• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Niederschmetternde Kritik der Beratungsstellen 01.07.2005

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Gefällt mir
4.162
#1
und schon der 2. Artikel über uns
Niederschmetternde Kritik der Beratungsstellen

Hartz IV - "Fordern, verfolgen und verwalten"

Nein, Positives zu Hartz IV will Harald Thomé nicht einfallen. Ein halbes Jahr lang hat der Leiter der Beratungsstelle und Selbsthilfeorganisation "Tacheles" in Wuppertal nun Erfahrung gesammelt mit dem Arbeitslosengeld II. "Fordern und Fördern" sollte die Devise der Arbeitsgemeinschaften aus Kommune und Arbeitsagentur sein, die das Arbeitslosengeld II verwalten. "Doch die Behörde funktioniert nicht", erzählt Thomé. "Fordern, verfolgen und verwalten" beschreibe die Arbeit besser.

"Die Behörde ist einfach nicht erreichbar", sagt Thomé. Noch immer wüssten zahlreiche Arbeitslose nicht die Telefonnummer oder den Namen ihres Sachbearbeiters - nicht nur in Wuppertal, sondern auch in zahlreichen anderen Kommunen. "Wenn der Strom abgeschaltet wird oder Leute schlicht nichts zu Essen haben, dann muss die Arbeitsgemeinschaft erreichbar sein", fordert Thomé.

"Das System ist immer noch stark auf Verwaltung abgestellt", formuliert etwas vorsichtiger Thomas Becker, Bereichsleiter Sozialpolitik bei der Deutschen Caritas in Freiburg. Die Beratung durch Fallmanager sei offenbar noch im Aufbau.

Mit der Leistungsgewährung machen die Behörden es sich denn auch nicht leicht. Beispiel Unterkunft: Reihenweise würden Arbeitslose zum Umzug aufgefordert, häufig wegen nur weniger Quadratmeter oder Euro, berichtet Thomé. Die gesetzte Frist betrage fast durchgehend nur drei Monate, genau die gesetzliche Kündigungsfrist für die alte Wohnung. Dabei klärten die Behörden nicht darüber auf, dass sie für die Umzugskosten aufkommen müssen. Der geforderte Umzug sei häufig schlicht unwirtschaftlich, den Arbeitsgemeinschaften fehle jedes Fingerspitzengefühl, kritisiert Thomé.

Besonders ernst nehmen die Behörden auch ihre Ermittlungen zur Bedürftigkeit. Außendienstmitarbeiter forschen nach möglichen Partnern, zur Überwachung der Einkünfte sollen Antragsteller ihre Kontoauszüge für sechs Monate vorlegen. "Dazu werden Fragebögen ausgepackt, bei denen jeder Datenschützer den Kopf schütteln würde", erzählt Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland in Bonn.

Probleme gibt es auch mit den Eingliederungsvereinbarungen - eine Art Selbstverpflichtung, sich um Arbeit und Geld zu bemühen. Wobei das Wort Vereinbarung nach den Erfahrungen Behrsings eher schmeichelhaft schient. "Die Arbeitslosen werden zu Eingliederungsvereinbarungen genötigt, auf deren Inhalt sie keinen Einfluss haben."

Renate Walter-Hamann, Caritas-Referatsleiterin Basisdienste und besondere Lebenslagen, richtet ihr Augenmerk insbesondere auf Menschen mit besonderem Beratungsbedarf, etwa Suchtkranke und Obdachlose. Und die, so ihre Erfahrung, "sind noch nicht so sehr im Focus". "Die Agenturen konzentrieren sich auf diejenigen, die leicht zu vermitteln sind", kritisiert auch Tina Hofmann, Referentin für Jugendsozialarbeit beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. "Diejenigen, denen man sich intensiver widmen müsste, werden aussortiert."
FREIEPRESSE 01.07.2005
 
E

ExitUser

Gast
#2
Prima Statement. :D :D :D

Aber das wissen die Verantwortlichen auch , aber die sind unfahig und unwillig was zu tun .
Die interessiert das überhaupt nicht :party: , ganz im gegenteil , die Lachen sich halb tot über die bedürftigen , weil die sich das gefallen lassen. :mrgreen:

Noch ein bisschen verunsichern und am besten garnicht Beraten , dann klappt das schon !!!!! :p :p :p

Gruss
Rüdiger
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten