Nicht krankenverischert ist das ein Problem für Minijob??? (1 Betrachter)

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Hallo,

ich habe folgendes Problem. Ich bin seit längerem nicht krankenversichert. Ich wurde exmatrikuliert weil ich die € 500 Studiengebühren nicht bezahlen konnte. Hatte aber auch damals, Probleme meinen Krankenkassenbeitrag immer rechtzeitig zu bezahlen. Ich war schon 30 Jahre alt, als ich exmatrikuliert wurde. Die AOK, bei der ich versichert war, meinte zu mir ich soll mich bei einer Privaten Krankenkasse versichern, da es für mich anscheinend günstiger wäre.
Ich bin jetzt seit diesem Zeitpunkt nicht mehr krankenversichert, sind jetzt etwa 6 Monate. Während meines Studiums habe ich als Minijoblerin gearbeitet. Die Arbeit als Minijoblerin mache ich immer noch. Ich habe in diesen letzten 6 Monaten, bei einem bekannten, ebenfalls als Minijoblerin gearbeitet. Ich wusste nicht, dass wenn ich 2 Minijobs gelichzeitig habe probleme mit der Sozialversicherung bekomme. Daraufhin hat sich mein Arbeitgeber von dem ersten Minijob gemeldet, sie hätten eine Benachrichtigung von der Knappschaft erhalten, dass ich eine weiter beschäftigung als Minijoblerin habe. Mein Arbeitgeber von meinem ersten Minijob wollte von mir eine Immatrikulationsbescheinigung, einen Nachweis der Krankenkasse, bei der ich versichert bin und den Lohnnachweis. Meine sorge ist jetzt, was kann passieren weil ich nicht Krankenversichert bin? Kann ich meine Arbeit als Minijoblerin verlieren?
Und wie ist das dann mit der Krankenverischerung, weil ich jetzt zum Sommersemester 2009 wieder studieren möchte. Wäre eine PKV oder eine GKV besser geeignet. Muß ich dann auch eine Nachzahlung machen, für die Zeit in der ich nicht versichert war?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen
 
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Gast
Muß ich dann auch eine Nachzahlung machen, für die Zeit in der ich nicht versichert war?
Willkommen im Forum.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke, dass es da zu einer Nachzahlungsforderung kommen kann, weil es eine Krankenversicherungspflicht gibt.

Warte aber mal noch andere Antworten ab, es werden sich sicher noch einige melden.
 

physicus

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hi,

also...

Die AOK, bei der ich versichert war, meinte zu mir ich soll mich bei einer Privaten Krankenkasse versichern, da es für mich anscheinend günstiger wäre.
da hat die AOK wohl null ahnung von den privaten, die versichern dich nicht, dazu brauchst du ein jährliches mindesteinkommen von mehreren tausend euro netto.
als ich zur DKV bin waren das noch 54.000 DM das ist mittlerweilen gestiegen.

Meine sorge ist jetzt, was kann passieren weil ich nicht Krankenversichert bin? Kann ich meine Arbeit als Minijoblerin verlieren?
ja, denn wenn du arbeiten gehst ist die kv eine pflichtversicherrung.

Wäre eine PKV oder eine GKV besser geeignet.
PKV wäre günstiger als eine GKV allerdings bist du über 30 und must erstmal gucken was die da für beiträge ansetzen.
ich bezahle bei der PKV im monat 340 euro bei einer GKV wären das im gleichen tarif über 740 euro.

