Neuroleptika und Psychopharmaka

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Muzel

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Ich soll in eine stationäre Reha-Maßnahme, weil ich Eu-Rente beantragt habe. Ich musste zum Psycho-Gutachter. Sein Gutachten habe ich mir von der DRV zuschicken lassen. Darin steht, dass ich Au bin und zur Kur müsste, damit meine Erwerbsfähigkeit gebessert werden könnte. Meine Erkrankung könnte man sehr gut mit Psychopharmaka und Neuroleptika bessern und meine Erwerbsfähigkeit steigern. Bis her schlucke ich aber keine Pillen und will, dass das so bleibt. Hat jemand eine Idee?
 

Muzel

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Ich habe eu-Rente beantragt. Was erzähle ich denn den behandelnden Ärzten, dass ich keine Pillen will. Ich habe keinen Plan.
 
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Warum willst Du keine Medikamente nehmen? Da z.B. Depressionen auf Störungen im Gehirnstoffwechsel zurückzuführen sind, ist in den meisten Fällen nur mit Medikamenten etwas daran zu ändern. Es gibt viele Mittel, die seit vielen Jahren im Einsatz sind und für die meisten Patienten sehr nebenwirkungsarm sind.

Natürlich kann Dich im Normalfall niemand zwingen die Medikamente zu schlucken, aber andererseits möchtest Du doch sicherlich, daß es Dir besser geht, oder?

Wenn Du Dich gar nicht überwinden kannst, dann sagst Du den Ärzten die Wahrheit und natürlich auch, warum Du die Medikamente nicht willst. Das ist meist die sinnvollste Lösung.
 
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Ich habe mich auch immer vor solchen Pillen gedrückt. Ich wollte die nicht nehmen.

Ich habe jetzt eine zweite Therapie angefangen und das wollte ich mit Unterstützung von Medikamenten machen. Ich nehme jetzt AD und ich merke wie es mir besser geht.
 
E

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Warum willst Du keine Medikamente nehmen? Da z.B. Depressionen auf Störungen im Gehirnstoffwechsel zurückzuführen sind, ist in den meisten Fällen nur mit Medikamenten etwas daran zu ändern. Es gibt viele Mittel, die seit vielen Jahren im Einsatz sind und für die meisten Patienten sehr nebenwirkungsarm sind.

Natürlich kann Dich im Normalfall niemand zwingen die Medikamente zu schlucken, aber andererseits möchtest Du doch sicherlich, daß es Dir besser geht, oder?

Wenn Du Dich gar nicht überwinden kannst, dann sagst Du den Ärzten die Wahrheit und natürlich auch, warum Du die Medikamente nicht willst. Das ist meist die sinnvollste Lösung.

Sehe ich auch so! Ich bin zwar auch kritisch wenn es um Medis geht, aber keineswegs verteufele ich sie.

Im übringen gehört es für mich zu den wichtigsten und besten Eigenschaften des Internets, das Betroffene ihre Erfahrungen austauschen können.

Und gerade in so einem sensiblen Bereich wie im Psychischen findet man viele sehr gute Seiten, wo Betroffene ihre Erfahrungen einbringen, die "GOLDWERT" sein können, vor allem wenn es um die verschiedenen Medis geht.....:icon_smile:
 
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Ich soll in eine stationäre Reha-Maßnahme, weil ich Eu-Rente beantragt habe. Ich musste zum Psycho-Gutachter. Sein Gutachten habe ich mir von der DRV zuschicken lassen. Darin steht, dass ich Au bin und zur Kur müsste, damit meine Erwerbsfähigkeit gebessert werden könnte. Meine Erkrankung könnte man sehr gut mit Psychopharmaka und Neuroleptika bessern und meine Erwerbsfähigkeit steigern. Bis her schlucke ich aber keine Pillen und will, dass das so bleibt. Hat jemand eine Idee?

Kann Dich gut verstehen - aber warte doch erst mal ab. Du wirst von niemand gezwungen werden irgendwelche Medikamente zu nehmen.


Was erzähle ich denn den behandelnden Ärzten, dass ich keine Pillen will. Ich habe keinen Plan.

Mach Dir doch im Vorfeld nicht so viele Gedanken. Du wirst dort ganz liebe Menschen kennenlernen die in gleicher gesundheitlicher Situation sind wie Du. Du wirst traurig sein, wenn Du von dort wieder heim fährst. Glaub es mir :icon_smile:. Wie ich schon geschrieben habe. Abwarten und mit den Ärzten reden. Du musst wirklich keine Angst vor einer Rehe oder Kur haben. Erzähl denen ganz genau wie es Dir geht usw. ..... Nimm den Bericht mit von der DRV und alle anderen ärztlichen Stellungnahmen die Du hast und vor allem erzähle über Dein Krankheitsbild. Und wenn Du Anwendungen nicht mitmachen kannst, weil es Dir schlecht geht, dann mach sie nicht mit. Ganz einfach. Nicht soweit im voraus denken .... was denn ist, wenn ....

Hab keine Angst - Alles Gute für Dich!

LG
 
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Diese Seite kann ich sehr empfehlen bezüglich Medikamente und deren Nebenwirkungen:

Info: Erfahrungen mit Medikamenten Auf diesem unabhängigen und frei zugänglichen Portal können sich Patienten und Angehörige über Ihre Erfahrungen mit Medikamenten austauschen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Berichten über unerwünschte Nebenwirkungen.
Medikamente - sanego.de | Die Gesundheits-Community
Hauptseite: sanego.de | Die Gesundheits-Community
https://www.sanego.de/
 

münchnerkindl

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Meine Erkrankung könnte man sehr gut mit Psychopharmaka und Neuroleptika bessern und meine Erwerbsfähigkeit steigern.

