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Nochmal: GRUNDEINKOMMEN MIT LINKS

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Groucho

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... Worin bestehen die wesentlichen Unterschiede zwischen neoliberal und neokonservativ geprägten und linken Grundeinkommensmodellen?

1. Linke fordern ein Bedingungsloses Grundeinkommen für alle mit individuellem Anspruch: Der Bezug des Grundeinkommens soll nicht stigmatisierend wirken, daher ist es nicht nur für „Bedürftige“ gedacht.
2. Linke fordern ein Bedingungsloses Grundkommen in existenzsichernder Höhe, also nicht – wie in vielen bürgerlichen Konzepten – etwa auf Hartz-IV-Höhe. Die BAG Grundeinkommen in und bei der Linkspartei.PDS orientiert sich hier z.B. an der EU-Armutsgrenze und fordert in Anlehnung an das diesbezügliche Modell der Katholischen Arbeitnehmerbewegung[4] (KAB) ein Grundeinkommen in Höhe von 950,00 Euro für jedeN ErwachseneN.
3. Linke betrachten das Bedingungslose Grundeinkommen als ein transformatorisches Element einer wesentlich umfassenderen sozialökologischen Umgestaltung der Gesellschaft. Natürlich brauchen wir einen Mindestlohn, nötig ist ebenfalls eine drastische Arbeitszeitverkürzung zwecks Erhalts vorhandener Arbeitsplätze trotz steigender Produktivität für all diejenigen, die arbeiten wollen. Notwendig ist selbstverständlich auch etwas wie ein Öffentlicher Beschäftigungssektor, um in sozialen und kulturellen Bereichen dringend notwendige Angebote professionell bereithalten zu können.

Die grundsätzliche Frage kann also nicht lauten: Wie bringe ich Menschen in Arbeit? Sondern: Wie organisiere ich die Gesellschaft so, dass notwendige Arbeiten getan werden und alle Mitglieder der Gesellschaft menschenwürdig leben können. Schlecht argumentiert nun, belastende Arbeiten würden nicht mehr (in ausreichenden Maße) verrichtet werden, gäbe es ein Grundeinkommen. Selbst wenn ich durchaus die Skepsis teile, ob denn jemand „gern“ auf der Müllkippe arbeitet, mache ich mir keine diesbezüglichen Sorgen: Schließlich handelt es sich – wie der Name eigentlich sagt – nur um ein Grundeinkommen , und es wird sicher nicht wenige Menschen geben, denen die, beispielsweise, 950 Euro im Monat nicht reichen, die einfach so bescheiden nicht leben wollen. Und – das muss ich einem Gewerkschaftssekretär wie Michael Schlecht sicher nicht erklären – sollte es dann trotzdem einen Müllmann-Mangel geben, dann wird nur das nächstliegende geschehen: Die Löhne der Müllmänner werden steigen (die Abfallgebühren auch). Steigende Löhne für belastende Arbeiten sind sicher im Interesse der Arbeitenden, der Gewerkschaften, erhöhen die Kaufkraft und folgen unter Linken durchaus verbreiteten Gerechtigkeitsvorstellungen. Dagegen dürfte also wenig zu sagen sein.

Richtig ist ohne Zweifel auch, dass sozialistische Politik immer zum Ziel hatte, „die Produktionsverhältnisse zu gestalten und auch umzugestalten“.[5] Dies wird mit der Forderung nach einem Bedingungslosen Grundeinkommen keineswegs aufgegeben! Demokratisierung der Wirtschaft und ein Grundeinkommen vertragen sich schon deshalb gut, da die Erwerbstätigen durch die Garantie ihres Lebensunterhalts qua Grundeinkommen eben weniger leicht erpressbar wären und voraussichtlich erfolgreicher als heute für Mitbestimmung und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen könnten. Dies gesteht Schlecht ja letztlich auch ein[6] , umso unverständlicher kommt seine Polemik daher, ein Grundeinkommen würde die Gesellschaft nicht entschieden genug verändern.
...
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/existenz/jahnadschlecht.html
 

Martin Behrsing

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ich verschiebs mal zu Grundeinkommen. Dort ist es viel besser aufgehoben. Ok?
 
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