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Nochmal Gutachtertermin wegen Arbeitsmarktrente

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Nelia

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#1
Hallo liebe Forumsmitglieder,

habe bisher noch nichts geschrieben, bin aber immer fleißig am lesen.
Jetzt habe ich eine Frage bzgl. der Arbeitsmarktrente.

Ich bkomme seit Juli 2009 eine teilw. Erwerbsminderungsrente unbefristet bis 2024 und rückwirkend zum Okt.2007. Gegen den Bescheid der DRV wurde Einspruch erhoben. Ich bin vor 1961 geboren. Jetzt bekam ich erneut eine Aufforderung zum Gutachter zu gehen, so daß dieser prüfen kann ob für mich der Arbeitsmarkt verschlossen ist, was ich überhaupt nicht verstehen kann, da ich ja eine teilw. EU-Rente habe und arbeitslos bin. Kann mir jemand sagen ob das rechtens ist? Lt. Dt. Rentenversicherung bekommt man doch die volle EU wenn man arbeitslos ist und innerhalb eines Jahres weder die DRV noch das Arbeitsamt einem einen Teilarbeitsplatz angeboten hat. Ich verstehe dies nicht und möchte auch nicht erneut zu einem Gutachter, der lt. DRV klären soll ob für mich der Arbeitsmarkt verschlossen ist. Danke für eure Antworten

LG Nelia
 

Muzel

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#2
Der verschlossene Arbeitsmarkt gilt nicht rückwirkend. Ich denke, dass die DRV bei dir prüfen will, ob du für eine Umschulung in Frage kommst.
 
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#3
Hallo Nelia,

Muzel hat recht. Du sollst NICHT zum Gutachter, um zu prüfen, ob der Arbeitsmarkt verschlossen ist. Dazu wird nämlich die Agentur für Arbeit befragt.
Vermutlich will man prüfen, ob immer noch die Berechtigung für eine teilweise Erwerbsminderungsrente vorhanden ist.
So eine Überprüfung wird meistens bei jungen Rentnern vorgenommen, da bei diesen die Hoffnung auf gesundheitliche Besserung eher vorhanden ist.

Nun ja, du kann versuchen, an geeignete Atteste von deinen behandelnden Ärzten zu bekommen und diese dann mit zu dem Gutachtertermin nehmen.

Ob diese anerkannt werden, steht auf einem anderen Blatt.

Einfach nicht zum Termin hingehen, halte ich nicht für sinnvoll.
Das wäre als Verweigerung anzusehen und die Rentenversicherung würde die Rentenzahlung sofort einstellen.

Viel Glück!
 

RudiRatlos

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#4
Hallo liebe Forumsmitglieder,

habe bisher noch nichts geschrieben, bin aber immer fleißig am lesen.
Jetzt habe ich eine Frage bzgl. der Arbeitsmarktrente.

Ich bkomme seit Juli 2009 eine teilw. Erwerbsminderungsrente unbefristet bis 2024 und rückwirkend zum Okt.2007. Gegen den Bescheid der DRV wurde Einspruch erhoben.
Widerspruch...? Bestimmt weil du die volle EM-Rente haben möchtest? Es gibt auch Leute, die Widerspruch einlegen, weil sie Keine haben möchten.

Ich bin vor 1961 geboren. Jetzt bekam ich erneut eine Aufforderung zum Gutachter zu gehen, so daß dieser prüfen kann ob für mich der Arbeitsmarkt verschlossen ist, was ich überhaupt nicht verstehen kann, da ich ja eine teilw. EU-Rente habe und arbeitslos bin. Kann mir jemand sagen ob das rechtens ist? Lt. Dt. Rentenversicherung bekommt man doch die volle EU wenn man arbeitslos ist und innerhalb eines Jahres weder die DRV noch das Arbeitsamt einem einen Teilarbeitsplatz angeboten hat. Ich verstehe dies nicht und möchte auch nicht erneut zu einem Gutachter, der lt. DRV klären soll ob für mich der Arbeitsmarkt verschlossen ist. Danke für eure Antworten

