Noch ein Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit berichtet!

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

dersichdenwolfärgert

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
25 September 2010
Beiträge
265
Bewertungen
25
Hallo, verehrte Frau Hannemann,
(…) Ich weiß, dass ich mich gefährlichen Repressalien aussetze, genau wie Sie! Ich weiß auch, welche “Maßnahmen” von der BA (Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg) ausgebrütet werden, um Sie und mich mundtot (wie viele andere auch) zu machen. Ihr Vorteil ist allerdings, dass die BA Ihre aktive journalistische Tätigkeit in großem Maße fürchtet und deshalb versucht, Sie in “kleinen Häppchen” zu destabilisieren.

Auch bei mir steht ein Gespräch “zur Klärung meiner Loyalität” gegenüber meines Dienstherren an (Anm. Redaktion: Bundesagentur für Arbeit) (…).


Schon die Unwilligkeit der trotz verhängten Urteile des BSG zur Veröffentlichung der Arbeitsanweisungen der JC, Argen und Kommunen zeigen, welch brisantes Anweisungs- Material im Umlauf ist und vor dem Zugriff der “Kunden” geschützt werden soll. Wer da nicht mitmacht, steht i.d.R. bald selbst auf der anderen Seite des Schreibtisches und lernt, (weil er/sie die Verfahrensweisen der BA genauestens kennt) wie sich Hartz IV anfühlt.

Ich wünschte manchmal, ich wäre ein aktiver unabhängiger Journalist in (neben-)Anstellung, denn davor haben die eine tierische Angst und einen gehörigen Respekt! Internas dürfen eben nicht nach außen dringen. Warum wohl, wenn doch alles im legalen Rahmen geschieht? Aber das muss ich Ihnen wohl nicht näher erläutern, das wissen Sie nur zu gut selbst.

Meine Psyche hat gelitten, mein Wille zu gesetzeskonformen Regularien allerdings nicht. Unser (zugegeben “abnormaler”) Kollege Ralf Boes bringt es auf seine Art auf den Punkt. Er rebelliert gegen die GG- widrigen Strukturen des SGB II in aller Öffentlichkeit, vergisst allerdings als “Aussenseiter” (weil als Hartzer selbst betroffen) die Machtinstrumente der JC- Geschäftsstellen gegen ihre eigenen Mitarbeiter, die, wenn überhaupt, meistens nur im Verborgenen effektiv agieren können....
Quelle Komplett:
Wie viele werden es noch sein? Ein Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit berichtet! | altonabloggt
Sie Wissen (Bundesagentur für Menschenhandel), das sie in teilen Grundgesetzwidrig handeln.
Meine Konsequenz, ich bewerbe mich nur noch auf dem freien Arbeitsmarkt, und nicht mehr auf dem unfreien.

Ich nehme keinerlei Niedriglohnjobs mehr an, und lasse mich
dort auch nicht mehr hineinzwingen, ziviler ungehorsam ist angesagt.:icon_twisted:

An alle Jobcenter Mitarbeiter die mitlesen, wo sollen später eure
Kinder arbeiten? Schon einmal drüber nachgedacht?

Auf dem Lohnstrich? (1 Euro Jobs, 400 Euro Jobs, beim Menschenverleiher und Ausbeuter, Midi und Minijobs ect.)

Zitat meines SBs:
"90 Prozent der angebotenen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen sind Leiharbeit"


dsdwä
 
Mitglied seit
13 Januar 2013
Beiträge
144
Bewertungen
46
Sie Wissen (Bundesagentur für Menschenhandel), das sie in teilen Grundgesetzwidrig handeln.
Meine Konsequenz, ich bewerbe mich nur noch auf dem freien Arbeitsmarkt, und nicht mehr auf dem unfreien.

Ich nehme keinerlei Niedriglohnjobs mehr an, und lasse mich
dort auch nicht mehr hineinzwingen, ziviler ungehorsam ist angesagt.:icon_twisted:

An alle Jobcenter Mitarbeiter die mitlesen, wo sollen später eure
Kinder arbeiten? Schon einmal drüber nachgedacht?

Auf dem Lohnstrich? (1 Euro Jobs, 400 Euro Jobs, beim Menschenverleiher und Ausbeuter, Midi und Minijobs ect.)