Muß ich dann auch eine Nachzahlung machen, für die Zeit in der ich nicht versichert war?
nein schreibt kein gesetz vor, die kasse versichert dich ab dem tag des eintritts bei ihr, alles was vorher war kratzt die nicht, zumindest was andere versicherrungen angeht.

ps. eine KV solltest du immer und zu jeder zeit haben, wenn du nicht ganz plötzlich ohne geld da stehen willst.
...dann kannst du auch dein studium weglassen denn man zieht dir danach die hosen aus ;)

eine einfache blinddarm-op kostet mittlerweilen soviel wie ein kleinwagen...

mfg physicus
 
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nein schreibt kein gesetz vor, die kasse versichert dich ab dem tag des eintritts bei ihr, alles was vorher war kratzt die nicht, zumindest was andere versicherrungen angeht.
Die Kasse versichert ab dem ersten Tag, das ist richtig.
Aber zwecks der möglichen Nachforderung, warum gibt es jetzt die Pflicht zur Krankenversicherung, und was passiert, wenn man dieser Pflicht nicht nachkommt? Auch soll es schon Leute geben, die Forderungen nachzahlen müssen, weil sie die Beiträge mal nicht zahlen konnten. Heisst das, dass man nur in Verzug kommt, wenn die Versicherung schon besteht und man nicht zahlen kann?

Wenn man sich also gar nicht erst versichert, dann besteht auch keine Zahlungspflicht, wenn man später eine Versicherung abschliesst?
 

physicus

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Wenn man sich also gar nicht erst versichert, dann besteht auch keine Zahlungspflicht, wenn man später eine Versicherung abschliesst?
davon abgesehen das ja eine versicherungspflich besteht...

leistungen werden von der KV nicht rückwirkend bezahlt wenn man da keinen versicherungsschutz hatte, das heist im umkehrschluss aber auch das man beiträge nicht nachzahlen muss wenn man nicht versichert war.
ein bekannter von mir war über 15 jahre nicht versichert, er musste nichts nachzahlen, das wäre auch sein bangkrott gewesen, stell dir mal die summe vor ;)

einige krankenkasse hätten das gerne das man nachzahlt, dann stellt sich nur die frage, wer von denen rückwirkend die bezahlung der medikamente oder des arztbesuches übernimmt <- rein logisch und rechtlich niemand weil du ja keinen schutz dort hattest.

sollten die das dennoch fordern dann hilft eine kurze feststellungsklage sicher ab.

den nächsten daimler muss der chef der KV dann doch aus anderen quellen decken, aber nicht mit deiner nachzahlung ^^

mfg physicus

ps. was passiert eigentlich mit leuten die auf 100% subventioniert werden?
die können sich auch keine KK mehr leisten, die arge zahlt dann aber auch nicht mehr, also woher nehmen den versicherrungsschutz?
und wenn sie dann wieder zahlen, wer zahlt dann die kassenbeiträge nach? die arge?
möchte ich arg bezweifeln...
 

kaffeesahne

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hi jadeschatten,

da hier einige antworten nicht so wirklich richtig sind, mal schnell:

die frage der nachzahlung stellt sich bei dir nicht, da du seit eben diesen 6 monaten sozialversicherungspflichtig bist! deine einnahmen betragen insgesamt über 400,- , so dass es sich nicht mehr um minijobs handelt, sondern insgesamt um eine beschäftigung in der gleitzone. die jobs werden zusammengerechnet - insgesamt darfst du nicht über 400,- kommen!ich denke, du hast da deine informationspflichten an deine AG's verletzt, nicht schön das ganze und sicherlich eine belastung fürs arbeitsverhältnis. :-(

allerdings ist es eben so, dass die abgaben für den AG in der gleitzone i.d.r. geringer sind als bei einem minijob. bei einem minijob zahlt dein AG bei 400,- verdienst 120,- an abgaben, beträgt dein einkommen 401,- zahlt dein AG ca. 78,- und du zahlst ca. 45,- wobei du dann noch komplett sozialversichungstechnisch abgesichert bist. (daher verstehe ich die explosion der 400,- jobs auch nicht, da gleiche AN/AG rechte und pflichten wie bei jedem anderen job auch bestehen, die abgaben allerdings für den AG weitaus nachteiliger sind ... für AN, die eine sozialversicherung benötigen, ist dies ohnehin schlecht). wie gesagt bist du nun in beiden jobs sozialabgabenpflichtig, also betrifft das deine beiden AG - ich denke, da wäre eine dicke entschuldigung fällig!! deine AG können dir die nachzahlung der sozialabgaben auferlegen, da du deiner info-pflicht nicht nachgekommen bist, aber ich denke, dass die kosten ja für die AG ohnehin geringer als für den minijob sind, von daher geht's v.a. um die umbuchungen, die die minijobzentrale tätigen müsste - und du musst eben einfach die sozialabgaben für dich von deinem einkommen nachzahlen. du musst halt die sozialversicherungsbescheinigungen sowie deine einkommensbescheinigungen korrigieren lassen ....

