Nicht verwertbares Vermögen aus Erbengemeinschaft

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Trauriges Erbe

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Hallo,

habe mich heute im Forum angemeldet, weil ich nicht mehr weiter weiß!

Mein letzter Fortzahlungsantrag, der zum 01.04.2007 bewillig werden sollte, wurde heute abgelehnt. Nu steh ich hier und weiß nicht mal wie ich am ersten meine Miete zahlen soll. :icon_kotz2:

Nun hoffe ich das mir hier vielleicht jemand helfen kann.

Ich werde mal versuchen in kurzform meine Geschichte zu erzählen.
Seit Mai 05 bekomme ich ALGII . Durch den Tod meines Vaters (der bereits vor dem Antrag auf ALGII verstarb) bin ich Miterbin in einer Erbengemeinschaft. Bei der Erbmasse handelt sich um die Hälfte meines Elternhauses von dem mir lt. gesetzlicher Erbfolge zu 1/8 zugesprochen wurde. Das Haus wird von meiner Mutter und meinem Bruder bewohnt und seit dem Tode meines Vaters lasten auch alle Kosten auf deren Schultern. Ich selber wohne nicht in dem Haus und habe aus finanziellen Gründen all die Jahre keinerlei Zahlungen bezüglich Schuldenabtragung leisten können. Diese Erbengemeinschaft gab ich wahrheitsgemäß in den Anträgen an. Seit meinem ersten Antrag versucht die Arge mir mein Erbteil als Vermögen anzurechnen bzw. fordert einen Verkauf oder Beleihung. Bislang lag das Erbe aufgrund meiner Lebensjahre und dem einmaligen Freibetrag immer noch unterhalb der Grenze des geschützten Vermögens. Da seit dem 01.08.2006 jedoch der Vermögensfreibetrag von 200 Euro auf 150 Euro pro Lebensjahr gekürzt wurde liege ich nun über dem Vermögensfreibetrag. Somit fordert die Arge mich mal wieder erneut auf das Haus zu Verkaufen bzw. zu beleihen. Einem Verkauf / Beleihung werde die Miterben jedoch nicht zustimmen. Abkaufen können die Miterben mein Erbteil auch nicht da es beiden finanziell gar nicht möglich ist mich "auszuzahlen". Es reicht mal gerade so aus die laufenden Kosten zu bezahlen.

Und was mach ich nun? Habe jetzt echt Panik das mein Vermieter mir die Kündigung verpasst. :eek: Ich hatte im letzten Jahr bereits schon mal durch eine verspätete Zahlung der Arge eine Verzögerung bei meiner Mietzahlung.
 
E

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Gast
Mein letzter Fortzahlungsantrag, der zum 01.04.2007 bewillig werden sollte, wurde heute abgelehnt. Nu steh ich hier und weiß nicht mal wie ich am ersten meine Miete zahlen soll. :icon_kotz2:

Nun hoffe ich das mir hier vielleicht jemand helfen kann.

Ich werde mal versuchen in kurzform meine Geschichte zu erzählen.
Seit Mai 05 bekomme ich ALGII . Durch den Tod meines Vaters (der bereits vor dem Antrag auf ALGII verstarb) bin ich Miterbin in einer Erbengemeinschaft. Bei der Erbmasse handelt sich um die Hälfte meines Elternhauses von dem mir lt. gesetzlicher Erbfolge zu 1/8 zugesprochen wurde. Das Haus wird von meiner Mutter und meinem Bruder bewohnt und seit dem Tode meines Vaters lasten auch alle Kosten auf deren Schultern. Ich selber wohne nicht in dem Haus und habe aus finanziellen Gründen all die Jahre keinerlei Zahlungen bezüglich Schuldenabtragung leisten können. Diese Erbengemeinschaft gab ich wahrheitsgemäß in den Anträgen an. Seit meinem ersten Antrag versucht die Arge mir mein Erbteil als Vermögen anzurechnen bzw. fordert einen Verkauf oder Beleihung. Bislang lag das Erbe aufgrund meiner Lebensjahre und dem einmaligen Freibetrag immer noch unterhalb der Grenze des geschützten Vermögens. Da seit dem 01.08.2006 jedoch der Vermögensfreibetrag von 200 Euro auf 150 Euro pro Lebensjahr gekürzt wurde liege ich nun über dem Vermögensfreibetrag. Somit fordert die Arge mich mal wieder erneut auf das Haus zu Verkaufen bzw. zu beleihen. Einem Verkauf / Beleihung werde die Miterben jedoch nicht zustimmen. Abkaufen können die Miterben mein Erbteil auch nicht da es beiden finanziell gar nicht möglich ist mich "auszuzahlen". Es reicht mal gerade so aus die laufenden Kosten zu bezahlen.