Es gibt schon einen Grund warum sie Ihre Tel. Nummern nicht veröffentliche wollen.

Sie haben Angst - grosse Angst vor denen - die sie jahrelang betrogen haben.



Zitat meines SBs:
"90 Prozent der angebotenen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen sind Leiharbeit"


dsdwä


Nein - Sie denken nicht nach!

Sie glauben wirklich das Ihre Tätigkeit im Jobcenter Arbeit wäre.

Vor allem nicht die Teamleiter oder diese Jur. Sachbearbeiter Betrüger.

"Wir manipulieren Akten - Lügen vor dem SG - streiten ab was nicht bewiesen werden kann."
 
M

Minimina

Gast
Wir sollten dieser Gurke Hanneman hier im Forum keine Basis für ihren Blog bieten. Auch nicht mit Leserbriefen, die als Sympathisanten getarnt ins gleiche Horn stoßen.

Was sollen die feigen Berichte von BA-Agenten ohne Konsequenz für ihr eigenes Handeln und tun?

LG MM
 
Mitglied seit
13 Januar 2013
Beiträge
144
Bewertungen
46
Uns liegen die umgearbeiteten, zum Teil gekürzten Handlungsanweisungen des Landkreises vor. Aus den geht tatsächlich die Manipulation der Vorschriften zur Berechnung der Kosten für Unterkunft und Heizung, durch den "Jobcenter Teamleiter Leistung" hervor.

Diese gekürzte Fassung wurde im Rahmen der Prüfung des Jobcenters aufgefunden und ist den zuständigen Ermittlungsbehörden übergeben worden. Es wurde keine Anzeige erstattet.

Rechtliche Vorschriften werden also zu Berechnung tatsächlicher Kosten für Unterkunft und Heizung nicht umgesetzt, sondern werden durch interne Weisungen ersetzt oder einfach gekürzt.

Daraus ergibt sich eine kriminelle Struktur die im Auftrag vom BUND handelt und auch vom BUND gedeckt wird.
 

galadriel

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Februar 2007
Beiträge
1.517
Bewertungen
56
Wir sollten dieser Gurke Hanneman hier im Forum keine Basis für ihren Blog bieten. Auch nicht mit Leserbriefen, die als Sympathisanten getarnt ins gleiche Horn stoßen.

Was sollen die feigen Berichte von BA-Agenten ohne Konsequenz für ihr eigenes Handeln und tun?

LG MM

Hannemann, Gurke?:confused:
Verstehe ich jetzt echt nicht.
Klär mich mal bitte auf.
 

echt machtlos

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 Januar 2013
Beiträge
1.561
Bewertungen
273
Wir sollten dieser Gurke Hanneman hier im Forum keine Basis für ihren Blog bieten. Auch nicht mit Leserbriefen, die als Sympathisanten getarnt ins gleiche Horn stoßen.

Was sollen die feigen Berichte von BA-Agenten ohne Konsequenz für ihr eigenes Handeln und tun?

LG MM

Hallo Minima ,

gibt es konkrete Gründe warum ausgerechnet Frau Hanemann für dich eine Gurke
ist?
Vielleicht weil sie sich ganz alleine gegen einen ganzen Apparat stemmt?

Oder ist sie vielleicht eine Nestbeschmutzerin für dich? :icon_kinn:
 

Nimschö

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 August 2007
Beiträge
2.070
Bewertungen
835
Die Abneigung gegen hannemann und Co. kommt daher, dass ( vielleicht gar nicht sooo unbegründet) gemutmaßt wird, dass sie den ganzen rabautz in der Hauptsache betreibt um ihre journalistische Karriere zu pushen.

Man mag das verwerflich finden, ich selber seh das eher pragmatisch: Wenn der esel zur Wiese rennen will, spann ihm den Karren an, er wird ihn ziehen. Mich juckt es garnicht, ob die Frau eine ideologische Freiheitskämpferin oder eine Karrierejournalistin ist/sein möchte. So land die den JCs zu Unangenehmes zu tun gibt soll es mir wurscht sein.
 
