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Noch ne Frage zu Steuerrückerstattung

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Nicht offen für weitere Antworten.

terri

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#1
Hallo,
habe meine Steuerrückerstattung v. USt 2004 an das FA abgetreten, u. zwar für die USt-Zahlung für nächstes Jahr.
Da ich nächstes Jahr wahrscheinlich bezahlen muss und dafür von der ARGE bistimmt nichts dazu bekomme habe ich die Rückerstattung für die Zahlung nächstes Jahr stehen lassen.
Ist so was OK?
Bitte Tips.
Danke schon mal im Voraus.
MfG
terri
 

Martin Behrsing

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#2
Verstehe ich nicht. Die Umsatzsteuer muss Du doch monatl. an das Finanzamt abführen. Die musst Du von Deinem Umsatz abziehen, da dies weder eine Einnahme noch eine Ausgabe ist, sondern Du quasi die Verpflichtung hast, dass Du im Auftrag des Finanzamtes diese Endverbrauchersteuer bim Kunden "eintriebst". Allerdings kann ich kaum glauben, wenn Du im letzten Jahr nicht umsatzsteuerpflichtig warst, dass Du es in diesem Jahr wirst.

Von der Umsatzsteuerpflicht sind Du befreit, wenn Du im Jahr der Betriebsgründung voraussichtlich nicht mehr als 17.500 Euro Brutto-Umsatz machen bzw. im letzten Geschäftsjahr nicht mehr als 17.500 Euro Brutto-Umsatz gemacht hast und im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich 50.000 Euro Brutto-Umsatz nicht überschreiten wirst. Sollte dies so sein, wage ich zu bezweifeln, dass Du dann noch hilfebedürftig bist.
 

terri

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#4
Zum besseren Verständnis.
Ich musste letztes Jahr ergänzende SH beantragen und die selbstst. Tätigkeit dafür mitte des Jahres einstellen.
Wegen dieser Geringfügigkeit war ich jährlich Pflichtig.
Dieses Jahr ist es wieder möglich selbständige Nebentätigkeiten zu machen, wie lange auch immer das so geduldet wird und bekomme ergänzendes ALG II bis ich mal aus meiner misslichen Lage wieder heraus komme.
Habe also alles angemeldet bei der ARGE u. auch beim FA.
Daher hatte ich vom Vorjahr ein USt-Guthaben, für dieses Jahr werde ich aber voraussichtlich bezahlen müssen,
allerdings erst im nächsten Jahr da ich da erst die ESt-ERklärung mache.
Und so dachte ich, wenn ich das USt-Guthaben (sind ja nur paar Euronen) nicht dem Konto zufliessen sondern gleich für eine kommende Steuerschud stehen lasse wird es kein Einkommen.
Das war meine Überlegung.
MfG
terri
 
E

ExitUser

Gast
#5
Da solltest du mal mit deinem SB in Ruhe drüber reden, aber so wie ich das weiß ist das Einkommen was dir angerechnet wird, denn du könntest ja vom dem Geld leben und somit deine Bedürftigkeit mindern!

Dem entgehst du ja damit und begibst dich somit in eine selbstverschuldete Bedürftigkeit, wo ich vermuten werde das man dir mitteilen wird, das man nicht bereit ist dir eine Bewilligung in voller Höhe zu genehmigen ....
 

terri

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#6
Die Anrechnung des Einkommens passiert ja jetzt schon.
Bekomme eine reduzierte Pauschale monatlich ausbezahlt weil die ARGE-Software so problematisch ist dass z. Zt. nicht richtig verrechnet werden kann.
Vielleicht ist man ursprünglich, als Hartz VI konstruiert wurde davon ausgegangen dass es nur noch EEJ zu betreuen gibt.
Jetzt haben wir mit wechselndem Nebeneinkommen den Salat weils immer noch nicht klappt.
Meinem SB muss ich natürlich vom USt-Guthaben berichten, sieht er eh an der Erklärung.
Jetzt weiss ich aber immer noch nicht ob das so OK ist wenn ich das Guthaben beim FA stehen lasse.
MfG
terri
 

Martin Behrsing

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#7
du kannst das Guthaben ohne weiteres stehen lassen, da du es ja mit deiner Steuerschuld verrechnet wird. Ausschlaggebend für die Einkommensberechnung ist der Gewinn nach Abzug der Steuern und Betriebsausgaben. Allerdings verstehe ich nicht, dass du nicht mind. einmal im
Quartal eine Umsatzsteuererklärung machen musst. In NRW ist sogar eine monatl. Umsatzsteueranmeldung Pflicht
 

gelibeh

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#8
Ich hab hier in Hamburg auch nur alle 1/4 jahr eine machen müssen. Da das bei mir so gering war, danach nur einmal im Jahr.
 

zulu

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#9
@martin

1. Kann man leicht (mal) ein USt-Guthaben haben, wenn man mehr ein- als verkauft hat, z.B. - auf Dauer wird das aber kein Finanzamt mitmachen, dann kommt irgendwann die Frage: Ja, wovon leben Sie denn?
2. Wie die Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben ist, ob monatlich, quartalsweise oder jährlich, richtet sich nach der USt-Summe des Vorjahres:
Grundsätzlich muss man nach Ablauf des Quartals die Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben, wenn aber:
Im Vorjahr mehr als 6.136 Euro USt, dann monatlich,
Im Vorjahr nicht mehr als 512 Euro USt, dann jährlich, also keine VA, sondern direkt die USt-Erklärung, aber man muss einen Antrag auf Befreiung von der VA-Pflicht stellen. Klar, in D geht nix ohne Antrag.
und wenn Existenzgründer, dann im ersten Jahr monatlich.
3. Steuergesetze sind Bundesgesetze, da gibt es m.W. keine Länderregelungen.
 

terri

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#10
Oh zulu,
besser hätt ich das auch nicht erklären können. Nein,
ich hätte es gar nicht erklären können. Ich weiss es nur wies läuft.
Nachdem bei mir alles zusammen gebrochen ist und ich SH beantragen musste hab ich das FA informiert.
Daher sofort Umstellung auf jährliche Abgabe.
MfG
terri
 

zulu

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#11
Wenn Du es so willst (weil Du auf "bessere Zeiten" hoffst), dann lass das USt-Guthaben beim Finanzamt stehen, was Dir nicht zufliesst, kann Dir von der ArGe auch nicht angerechnet werden.
Denke ich mal, aber ich weiss es nicht sicher.
SH (Sozialhilfe) gibt es ja nun nicht mehr (wenn Du arbeitsfähig bist),
wenn Du jetzt ALG II bekommst (plus Miete, plus KV, plus RV?), dann kannst Du auch das Einstiegsgeld (SGB II § 29) beantragen zur Unterstützung Deiner selbständigen Tätigkeit. Schon versucht? Ist eine "Kann"-Bestimmung, also Du hast keinen Rechtsanspruch, reine Willkür des Sachbearbeiters.
 

zulu

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#12
Verlangt Dein Sachbearbeiter von Dir die USt-Erklärung?
War bei mir bisher nicht die Rede von.
 

Frank-N

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#13
Abgabefristen zur Umsatzsteuer

Martin Behrsing sagte :
Allerdings verstehe ich nicht, dass du nicht mind. einmal im Quartal eine Umsatzsteuererklärung machen musst. In NRW ist sogar eine monatl. Umsatzsteueranmeldung Pflicht
Wie schon gesagt: Steuerrecht ist Bundesrecht. Grundsätzlich gilt die Abgabefrist bis spätestens zum 10ten des Folgemonats.

Jedoch gibt es aufgrund eines niedrigen Umsatzsteueraufkommens die Möglichkeit der Fristverlängerung. So gibt es die Optionen:

Kalendermonatlich:
Wenn die Steuerschuld des vorangegangenen Kalenderjahres über 6.136 € lag, muss die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich abgegeben werden. In diesem Fall ist zum Beispiel die Steuererklärung für den Monat Januar auf amtlichen Vordrucken am 10. Februar beim Finanzamt einzureichen.

Kalendervierteljährlich:
Zu einer Fristverlängerung kommt es, wenn die Steuerschuld 6.136 € oder weniger beträgt und ein Betrag von 512 € nicht unterschritten wird. Dann ist die Umsatzsteuervoranmeldung nur jedes Kalendervierteljahr einzureichen. So muss zum Beispiel für die Monate Januar, Februar und März die Voranmeldung am 10. April beim Finanzamt vorliegen.

Kalenderjährlich:
Betrug die Steuerschuld im vorangegangenen Kalenderjahr weniger als 512 €, kann das Finanzamt von der Verpflichtung zur Voranmeldung der Umsatzsteuer und zur Entrichtung einer Vorauszahlung befreien. Die Steuer ist dann nur jährlich zu entrichten.

Liegen keine Zahlen zur Umsatzsteuerschuld des vorangegangenen Jahres vor, da zum Beispiel eine Existenzgründung erfolgte, ist vom Unternehmer das Umsatzvolumen zu schätzen. Anhand der Zahlen entscheidet das Finanzamt, welche Fristen gelten.

Bei Interesse:
§ 18 Abs. 1 UStG
§ 240 Abs. 3 AO
 

terri

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#14
Ja,
mein SB verlangt nicht nur die monatlichen Abrechnungen, Rechnungskopien und extra Aufstellung,
er will natürlich auch die ESt-Erklärung, den Bescheid und natürlich die USt-Erklärung sehen.
Kann er ja. Das Guthaben lass ich deshalb beim FA stehen weil ich es so satt habe um jeden Pfurz hinten nach zu kämpfen, mir ständig den Regelsatz kürzen zu lassen bis die Widerspruchsstellen den Hintern hoch bekommen und mal etwas entscheiden.
Mir bleibt ja immer nur auf etwas zu reagieren.
Da ich ja nur eine Pauschale bekomme wegen Abrechnungsproblemen bei der ARGE für Selbständige, kann ich es mir gar nicht mehr leisten ständig zoff zu haben.
Obwohl, der nächste steht ja eh schon wieder ins Haus.
Eröffne dazu einen neuen Thread. Brauche dazu dringend Rat.
MfG
terri
 
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