Und was mach ich nun? Habe jetzt echt Panik das mein Vermieter mir die Kündigung verpasst. :eek: Ich hatte im letzten Jahr bereits schon mal durch eine verspätete Zahlung der Arge eine Verzögerung bei meiner Mietzahlung.

Meine Meinung:

Geh zum Amtsgericht und hol dir einen Beratungshilfeschein . Dann zahlst beim Anwalt nur 10 €.

Deine Meinung zum Verkauf spielt hier keine Rolle, denk ich...denn in einer Erbengemeinschaft hat Deine Meinung alleine ja kein Gewicht.

Stimmst du nicht zu, wird das Amt dir Mangelnde mitwirkung unterstellen und die Zahlung zu Recht einstellen.

Aber die anderen Miterben kann es nicht zwingen... also kannst doch beruhigt sein... du stimmst zu, alle anderen dagegen :)

Schon ist dein erbe nicht verwertbar...

und du kannst gegen die Einstellung deines ALG II vorgehen!

Aber wie gesagt: du mußt dir Rechtsrat bei einem Anwalt holen!

Und sofort eine einstweilige Anordnung in die Wege leiten...
 

Trauriges Erbe

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Hallo,

den Weg zum Anwalt hat meine Mutter jetzt gemacht!

Laut dessen Aussage sieht das Ganze so aus:

Bei einer Erbauseinandersetzung würde ich nur einen Betrag ausgezahlt bekommen der ca 2000 Euro betragen würde. Denn dadurch das Mutter und Bruder jahrelang für die Bediehnung der Darlehn alleine aufgekommen sind müsste ich erst mal meinen Anteil von dem Erlös zurückzahlen. Damit würde ich dann wieder tief unter die Vermögensfreigrenze fallen.

Desweiteren hatte ich nochmal ein Gespräch mit dem Vorgesetzten meiner Sachbearbeiterin. Ich habe ihm meine Situation erklärt wegen der Miete/Nebenkosten und laufenden Kosten die ja am ersten abgebucht würden und das ich jawohl mittelos bin. Konnte mir leider in den letzten Jahren kein Finanzpolster anlegen, aber welcher ALGII Empfänger kann das schon? Er versprach mir (natürlich nur mündlich) das er eine Anweisung für den Monat April machen würde, allerdings könne das ja nur auf Darlehnsbasis erfolgen, da das ganze ja noch nicht geklärt wäre. So ganz glaube ich ihm wegen der Überweisung ehrlich gesagt nicht.

Für den Augenblick muss ich das wohl erst mal so hinnehmen, oder?

Zitat von Ludwigsburg:

Und sofort eine einstweilige Anordnung in die Wege leiten...

Meine Frage dazu:

Muss ich dafür unbedingt einen Anwalt haben, bzw. vor Gericht?
Wie geht das vonstatten? Bin da absoluter Neuling auf dem Gebiet :confused:
 
E

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Gast
Hallo,

den Weg zum Anwalt hat meine Mutter jetzt gemacht!

Laut dessen Aussage sieht das Ganze so aus:

Bei einer Erbauseinandersetzung würde ich nur einen Betrag ausgezahlt bekommen der ca 2000 Euro betragen würde. Denn dadurch das Mutter und Bruder jahrelang für die Bediehnung der Darlehn alleine aufgekommen sind müsste ich erst mal meinen Anteil von dem Erlös zurückzahlen. Damit würde ich dann wieder tief unter die Vermögensfreigrenze fallen.