M

Minimina

Gast
Mich juckt es garnicht, ob die Frau eine ideologische Freiheitskämpferin oder eine Karrierejournalistin ist/sein möchte So land die den JCs zu Unangenehmes zu tun gibt soll es mir wurscht sein.

Mich auch nicht. Aber mögen die Fans der Fr.H. aus H. mal bitte einen Punkt nennen, wo besagte Selbstdarstellerin konkret irgendeinem LE geholfen hat, Punkte genannt hat wie und wodurch die Agenda 2010 (EGV, VA, Sanktionen) rechtskräftig und erfolgreich angegriffen werden kann oder wo die JC, BA, Argen tatsächlich so in die Kritik genommen werden dass es den Institutionen und deren Angehörigen auch weh tut?

Nichts und wieder nichts zu finden auf breiter Front bei I.aH. Die gute Frau ist eine Nebelkerze :eek: und jeder der das rechtzeitig merkt kann seinen Widerstand auf erfolgsversprechendere Punkte lenken.

Wie ich zu der Meinung komme? Hier steht`s:

https://www.elo-forum.org/news-disk...igung-25-02-2013-berlin-jobcenter-inside.html

Aber wer Wasserträger spielen will, dem nehm ich´s nicht übel. Weil das Sprichwort sagt: "Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht"

LG MM
 
E

ExitUser

Gast
Zitat meines SBs: "90 Prozent der angebotenen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen sind Leiharbeit"

Da irrt dein SB aber gewaltig! Nicht falsch verstehen: Ich bin absolut kein Freund von Leiharbeit und finde, diese muss in Deutschland wieder viel restriktiver gehandhabt und auch finanziell aufgewertetet werden (gleicher Lohn für gleiche Arbeit), aber diese 90% sind wirklich Humbug. Das trifft vielleicht auf reine Helferstellen zu, die vornehmlich in der Jobbörse der BA inseriert sind, aber momentan arbeiten gerade mal 3% (nicht dreißig, sondern wirklich nur D R E I Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigen Arbeitnehmer in Deutschland in der Leiharbeit.

Leiharbeit ist nichts Schönes, sie zementiert einen spalterischen Dreiklassen-Arbeitsmarkt (1. Feste, 2. Befristete, 3. Leiharbeiter), und das ist sehr bedenklich. Aber ein Massenphänomen ist Leiharbeit noch immer nicht, auch wenn das dem persönlichen Empfinden vieler Erwerbsloser im Jobcenter verständlicherweise zuwider läuft. Denn oftmals wird vom Amt wirklich nur in Leiharbeit zu vermitteln versucht. Aber auf das Gesamt der Bevölkerung bezogen ist Leiharbeit zum Glück dennoch keinesfalls die Regel.
 

XxMikexX

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Februar 2012
Beiträge
2.859
Bewertungen
10
... aber momentan arbeiten gerade mal 3% (nicht dreißig, sondern wirklich nur D R E I Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigen Arbeitnehmer in Deutschland in der Leiharbeit.
Nenne mal bitte eine seriöse Quelle dazu.

3% erscheinen mir zu wenig.
 
M

Minimina

Gast
Da versteht wohl ein SB den anderen nicht :eek:

Zitat meines SBs:
"90 Prozent der angebotenen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen sind Leiharbeit"

Der SB meinte meines Eachtens von der Arbeitsagentur den LE`s angebotenen Vollzeitstellen, nicht die Beschäftigten im der BRD mit Vollzeitstellen.

Trotzdem nehme ich dem SB B.T die 3 % auch icht ab, das soll er mal belegen :icon_neutral:

LG MM
 
E

ExitUser

Gast
Aber mögen die Fans der Fr.H. aus H. mal bitte einen Punkt nennen, wo besagte Selbstdarstellerin konkret irgendeinem LE geholfen hat, Punkte genannt hat wie und wodurch die Agenda 2010 (EGV, VA, Sanktionen) rechtskräftig und erfolgreich angegriffen werden kann oder wo die JC, BA, Argen tatsächlich so in die Kritik genommen werden dass es den Institutionen und deren Angehörigen auch weh tut?

