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Niederländer müssen für Hartz IV arbeiten

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Martin Behrsing

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#1
Man achte sehr genau darauf, wie subtil die Springerpresse die Themen nach vorne treibt.

Keine Leistung ohne Gegenleistung: In den Niederlanden wird von den Arbeitslosen zuerst gefordert, dann dürfen diese fordern. Durch klare Strukturen und finanzielle Anreize für Kommunen sank die Zahl der Sozialhilfeempfänger um ein Viertel. Davon könnte sich Deutschland einiges abschauen.

Erik hat ein Ziel: Er will Ende September mit zehntausenden anderen Sportlern beim größten Lauf der Niederlande mitmachen, dem "Dam-tot-Damloop" durch Amsterdam. Einmal in der Woche trainiert er mit seiner Gruppe, einmal allein. Das Lauftraining für den 51-jährigen Arbeitslosen hat sein Jobcenter organisiert. Eigentlich hätte sich Erik die zehn Meilen durch die Hauptstadt nicht zugetraut. Doch die Gruppe macht ihm Mut. Er macht mit.
"Soziale Aktivierung" nennt sich das in den Niederlanden. Statt zu Hause zu sitzen, sollen Arbeitslose am Leben teilhaben und sich engagieren. Dahinter steckt auch die Philosophie: Keine Leistung ohne Gegenleistung. Wer Geld von der Stadt haben will, muss etwas dafür tun. "Iedereen werkt mee" - "Alle arbeiten mit", so lautet die Devise des Sozialamts in Amsterdam.
Ländervergleich: Niederländer müssen für Hartz IV arbeiten - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
 

Arania

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#2
Das gibt es da drüben übrigens schon länger, keine neue Erfindung
 

Martin Behrsing

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#3
Was für ne Rechtssprechung ham die das da jeder sofort als Lagerarbeiter oder Reinigungshilfe arbeiten muß?
Da läuft auch eine Klage vor dem EUGH. Aber wahrscheinlich wird die nicht erfolgreich sein.

In Deutschland wurde Hartz IV erst sehr spät eingeführt, da waren UK, Niederlande, Italien und Dänemark schon Jahre voraus. Allerdings gestaltet sich der Behördenirrsinn dort nicht ganz so problematisch. Aber in solchen Ländern von der Sozialhilfe abhängig zu sein, war schon immer ziemlich übel.
 

Fortunatus

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#5
Schön, ich kann so einen Mist nicht mehr lesen. Werde mittlerweile bereits zum zweiten Mal durch einen 1-Euro-Job "reaktiviert" oder war das "desmotiviert" und "anarchiert". Trotz intensiver Bemühungen kriege ich keinen Job, den ich mit meinem Gesundheitszustand problemlos ausüben kann. Es geht hier in dem Forum wohl den meisten ähnlich. Hunderte bis Tausende von Bewerbungen und dann darf man sich anhören, wie unanständig man sei, da man dem Staat auf der Tasche liege.
Ein Job mit dem man halbwegs finanziell über die Runden kommt ist für so ziemlich jeden Arbeitslosen die größte Motivation, jeden Morgen pünktlich aufzustehen. Das muss man nicht mit ausnutzerischen Maßnahmen lernen, an denen die Armutsindustrie verdient (Maßnahmeträger, Arbeitsvermittler).

Wie üblich vor den Wahlen kommen nun wieder in der Presse solche Artikel hoch. Da wird das Prinzip wieder umgedreht, man tut so, als seien die meisten Arbeitslosen nur unwillig und könnten sich nicht selbst die Schuhbändel beim Slipper binden. Immer wird auch das Fordern in den Vordergrund gestellt. Was ist denn mit einer richtigen Förderung? Eine Förderung, die wirklich auf dauerhafte Hilfe gerichtet ist und die zusammen mit dem Arbeitslosen erarbeitet wird? Eine Förderung, die diesen Namen auch wirklich verdient? Realität ist doch, dass meist für und gegen den Arbeitslose Entscheidungen getroffen werden, was "am besten sei". Habe das ja auch bei meinem Vermittler schon erlebt. Diskussion absolut sinnlos. Er weiß, was das beste für mich ist PUNKT
Also eine sinnlose Maßnahme nach der nächsten und eine sinnlose Bewerbung nach der nächsten, egal ob ich dafür geeignet bin.
Wie oft musste ich in meinem Leben schon den Satz von "Leistungsträgern" hören, dass sie schon wüssten, wie sie Arbeitslose motivieren würden, sprich Zwangsarbeit. Meine Antwort ist teilweise darauf, dass wir schon genügend Autobahnen in Richtung Osten haben und das Prinzip schon mal ausprobiert wurde. Oder mein Lieblingssatz "Ja, wenn ich in deiner Situation wäre, dann würde ich alles machen, selbst putzen, Kartoffel ernten oder im Call Center arbeiten" Ja, ja, kommt so ziemlich immer von Leuten, die nicht in diese Situation kommen werden und denen es finanziell gut geht. Sorry, habe nen Misttag in meiner "Arbeitsgelegenheit" hinter mir und da regt mich so ein Artikel nur noch auf.

Das einzige, was ich dem Artikel zugestehen will, ist die Kritik an der ausufernden Verwaltung. Aber wenn ich dann Sätze lese, dass jeder Sozialhilfeempfänger unangemeldet einen Besuch bekommt und stärker überwacht wird, dann führt das sicherlich nicht zu weniger Verwaltung und mehr zu einem Überwachungs- und Verdächtigungsstaat. Das kann ja wohl nicht wünschenswert sein. Auch stößt mir die These auf, dass die Gemeinden, wenn sie in Alleinverantwortung sind, sich mehr anstrengen. Diese Anstrengung geht wohl oft in Richtung Arbeitlosenbekämpfung und schauen, dass man die Menschen aus der Statistik befördert. Das kennen wir ja schon. Ich persönlich halte nichts davon, dass die Vermittlung nur noch über Gemeindemitarbeiter erfolgen soll ohne die Bundesagentur für Arbeit. Ist aber eben eine persönliche Meinung, die aufgrund meines eigenen Lebenslaufs habe.
 
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