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Nötigung i.V.m. Wucher ? Strafantrag ?

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Liebe Leute

Auf einen Vergleichsvorschlag nach §§ 304-314 InsO vom Schuldner X hat Gläubiger Y sofort Rechtsanwalt Z beauftragt.

Rechtsanwalt Z schreibt an Schuldner X folgendes:

:motz:

Ihre Einwendungend sind unbegründet. Wir werden daher am 4. Tag ab heute gerichtliche Maßnahmen einleiten, wenn nicht die vorgenannten Beträge nebst den Kosten unserer Anwaltschaftlichen Intervention in Höhe von € 265,99 bei und eingetroffen sind. Wir besitzen Geldempfangsvollmacht.

2.

Von der Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe kann nur dann abgesehen werden, wenn....... hier muss ich verkürzen ....nebst allen Anwaltskosten und Zinsen zu 1% pro Monat......auch diejenigen dieses Ratenzahlungsvergleichs (hierbei wird neben der Einigungsgebühr 2,5 Geschäftsgebühr im Sinne der RVG vereinbart.....bis zum 2. und 19. jeden Monats ...MINDESTHÖHE jeder Rate € 370,00......Ihre Einwenungen gegen den Anspruch lassen Sie endgültig fallen.....
__________________________________________________________


Aus dem aussergerichtlichen Einigungsversuch lässt sich schliessen, dass Schuldner X zahlungsunfähig ist. Also Nettoeinkommen wurde 1.290,- angegeben. Mit dem pfändbare Teil daraus sind 12 Gläubiger gleichmäßig zu befrieden. Es ist also ganz offensichtlich, dass das "Vergleichangebot" des Rechtsanwalts Z von Schuldner X nicht angenommen werden kann.

Dir Hauptforderung beträgt 2.200 Euro. Nach § 13 RVG entstehen demnach allenfalls Wertgebühren i.H.v. 161,- Euro. Eine Gebühr von mehr als 1,3 kann nur gefordert werden, wenn die Tätigkeit umfangreich oder schwierig war.


Wie schätzt Ihr den Vorfall eine?

:pfeiff:

Danke schonmal für Eure Tipps (-:


Gruß suckiltrike
 

Silvia V

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#2
Da ich etwas von einem aussergerichtlichen Einigungsversuch und 12 Gläubigern lese,nehme ich an,Du beabsichtigst einen Insolvenzantrag zu stellen.

Liege ich da richtig?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
Hallo Silvia V

Schuldner X wird den Involvenzantrag nur dann stellen, wenn die aussergrichtliche Einigung scheitern sollte.

Gruß suckiltrike
 

Silvia V

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#4
suckiltrike sagte :
Hallo Silvia V

Schuldner X wird den Involvenzantrag nur dann stellen, wenn die aussergrichtliche Einigung scheitern sollte.

Gruß suckiltrike
Ich will nicht pessimistisch sein,aber die Chance das der Einigungsversuch scheitert ist groß.
Sollte es denn so sein,prüft der Treuhänder/Insolvenzverwalter alle Forderungen auf deren Rechtmäßigkeit und wird dann auch die Höhe der
von Dir genannten Kosten anzweifeln.
Ansonsten hast Du die Möglichkeit den gerichtlichen Mahnbescheid abzuwarten und in diesem Zusammenhang einen Teilwiderspruch bezüglich der geforderten Gebühren einzulegen.
Danach besteht Klarheit und Du kannst immer noch strafrechtliche Schritte in Erwägung ziehen.

Gruß

Silvia
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#5
Silvia V sagte :
Ich will nicht pessimistisch sein,aber die Chance das der Einigungsversuch scheitert ist groß.
Sollte es denn so sein,prüft der Treuhänder/Insolvenzverwalter alle Forderungen auf deren Rechtmäßigkeit und wird dann auch die Höhe der
von Dir genannten Kosten anzweifeln.
Ansonsten hast Du die Möglichkeit den gerichtlichen Mahnbescheid abzuwarten und in diesem Zusammenhang einen Teilwiderspruch bezüglich der geforderten Gebühren einzulegen.
Danach besteht Klarheit und Du kannst immer noch strafrechtliche Schritte in Erwägung ziehen.

Gruß

Silvia


Vielen Dank!

"Die Wogen sind geglättet". Es ist tatsächlich besser, die Sache in Ruhe anzugehen.

Aber eine Riesensauerei ist das schon.

Hätte Schuldner X in „aller Eile“ den "Vergleich" unterschrieben, hätte er sich die undurchsichtigen "weiteren bisherigen und künftigen Kosten" - diese wären wohl die Einigungsgebühr 2,5 = 402,50 € und Geschäftsgebühr noch mal = 402,50 € - eingehandelt, alles in allem über 1000 Euro Anwaltsgebühren! Was hat der RA Z sich nur dabei gedacht?

Oder sehe ICH da was verkehrt?
 
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