Meine Güte, was soll denn dieses Rumgereite auf Konkretheit? Was soll das bitte bringen? Das bringt gar nichts! Wenn wir unterstellen, dass es Frau Hannemans Intention ist, möglichst viele Menschen durch ihre Aufritte, Kommentierungen und Blogg-Beiträge anzusprechen, so handelt sie durch die Art, wie sie verfährt, völlig richtig. Sie bleibt oftmals im Allgemeinen, erzählt Geschichten, lässt eine Anekdote einfließen, wird emotional. Das ist aus didaktischer und journalistischer Sicht auch richtig so! Sowas kommt an, von sowas fühlen sich viele Menschen angesprochen, ob einem das nun passt oder nicht.

Konkretheit ist hier gerade fehlt am Platz, da es der Ex-Kollegin um Allgemeinheit gehen muss, wenn sie eine breite Allgemeinheit für Kritik am Jobcenter empfänglich machen und für die Unzulänglichkeiten des Systems Hartz IV sensibilisieren will. Will man diejenigen ansprechen, die mit Hartz IV bisher wenig am Hut hatten, darf man sich gerade nicht nicht in rechtlichem und verfahrenstechnischem Kleinklein verlieren, darf nicht mit Paragraphen, Rechtskommentaren, BSG- und GG-Verweisen um sich verwerfen.

Dies deshalb nicht, weil die Menschen, die nicht von sich aus bereits ein hohes Interesse und Vorwissen bzgl. Hartz IV mitbringen, sich gerade nicht für Rechtsmodalitäten interessieren, sondern für Emotionen, für Anklagen und Geschichten, kurz: Für überzeugende, personalisierte Selbstdarsteller, die einem sympathisch sind, mit denen man sich identifiziert, bei denen man gerne sagt: "Jawoll, der/die hat ja Recht!"

Selbstdarstellung ist nichts schlechtes, sie ist vielmehr die unumgängliche Voraussetzung, um in der Öffentlichkeit für das eigene Anliegen Gehör zu finden. Um Sympathieträger für eine Sache zu sein, muss man immer auch ein Stück weit Selbstdarsteller sein. Und selbst wenn es das alleinige Anliegen von Frau Hanneman wäre, sich selbst zu profilieren und die eigene Karriere zu befördern, wie dies einige Personen hier mutmaßen, halte ich den Nebeneffekt, der damit einhergeht, nämlich die Kritik an Hartz IV in eine breite Öffentlichkeit zu tragen, für erstrebens- und unterstützenswert.

Aber typisch pessimistisch und reaktionär wird hier von manchen gleich die mahnende Selbstdarsteller-Heuchler-Verräter-Keule geschwungen und angemahnt, dass man dieser Frau doch kein Forum bieten möge. Aber warum eigentlich nicht? Was spricht denn dagegen? Gerade ein Forum sollte doch ein Ort des konträren Meinungsaustausches sein, in dem Informationen frei fließen können, so dass jeder sich selbst ein Bild machen kann. Damit man sich dieses Bild machen kann, ist es aber zwingend erforderlich, dass überhaupt auch Meinunge und Statements zugelassen werden, die einem selbst nicht genehm sind und die einem gegen den ideologischen Strich gehen.

Also nochmal: Natürlich ist Frau Hanneman eine Selbstdarstellerin! Na und? Ist das denn etwas schlimmes? Nein, das ist es nicht. Jeder Mensch, der in der Öffentlichkeit für oder gegen eine Sache eintritt und Gehört finden will, muss Selbstdarstellungskompetenz besitzten. Auch die linken Politiker, die hier im Forum vielfach hochgehalten werden und die auch ich sympathisch finde, haben solche Selbstdarstellungskompetenz. Nicht von ungefährt werden Lafontaine, Gysi und Wagenknecht gerne zu diversen Talkshows geschickt.

Das liegt nicht an ihrem tollen Aussehen (wobei das bei Wagenknecht auch zutrifft), sondern vornehmlich an ihrer Fach- und Selbstdarstellungskompetenz! Sie können Menschen überzeugen, was Sie dadurch tun, dass sie hinreichend allgemein bleiben. Das muss man, so man politisch etwas bewirken will, schon deshalb tun, weil man sich mehr und mehr Anschlussfähigkeit entledigt, je konkreter man wird. Daher rüht ja auch der Erfolg von Volksparteien: Sie bieten jedem etwas und sind in ihren Aussagen hinreichend diffus, damit jeder für sich selbst selektiv das raushören kann, was für ihn gerade relevant ist.

