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Nicht bearbeiteter „Antrag auf Umzug“

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

micha1959

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#1
Oder verschwundener Antrag? Keine Ahnung…
Zur Sache: Ich wohne seit einiger Zeit im Obdachlosenheim unserer Stadt (Bernburg / Sachsen-Anhalt). Nicht schön, aber ging erst mal nicht anders. Kurz vor Weihnachten bekam ich die Möglichkeit, eine kleine Wohnung zu besichtigen. Habe ich getan, gefiel mir – nehme ich (dachte ich…).Kosten waren auch O.K., der Vermieter hat ein paar Wohnungen an Hartz4-Empfänger vermietet, er weis ohnehin was er verlangen darf.

Am 23.12. zum Amt für Arbeitsförderung (mit einer Aufstellung der Kosten vom Vermieter). Hat aber den Herrn vom Infostand nicht interessiert, er drückte mir ein paar Blatt Papier in die Hand: Einen „Antrag auf Zusicherung zu den angemessenen Aufwendungen für eine neue Unterkunft“. Ich soll drei Wohnungsangebote vorlegen, sonst geht gar nichts! Mehrfach versuchte ich ihn darauf hinzuweisen, dass ich z.Zt. im Obdachlosenheim wohne und froh und glücklich bin, überhaupt ein Wohnungsangebot bekommen zu haben. Aber keine Chance – er blieb hart (oder stur oder uninteressiert oder was weis ich). Im Nachhinein nannte ich ihn „1a-Teflonbeschichtet“ - alles was ich sagte prallte wunderbar von ihm ab…

Ich versuchte trotz früherer negativer Erfahrungen, nochmals ein paar Wohnungsangebote zu bekommen – ohne Erfolg. Die Adresse ist halt bekannt im Ort… Also habe ich im neuen Jahr den Antrag mit dem einen Wohnungsangebot abgegeben. Die Miete würde übrigens deutlich unter den Unterbringungskosten hier liegen...

Bis Freitag keine Reaktion vom Amt, bei telefonischen Nachfragen war der Sachbearbeiter nicht da, keiner konnte Auskunft geben. Am Freitag wieder angerufen – plötzlich die Info, das ich eine neue Sachbearbeiterin habe, man wollte mich zu ihr durchstellen, ging aber nicht. Ich hab es dann noch mehrmals probiert, es ging dann auch jemand ans Telefon – aber nicht meine Sachbearbeiterin, weil: die ist im Krankenstand, vielleicht nächste Woche wieder da. Und Auskunft habe ich auch keine bekommen.
Ich rief dann meinen Vermieter wieder mal an, sagte ihm dass es wohl mit der Zusage vom Amt noch etwas dauern würde. Hatte sich aber erledigt – die Wohnung ist weg!:icon_sad:

Ob der Antrag nun genehmigt wird oder nicht – oder ober verschwunden ist oder sonst etwas ist ja jetzt erst mal egal. Aber ich will die Sache nicht auf sich beruhen lassen, hat jemand eine Idee, wie ich gegen das Amt vorgehen kann?
Das Amt ist sicherlich nicht Schuld daran, das ich jetzt hier wohne – aber die tragen ganz eindeutig die Schuld daran, das ich jetzt noch eine ganze Weile hier hausen muss! Und das nur, weil sie zu faul oder zu dumm sind einen einfachen Antrag zu bearbeite!

MfG
Michael
 

wolliohne

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#2
hm Michael,

du hast hoffentlich Kopien deiner Unterlagen gemacht ?

bitte schriftl. Erinnerung mit 1 Woche Frist schicken,danach würde ich
direkt zum SG mit sämtl.Unterlagen und Klage auf Untätigkeit erheben.

Du hast selbstverständlich Anspruch auf eine Wohnung.
 

Arania

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#3
Falls Du beweisen kannst das Du den Antrag abgegeben hast eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen, helfen wird es Dir nicht da die Wohnung weg ist, aber vielleicht überlegt der SB es sich demnächst anders in vergleichbaren Fällen

Und geh nicht mehr alleine zum Amt, bestehe darauf das der Antrag beim nächstenmal angenommen wird

Informiere auch mal den Landrat das nun weiter unnötigerweise höhere Kosten gezahlt werden müssen
 

micha1959

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#4
du hast hoffentlich Kopien deiner Unterlagen gemacht ?
Klar.

bitte schriftl. Erinnerung mit 1 Woche Frist schicken,danach würde ich
direkt zum SG mit sämtl.Unterlagen und Klage auf Untätigkeit erheben.
Hilft doch aber nicht wirklich, die Wohnung, auf die sich der Antrag bezieht, is wech!

Du hast selbstverständlich Anspruch auf eine Wohnung.
Das ist schon klar, nur ist ja wohl kein Vermieter verpflichtet, mir eine zu geben...

