Noch kein ALG1 beantragt, aber schon ein Date mit INGA

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BlueMoves

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Erst mal wünsche ich allen ein gutes Neues Jahr! Meins fängt ereignisreich an, ob es gut wird (in Bezug auf die AfA) weiß ich noch nicht.

Meinen ersten Termin bei der AfA hatte ich am 3.1. Meine Frau war als Begleiterin dabei. Nach einem kurzen Blick auf meinen Lebenslauf hat sich die SB kurz schildern lassen, wie es zu meiner Arbeitslosigkeit kam. Danach sagte sie, dass sie bei der AfA nur für die Erstaufnahme zuständig sei und die eigentliche Vermittlungstätigkeit von ihren Kollegen im Team Inga übernommen würde. Auf meine Frage, wer oder was Inga denn sei, bekam ich lediglich mitgeteilt, dass mir dies die Kollegen schon erklären würden. Nach 10 Minuten war der Termin beendet und als einzigen "Ratschlag" gab mir die SB mit auf den Weg, dass ich mich mal nicht auf meine 30 Jahre Berufserfahrung im Wertpapierbereich verlassen sollte, sondern besser offen für neue Arbeitsbereiche sein sollte.

Einen Leistungsantrag habe ich noch nicht gestellt, weil mir die Dame bei der Arbeitslosmeldung mitteilte, dass Leistungsanträge SOFORT bei Antragstellung entschieden würden und deswegen die Unterlagen vollständig sein müssten.
Das kann ich zwar bei meinem komplexen Sachverhalt kaum glauben, aber ich habe erst seit Mittwoch die AG-Bescheinigung und dachte, wenn ich es mit der Leistungsbeantragung nicht so eilig habe, dann gönnt mir die AfA auch ein wenig Ruhe.

Gestern erhielt ich aber eine Einladung zum nächsten Gespräch über meine aktuelle berufliche Situation am 22. Januar.
Darin steht zwar nichts von INGA, aber in meinem Online-Account wurde mir schon eine neue Betreuerin zugeteilt.

Wenn dies bereits eine Kollegin des INGA-Teams ist, dann muss ja die Erstbetreuerin in unserem 10-minütigen Gespräch gravierende Vermittlungshemmnisse erkannt haben. Sollte ich mir schon allein deswegen ein Protokoll des Gesprächs anfordern? Auf eine Intensivbetreuung durch die AfA, noch dazu bevor überhaupt feststeht, ob und wieviel ALG1 ich bekomme, habe ich keine große Lust.

Jeder bekommt bei mir eine erste Chance und bislang habe ich mich ja sehr kooperativ gegeben (Online-Account, Mail-Adresse, Handynummer etc.), aber jetzt habe ich schon die zweite "Einladung" mit RFB erhalten und werde langsam sauer. Nach meinem Rechtsempfinden sind dies keine Einladungen, sondern Vorladungen. Ich soll auch erneut einen ausgedruckten Lebenslauf und einen Personalausweis mitbringen. Was soll sich da denn nach deren Vermutung in den letzten 3 Wochen geändert haben?

Wie gibt man sich bei diesem zweiten Termin? Immer noch alles klaglos akzeptieren oder mal vorsichtig nach Sinn und Zweck der Aktion fragen?
 

22ohhappy

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Naja ob sie es Einladung oder Vorladung nennen, ist doch egal RFB heißt für dich antanzen.
Deiner kurzen Bemerkung über deine vorherige Beschäftigung entnehme ich, dass ALG I hoch wäre das heißt, eine 10% Kürzung tut weh.
Personalausweis um sich auszuweisen, ist Standard, ist wie in der Uni, da müsste man auch bei der Prüfung
den Ausweis vorlegen, obwohl man bekannt war.
Hast du Lebenslauf dagelassen? Dann verweis darauf.
Ob du dich wehren willst, ist deine Entscheidung, aber es ist schon ein Unterschied ob es ALG I oder ALGII ist, eine kurze höfliche Nachfrage über Sinn und weiteres Vorgehen ist aber keine Kriegserklärung
und zeigt doch nur, dass du motiviert bist und deine Chancen ergreifen willst.
 

doppelhexe

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ab wann bist du denn arbeitslos? also wegen dem stellen des leistungssantrags...

gezahlt wird erst ab antragstellung... und den antrag kann man abgeben, alles weitere nachreichen.

es gibt keine gesetzl vorgabe, das anträge nur mit allen weiteren belegen vollständig abgegeben werden dürfen.
 