Frau Hanneman will politisch etwas bewirken und Menschen für die Hartz IV-Problematik sensibilisieren. Ihr diesbezügliches Vorgehen, ihre Wortwahl und auch Nicht-Wortwahl nun mit der Begründung runterzumachen, sie werde nicht konkret genug, zeugt von Unverständnis kommunikationspsychologischer Grundlagen. Kaum jemand würde einer Person zuhören, die mit Paragraphen um sich schmeißt und sich im Detail von fachlichen Hinweisen und ermessenslenkenden Weisungen erginge, mittels derer dem Jobcenter aufgrund offensichtlicher Rechtswidrigkeit beizukommen wäre. Das interessiert allenfalls eine sehr geringe Anzahl von bereits gut informierten Menschen (wie jenen hier im Forum), die sich aber im Promille-Bereich bewegt.

Diese Personen will Frau Hanneman doch gar nicht ansprechen. Daher ist ihre Rhetorik folgerichtig auch nicht auf deren Belange, Wünsche und Erwartungen gemünzt, sondern auf die derjeniger, die erstmal eine Einführung in Absurdistan (aka Hartz IV) erwarten. Hier gleich mit einer Detailfülle ins Haus zu fallen, käme einem kontraproduktiven Information-Overflow gleich.

Man schaue sich zur Verdeutlichung nur mal einige religionsphilosophischen und soziologischen Debatten an, wo Jürgen Habermas und Josef Ratzinger über die Dialektik der Säkularisierung debattieren oder Niklas Luhmann in bester Soziologen-Manier über die Gesellschaft der Gesellschaft philosophiert. Das interessier, bis auf einige Fach-Freaks, keine Sau, weil nicht fachkundige Menschen von einem detaillierten Kleinklein allzu umfassender Konkretheit oft eher abgeschreckt werden.

Die Veranstaltung von Frau Hanneman wie auch ihr Blogg richteten sich nicht an Fachleute, sondern an Laien, an bisher relativ uninformierte Arbeitslose sowie (noch) nicht unmittelbar Betroffenen, die für Solidarität mit Arbeitslosen und Kritik am Hartz IV-System empfänglich gemacht werden sollen. Und diese Personen macht man am ehesten dadurch empfänglich, dass man, statt gleich ins Detail zu gehen, erst mal auf Grundsätzlichkeiten eingeht, emotionale Geschichten erzählt und eben aus dem Alltag berichtet.

Frau Hanneman will Öffentlichkeitsarbeit betreiben, sie will eine breite Öffentlichkeit von den Verfehlungen der Hartz-Gesetzgebung überzeugen. Und das erreicht sie durch Allgemeinplätze. Da ist rein gar nichts verwerflich oder unbillig dran, das ist völlig normal! Das ist sowohl didaktisch als auch journalistisch gängiger Standard.

In diesem Sinne: Mehr Ambiguitätstoleranz und mehr Akzeptanz für all diejenigen, die kritisch zu Hartz IV stehen, auch wenn sie Selbstdarsteller sein mögen, täte allen Beteiligten gut. Und auch dem Kampf gegen Hartz IV täte es gut, weil dieser Kampf alle braucht, die dazu bereit und fähig sind. Das Pochen auf ideologisch-moralische Erhabenheit und vollumfängliche, nicht ambivalente Stringenz im Handeln und Denken ist hingegen wenig hilfreich, da es eher einen Keil in die Riege derjenigen treibt, die sich eine Veränderung des Sozialstaates zum besseren, zurück zum echten welfare-State, wünschen.
 
M

Minimina

Gast
@ B.T.

Wußt ich doch dass ich Dich zu einem weiteren endlosen Monolog animieren kann. Lesen tu ich´s nicht. Zeit zu schade.

Wo steht in der vom Deinem eigenen Haus manipulierten Arbeitsmarktstatistik, dass von den sozialversicherungspflichtigen Stellen die durch die JC angeboten werden nur 3% Zeitarbeitsstellen sind :confused: Setz das doch bitte mal in Quotes!