Desweiteren hatte ich nochmal ein Gespräch mit dem Vorgesetzten meiner Sachbearbeiterin. Ich habe ihm meine Situation erklärt wegen der Miete/Nebenkosten und laufenden Kosten die ja am ersten abgebucht würden und das ich jawohl mittelos bin. Konnte mir leider in den letzten Jahren kein Finanzpolster anlegen, aber welcher ALGII Empfänger kann das schon? Er versprach mir (natürlich nur mündlich) das er eine Anweisung für den Monat April machen würde, allerdings könne das ja nur auf Darlehnsbasis erfolgen, da das ganze ja noch nicht geklärt wäre. So ganz glaube ich ihm wegen der Überweisung ehrlich gesagt nicht.

Für den Augenblick muss ich das wohl erst mal so hinnehmen, oder?

Zitat von Ludwigsburg:

Und sofort eine einstweilige Anordnung in die Wege leiten...

Meine Frage dazu:

Muss ich dafür unbedingt einen Anwalt haben, bzw. vor Gericht?
Wie geht das vonstatten? Bin da absoluter Neuling auf dem Gebiet :confused:

Hattest du jemanden dabei, der bestätigen kann, daß man dir eine Zahlung zugesagt hat?
Warum hast du dir das nicht schriftlich geben lassen?
 

Arania

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Muss ich dafür unbedingt einen Anwalt haben, bzw. vor Gericht?
Wie geht das vonstatten? Bin da absoluter Neuling auf dem Gebie

Vor welchem Gericht? Beim Sozialgericht nicht, bei allen anderen Verfahren solltest Du nach Möglichkeit einen haben, ist aber auch nicht zwingend vorgeschrieben, aber da Du Dir so eine Auseinandersetzung nicht zutraust, halte ich es für besser
 
E

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Gast
Meine Frage dazu:

Muss ich dafür unbedingt einen Anwalt haben, bzw. vor Gericht?
Wie geht das vonstatten? Bin da absoluter Neuling auf dem Gebiet :confused:

Zuerst mal mußt du zum Amtsgericht, dir einenBeratungshilfeschein holen. Dann zahlst beim Anwalt nur 10 €.

Das würd ich in der Zeit tun, wo du noch auf die zugesagte Zahlung wartest.

Ich würde dir den Anwalt empfehlen, auch wenn du vor dem Sozialgericht dich selbst vertreten kannst.
 

Trauriges Erbe

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Tja, so wie das Ganze aussieht, scheint es für mich wirklich ein trauriges Erbe zu werden.

Habe heute 2 Schreiben vom Amt bekommen. Das erste war eine nochmal ein Schreiben bezüglich meines Besuchs. Da wird mir nochmal erläutert das es sich in meinem Fall um eine Eintragung eines Pfandrechts handeln solle. Desweiteren der Hinweis das lt. BGB jeder Miterbe über seinen Anteil an dem Nachlass verfügen kann. Somit wäre angeblich eine Eintragung eines Pfandrechts ins Grundbuch möglich, würde das Amt auch nix kosten.

Kennt sich jemand mit sowas wie ein Pfandrecht eintragen aus?

Dann hab ich da noch ne Frage zur Krankenversicherung. Lt dem ersten Schreiben, wobei die Leistungen nur auf darlehnsbasis gewährt werden, bin ich nicht pflichtversichert. Ich soll mich mit der Krankenkasse in Verbindung setzen wegen einer freiwilligen Versicherung. Was heißt das nun genau?
Ist für mich schon wichtig wie es da weiter gehen soll, da ich schon seit einigen Wochen krankgeschrieben bin und Montag wieder einen Arzttermin habe. Kann/Darf ich da überhaupt noch hingehen und mich weiterbehandeln lassen?

Das zweite Schreiben war dann ein Bewilligungsbescheid für den Monat April. Da kann ich zwar erst mal die Sorge um mein Dach überm Kopf für einige Tage zur Seite schieben aber trotzdem geht mir das alles ziemlich an die Nerven und vor allem an meine eh schon angeschlagene Gesundheit.
 
E

ExitUser

Gast
Nimm einen Fachanwalt (Beratungsschein wie schon geschrieben) lege Widerspruch ein gegen Darlehnsbasis und Begründe auf "nichtverwertbares Vermögen" und "noch nicht erfolgter Zufluß des einmaligen Einkommen" etc.!

Der Anwalt sollte aber wirklich beschlagen sein.
 
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