Katzenstube

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Ich selber habe auch nachgefragt, warum ich ins (Mrs.) Inga Team solle, welche Vermittlungshemmnisse ich denn habe? Da wurde mir erklärt, ich müsse doch wissen, dass ich über 50 Jahre alt bin und da automatisch diese "Art der Vermittlung" (die bei mir zum kotzen war) zum Tragen kommt.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du es auch ohne diese komischen Tanten schaffst einen neuen Job zu "ergattern".

Meinen Leistungsantrag zu prüfen bedurfte einiger Wochen - so lange, dass ich schon Angst hatte in Sachen Krankenversicherung - von sofortiger Prüfung war bei mir kein Ansatz auch nur erkennbar. Aber die Forderung: erst bei vollständiger Vorlage der Unterlagen werde geprüft ob ein Anspruch besteht.

Gruß von Katzenstube
 

Kerstin_K

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Also nachdem die Arbeitsbescheinigung meines Arbeitgebersda war hatte ich den Bescheid innehalb von wenigen Tagen.

Bei mir kamen sie auch an bei der arbeitslosmeldeung, ich soll den Antrag erste stellen, wenn ichalles beisammen habe. Da hatte ich den aber schon online gestellt. Fand die Sb nicht wirklich toll, wie ihrem Gesicht abzulesen war, aber gesagt hat sie nichts.

Als die Arbeitsbescheinigung dann da war habe ich die gefaxt und per Post geschickt.
 

Doppeloma

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Hallo doppelhexe,

ab wann bist du denn arbeitslos? also wegen dem stellen des leistungssantrags...

Es macht tatsächlich (meist) erst Sinn den kompletten Antrag abzugeben bei ALGI, denn ohne die AG-Bescheinigung kann das ALGI nicht berechnet werden.
Der Bescheid ist in der Regel binnen weniger Tage fertig und die Zahlungen erfolgen ohnehin erst am jeweiligen Monats-Ende.

gezahlt wird erst ab antragstellung... und den antrag kann man abgeben, alles weitere nachreichen.

Ist also auf ALGI so nicht zutreffend, wenn man sich regulär "Arbeitsuchend" und später pünktlich "arbeitslos" gemeldet hat, gilt IMMER der 1. Tag der Arbeitslosigkeit als Beginn für den Leistungs-Anspruch.

es gibt keine gesetzl vorgabe, das anträge nur mit allen weiteren belegen vollständig abgegeben werden dürfen.

Soweit durchaus richtig aber in diesem Falle ist die komplette Abgabe sinnvoller, weil die Leistungs-Abteilung ohne AG-Bescheinigung gar nichts damit machen kann. :icon_evil:

Eventuell zusätzlich erforderliche Unterlagen können natürlich auch bei der AfA nachgereicht werden.
Deine Frage nach dem aktuellen Eintritt der Arbeitslosigkeit würde mich allerdings auch interessieren.

MfG Doppeloma
 

götzb

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Nach meinem Rechtsempfinden sind dies keine Einladungen, sondern Vorladungen.
Gewöhne dich an diese Art der Euphemismen die aus einem Stück Stück HundeAA sprichtwörtlich Schokoladencreme machen.

Du wirst weitere kennenlernen, neben dem Begriff: Einladung.

Wie Angebot, Beratung, Vereinbarung, Kunde, Betreuung, Maßnamen, Arbeitsgelegenheiten :bigsmile:
 

Kerstin_K

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Stimmmmt schon Doppeloma, ichhabe das mit dem Online Antrag auch nur deshalb gemacht, weil dann naichts mehr verschwinden kann. Ein ALG I Antrag ist ja nicht so kompliziert und ich atte das von meiner Arbeitslosigkeit vor mehr als 20 JAhren noch imKopf, dass ich damals den Antrag nicht mitbekam, sondern Frau SB den bei der Vorsprache direkt ausfüllte und ich nur noch uterschrieb. bekam nichtmal eine Kopie damals. Das wollteich vermeiden.
 

BlueMoves

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Arbeitslos seit dem 01.01.2018 und da ich ne Abfindung bekommen habe, die höher als 0,5 Monatsgehälter pro Jahr der Betriebszugehörigkeit ist, muss ich dazu ein paar Zeilen schreiben, um eine Sperrzeit zu verhindern. Am liebsten wäre es mir, wenn mir mein AG bescheinigt, wie hoch der Barwert der Betriebsrentenkürzung ist. Außerdem habe ich als PKV-Versicherter höhere Sozialversicherungsausgaben.
Deswegen möchte ich den ALG-Antrag sorgfältig formulieren.
Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass ich schon aktiv werden muss, bevor überhaupt klar ist, dass ich von der AfA Leistungen erhalten werde.
@Katzenstube
Ich bin auch schon über 50, deswegen brauche ich auch keinen Befreiungsbescheid für die GKV mehr. "Job ergattern" steht auf meiner Wunschliste ziemlich weit unten.