Nach zweimaligem Lesen den eigenen Interpretationsfehler immer noch nicht bemerkt? Warst wohl bei "Wer findet den Fehler im Bild" nur Unterperformer?

LG MM
 

Passant

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 März 2010
Beiträge
570
Bewertungen
301
In diesem Sinne: Mehr Ambiguitätstoleranz und mehr Akzeptanz für all diejenigen, die kritisch zu Hartz IV stehen, auch wenn sie Selbstdarsteller sein mögen, täte allen Beteiligten gut. Und auch dem Kampf gegen Hartz IV täte es gut, weil dieser Kampf alle braucht, die dazu bereit und fähig sind. Das Pochen auf ideologisch-moralische Erhabenheit und vollumfängliche, nicht ambivalente Stringenz im Handeln und Denken ist hingegen wenig hilfreich, da es eher einen Keil in die Riege derjenigen treibt, die sich eine Veränderung des Sozialstaates zum besseren, zurück zum echten welfare-State, wünschen.

Dem kann ich mich nur anschließen.
 

Henrik55

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 April 2006
Beiträge
981
Bewertungen
225
Da irrt dein SB aber gewaltig! Nicht falsch verstehen: Ich bin absolut kein Freund von Leiharbeit und finde, diese muss in Deutschland wieder viel restriktiver gehandhabt und auch finanziell aufgewertetet werden (gleicher Lohn für gleiche Arbeit), aber diese 90% sind wirklich Humbug. Das trifft vielleicht auf reine Helferstellen zu, die vornehmlich in der Jobbörse der BA inseriert sind, aber momentan arbeiten gerade mal 3% (nicht dreißig, sondern wirklich nur D R E I Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigen Arbeitnehmer in Deutschland in der Leiharbeit.

Leiharbeit ist nichts Schönes, sie zementiert einen spalterischen Dreiklassen-Arbeitsmarkt (1. Feste, 2. Befristete, 3. Leiharbeiter), und das ist sehr bedenklich. Aber ein Massenphänomen ist Leiharbeit noch immer nicht, auch wenn das dem persönlichen Empfinden vieler Erwerbsloser im Jobcenter verständlicherweise zuwider läuft. Denn oftmals wird vom Amt wirklich nur in Leiharbeit zu vermitteln versucht. Aber auf das Gesamt der Bevölkerung bezogen ist Leiharbeit zum Glück dennoch keinesfalls die Regel.
Wir reden hier aber von den angebotenen Stellen und nicht von von Stellen allgemein. Da hilft es dann auch nicht, wenn es wirklich nur 3 % der Gesamtstellen sind, wenn überwiegend Leiharbeitsstellen angeboten werden.
 
M

Minimina

Gast
Wir reden hier aber von den angebotenen Stellen und nicht von von Stellen allgemein. Da hilft es dann auch nicht, wenn es wirklich nur 3 % der Gesamtstellen sind, wenn überwiegend Leiharbeitsstellen angeboten werden

Das begreift er eben nicht, auch wenn ich schon zwei mal darauf hingewiesen habe.:icon_neutral: Scheinbar hat er Zeit und Lust hier mit endlosem Geschwurbel die Gemüter zu erheitern :icon_eek:

LG MM
 

galadriel

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Februar 2007
Beiträge
1.517
Bewertungen
56
In diesem Sinne: Mehr Ambiguitätstoleranz und mehr Akzeptanz für all diejenigen, die kritisch zu Hartz IV stehen, auch wenn sie Selbstdarsteller sein mögen, täte allen Beteiligten gut. Und auch dem Kampf gegen Hartz IV täte es gut, weil dieser Kampf alle braucht, die dazu bereit und fähig sind. Das Pochen auf ideologisch-moralische Erhabenheit und vollumfängliche, nicht ambivalente Stringenz im Handeln und Denken ist hingegen wenig hilfreich, da es eher einen Keil in die Riege derjenigen treibt, die sich eine Veränderung des Sozialstaates zum besseren, zurück zum echten welfare-State, wünschen.

Das sehe ich auch so.

