Niedrige Grundmiete aber Heizkosten zu hoch

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nicky36

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Hallo

Ich finde dieses Forum toll und habe hier schon viel gelesen und sehr nützliche Informationen erhalten.

Nun zu meiner Frage auf die ich keine Antwort finde.

Bei den aktuellen Richtlinien zur Gewährung angemessener Heizkosten SGBII Kreis Unna
Jobcenter Kreis Unna ( 2.Link von oben)

steht auf der seite 16 unter dieser Tabelle folgender Satz:

Wird die für die Haushaltsgemeinschaft maßgebliche Grundmiete nicht voll ausgeschöpft,
sind hierdurch sich ergebene Einsparungen den Heizkosten zugute zu rechnen.


Kann mir mal jemand mit anderen Worten sagen was das genau bedeutet?

Meine Heizkostenabrechnung ist etwas hoch ausgefallen aber meine
Grundmiete ist deutlich unter der angemessenen Höchstmiete.
Trotzdem wollen die meine Gas Nachzahlung (120 €) nicht komplett übernehmen.

Lieben Dank
nicky36
 

nicky36

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Hallo Nicky,

was genau wurde als Begründung angegeben, in dem Bescheid?

Wieviel Personen und m²?
Hallo Seepferdchen

Begründung , die monatlichen Heizkosten die ich bekommen habe waren laut Wirtschaftlichkeitsberechnung ein Höchsbetrag und darüber hinaus kann nichts mehr gezahlt werden.
1 Person 52 qm, ich habe mtl. 70 Euro für Heizkosten bekommen mußte aber 76 an den Gasanbieter als Abschlag zahlen.. Differenz aus eigener Tasche.

Aber wie gesagt ich würde gerne wissen was dieser Satz zu bedeuten hat und ob es Auswirkungen auf die Übernahme der HK Nachzahlung hat.

Gruß
nicky36
 

lpadoc

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(...) folgender Satz: Wird die für die Haushaltsgemeinschaft maßgebliche Grundmiete nicht voll ausgeschöpft, sind hierdurch sich ergebene Einsparungen den Heizkosten zugute zu rechnen.

Bezüglich der Gas/Nachzahlung und hinsichtlich der monatlichen Heizkosten/Abschlagszahlung ist dies für Dich unbedeutend. Heizkosten sind immer anhand des Einzelfalles zu betrachten und in der Regel voll zu übernehmen. Es sei denn, das unwirtschaftliches Verhalten nachgewiesen wird.

Trotzdem wollen die meine Gas Nachzahlung (120 €) nicht komplett übernehmen.

Zu den von Dir gemachten Angaben bin ich der Ansicht, das sowohl die vollen monatlichen Abschläge (76,- €), als aber auch die sich aus der vorliegenden Jahresabrechnung ergebene Nachzahlung, in Höhe 120,- €, vom JC zu übernehmen ist. Insbesondere auch deshalb, da (wie Du schreibst) bislang keine Senkungsaufforderung übermittelt wurde.

Wie hoch war der Heizkostenverbrauch 2011 in Euro?

Ich rate an, gegen die Weigerung einer vollen HzK-Übernahme hinsichtlich der monatl. Vorauszahlung, das JC rechtlich in Anspruch zu nehmen. Dies betrifft zunächst den nicht übernommenen Teil von in Höhe 6,- € monatlich. Hier sollte ein Überprüfungsantrag gestellt werden. Dieser greift bis zum 1.1.2011 zurück.

Was die Gas/Nachzahlung angeht, so würde ich unter Fristsetzung (10 Werktage), das JC schriftlich (gesicherte Zustellung) zur Zahlung der Differenz auffordern.

Nach fruchtloser Fristverstreichung empfehle ich über die gerichtliche Rechtsberatungshilfe zunächst eine anwaltliche Beratung einzuholnen. Möglicherweise kostest Dir die anwaltliche Rechtsberatung 10,- € als Eigenanteil (vorab nachfragen). Im nächsten Schritt kann der Fachanwalt/Anwältin dann ggf. gerichtliche Hilfe zwecks Durchsetzung der berechtigten Forderung für Dich in Anspruch nehmen.

Für das Gerichtsverfahren halte ich die Gewährung von PKH (Prozeßkostenhilfe) für erfolgversprechend.

Nachtrag: Sollte für die Beheizung/u. Warmwasseraufbereitung die Wohnung mit einer eigenen "Gastherme" ausgestattet sein, so verbraucht diese auch Stom. Diese Stromkosten gehören zur KdU und sind vom JC zu übernehmen.
 

Seepferdchen 2010

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Von wann ist der Bescheid?