Deswegen würde ich gerne wissen, was ich sagen oder tun kann, um INGA aus dem Weg zu gehen. Ich habe z.B. keine MS-Office-Kenntnisse. Kann das hilfreich sein, weil die in mich alten Sack nicht mehr viel investieren wollen oder ist das nur der direkte Weg in eine Vollzeit-Maßnahme?

Sonst ne Idee, wie ich wenigstens soviel Zeit schinden kann, bis über den Leistungsantrag entschieden ist?
 

Doppeloma

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Hallo BlueMoves,

Meinen ersten Termin bei der AfA hatte ich am 3.1. Meine Frau war als Begleiterin dabei. Nach einem kurzen Blick auf meinen Lebenslauf hat sich die SB kurz schildern lassen, wie es zu meiner Arbeitslosigkeit kam.

Was geht die dein Lebenslauf an ?
Hat sie daraus schon deine "Vermittlungs-Hemmnisse" entnommen, welche da konkret wären (zusätzlich zum aktuellen Lebens-Alter) ???

Danach sagte sie, dass sie bei der AfA nur für die Erstaufnahme zuständig sei und die eigentliche Vermittlungstätigkeit von ihren Kollegen im Team Inga übernommen würde. Auf meine Frage, wer oder was Inga denn sei, bekam ich lediglich mitgeteilt, dass mir dies die Kollegen schon erklären würden.

Na dann pass mal schön auf, was man dir dort dazu erklären wird, meiner Kenntnis nach ist das so "halb freiwillig" und wenn man sich erst mal darauf eingelassen hat, kann man auch nicht einfach dort wieder raus, aus der "Intensiv-Betreuung" ...

Vielleicht magst du dich ja HIER ein wenig vorbereiten / einlesen ...

https://www3.arbeitsagentur.de/web/...tail/index.htm?dfContentId=EGOV-CONTENT440815

Wenn schon die Mitarbeiter der AfA ihrer gesetzlichen Informationspflicht mal wieder sehr mangelhaft nachgekommen sind.

Das aufzurufen, um deine Fragen zu beantworten wäre ja sicher auch möglich gewesen ...

Nach 10 Minuten war der Termin beendet und als einzigen "Ratschlag" gab mir die SB mit auf den Weg, dass ich mich mal nicht auf meine 30 Jahre Berufserfahrung im Wertpapierbereich verlassen sollte, sondern besser offen für neue Arbeitsbereiche sein sollte.

Netter Rat, nur gilt im SGB III zunächst mal die Zumutbarkeit nach § 140 und da soll man sich durchaus auf seine Erfahrungen stützen dürfen, aus dem bisherigen Berufsleben.

Hat sie dir auch gleich mal mitgeteilt, welche "neuen Arbeitsbereiche" sie da so empfehlen würde ... aber das soll dann sicher INGA erledigen. :icon_hihi:

Einen Leistungsantrag habe ich noch nicht gestellt, weil mir die Dame bei der Arbeitslosmeldung mitteilte, dass Leistungsanträge SOFORT bei Antragstellung entschieden würden und deswegen die Unterlagen vollständig sein müssten.

Dazu wurde ja schon geschrieben und wenn du alles komplett hast bitte nachweislich an die AfA geben oder schicken, mach dir vom fertigen Antrag (und den Anlagen) unbedingt auch vorher noch Kopien für deine eigene Akte.

Es geht (leider) inzwischen oft was "verloren" bei den Behörden oder es gibt "Übertragungsfehler" (z.B. bei der Kontonummer) und man wird immer versuchen zunächst DIR die Schuld zu geben (bestimmt falsch in den Antrag geschrieben), also ist "Vorsorgen" besser "als nach hinten fallen" ... :icon_hihi:

Das kann ich zwar bei meinem komplexen Sachverhalt kaum glauben, aber ich habe erst seit Mittwoch die AG-Bescheinigung und dachte, wenn ich es mit der Leistungsbeantragung nicht so eilig habe, dann gönnt mir die AfA auch ein wenig Ruhe.

Wenn du bereits arbeitslos bist bekommst du keine Ruhe mehr, dein erstes Geld gibt es ohnehin erst am Ende des Monats und in der Regel ist der Bescheid auch früh genug fertig.

Gestern erhielt ich aber eine Einladung zum nächsten Gespräch über meine aktuelle berufliche Situation am 22. Januar.

Das ist normal, denn man möchte dich möglichst schnell wieder in Arbeit bringen können, da ist JEDE Minute zu nutzen, so lange deine Kenntnisse noch frisch sind und die letzte aktive Beschäftigung noch nicht zu lange her ist.