Übrigens @Minimina, danke für die Aufklärung
 

Nimschö

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 August 2007
Beiträge
2.070
Bewertungen
835
...und wer Hilfe nur und ausschließlich von lupenreinen Märtyrern akzeptiert darf sich nicht wundern, wenn die Zahl der passenden Freiwilligen äußerst gering ausfällt...
 

dersichdenwolfärgert

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
25 September 2010
Beiträge
265
Bewertungen
25
Da versteht wohl ein SB den anderen nicht :eek:



Der SB meinte meines Eachtens von der Arbeitsagentur den LE`s angebotenen Vollzeitstellen, nicht die Beschäftigten im der BRD mit Vollzeitstellen.

Trotzdem nehme ich dem SB B.T die 3 % auch icht ab, das soll er mal belegen :icon_neutral:

LG MM

So ist es, hier wo ich lebe, nur noch Leiharbeit, 400 Euro Jobs,
Teilzeitstellen, 1 Euro Jobs ect.!

Auch in den umliegenden Städten ist es so,
ich bilde mir das doch nicht ein,
es deckt sich mit der Aussage meines SBs.

Die Jobcenter haben sich zu Zuhältern, der Leiharbeitsbranche
machen lassen.


Ich habe meinen SB mal gefragt, wo denn später seine Kinder
Arbeiten sollen, wenn das so weiter geht.

Und was macht er, RICHTIG, K U J O N I E R E N!!
(unwürdig behandeln, schikanieren, unnötig und bösartig bedrängen)

Im neuen Deutschland, soll man halt nur noch Lohnsklave
sein und ansonsten die Fresse halten.

Diesen gefallen, werde ich diesen HERRSCHAFTEN aber nicht tun.

Die neuen Übermenschen des Jahrtausends (Politik und Wirtschaftseliten),
ich verachte sie wie die Pest.


dsdwä
 
S

Steamhammer

Gast
Da irrt dein SB aber gewaltig! Nicht falsch verstehen: Ich bin absolut kein Freund von Leiharbeit und finde, diese muss in Deutschland wieder viel restriktiver gehandhabt und auch finanziell aufgewertetet werden (gleicher Lohn für gleiche Arbeit), aber diese 90% sind wirklich Humbug. Das trifft vielleicht auf reine Helferstellen zu, die vornehmlich in der Jobbörse der BA inseriert sind, aber momentan arbeiten gerade mal 3% (nicht dreißig, sondern wirklich nur D R E I Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigen Arbeitnehmer in Deutschland in der Leiharbeit.

Da liegst Du nun irgendwie schräg, lieber BT: Die Durchlässigkeit in der Leiharbeit ist bekannt; die meisten menschen arbeiten nur einige Wochen dort, werden während der Zeit ausgenutzt und verschlissen und seelisch zerstört.
So sind des wohl statistisch "nur" 3% die über einen längeren zeitraum dort arbeiten, tatsächlich aber sehr, sehr viel mehr Menschen (20%?), die jährlich irgendwie mit der ZA Bekanntschaft schliessen müssen.
Und bei der BA werden selbst nach offiziellen Statistiken 60% der ELO in Leiharbeit "vermittelt".
 
E

ExitUser

Gast
@ B.T.

Lesen tu ich´s nicht. Zeit zu schade.

Nein, natürlich liest du es nicht. Das wäre auch zu viel verlangt! Schließlich könnte das Zur Kenntnis nehmen einer konträren Meinung ja zum Nachdenken anregen. Und das gilt es tunlichst zu vermeiden, könnte es doch bewirken, dass das eignene, verengte Weltbild mal unideologisch hinsichtlich seines praktischen Realitätsgehalts reflektiert wird. Und das wollen wir natürlich nicht! In diesem Sinne: Audiatur et altera pars? - Pfui deibel!
 
E

ExitUser

Gast
Und bei der BA werden selbst nach offiziellen Statistiken 60% der ELO in Leiharbeit "vermittelt".