du kannst die abgaben bei einem sog. midijob einfach über den gleitzonenrechner berechnen:

Gleitzonenrechner

im prinzip habt ihr alle - arbeitnehmer und arbeitgeber - was davon ... deine AG haben geringere abgaben und du bist komplett sozialversicherungstechnisch abgesichert. nervig sind für den AG die umbuchungen ....

ich bin als studentin momentan auch freiwillig gesetzlich versichert, so dass ich dir sagen kann, dass du dann so um die 140,- zahlen müsstest, es sei denn:

a) du arbeites über 20hrs/woche und bist somit nicht mehr eine "ordentliche" studentin, dann läuft die versicherung so weiter, wie sie seit den letzten wochen auch laufen sollte (bei über 400,- einkommen),

oder aber b) du könntest vielleicht noch in einen absolvententarif die sechs studienmonate landen, wenn du dies noch nicht genutzt hast (findest du auch immer auf den sites der KK).


du kannst ja auch mal auf der site von studis-online schauen, da dort die einkommensarten erläutert werden und wie das dann so funktioniert ....

gruß, kaffeesahne



ps @ physicus: meines wissens gibt's zwar die 100% sanktion, dies betrifft aber nicht die KK! und: die frage der nachzahlung wird in der satzung der einzelnen KK geregelt ....
 
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Gast
... bei einem minijob zahlt dein AG bei 400,- verdienst 120,- an abgaben, beträgt dein einkommen 401,- zahlt dein AG ca. 78,- und du zahlst ca. 45,- wobei du dann noch komplett sozialversichungstechnisch abgesichert bist.
Genau das sollte doch ein gutes Argument für einen potentiellen Arbeitgeber sein. Kommt ihm doch am Ende günstiger.
 

kaffeesahne

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@ ashna:

tja, ich verstehe das auch absolut nicht - ich denke, es hängt damit zusammen, dass es einige AG gibt, die den AN kommunizieren, dass sie keinen anspruch hinsichtlich krankengeld, urlaub usw. haben. wenn man das arbeitsrecht nicht missachtet, bietet ein 400,- job für den AG keinerlei vorteile. der minijob hat ja nur vorteile für personen, die z.b. über ihren partner familienversichert sind oder aber bereits eine sozialversicherungspflichtige tätigkeit haben. andere AG haben auch einfach keine ahnung! hinzu kommt ja auch, dass es sich oftmals um KAPOVAZ handelt, dazu ohne schriftlichen vertrag, ohne beachtung des teilzeit- und befristungsgesetzes etc. aber: es wehrt sich ja auch kaum einer ... und viele hausfrauen sind zufrieden, wenn sie ein paar euros nebenbei haben, die interessieren sich weder für ihre eigenen rechte noch sind sie sozialpolitisch in irgendeinerweise engagiert ....

naja, man kann lange darüber diskutieren, wie apolitisch unsere bevölkerung ist (aber gleichzeitig gut im meckern) - und sich größtenteils noch nicht mal für sich selbst einsetzt .... aber ansonsten denke ich, dass man 400,- am besten abschaffen sollte und die gleitzone einfach von 0,01 - 800,- gelten sollte, einfach mit 'nem mindestbeitrag für KV usw., so dass ein anreiz besteht, z.b. mindestens 15hrs die woche zu arbeiten, da es bei weniger stunden für AG/AN unrentabel wäre ....
 
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