Nichtanerkennung höhere Miete nach Umzug (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

lanadan

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Hallo,

ich habe mal eine kurze Frage. Bis April 2012 lebte ich in einer Altbauwohnung mit einer Warmmiete von 300,00 Euro. Im Winter begann ich allerdings schon mir eine Wohnung zu suchen, da es unzumutbar ist in dieser Wohnung noch einen Winter zu verbleiben. Mit Heizung schaffte ich es in den schlimmsten Zeiten auf maximal 9 Grad in jedem Zimmer. Höchsttemperaturen waren 14 Grad, wenns draußen nicht ganz so kalt war. Zu den meisten Zeiten fiel die Warmwasserversorgung einfach aus, da der Hauptvermieter kein Interesse zeigte irgendwas zu verändern.
Nach dem Jahreswechsel bekam ich eine Betriebskostennachforderung von 2400 Euro und die Mitteilung das die Betriebskosten um 250 Euro steigen werden.

In der Zwischenzeit fand ich endlich eine Wohnung deren Warmmiete 419 Euro betrug, dass sind 49 Euro über dem ortsüblichen Maximalbetrag (370 Euor warm). Kaution musste nicht bezahlt werden und den Umzug managte ich mit Freunden allein. Auf meine Änderungsmitteilung über den Umzug und die veränderte Miethöhe erhielt ich bis dato keinerlei Kennung. Es wurden weiterhin 300 Euro Miete anerkannt und in den Bescheiden eingerechnet.
Im September ließ ich daher den Bescheid überprüfen und erhielt darüber eine Absage, da nichts falsch berechnet wurde. Gegen diese Entscheidung ging ich in Widerspruch und erhielt darüber heute dann eine ablehnende Antwort. Ein Umzug sei niemals notwendig gewesen, es sei nicht menschenunwürdig so zu leben. Auch sei eine Abrechnung der Betriebskosten auf den Hauptmieter der Wohnung (ich bin nur Untermieter dieser Wohnung, die Wohnung wird vermietet von meinem Chef).

Wie soll ich mich verhalten? Ich überlege diese Angelegenheit nun an das Sozialgericht zu bringen, habe allerdings keinerlei Erfahrung damit und weiß nicht so genau wie. Könntet Ihr mir vielleicht ein wenig behilflich sein oder ist das ganze ohne Erfolg von vornherein.
 
G

gast_

Gast
Hast du die Betriebskostennachforderung nachweislich beim JC abgegeben?
Wurde der Betrag überwiesen?

Hast du nachweislich einen Antrag auf Zustimmung , also ob die neue Wohnung angemessen ist, gestellt?
Auf meine Änderungsmitteilung über den Umzug und die veränderte Miethöhe
Hast du eine Kopie der Abmeldung beigefügt und beides nachweislich abgegeben?
 

lanadan

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Ich habe die Betriebskostenabrechnung eingefügt. Bezahlt wurde Sie weder von mir noch vom Jobcenter, da verfristet seitens des Hauptvermieters. :icon_twisted:
Aber es gibt trotzdem eine Erhöhung der Betriebskostenvorauszahlung um 240 Euro und eine Mitteilung zur Erhöhung der Kaltmiete um glaube ich auch 150 - 200 Euro.
Ich habe keine Zusicherung auf Umzug gestellt. Das habe ich leider nicht getan, dazu fehlte mir allerdings auch die Zeit, da es kein Zustand mehr war dort weiter zu verbleiben.

Ich habe nachweislich eine Ummeldung beim Jobcenter abgeben. Das haben sie dort schon zur Kenntnis genommen.
 