Das ist nicht davon abhängig, ob dein Leistungs-Anspruch schon endgültig geklärt ist, du hast ja sogar ganz ohne ALGI-Anspruch auf die "Dienstleistungen der AfA" ... :idea:

Darin steht zwar nichts von INGA, aber in meinem Online-Account wurde mir schon eine neue Betreuerin zugeteilt.

Das steht ja auch nicht unbedingt in der Einladung drin und was du so online finden kannst bringt dich nur durcheinander, das ist so überflüssig, darum musst du dich gar nicht kümmern. :icon_evil:

Wenn dies bereits eine Kollegin des INGA-Teams ist, dann muss ja die Erstbetreuerin in unserem 10-minütigen Gespräch gravierende Vermittlungshemmnisse erkannt haben.

Schwer zu sagen, da solltest du dir schon mal eine lange Frageliste zusammenstellen und die in dem Termin dann "abarbeiten", vor Allem solltest du wachsam sein, irgendwelche Zusagen zu machen ODER gar eine "Eingliederungs-Vereinbarung" (EGV) zu unterschreiben.

Was man dir auch immer zur Unterschrift vorlegen sollte, steckst du direkt ein, um es "zu Hause, in RUHE" zu prüfen und dann stellst du das am Besten mal hier (anonymisiert) zur gründlichen "Kontrolle" ein ... :bigsmile:

Sollte ich mir schon allein deswegen ein Protokoll des Gesprächs anfordern? Auf eine Intensivbetreuung durch die AfA, noch dazu bevor überhaupt feststeht, ob und wieviel ALG1 ich bekomme, habe ich keine große Lust.

Ob und wie viel ALGI du bekommst ist zunächst mal egal für diese Sonderbetreuung, du musst dir alle (zumindest möglichst viele) Argumente zusammensuchen, die es sinnlos machen, dich dort speziell "betreuen" zu wollen.

Lass dir von den SB erzählen was du dort sollst, welche konkreten Gründe man dafür sieht, dich dort besser in (neue / andere) Arbeit bringen zu können, welche Kontakte zu AG (im Tagespendelbereich) es gibt, wo eine Einstellung als wahrscheinlich anzusehen wäre ( Arbeitsmarktlage / -Analyse vor Ort :icon_hihi:) natürlich immer unter Beachtung der Zumutbarkeit gemäß § 140 SGB III.

Denn du hast es ja (noch) nicht nötig dich "unter Wert zu verkaufen" im Bezug von ALGI ... :icon_evil:

Dein (wahrscheinlich) größtes "Vermittlungs-Hemmnis" ist auch von INGA nicht zu beseitigen oder macht die dich auch jünger ... :bigsmile:

Deine beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen waren ja offenbar bis vor kurzem auch noch gut genug für den aktuellen Arbeitsmarkt also wo ist das Problem, wofür konkret brauchst du INGA ...

Das Thema solltest du natürlich NICHT von selber ansprechen wenn es zunächst nur, um die Sondierung deiner allgemeinen Kenntnisse und Fähigkeiten für die Arbeitsvermittlung geht (Potential-Analyse), trotzdem NICHTS unterschreiben ... :icon_evil:

Jeder bekommt bei mir eine erste Chance und bislang habe ich mich ja sehr kooperativ gegeben (Online-Account, Mail-Adresse, Handynummer etc.), aber jetzt habe ich schon die zweite "Einladung" mit RFB erhalten und werde langsam sauer.

Das war nicht "kooperativ" sondern "DUMM", wozu bitte braucht denn die AfA diese ganzen Kontaktdaten, doch nur um dir möglichst oft (auf allen modernen Wegen) auf den Geist zu fallen ...

Du bist nicht verpflichtet deinen PC überhaupt anzuschalten oder ein Handy zu besitzen, du musst NUR auf dem Postwege an deiner Melde-Anschrift erreichbar sein (also täglich deinen Haus-Briefkasten kontrollieren) und das ist ALLES.

Weder Mail noch Anrufe haben irgendeine rechtsrelevante Bedeutung, NUR was mit der Post kommt ist (vielleicht) wirklich wichtig.

Nach meinem Rechtsempfinden sind dies keine Einladungen, sondern Vorladungen.

Da täuscht dich dein Rechtsempfinden auch nicht, aber du wirst trotzdem dort erscheinen müssen, wenn du kein Meldeversäumnis (Sperre) riskieren willst.
Echte Entschuldigungen gibt es sonst nicht viele, es sei denn du bist vom Arzt AU geschrieben ...

Ich soll auch erneut einen ausgedruckten Lebenslauf und einen Personalausweis mitbringen. Was soll sich da denn nach deren Vermutung in den letzten 3 Wochen geändert haben?

Was man am 03.01. bei deiner Aufnahme so "erblickt" hat kennt ja die aktuelle SB noch nicht, ich nehme mal an mit Telepathie läuft es noch nicht so gut bei der AfA ...

