, denke ich.
 
E

ExitUser

Gast
#15
Also, ein Arbeitgeber, bei dem ich schon im Vorstellungsgespräch einen Beistand nötig habe, dass kann eigentlich keine gute Zusammnarbeit werde, denke ich.
Sklavenhändler wäre angemessener.

Mitarbeiterin der Zeitarbeitsfirma
Zeitarbeit. Wundert mich nicht sonderlich.

Auch nicht das die jetzt wie die Arge verfahren. Den die kriegen ja Knete um die Erwerbslosen zu knechten von der BA.
 
E

ExitUser

Gast
#16
Ich erinner mich das irgendwo vor einiger Zeit mal gelesen zu haben, dass beim Vorstellungsgespräch zwei anwesend sein müssen... von AG- Seite aus.

Bei meinen letzten Vorstellungsgesprächen war es immer so, dass zwei anwesend waren.

Klar ist das dann eine schlechte Basis, wenn man dort mit Beistand erscheinen muss. Aber in Anbetracht der Tatsachen, was manche AG an Infos an die Arge geben, sollte man selbst hier schon vorsichtig sein. Wie will man sich sonst absichern?
Auch wenn man im Recht ist... Recht haben und Recht bekommen, ihr wisst es doch selber.
 
E

ExitUser

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#18
Hast Du dafür Beweise?
Ist doch bekannt das bei einem vertragsabschluss eine Hälfte bezahlt wird und wenn der Proband länger als 6 Monate beschäftigt wird gibt es die andere Hälfte.

Nennt sich glaub ich Eingliederungszuschuss den der Arbeitgeber beantragt bei der Arge oder gleich bei der BA
 

Kerstin.S

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#19
Was ich einfach nicht verstehe, warum die Mitarbeiterin der Zeitarbeitsfirma die Tatsachen so verdreht.
 

hartzhasser

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#21
wenn ich mir überlege das die Argen und die Sklavenbuden teilweise zusammenarbeiten, kommt mir ein böser verdacht,

lg hartzhasser
 

Marco*

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#22
Keine Panik

Ich würde erstmal keine ausführliche Stellungnahme schicken, sondern nur schreiben, der Vorwurf treffe nicht zu und ausführlichere Äußerung erfolge nach Akteneinsicht und weiterer Frist, die du zugleich beantragst.
 

Karma

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#23
AW: Keine Panik

1.Stellungnahme an die Arge.
2.Zur Sklavenbude und dort mit der Frau die Fakten klären.
Vieleicht hat sie deiner SB auch etwas anderes berichtet.....und die braucht nur einen Grund, dich zu sanktionieren und erzählt Märchen. TRAUE NIEMALS DEN AUSSAGEN DER ARGE,immer 2 Seiten hören.
Gruß Karma
 

ethos07

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#24
Hi Kerstin_K, ev. günstig, uns mal deine Arge sowie die ZAF zu nennen.

Für mich hört sich dein Eingangsposting stark nach gegenseitiger Absprache von ARGE und ZaF zwecks Leistungskürzung an.
Ggf. per PN.
 

Kerstin_K

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#25
Hi Kerstin_K, ev. günstig, uns mal deine Arge sowie die ZAF zu nennen.

Für mich hört sich dein Eingangsposting stark nach gegenseitiger Absprache von ARGE und ZaF zwecks Leistungskürzung an.
Ggf. per PN.
Ich glaube, Du meinst Kerstin.S.
 

Kerstin.S

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#26
Mir ist noch etwas eingefallen. Die Dame von der Zeitarbeitsfirma hat zunächst Interesse gezeigt. Als ich jedoch sagte, dass ich etwas länger als ein Jahr eine geringfügige Beschäftigung im Büro hatte, meinte sie sofort, dass sie dann wohl keinen Zuschuss vom Arbeitsamt bekommen würden. Das Interesse wurde daraufhin deutlich geringer. Sie hörte mir kaum noch zu. Das Gespräch dauerte noch nicht mal 15 Minuten.

Soll ich das in die Stellungnahme reinschreiben?

Kontakt mit der Zeitarbeitsfirma (Per...a) möchte ich eigentlich nicht mehr aufnehmen, weil ich wirklich einen dicken Hals habe.
 
E

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#27
Da sieht man wieder, wo deren Interessen wirklich liegen.

Ich würde das so in die Stellungnahme mit rein schreiben.
 

Kerstin.S

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#28
Stimmt es, dass diese Zeitarbeitsfirma keine Unterstützung von der ARGE bekommt, weil ich mehr als ein Jahr einen geringfügige Beschäftigung im Büro hatte?
 
E

ExitUser

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#31
Stimmt es, dass diese Zeitarbeitsfirma keine Unterstützung von der ARGE bekommt, weil ich mehr als ein Jahr einen geringfügige Beschäftigung im Büro hatte?
Das würde mich wirklich mal interessieren.
Soweit ich mich entsinne, hängt es damit zusammen, dass insbesondere die "schwervermittelbaren Langzeitarbeitslosen mit den multiplen Vermittlungshemmnissen" in den "Genuß" von Unterstützungen, z.B. Lohnzuschüssen, Kombilohn, oder wie bei uns, dem Hamburger Modell kommen. Damit will man potientiellen Arbeitgebern einen Anreiz bieten, den sogenannten Ladenhüter nun doch einzustellen.
Deswegen nehmen viele AGs diese so gern, um sie dann zum Ablauf der Zuschüsse wieder rauszuschmeißen und durch einen neuen zu ersetzen.
Dadurch, dass du mehr als ein Jahr geringfügig in einer Firma beschäftigt warst, hast du gezeigt, dass du immer noch ohne Zuschüsse an den Mann zu bringen bist. Von daher bist du uninteressant für Firmen, die in erster Linie am Abgreifen von Zuschüssen interessiert sind.

LG :icon_smile:
 

Kerstin.S

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#32
Hallo,

ich habe die Stellungnahme per Brief und per Email geschickt. Bin mal gespannt wie die reagieren und wie lange sie brauchen. Für die Androhung brauchten sie nur einen Tag. Für die Entscheidung brauchen sie sicherlich länger.

Eine Bekannte meinte, dass sie keinen Fall kennen würde wo für den Hartz VI Empfänger entschieden wurde. Könnt Ihr darüber etwas sagen?
 

Kerstin.S

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#33
Hallo,

nach acht Tagen habe ich noch immer keine Antwort/Entscheidung im Briefkasten gehabt. Ist das normal? Soll ich nachfragen oder lieber nicht?
 
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