Falls Du beweisen kannst das Du den Antrag abgegeben hast eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen, helfen wird es Dir nicht da die Wohnung weg ist, aber vielleicht überlegt der SB es sich demnächst anders in vergleichbaren Fällen
Kann ich dummerweise nicht beweisen, hab den Antrag in den Briefkasten gesteckt! (Bis jetzt hatte ich keine Probleme mit diesem Amt - dachte es wird schon klargehen...)

Und geh nicht mehr alleine zum Amt, bestehe darauf das der Antrag beim nächstenmal angenommen wird
Werde ich tun. Hier springt öfter mal so'n Streetworker rum, den kann ich fragen. Die meisten Bewohner hier sind für solche Sachen denkbar ungeeignet - manche Vorurteile auf solche Einrichtungen treffen halt wirklich zu...

Informiere auch mal den Landrat das nun weiter unnötigerweise höhere Kosten gezahlt werden müssen
Brief an Landrat und an die Chefin des Amtes sind schon in Arbeit. Wollte ich zwar am Wochenende machen, aber ich war stinkwütend und konnte mich absolut nicht konzentrieren! (Den Beitrag hier im Forum hab ich ja auch erst heute tief in der Nacht auf die Reihe bekommen)


MfG
Michael
 

Kerstin_K

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#5
Ich wüßte aich nicht, warum Du drei Wohnungsangebote vorlegen solltest. Da würde ich mir doch einfach mal die Rechtsgrundlage nennen lassen.

Mit nem Streetworker zur ARGE zu gehen, ist ganz sicher eine gue Idee.

Wenn si nochmal Spirenzchen machen wegen ner Antragsannahme, kannst Du Anträge auch bei der KK aabgeben. Die müssen das weiterleiten.
 

Mario Nette

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#6
Wenn du die Einreichung des Antrags nicht belegen kannst, solltest du über das Mittel der Akteneinsicht nachdenken. Falls da dafür einen Termin vereinbart bekommst, a) nimm einen Beistand mit und b) lasse dir relevante Dokumente aus der Akte in Kopie aushändigen.

Mario Nette
 

micha1959

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#7
Ich wüßte aich nicht, warum Du drei Wohnungsangebote vorlegen solltest. Da würde ich mir doch einfach mal die Rechtsgrundlage nennen lassen.
Nach dem warum hab ich am 23.12 den „Teflon-Mann“ gefragt – keine Antwort. Ist aber hier im Ort so üblich – und jeder hält sich dran…
Hab grad mit ner guten Bekannten telefoniert, sie musste ausziehen wg. Abriss „Rückbau“ des Wohnblocks – sie brauchte keine 3 zu bringen…

Mit nem Streetworker zur ARGE zu gehen, ist ganz sicher eine gue Idee.
Ja, hätt ich nur viel früher tuen sollen...(Nicht als Zeuge wie ich es jetzt will, sondern als Hilfe) Er hat mich schon öfters gefragt ob ich Hilfe brauch... Meine Antwort: "Nö, krieg ich allein in den Griff" Naja, allein hinkriegen und mein jetziger Wohnsitz :icon_neutral:


Wenn si nochmal Spirenzchen machen wegen ner Antragsannahme, kannst Du Anträge auch bei der KK aabgeben. Die müssen das weiterleiten.
Nönö, geb ich lieber direkt ab, vielleicht will ich ja jetzt, das sie Sperenzchen machen...

Wenn du die Einreichung des Antrags nicht belegen kannst, solltest du über das Mittel der Akteneinsicht nachdenken. Falls da dafür einen Termin vereinbart bekommst, a) nimm einen Beistand mit und b) lasse dir relevante Dokumente aus der Akte in Kopie aushändigen.
Ist zu überlegen.

Mfg
Michael
 
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#8
Hilfstruppe informieren

ARGE spart hier zu Lasten des Kunden und der örtlichen Obdalosenvorsorge. ARGE spart KdU, die hätte die Gemeind zu erbringen. Die Kosten im Asyl trägt der Kreis bzw. das Land. Hier würde ich nicht schweigen.
Die Vorschrift mit den drei Wohungen ist auch nur Schwachsinn.

Aus meiner Sicht kann ARGE bei Obdachlosen die üblichen Kriterien vergessen. Grob die Preise prüfen und gut. Erst helfen, dann rechnen.

Hier könnte sich ARGE / einige SB, insbesondere Teflon, zumindest eines groben Dienstvergehens schuldig gemacht haben.

Aber ein typischer Notfall scheint hier auch nicht vorzuliegen. Ein Mensch in Not hat keine fünf Wochen Zeit zu verschenken.

Kann es sein, dass Teflon & Co ihren Job loswerden wollen, indem sie alle kunden vergraulen? Oder ist das eine Art Wirtschaftlförderung für Anwälte?
 

micha1959

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#9
> Die Kosten im Asyl trägt der Kreis bzw. das Land.

Glaube ich nicht, die Kosten stehen auf dem Bewilligungsbescheid genauso wie jede andere Miete und werden vom Amt an die Stadt gezahlt.


MfG
Michael
 
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