LG Nelia
Du liegst da ein bisschen verkehrt.
Ja logisch, schließlich hast du Widerspruch eingelegt.
Auch falsch. Die DRV wird dir keinen Arbeitsplatz anbieten. Das der Arbeitsmarkt für dich so gut wie verschlossen ist, wird von der DRV schon berücksichtigt. Ob du aber die volle oder nur die teilweise EM- Rente bekommst, hängt überwiegend von den Gutachtern ab. Kannst du täglich max. 3 Stunden arbeiten, bekommst du die volle EM- Rente, bis zu 6 h täglich, nur die teilweise EM- Rente. Ob der Arbeitsmarkt für dich verschlossen ist oder nicht, es hat nichts damit zu tun. :icon_wink:
 

RudiRatlos

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#5
Vermutlich will man prüfen, ob immer noch die Berechtigung für eine teilweise Erwerbsminderungsrente vorhanden ist.
So eine Überprüfung wird meistens bei jungen Rentnern vorgenommen, da bei diesen die Hoffnung auf gesundheitliche Besserung eher vorhanden ist.
Auch falsch. Sie hat die Rente bis 2024 zugesprochen bekommen. Was du schreibst, kommt bei einer befristeten Rente (2 Jahre) in Betracht. Bei einem GdB wird von Zeit zu Zeit überprüft, ob er noch gerechtfertigt ist. Vielleicht verwechselt?:cool:
 

Nelia

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#6
Hallo Rudi,

vielen Dank für deine Antwort. Doch muss ich die wiedersprechen, denn eine arbeitsmarktbedingte Rente ist in der gesetlichen Rentenversicherung eine Erwerbsminderungsrente, die nur wegen Berücksichtigung des Arbeitsmarktes als Rente wegen voller Eu-Rente geleistet wird. Bei einem sozialmediszinischen festegestellten Leistungsvermögen im Erwerbsleben von 3 bis unter 6 Std. an einem Arbeitstag - bezogen auf eine 5-Tage-Woche- wäre gem. § 43 SGB VI grundsätzlich eine teilweise Erwerbsminderung anzunehmen. Steht in einem solchen Falle einem Versicherten kein Teilzeitarbeitzplatz zur Verfügung oder ist er arbeitslos, hat der Rentenversicherungsträger nach der Rechtsprechung des BSG die Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Teilzeitarbeitsmarkt zu prüfen. Ist Versicherten der Teilzeitarbeitsmarkt verschlossen, kann ein Ansspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung bestehen.

Ja ich habe ein unbefristete halbe Erwerbsminderungsrente
Ja ich bin arbeitslos
und was auch noch dazu käme, ich habe da ich vor 1961 gebóren bin, einen sogenannten Bestandschutz.

Was ich hierbei nicht verstehe, warum soll ich nochmals zum Gutachter, obwohl es bei mir um die sogenannte Arbeitsmarktrente handelt. Hierbei hat die DRV doch nur noch zu klären, ob der Teilzeitarbeitsmarkt für mich verschlossen ist, alles ander wurde ja durch die unbefristete Teilerwerbsminderungsrente erfüllt.

Danke für Eure Antworten.:icon_evil:
 
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#7
Ach Herrjeh, immer wieder dieses Missverständnis in Sachen unbefristete Rente. :icon_evil:

Auch wer eine UNBEFRISTETE Rente erhält, ist vor einer gutachterlichen Untersuchung NICHT geschützt!

Das ist ein Irrglaube, der sich in den Köpfen hartnäckig hält!

Gerade DANN, wenn es sich um eine sogenannte Arbeitsmarktrente handelt, wird AUCH bei unbefristeter Rente nachgeprüft!

Ich weiß nur nicht, nach welchen Kriterien diese Überprüfungs-"Opfer" ausgewählt werden.

Eigentlich heißt es immer, wenn es sich um noch junge Rentenbezieher handelt, aber wer vor 1961 geboren ist, sollte meines Erachtens nicht mehr dazu gehören.

Also: lasst euch eines Besseren belehren, was eine gutachterliche Untersuchung angeht!
Die kann durchaus immer wieder erfolgen... auch mit unbefristeter Rente!

LG
Schalentierchen
 

Muzel

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#8
Für uns Vor61iger gilt der Berufsschutz nicht absolut. Das BSG hat da ein Stufenverhältnis konstruiert, dass man uns entsprechend unsere Qualifikation auch eine Stufe niedriger vermitteln darf.
 
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#9
Hallo Nelia und Forumsuser,

in solchen Fällen ist man immer gut beraten, wenn man Gewerkschaftsmitglied und oder VDK Mitglied ist.