Dass 60% von den Jobcenter in Leiharbeit vermittelt werden - und sogar noch mehr darin zu vermitteln versucht werden, bestreitet doch niemand. Ich auch nicht! Im Gegenteil, ich habe die Quelle, aus der die enorme Ausweitung der Vermittlung in Zeitarbeit hervorgeht, doch selbst verlinkt. Siehe: Diskussionspapier - Perspektive Qualität (S. 3-4)

Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich Zeitarbeit ziemlich mies finde. Die Menschen in der Zeitarbeit werden oft wie Menschen dritter Klasse behandelt. Für viele von ihnen ist Armut auf ewig vorprogrammiert. Sie sind trotz Arbeit arm und im Alter dann noch ärmer. Das ist eine ganz perverse Entwicklung, der dringend Einhalt geboten werden muss. Auch das habe ich nie bestritten!

Wogegen ich mich aber wehre, sind Pauschalisierungen, wonach es quasi kaum mehr etwas anderes als Zeitarbeit gibt. Dem ist nicht so. Ja, es ist für viele Menschen in den Jobcenter so. Und das muss korrigiert werden, das darf nicht sein. Nichts desto trotz ist es gesamtgesellschaftlich ein Zerrbild, zu suggerieren, dass Arbeit fast nur noch über Zeitarbeit vergeben werde. Es gibt Branchen, wo Zeitarbeit ein totales Schattendasein fristet, wo es eine Ausnahme ist. Das Problem ist nun aber eben, dass die Jobcenter vornehmlich Branchen bedienen, in denen fast nichts mehr ohne Zeitarbeit läuft (Lager, Logistik, Produktion, Reinigung)

Fakt ist aber auch: Nur etwa 2% der VVs, die das JC vornehmlich für miese ZAF-Jobs ausgibt, führen zu einer Einstellung. Das heißt: In der überwältigenden Mehrheit der Fälle suchen sich die Menschen ihre Arbeit ohne das Jobcenter. Und sie versuchen dann, in regulärer Beschäftigung, also nicht in ZAF, unterzukommen. Und relativ vielen gelingt dies langfristig noch immer! Siehe folglich die nur 3% ZAF-Arbeitnehmer im sv-pflichtigen Gesamtbestand der Arbeitskräfte.

Also nochmal: Ja, Zeitarbeit ist mies, keine Frage! Zeitarbeit gehört weitgehend abgeschafft und - bis dahin - erst mal mindestens strenger reguliert, muss zurückgefahren und überdies besser entlohnt werden. Aber nein, insgesamt ist Zeitarbeit für viele Menschen zum Glück kein Massenphänomen! Warum ich dafür so angegangen werde, dass ich auf diesen simplen, aber zutreffenden Sachverhalt verweise, ist mir wirklich ein Rätsel...
 

echt machtlos

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 Januar 2013
Beiträge
1.561
Bewertungen
273
Da liegst Du nun irgendwie schräg, lieber BT: Die Durchlässigkeit in der Leiharbeit ist bekannt; die meisten menschen arbeiten nur einige Wochen dort, werden während der Zeit ausgenutzt und verschlissen und seelisch zerstört.
So sind des wohl statistisch "nur" 3% die über einen längeren zeitraum dort arbeiten, tatsächlich aber sehr, sehr viel mehr Menschen (20%?), die jährlich irgendwie mit der ZA Bekanntschaft schliessen müssen.
Und bei der BA werden selbst nach offiziellen Statistiken 60% der ELO in Leiharbeit "vermittelt".

Das mit der Tätigkeit nur über ein paar Wochen ist die eine Seite außerdem ist die Tendenz in anderen Bereichen schon so das Leiher längerfristig ( was man jetzt immer genau unter"längerfristig "verstehen mag , ich sag mal 9 Monate-ein Jahr)beschäftigt werden .Es nimmt immer mehr zu das bspw. etwas größere
Handwerksbetriebe so struckturiert sind :10 Leute fest,100 Leute Leiharbeiter.
Diese sind immerhin 9 Monate im Jahr dort beschäftigt und werden auch immer wieder angefordert.

Das hat dann inzwischen eine ganz neue Dimension weil die Betriebe sogar schon dazu übergehen ihre " Substanz" nur noch auszuleihen.
Ich kenne Beispiele von Handwerksmeistern die ihre "frisch gebackenen "
Gesellen sofort nach bestandener Prüfung sogar persönlich bei der Sklavenbude ihres vertrauens abliefern bei der sie sich diese bei Bedarf wieder ausleihen können.:icon_kotz2:
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten