Nichtbewilligung von Teilzeit während einer Weiterbildung (1 Betrachter)

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eloelo334

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Hallo allesamt,

ich nehme jetzt seit 3 Monaten an einer Weiterbildung (im Bereich programmieren) teil, doch habe in letzter Zeit häufiger Migräneanfälle. Diese habe ich schon seit meiner Kindheit und kommen, Situations bedingt, mal häufiger und mal weniger vor. Momentan sieht es so aus dass ich diese wieder wöchentlich habe welche zu 1~2 Tagen ausfall pro Woche führen. Die Weiterbildung geht eigentlich nur noch einen Monat und ich war beim Arbeitsamt (ALG 1) um darum zu bitten dass ich die Weiterbildung in Teilzeit fortführen kann. Leider wurde mir hier nicht geholfen und die zwei Optionen die ich nun habe sind es weiter mit wöchentlichen Ausfällen zu ertragen oder die Weiterbildung aus gesundheitlichen Gründen komplett abzubrechen. Als Begründung höre ich von allen seiten immer nur "Bildungsgutschein".

Die Weiterbildung findet immer zwischen 8 und 16 Uhr statt, jedoch ist es komplettes eigenlernen, also niemand der einem was beibringt. Ich hab ein Buch und einen Computer bekommen und bis zur zweiten Woche war nichtmal ein Dozent da den ich etwas fragen konnte, da dieser im Urlaub war. Den ersten Monat ging es mir super mit nur einem Migräneanfall an einem Wochenende. Was sich aber mit zunehmend schlechterem Wetter verschlechterte. Es war weniger angenehm 1~2 Stunden am Tag rauszugehen in den Pausenzeiten und die Räume wurden stickiger und wärmer (Zuhause hab ich eigentlich immer das Fenster offen und nie über 20° Raumtemp.). In der Vergangenheit hat sich gezeigt dass Gleitzeit einen riesen Unterschied für mich macht da der morgentliche Druck meher oder weniger entfällt und ich ggf. mal ein wenig länger schlafen konnte. Wodurch ich über ein Jahr ohne großartige Probleme in Vollzeit gearbeitet habe, bis meine Firma verkauft wurde. Hätte ich nun die Weiterbildung in Teilzeit, könnte ich zwischen 8 und 12 Uhr dort sein und meine 4 Stunden dort verbringen. Da der Tagesablauf eh nur aus Video Kursen schauen besteht macht es eigentlich auch komplett keine Unterschied ob ich das vor Ort an den 100€ Klappermühlen mache oder Zuhause an meinem eigenen Rechner (was ich so oder so mache da mich das Thema wirklich interessiert). Es gibt auch keine Aufgaben/Prüfungen oder eigenes Onlineportal des Bildungsträgers, wodurch ich Zuhause leider keinerlei Nachweise erbringen könnte.

Was denkt ihr was ich am besten tun sollte ? Mein Arzt kann mir ja kein Teilzeit verschreiben und komplett abbrechen will ich das auch nicht so kurz vor Schluss.

Randnotiz : Es ist schon echt lächerlich wenn ich überlege dass der Bildungsträger monatlich fast das doppelte von meinem bewilligten Lebensunterhalts bekommt dafür dass sie maln paar Bücher austeilen und einen Udemy Account mit online Kursen befüllen und einen Dozenten dort hinsetzen, der zwar Ahnung vom Programmieren hat aber niemals das weite Spektrum an Kursangeboten abdecken kann mit seinem Wissen (man kann dort Kurse in so gut wie jeder (Programmier)Sprache belegen und darüber hinnaus gibt es noch Kurse für spezielle 3D Programme bis hin zu Datascience/Machine Learning Angeboten). Hätte man mir fast 8000 in die Hand gedrückt hätte ich einen Highend Rechner + eine weit gefächerte Bibliothek bestehend aus Büchern/Videos auf die ich mein lebenlang hätte zurückgreifen können. Jetzt hab ich ein Anfänger Buch, 3/4 Teilnehmerurkunden und Kopfschmerzen.
 

Zeitkind

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die zwei Optionen die ich nun habe sind es weiter mit wöchentlichen Ausfällen zu ertragen
oder die Weiterbildung aus gesundheitlichen Gründen komplett abzubrechen.
Angesichts des Umstandes;
Die Weiterbildung geht eigentlich nur noch einen Monat ...
wäre ein Abbruch m.M.n. nicht verhältnismäßig und zieht unnötigen Ärger nach sich.
Abgesehen von den möglichen Rechtsfolgen von ggf. Vereinbarungen mit dem Träger oder der Behörde,
würde ich nun die restlichen 4 Wochen auch noch die Zähne zusammenbeißen.
Das Ziel einer Teilzeit kannst Du auch nach Abschluß der Weiterbildung verfolgen.
Solange diese versicherungspflichtig ist, kann Dir das niemand verbieten.

Wenn Du die Maßnahme durch eine SV-pflichtige Stelle abbrechen willst,
kommt es ebenso auf die inhaltlichen Bedingungen, Verpflichtungen und Rechtsfolgen
der mit der Maßnahme verbundenen Zuweisung und Vereinbarung bzw. ersetzenden Verwaltungsakt an. :icon_wink:
 

BerndB

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In dem Kurs läuft vermutlich was falsch. Ich würde mal den SB fragen, was im Maßnahmebogen für die Maßnahme steht. Ob eine Lehrkraft anwesend sein muss. Da wird aber evtl. nicht gern was unternommen. Dann evtl. einen Blick in die Infor-Broschüre werfen, die man zu Beginn der Maßnahme erhält. Dort steht der Zertifizierer der Maßnahme drin. Den ggf. kontaktieren. Vielleicht entspannt sich die Situation, wenn eine Lehrkraft anwesend ist und evtl. Fragen beantwortet. Ggf. den Prüfdienst der AfA in Nürnberg anrufen. Aber natürlich ist die Frage, ob das jetzt noch was bringt.

Ich bin der Auffassung, dass die SB ohne Arzt die Maßnahme nicht auf TZ umstellen. Auch würdest du dann mit Reduzierung des Alg rechnen müssen.
 
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