Und den Ausweis (oder Reisepass) muss man in der Regel IMMER mitbringen, um sich legitimieren zu können ... die SB wechseln ja auch öfter mal und dann muss man ja wissen, ob du es auch wirklich bist ... :idea:

Wie gibt man sich bei diesem zweiten Termin? Immer noch alles klaglos akzeptieren oder mal vorsichtig nach Sinn und Zweck der Aktion fragen?

Du solltest schnell lernen ganz gezielt nach Sinn und Zweck zu fragen wenn man was von dir will, deine ganzen überflüssigen Kontaktdaten solltest du direkt wieder löschen lassen, da man es wohl versäumt hat, dich darauf hinzuweisen, dass diese Angaben FREIWILLIG sind.

Dafür gibt es hier schon eine Vorlage, vorbereiten und gleich auf einer Kopie den Empfang bestätigen lassen.

Nach Bewerbungskosten und Fahrtkosten (für diese Termine) fragen und die Formulare verlangen, um die Anträge stellen zu können ... "Bagatell-Grenzen" gibt es nicht (steht auch bestimmt nicht auf der "Einladung"), JEDER Antrag ist zu prüfen und JA, du möchtest einen Bescheid dazu.

Bis dahin fällt uns bestimmt noch mehr ein, was den SB die Freude an dir verderben könnte ... :bigsmile:

MfG Doppeloma
 

Kerstin_K

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Nach Bewerbungskosten und Fahrtkosten (für diese Termine) fragen und die Formulare verlangen, um die Anträge stellen zu können ... "Bagatell-Grenzen" gibt es nicht (steht auch bestimmt nicht auf der "Einladung"), JEDER Antrag ist zu prüfen und JA, du möchtest einen Bescheid dazu.

Wobei das wirklic nur Beschäftigungstherpie ist, denn bei ALG I geht man schon noch von einer Eigenleistungsfähigkeit aus und wenn hier über der Beitragsbemessungsgrenze verdient wurde, dürfte das ALG I auch recht hoch sein.
 

Doppeloma

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Hallo Kerstin_K,

Wobei das wirklic nur Beschäftigungstherpie ist, denn bei ALG I geht man schon noch von einer Eigenleistungsfähigkeit aus

Völlig korrekt aber wenn die "INGA-Betreuung" zu engmaschig wird, könnte ja auch diese "Eigenleistungsfähigkeit" irgendwann mal erreicht sein und das haben die eben zu prüfen bei JEDER Antragstellung.

Manchmal hilft das dann schon die Einladungs-Abstände zu verlängern ... :bigsmile:

Meist kommen die ja eher mit ihren "Bagatell-Grenzen" um die Ecke, die wahlweise in dem Bereich angesiedelt sind, der am häufigsten aufgetreten ist bisher ...
Bei unserer AfA waren das (angeblich) mal 6 €, die Tageskarte (war günstiger als Einzeltickets) dort hin kostete 5,50 € "wie praktisch".

Nur war nicht viel mit "Eigenleistungsfähigkeit" bei Männes mickrigem ALGI und so bekam er dann seine Fahrtkosten (sogar rückwirkend für alle Termine) nach einer Beschwerde in Nürnberg dazu.
Die Einladungen reduzierten sich danach drastisch ... :icon_hihi:

MfG Doppeloma
 

BlueMoves

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Was geht die dein Lebenslauf an ?

Geht der die nix an? Sorry, aber da bin ich tatsächlich davon ausgegangen, dass die AfA einen Anspruch auf diese Daten hat. Verärgert bin ich nur, weil die die Daten schon zweimal (online und persönlich) von mir bekommen haben. Wie soll denn die Übergabe von der Kollegin zu ihr abgelaufen sein, wenn die Neue jetzt nicht einmal meinen Lebenslauf kennt.

Bin eben mal den zu erwartenden Ablauf des Termins mit meiner Frau durchgegangen und jetzt habe ich auch noch nen Riesenkrach mit ihr, weil sie auf dem Standpunkt steht "Entweder, Du machst genau das, was die wollen, oder Du lässt es ganz. Das sind einfache Sachbearbeiter dort, die ihre Vorschriften haben und nicht viel Geld verdienen. Die haben Besseres zu tun, als sich mit so nem arroganten Kerl wie Dir rumzuärgern"

@Doppeloma,

Du hast in einem anderen Thread geschrieben:

Du schreibst doch oben es gibt bereits eine Leistungsbewilligung, dann sollte eine Abmeldung aus der Vermittlung doch kein Problem mehr darstellen ?