Gerade in diesen "kalten" Zeiten, womit ich eben nicht die Jahreszeit meine, sind wir alle gut beraten, aehnlich wie auch hier, eine starke Gemeinschaft zu bilden.

Wahrscheinlich findest Du unter www.dgb.de oder Sozialverband VdK Deutschland - Sozialverband VdK Deutschland gute Ratgeber, doch hege nicht allzu grosse Hoffnung, als Nicht-Mitglied eine persoenliche Beratung zu erhalten.

Viel Glueck noch:

willwegvomamt.
 
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#10
Hallo Nelia und Forumsuser,

in solchen Fällen ist man immer gut beraten, wenn man Gewerkschaftsmitglied und oder VDK Mitglied ist.

Gerade in diesen "kalten" Zeiten, womit ich eben nicht die Jahreszeit meine, sind wir alle gut beraten, aehnlich wie auch hier, eine starke Gemeinschaft zu bilden.

Wahrscheinlich findest Du unter www.dgb.de oder Sozialverband VdK Deutschland - Sozialverband VdK Deutschland gute Ratgeber, doch hege nicht allzu grosse Hoffnung, als Nicht-Mitglied eine persoenliche Beratung zu erhalten.

Viel Glueck noch:

willwegvomamt.

Also, was den VdK angeht, kann ich berichten, dass man sofort nach Beitritt eine Rechtsberatung bekommen kann. Lediglich Gerichtsverhandlungen mit RA-Beistand sind erst nach Ablauf von 3 Beitragsmonaten möglich.
So hat man es mir erklärt (bin dort Mitglied seit vielen Jahren).

LG
Schalentierchen
 

Muzel

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#11
Schalentierchen, hast du mal mit dem VdK ein Verfahren durchgezogen? Ich habe mich rechts beraten lassen. Die Beratung war gut, aber mit denen in ein Verfahren zu ziehen, naja!
 

gelibeh

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#12
Hier in Hamburg hab ich auch in einem Verfahren gegen die DRV gute Erfahrungen mit dem VDK gemacht. Ist also von Stadt zu Stadt unterschiedlich.
 

Nelia

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#13
Hallo liebe Mitstreiter,

vielen Dank für eure Antworten. Zur Info, ich wurde bisher vom VDK vertreten, habe aber in der letzten Zeit Zweifel, daß die sich recht bemühen. Deßhalb habe diese Woche:icon_daumen: einen Beratungstermin bei einem Rechtsanwalt mit Schwerpunk Sozialrecht. Ich lass Euch wissen, wie die Angelegenheit weiter geht.

VLG Nelia

VLG
 
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#14
Ja, ich weiß, es gibt Unzufriedene, was den VdK angeht.
Es ist aber wirklich so, dass es einfach nur darauf ankommt, mit WEM man es dort zu tun hat.
Es gibt halt solche und solche...

Nun ja, was die Erfolgsquote vor dem Sozialgericht angeht, sollen sie schon richtig gut sein... aber auch da kommt es auf den/die RA an.

In meiner Reha jedenfalls hat der Arzt -mit Hinweis auf meinen VdK-Beitritt- gemeint, dass die Rentenversicherungen einen "Heidenrespekt" vor denen hätten.

Ob es stimmt, weiß ich nicht.

Meine persönlichen Erfahrungen sind eigentlich gut.
Eigentlich, denn die Unterhaltung ist immer zeitlich sehr knapp ausgefallen und manchmal hatte ich Mühe, dem Wortlaut zu folgen.

Ja, ich habe Erfahrung mit dem VdK und Sozialgericht; allerdings nicht in eigener Sache.

DIE RÄ fand ich eigentlich ganz gut; irritiert war ich nur, als die Richterin sie mit ihrem Vornamen ansprach. ;)

Liebe Grüße
Schalentierchen
 

Muzel

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#15
Hallo Schalentierchen!

Das sich die rechtlichen Beistände und die Richter duzen ist nicht nur auf Beistände des VdK beschränkt. Ich habe es erlebt, dass meine Gegenpartei und die Richter sich duzten.
Ich bin in den VdK eingetreten ohne den geschichtlichen Hintergrund des Vereins zu kennen und jetzt weiß ich nicht, ob ein Vereinswechsel etwas bringt.
 
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