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(nicht nur) Probleme mit Anlage ESK

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billie

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#1
Hallo,

ich bin ganz neu hier und habe gleich ein Problem.

Im Oktober diesen Jahres machte ich mich selbstständig, wider Erwarten bekomme ich sogar Einstiegsgeld. Gestern wollte ich Anlage EKS ausfüllen, hatte Schwierigkeiten und habe deswegen hier im Forum gelesen. So erfuhr ich, dass die von mir geschätzten Einnahmen zur Kürzung meiner Bezüge führen. Das wusste ich vorher nicht, obwohl ich natürlich Gespräche mit meiner Arbeitsberaterin hatte. Sie sagte mir damals, dass ich gar kein Risiko eingehe, ich bekäme weiterhin Hartz IV wie bisher auch ...

Also rief ich heute die JC-Hotline an. Die Mitarbeiterin riet mir, die Einnahmen so gering wie möglich anzugeben; es wäre kein Problem, wenn ich bei Anlage EKS niedrigere Einnahmen schätze als in meinem Geschäftskonzept, das dem JC vorliegt.

Könnt Ihr mir etwas dazu sagen? Im Konzept habe ich einen erwarteten Umsatz von 3000 € für 6 Monate angegeben. Können mir Betrugsabsichten unterstellt werden, wenn ich jetzt plötzlich nur noch 1200 € angebe?

Viele Grüße,
Sybille
 

billie

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#2
Niemand? Schade. Vielleicht kann mir jemand etwas zum Thema Kranken- und Pflegeversicherung sagen?

Sicherheitshalber erwähne ich mal, dass ich vor der Gründung ein Existenzgründerseminar mitgemacht und mich auch belesen habe, also nicht einfach ahnungslos reingestolpert bin. Ich habe -naiver- oder auch blöderweise- das geglaubt, was ich im Seminar lernte und die SB mir sagte. Nun werde ich immer ratloser.

Wenn ich weiterhin ALG II bekomme, muss ich mich dann selbst um Kranken- und Pflegeversicherung kümmern oder bin ich wie bisher übers JC pflichtversichert? Meinen Infos zufolge trifft Letzteres zu aber stimmt das? Die Krankenkasse verwies mich ans JC, JC an die Krankenkasse. Keiner weiß es.

Je nachdem, wie das ist, kann bzw. muss ich ja auch in der EKS diese Beiträge als Aufwendungen, die keine Betriebsausgaben sind, angeben.

Auf Hilfe hoffende Grüße,
Sybille
 

Koelschejong

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#3
Lad Dir hier Harald Thome - SGB II - Hinweise ziemlich weit unten mal die KV Abschnitt A – Versicherungspflicht für Bezieher von Alg II / Stand: 01.01.2009 runter, dort in der Anlage findest Du eine gute Zusammenstellung der Rechtslage.

Zur EKS, es ist richtig, das dort geschätzte Einkommen wird Dir angerechnet. Ich persönlich neige dazu, hier realistisch zu schätzen, sonst ist das "Erwachen" am Ende des Bewilligungszeitraums zu schmerzhaft, dann kommt nämlich unter Umständen eine fette Rückforderung. Der Businessplan hat mit dieser Schätzung nicht unbedingt was zu tun.
 

billie

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#4
Danke sehr, da werde ich mich durchforsten.

Dass ich etwas (oder auch viel) zurückzahlen muss, weiß ich. Mein Problem ist, dass ich nicht von noch weniger leben kann als ich jetzt habe. Wenn die Einnahmen nun geringer ausfallen, als ich das geschätzt habe, wär's fatal. Also lege ich lieber Gewinn zurück für die Rückforderung.

Viele Grüße
Sybille
 

Erolena

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#6
.....Also rief ich heute die JC-Hotline an. Die Mitarbeiterin riet mir, die Einnahmen so gering wie möglich anzugeben; es wäre kein Problem, wenn ich bei Anlage EKS niedrigere Einnahmen schätze als in meinem Geschäftskonzept, das dem JC vorliegt.

Könnt Ihr mir etwas dazu sagen? Im Konzept habe ich einen erwarteten Umsatz von 3000 € für 6 Monate angegeben. Können mir Betrugsabsichten unterstellt werden, wenn ich jetzt plötzlich nur noch 1200 € angebe?
Viele Grüße,
Sybille
Umsatz sollte ja etwas anderes sein als Gewinn. Gewinn = Einnahmen minus Ausgaben. Das muss ja gerninger sein als der Umsatz.

Von dem Gewinn aus Erwerbstätigkeit noch die tatsächlich anfallenden RV/KV-Beiträge abziehen, sowie 30 Euro Pauschale für angemessene private Versicherungen.
Der Rest sollte das anrechenbare Erwerbseinkommen darstellen.
Geregelt sind die möglichen Abzüge (nach Gewinnermittlung) beim ALG 2-Bezug im § 11 SGB II. Und im Detail in den Fachlichen Hinweisen zum § 11.

Problem ist eher, dass das Jobcenter die Betriebsausgaben nicht anerkennt.
Deshalb empfehlen Fachleute, dass man vor größeren Betriebsausgaben ein Schreiben ans Amt richtet und
vorab bittet, die Anerkennung der geplanten aufgelisteten Betriebsausgaben zu bestätigen.
Damit schützt man sich vor bösen Überraschungen am Ende der 6 Monate. (Das nämlich das Jobcenter einen viel zu hohen Gewinn errechnet indem sie einfach Betriebsausgaben nicht anerkennen. Folge wäre eine Rückforderung von ALG2.)
 
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