Heizung mit Warmwasser 964€ laut deinem Link, du zahlst 76€ und das 12 mal?

Das sind 912€, ist der Abrechnungsturnus 11 mal sind es 836€ und im 12 Monat bliebe noch der Restbetrag xxxxxx.

Widerspruch einreichen falls die Frist von 4 Wochen noch nicht überschritten ist, ansonsten dann Überprüfungsantrag § 44 SGB X stellen der geht zurück für ein Jahr.

:icon_pause:
 

nicky36

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@lpadoc

Das hört sich gut an was du schreibst, ich werde auf jedenfall Widerspruch einlegen ggfs. Überrüfungsantrag stellen.

Wie hoch war der Heizkostenverbrauch 2011 in Euro?

Letztes Jahr hab ich mtl. 68,- bekommen der Abschlag Gas war auch 68,-
Verbraucht habe ich 829.- das war ok NZ wurde übernommen, waren ja auch nur 13.-

Nachtrag: Sollte für die Beheizung/u. Warmwasseraufbereitung die Wohnung mit einer eigenen "Gastherme" ausgestattet sein, so verbraucht diese auch Stom. Diese Stromkosten gehören zur KdU und sind vom JC zu übernehmen.[/QUOTE]

Das ist ja interessant hab gerade schon mal die Unterlagen von meiner Therme rausgesucht. Die verbraucht tatsächlich max. Leistungsaufnahme 80 Watt. Das läuft alles über meinen Stromzähler. Wenn ich jetzt wüßte was die so im Jahr verbraucht:confused:dann müssen die das auch übernehmen.
Supi Danke für den Tip:icon_smile:

Aber menno:icon_kinn: Ich hätte trotzdem gerne gewußt was der Satz in
meinem ersten Post bedeutet. Ich habe meine SB´in gefragt aber die stellt sich dumm und sagt weiß sie nicht , hätte sie noch nie gehört.:icon_eek:
Aber das steht doch in den Richtlinien.. das muß die doch wissen.

@Seepferdchen
ich zahle 12 Abschläge im Jahr
 

lpadoc

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(...) Ich hätte trotzdem gerne gewußt was der Satz in meinem ersten Post bedeutet. Ich habe meine SB´in gefragt aber die stellt sich dumm und sagt weiß sie nicht , hätte sie noch nie gehört. Aber das steht doch in den Richtlinien.. das muß die doch wissen.

Ich erkläre dies gerne: Damit soll die sogenannte Produkttheorie gemeint sein. Hiernach ist der Richtwert das Produkt aus der abstrakt angemessenen Quadratmeterzahl und dem abstrakt angemessenen Quadratmeterpreis. Näheres dazu findest Du im Forum - dazu benutze die Forensuche.


Meiner Ansicht nach ist die Produkttheorie jedoch nicht auf Heizkosten anwendbar.

Oder BSG-Zitat/sinngemäß: Wohnt der Hilfebedürftige in einem Ort, in dem derzeit ein ortsüblicher Mietzins von 5,55 Euro besteht, sind Kosten für die Unterkunft in diesem Fall grundsätzlich bis zu 249,75 Euro (45 x 5,55 Euro) angemessen. Bewohnt der Hilfebedürftige z.B. eine Wohnung mit einer Größe von 40 m², dürfte der Mietzins bis zu 6,24 Euro betragen, um die Angemessenheitsgrenze nicht zu überschreiten. Der Hilfebedürftige könnte aber auch zu Lasten des Mietzinses (maximal 4,99 Euro) z.B. eine 50 m² große Wohnung wählen. Zitat/Ende - (Quelle, siehe auch BSG v. 07.11.2006 – B 7b AS 18/06 R / BSG v. 19.02.2009 - B 4 AS 30/08 R)
 

lpadoc

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(...) Leistungsaufnahme 80 Watt. Das läuft alles über meinen Stromzähler. Wenn ich jetzt wüßte was die so im Jahr verbraucht, dann müssen die das auch übernehmen.

80 Watt-Leistungsaufnahme: Falls Du bei dem Stromversorger für 1 Kw (1000 W) z. B. 0,25 € zahlen musst, so wäre der Stromverbrauch im 24-Stundenbtrieb/Tag für ca. 0,50 € zu haben. Dies bedeutet, das im Jahr ca. 185,- € anfallen. Ich vermute aber, das die Gastherme eine Elektroniksteuerung hat und zudem nicht durchgängig läuft (Heizung/Warmwasser). Ich halte 50 % für nicht unangemessen und dies wären überschlägig pro Monat ca. 8,- €.

Vielleicht melden sich ja noch unsere Stromexperten dazu.
 
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