In 12 Monaten sind (aktuelle) Sperrzeiten und Abfindungen irrelevant, du solltest aber unbedingt alles schriftlich und nachweislich regeln mit der AfA, damit es dann keine neuen Probleme mehr geben kann.

Verstehe ich das richtig, kann man sich aus der Vermittlung abmelden, also eine Auszeit nehmen und später (wieviel später) ALG1 erneut beantragen? Ändert das nichts an der Höhe und der Dauer des Anspruchs bzw. würde eine etwaige jetzt verhängte Sperrzeit wegen der Höhe der Abfindung dann sogar wegfallen? Wieso?
 

Doppeloma

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Hallo BlueMoves,

Geht der die nix an? Sorry, aber da bin ich tatsächlich davon ausgegangen, dass die AfA einen Anspruch auf diese Daten hat. Verärgert bin ich nur, weil die die Daten schon zweimal (online und persönlich) von mir bekommen haben. Wie soll denn die Übergabe von der Kollegin zu ihr abgelaufen sein, wenn die Neue jetzt nicht einmal meinen Lebenslauf kennt.

Der Lebenslauf gibt zwar einen Überblick was du schon so gemacht hast beruflich aber es soll ja mit dir besprochen werden was zukünftig sinnvoll und machbar wäre ...

In der Regel hilft da die "Vergangenheit" nicht wirklich weiter, von nachweisbaren Abschlüssen mal abgesehen (da genügt auch die Vorlage von Facharbeiterbriefen oder so), Kopien gehören NICHT in deine AfA-Akte.

Wenn du deinen Lebenslauf schon selbst online eingetragen hast, dann sollen die dort nachsehen, ich würde diese Forderung also als "erledigt" ignorieren. :icon_hihi:

Bin eben mal den zu erwartenden Ablauf des Termins mit meiner Frau durchgegangen und jetzt habe ich auch noch nen Riesenkrach mit ihr, weil sie auf dem Standpunkt steht "Entweder, Du machst genau das, was die wollen, oder Du lässt es ganz. Das sind einfache Sachbearbeiter dort, die ihre Vorschriften haben und nicht viel Geld verdienen.

Hoppla, wie ist denn deine Frau drauf, man muss sich doch nicht wie ein "betreuungsbedürftiges Baby" behandeln lassen, nur weil man arbeitslos geworden ist ...

Die haben Besseres zu tun, als sich mit so nem arroganten Kerl wie Dir rumzuärgern"

JA, was gibt es denn "Besseres" zu tun, als die "Kunden" auch als solche zu behandeln und (korrekt) zu beraten ... dafür werden die auch aus den Beiträgen der arbeitenden Bevölkerung bezahlt und meiner Kenntnis nach gar nicht mal so schlecht.

Die sind FÜR DICH da und nicht umgekehrt, deine Frau war wohl noch nie arbeitslos ?

Verstehe ich das richtig, kann man sich aus der Vermittlung abmelden, also eine Auszeit nehmen und später (wieviel später) ALG1 erneut beantragen?

Ja das geht, sogar ganz offiziell, du solltest das aber jetzt sehr zügig regeln wenn du deine Krankenversicherung selber zahlen kannst (oder bei deiner Frau in die Familienversicherung kannst), dann ist das KEIN Problem. :icon_evil:

Es darf aber wohl noch KEINEN Bescheid geben für diese Variante.

(2) Bis zur Entscheidung über den Anspruch kann die antragstellende Person bestimmen, dass der Anspruch nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt entstehen soll.

Quelle

§§ 137 SGB III Anspruchsvoraussetzungen bei Arbeitslosigkeit

So was machen auch viele, um das längere ALGI zu beziehen wenn sie kurz vor einer dafür relevanten Altersgrenze stehen.

Ändert das nichts an der Höhe und der Dauer des Anspruchs bzw. würde eine etwaige jetzt verhängte Sperrzeit wegen der Höhe der Abfindung dann sogar wegfallen? Wieso?

Nein, wenn du nicht über 2 Jahre pausierst ändert das NICHTS, dein letztes Einkommen wird die Grundlage sein und Sperrzeiten sind nach 12 Monaten verjährt, dafür finde ich gerade den § nicht aber vielleicht suchst du mal selber oder lässt dir das dann bei der AfA schriftlich geben.

§§ 159 SGB III Ruhen bei Sperrzeit

Schau mal ob du da schon was dazu findest ...

Wenn das finanziell kein Problem wäre, dann kannst du dich von AfA und INGA vorerst wieder verabschieden ... :peace:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo BlueMoves,

Das mit dem Selbersuchen war ein guter Tipp.

Damit meinte ich aber eher seriöse Seiten mit korrektem Bezug auf die gesetzlichen Grundlagen und nicht irgendwelche ""Privatier-Spinner"-Seiten. :icon_hihi:

Zum Teil mag ja stimmen was da steht (habe es nicht komplett nachgelesen, solche Seiten sind mir zu "reißerisch"), aber auf der sicheren Seite bist du nur DIREKT bei der AfA ODER im Gesetzbuch = SGB III ...

Eine Warnung daher gleich dazu, der (grundsätzliche) Anspruch auf ALG I bleibt zwar (ab Entstehung) für 4 Jahre bestehen, aber NICHT der Anspruch auf ALGI entsprechend deinem letzten Einkommen. :icon_evil:

Dafür müssen mindestens 150 Tage mit regulärem Arbeitslohn in den letzten 24 Monaten nachgewiesen werden (das ist schon der erweiterte Zeitraum), sonst erfolgt eine "fiktive" Berechnung und die kann deutlich UNTER deinem aktuellen Betrag aus dem letzten Einkommen liegen.

Also IMMER alle wichtigen Aspekte betrachten und lesen wo es auch fundiert und belegt ist und nicht nur online herauspicken, was einem gerade "am Besten gefällt" ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

BlueMoves

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Eine Warnung daher gleich dazu, der (grundsätzliche) Anspruch auf ALG I bleibt zwar (ab Entstehung) für 4 Jahre bestehen, aber NICHT der Anspruch auf ALGI entsprechend deinem letzten Einkommen. :icon_evil:

Dafür müssen mindestens 150 Tage mit regulärem Arbeitslohn in den letzten 24 Monaten nachgewiesen werden (das ist schon der erweiterte Zeitraum), sonst erfolgt eine "fiktive" Berechnung und die kann deutlich UNTER deinem aktuellen Betrag aus dem letzten Einkommen liegen.

DAS ist ja eines meiner Probleme (siehe meinen Thread zu dem Thema). Laut Auffassung der AfA reicht es nicht, den Bezug von regulärem Arbeitslohn nachzuweisen, sondern die erwarten auch, dass ich für den Lohn etwas getan habe. Anderenfalls gelte ich laut der aktuellen fachlichen Anweisung nicht als "beschäftigt" und erhalte trotz der gezahlten Höchstbeiträge nur ein deutlich geringeres ALG1 auf Basis eines fiktiven Einkommens.
Berechnung des Arbeitslosengelds bei unwiderruflicher Freistellung von Arbeitnehmern | Beiten Burkhardt // BLOG
Also warte ich ab, was für einen Anspruch die AfA ermittelt und wenn die mir so doof kommen, dann werde ich auch noch klagen müssen. Aber die Grenze "150 Tage in 24 Monaten" erreiche ich ja (im Erfolgsfall) auch noch im Juli 2019. Wenn das stimmt, dass nach 12 Monaten die Sperrfristen verjähren, dann passt das ja noch ganz gut.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

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Ja, und das hatte ich Dir alles schon vorher erklärt:

https://www.elo-forum.org/2232060-post2.html

Damit meinte ich aber eher seriöse Seiten mit korrektem Bezug auf die gesetzlichen Grundlagen und nicht irgendwelche ""Privatier-Spinner"-Seiten. :icon_hihi:

Die Seite hat eine andere Zielgruppe, als die mehrheitlich Alg2-Bezieher hier.

Auf jeden Fall seriös und im Bereich Freistellung und Dispojahr fundiertes Wissen, was hier teilweise nicht vorhanden ist zu diesen Themen.
 

BlueMoves

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Ja, und das hatte ich Dir alles schon vorher erklärt:

https://www.elo-forum.org/2232060-post2.html

Ich weiß und nochmal Danke dafür. Ich weiß allerdings nicht, wie man gezielt einen einzelnen Beitrag verlinkt und hatte deswegen diesen ausführlichen Artikel verlinkt.

Außerdem danke für die Bestätigung, dass diese Privatier-Seite ganz gut ist. Sicherlich treiben sich zu dem Thema auch etliche Scharlatane im Netz herum, aber diesen Blog finde ich ausgesprochen informativ und kompetent.

Jetzt mal was Positives, jedenfalls für mich.

Das Gepräch mit der INGA-Vermittlerin war sehr offen und entspannt. Sie hat mir gleich gesagt, dass dies eine freiwillige Angelegenheit ist und mich gefragt, wie groß mein Interesse an einer intensiven Betreuung durch die AfA ist. Eine Nichtteilnahme an INGA hätte keine nachteiligen Auswirkungen, aber sie möchte ihre Zeit und Energie gerne auf solche Kunden verwenden, die (aus wirtschaftlichen oder psychischen Gründen) möglichst schnell wieder ins Arbeitsleben zurückkehren wollen.