Kikaka

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In der Zwischenzeit fand ich endlich eine Wohnung deren Warmmiete 419 Euro betrug, dass sind 49 Euro über dem ortsüblichen Maximalbetrag (370 Euor warm)
Nach WoGG§12 wird nach BSG-Rechtsprechung bei Mietstufe 1 derzeit 321,20 € Bruttokaltmiete ( ohne Heizkosten ) gefordert.Welche Mietstufe habt Ihr ?
wohngeldantrag.de
 

lanadan

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Hallo Kikaka,

wenn ich deinem Link richtig gefolgt bin, dann hat Cottbus 2 Mietstufen?
 

lpadoc

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(...) Cottbus 2 Mietstufen ?
Aus gesundheitlichen Gründen von mir (z. Z.) nur eine Kurzversion:

Die Wohngeldtabelle findet in Deinem Fall für Cottbus zur Zeit leider keine Anwendung. Was als angemessen angesehen wird, kannst Du aus der anliegenden Anlage ersehen. Die Wohngeldtabelle kommt erst dann zur Anwendung, falls in Deiner Sache eine KdU-Berechnung des JC-Trägers vom Sozialgericht für unzulässig erkannt wurde und andere Ermittlungsmethoden nicht möglich sind (BSG-Rechtsprechung).

Ich befürchte, das der Mietanteil, welcher nicht übernommen wird, eingeklagt werden muss, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Über die gerichtliche Rechtsberatungshilfe würde ich vorab anwaltliche Fachberatung in Anspruch nehmen.

(!) Warum soll die Betriebskostenabrechnung (unabhängig von dessen Rechtmäßigkeit) verfristet sein ?
 

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Kikaka

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</title> <title>wohngeldantrag.de

Cottbus ist Mietstufe 2, Höchstbetrag 308 € zzgl. 10% Sicherheitszuschlag nach BSG Rechtsprechung = 338,80 €

Jetzt schreib noch mal bitte :

Alte Wohnung
Nettokaltmiete ,kalte Nebenkosten,Heizkosten

Neue Wohnung
Nettokaltmiete ,kalte Nebenkosten,Heizkosten

Ein Umzug sei niemals notwendig gewesen, es sei nicht menschenunwürdig so zu leben.
-Du hast durchaus nachvollziehbare Gründe für den Auszug gehabt.
-Der Bescheid dazu ist heute gekommen. Es wird behauptet der Umzug sei nicht nötig gewesen. Hiergegen kannst Du klagen.


Auch sei eine Abrechnung der Betriebskosten auf den Hauptmieter der Wohnung (ich bin nur Untermieter dieser Wohnung, die Wohnung wird vermietet von meinem Chef).
-Da bin ich leider überfragt.Es gibt aber im Forum Spezis die sich mit diesem Thema auskennen.
 

lanadan

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alte wohnung
kaltmiete 200 euro, bk 100

neue wohnung gesamtmiete 419 euro
kaltmiete 290 euro, bk 130 euro

für cottbus gilt eine gesamtmiete von 7,50 pro qm also in meinem falle 370 euro. illusionen über die gesamtmiete der neuen wohnung habe ich mir nie gemacht. wohnungen in der kategorie habe ich nicht gefunden oder es war ähnlich wie das aus dem ich herausgezogen bin.

lpdoc: die betriebskosten galten als verfristet, da der hauptvermieter diese zu spät hier abgegeben hat. somit war sie um 14 tage verfristet und muss von uns nicht mehr bedient werden. jedenfalls so ähnlich hats ein anwalt chef erklärt.
 

lpadoc

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(...) die betriebskosten galten als verfristet, da der hauptvermieter diese zu spät hier abgegeben hat. somit war sie um 14 tage verfristet und muss von uns nicht mehr bedient werden. jedenfalls so ähnlich hats ein anwalt chef erklärt
Sofern für das Jahr 2010 abgerechnet wurde und der Abrechnungszeitraum Jan. bis Dez. ist, so liegt in der Tat eine Verfristung gemäß § 556 Abs.3 S.1 BGB vor. Dies bedeutet, es hätte bis zum Ablauf des Jahres 2011 abgerechnet sein müssen (es gibt aber auch Ausnahmen, sofern in Anspruch genommen).
 

lanadan

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genau so ist es gewesen lpadoc. allerdings hat das nicht davor geschützt das eine heftige bk erhöhung kam und diese auf mich umgelegt worden wäre. zusätzlich wäre im nächsten winter (also der jetzige) wieder das problem gewesen, dass es max. 9-14 grad in den räumen ist, trotz heizung im dauerbetrieb. trotz zusätzlicher verheizung von holz und kohlen über einen alten ofen im wohnzimmer. das es beim geringsten regen durch alle dachluken regnet und meine zimmer nass sind (dass wußte ich bei einzug nicht). das es kein warmwasser gibt an den meisten tagen der woche, ich arbeite allerdings in schmutz und dreck und müsste theoretisch am abend duschen oder baden. es war teilweise nicht auszuhalten und ich kann nicht ständig im wechsel bei freunden baden.
 

Kikaka

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https://www.elo-forum.org/attachmen...nung-hoehere-miete-umzug-kdu-cottbus-2012.pdf

vom 01.05.2012



Für die Stadt Cottbus wird die Angemessenheit des Mietpreises wie folgt festge-legt:
Nettokaltmiete/Grundmiete 4,60 EUR/m²
Kalte Nebenkosten 1,90 EUR/m²
Heizkosten 0,90 EUR/m²
7,40 EUR/m²
zzgl. Warmwasseranteil
Die Einbeziehung der Heizkosten in die Angemessenheitsprüfung ist rechtswidrig.
Nettokaltmiete 4,6 € + Kalte Nebenkosten 1,9 € = 6,5 X50 qm = 325 € gegen 338,80 € WoGG§12 ,
dagegen wird Klage zwecklos sein, es sei denn man kann dezidiert nachweisen das kein Wohnraum für diese Beträge anzumieten ist.
Aber :die Heizkosten kommen noch extra dazu !Das mit 370€ Gesamtmiete stimmt so nicht..

Aber :
alte wohnung
kaltmiete 200 euro, bk 100

neue wohnung gesamtmiete 419 euro
kaltmiete 290 euro, bk 130 euro
Alt 300€ ,neu 420 € ( ohne Heizkosten!! )
das ist jetzt ganz wichtig = ohne Heizkosten



-Die Mehrkosten von 120 € hätten gezahlt werden müssen da der Umzug erforderlich war.

-Jetzt Widerspruch gegen den Bescheid einlegen mit Begründung warum Umzug erforderlich war
-Dann versuchen einen Rechtsberatungsschein auf dem Amtsgericht zu bekommen, wahrscheinlich muß aber erst Widerspruchsfrist von 3 Monaten abgewartet werden. Dann zum Anwalt und Klage.
 

Kikaka

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-Sorry,hier läuft irgend was quer

Zitat:
alte wohnung
kaltmiete 200 euro, bk 100

neue wohnung gesamtmiete 419 euro
kaltmiete 290 euro, bk 130 euro
Alt 300€ ,neu 420 € ( ohne Heizkosten!! )
das ist jetzt ganz wichtig = ohne Heizkosten



- Bei 420 Bruttokalt wäre die Richtlinie erheblich überschritten die nur 325 € ausweist, ohne Heizkosten
.

- Ich brauche nur Nettokaltmiete + kalte Nebenkosten ,alte und neue Wohnung
 

Erolena

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Hast du etwa aufgegeben? Such doch bitte noch die Summe für die kalten Betriebskosten raus.

Erlaubt sind für Grundmiete + kalte Nebenkosten 325 Euro.

Und wie ist es bei deiner Wohnung?

219 Grundmiete + __ kalte Nebenkosten = __ Euro


Denn die Heizkosten dürfen nicht so vorgeschrieben werden, wie es die Stadt Cottbus macht. Es wäre also nicht ganz so schlimm, wenn dann deine Heizkosten (und damit die Warmmiete) etwas höher wären.
 

lanadan

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es gibt keine kalten betriebskosten. unser vermieter schlüsselt das nicht näher auf und zieht auch keine heizkosten ab. diese sind in den betriebskosten extra beinhaltet.
in der zwischenzeit haben wir klage eingereicht und einstweiligen rechtsschutz um diese sache zu klären.
 

vagabund

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Die Mieterhöhung sowie die Erhöhung der Betriebskostenvorauszahlung (alte Wohnung) ist bei der Beurteilung der Umzugserforderlichkeit ebenfalls zu berücksichtigen.

Im schlimmsten Fall ist zumindest die örtlich angemessene KDU und nicht die niedrige (Alt-)Wohnungsmiete zu gewähren.
 
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