Ich habe ihr meine Situation dargelegt und dann war das Thema auch schon abgehakt. Danach sind wir meine Bewerbungsunterlagen durchgegangen. Das fehlende Abschlusszeugnis des AG war nochmal ein "Beweis" dafür, dass mein AG keine Gelegenheit auslässt, um mir das Leben schwerer zu machen. Auch für meinen Wunsch, erst einmal mit der Vergangenheit komplett abschliessen zu wollen, bevor ich den Kopf für etwas Neues frei habe, zeigte sie Verständnis.

Sie hat mir dann noch empfohlen, eine telefonische Leistungsberatung anzufordern, um mit den Fachleuten dort meine Lage zu sondieren.

Ich hab mich anschließend noch ein bisschen über ihre junge Kollegin beklagt, zu der sie mich jetzt in die normale Vermittlung zurückschickt.

Mal schauen, entweder sagt sie der Kollegin "lass den alten Mann in Frieden, der ist nett und harmlos" oder sie gibt ihr den Tipp "mach so weiter, dann haben wir den in 3 Monaten aus der Statistik".

Ich weiß, dass passt nicht zu euren Tipps für den Umgang mit den SB :biggrin: Aber wenn ich weiterhin hinter jedem Satz und jeder Aktion eine Falle und Bösartigkeit vermute, dann gehe ich an der Situation kaputt.

Ich mach das jetzt so, wie ich es im Berufsleben auch immer gehalten habe und wenn ich mit meiner offenen und direkten Art im Behördendschungel scheitere, dann ist es (zum Glück) auch egal.
 

Katzenstube

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War bei mir auch so - keinesfalls freiwillig! Meine Prämisse war mit den Tanten so wenig wie möglich sprechen. ja, ja, eine Version meiner Unterlagen für Euch - meine eigenen schicke ich so weg, wie es mir passt.

Die wollten mir die Art meines Fotos ebenso diktieren wie die Unterteilungen im Lebenslauf. Schön, dass ich mit 57 die Chance hatte den Tanten ADE zu sagen!

Euch auch viel Glück - es ist zu schaffen!!!!

Gruß von Katzenstube

p.s.s so dumm waren meine Bachelor-Damen auch nicht gleich am Anfang die Krallen zu zeigen.... aber auf was es hinaus lief war sofort zu spüren!

Es wäre interessant zu wissen, wie es beim TE weiter gegangen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

BlueMoves

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"Es wäre interessant zu wissen, wie es beim TE weiter gegangen ist. "

Leute, wie die Zeit vergeht. Am 23.1.2018 habe ich geschrieben:

Mal schauen, entweder sagt sie der Kollegin "lass den alten Mann in Frieden, der ist nett und harmlos" oder sie gibt ihr den Tipp "mach so weiter, dann haben wir den in 3 Monaten aus der Statistik".

Letzte Woche hatte ich meinen letzten Termin bei der AfA. Für mich ist es im Nachhinein optimal gelaufen. Die junge Kollegin hatte Verständnis für den "alten Mann" und fand das sogar recht cool, wenn man mit Mitte 50 das Hamsterrad einfach so verlassen kann. Außerdem hat sie mir gegelaubt, dass ich bestimmt anschliessend kein ALG2 beantragen werde. So kam es, dass wir nur einmal im Quartal 5 Minuten ein paar Nettigkeiten ausgetauscht haben und ich ansonsten mit der AfA nichts zu tun hatte. Ich bin sehr froh, diese positive Erfahrung mit der AfA gemacht zu haben und hoffe, dass auch andere, die in eine ähnliche Situation wie ich geraten, dieses Glück haben. Ich kann nicht beurteilen, ob es wirklich nur Glück war, oder ob die Konstellation "fast 30 Jahre Höchstbeiträge gezahlt" und "der will anschließend nicht auch noch ALG2" dem Glück ein wenig auf die Sprünge geholfen hat.

Auch das BSG hatte ein Einsehen und hat die Rechtsprechung zur ALG-Berechnung bei Freistellungen dem normalen Menschenverstand angepasst. Da gibt es dann in ein paar Monaten noch eine schöne Nachzahlung.

Vielen Dank nochmal für die juristische und moralische Unterstützung in einer für mich schwierigen Zeit. Meine eigenen Erfahrungen aber vor allem auch die Beiträge in diesem Forum haben meine Einstellung zu unserem "Sozialstaat" gewaltig geändert und ich kann die Wut und Hilflosigkeit vieler Bürger nun ganz anders einordnen und verstehen.
Ich hoffe, so schnell nicht wieder in eine Situation zu geraten, in der ich nicht mehr weiter weiß.
VG
Blue Moves (ist der Titel eines Albums von Elton John und der zieht sich jetzt ja auch ins Privatleben zurück)
 
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