Neuroleptika und Erwerbsfähigkeit steigern.... Ja, da sag ich jetzt mal nix dazu..

Was für eine psychische Erkrankung hast du denn? Neuroleptika sind Medikamente gegen Psychose. Hast du eine Psychose?

Sie helfen auch in manchen Fällen bei anderen Störungen wie Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen. Bei Psychose ist es das geringere Übel aber bei allen anderen Störungen ist es ganz alleine die Entscheidung des Patienten, das zu nehmen, es hilft manchen, aber ich hab schon von vielen Leuten gehört daß sie das Zeugs wegen der Nebenwirkungen nur mit der Kohlenzange anfassen. Aber ob und in wieweit die Nebenwirkungen nicht den Nutzen mehr als zunichte machen kann man nur sagen wenn man es ausprobiert hat.

Einen Versuch ist es wert, mal Chemie auszuprobieren. Aber daß es DIR hilft ist nicht gesagt, bei mir (hab eine Persönlichkeitsstörung) verschlimmert es die Sache nur. Und mit Neuroleptika kann man meine persönliche Leistungsfähigkeit von eher schlecht zu nicht mehr vorhanden "verbessern".
 
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Hab eine ganze Sammlung Links davon (psychische Krankheiten). Wer Links haben möchte kann mich gerne über Private Nachricht anschreiben.

Begutachtungshilfen

(Auf Link gehen, dort auf "Dokumenttypen" und dann "Begutachtungs- und Arbeitshilfen" anklicken)

Empfehlungen und Hinweise

(Auf Link gehen, dort auf "Dokumenttypen" und dann "Empfehlungen und Hinweise" anklicken)


Alphabetische Stichwortsuche

(Auf Link gehen, dort auf "Dokumenttypen" und dann "Stichworte A-Z" anklicken)

Gerichtsurteile:

(Auf Link gehen, dort auf "Dokumenttypen" und dann "Gerichtsurteile" anklicken)
SINDBAD, ein Informationsservice des Medizinischen Dienstes (MDK/MDS)
 

Muzel

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Ich habe 2 Gutachten, aber kein Gutachter wollte sich bezüglich meiner Erkrankung festlegen. Der erste hat gesagt, dass es möglicherweise eine chronisch paranoide Schizophrenie sein könnte, aber er schließt auch eine affektive Erkrankung nicht aus. Der 2. hat gesagt, dass bei mir eine posttraumatische Störung vorliegen könnte aber auch eine depressive Erkrankung, eine Angststörung oder aber eine Persönlichkeitsstörung. Da die Diagnose nicht einmal geklärt ist, habe ich Schwierigkeiten mich auf irgendeine Behandlung einzulassen. Ich möchte, dass die Reha-Ärzte meinen Eu-Renten-Anspruch befürworten, aber zum Versuchskaninchen wollte ich auch nicht mutieren.
 

Kaulquappe

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Ich habe 2 Gutachten, aber kein Gutachter wollte sich bezüglich meiner Erkrankung festlegen. Der erste hat gesagt, dass es möglicherweise eine chronisch paranoide Schizophrenie sein könnte, aber er schließt auch eine affektive Erkrankung nicht aus. Der 2. hat gesagt, dass bei mir eine posttraumatische Störung vorliegen könnte aber auch eine depressive Erkrankung, eine Angststörung oder aber eine Persönlichkeitsstörung.

NOCH mehr ist denen nicht eingefallen, wa? Irgendwas wird es halt sein. Die haben echt keine Ahnung von nichts. Mir wird echt anders wenn ich sehe wie diese Sache hier auch noch verniedlicht wird.

Das einzige m.E. akzeptable posting ist das von Münchnerkindl.

Da die Diagnose nicht einmal geklärt ist, habe ich Schwierigkeiten mich auf irgendeine Behandlung einzulassen. Ich möchte, dass die Reha-Ärzte meinen Eu-Renten-Anspruch befürworten, aber zum Versuchskaninchen wollte ich auch nicht mutieren.

Natürlich! Ich würde es genau so sehen wie du. Neuroleptika sind echte HAMMER und überhaupt diese ganzen Dinger ... Wenn du es nicht wirklich unbedingt brauchst, lass es!

An deiner Stelle würde ich ggf. eher auf die EU-Rente verzichten - aber ich habe keine Ahnung von dieser Rentensache und wie wichtig sie dir ist.

Habe aber eine gute Freundin, die "psichiatrie-erfahren" ist und sie spricht sehr nüchtern aber ganz anders als die meisten user in diesem thread, übrigens sprechen auch viel Ärzte so, nämlich: wenn nicht unbedingt notwendig: einen Bogen machen um die Psychiatrie und ihre "Medikamente" - die werden übrigens auch nicht netter wenn man sie "Medis" nennt
:cool:
 
E

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Und wenn schon, könnt man auch das früher übliche, heute etwas verfemte Wort "Drogen" benutzen. Nur das jeder weiss, was im Klartext :icon_psst: gemeint ist.

Hallo Muzel,

eine Reha erst einmal ist nicht schlimm, vorausgesetzt es ist die "richtige" für dich, und das ist es chon wenn du dich in der Umgebung wohlfühlen kannst, und dir deine eigene Zeit für dich selbst nehmen kannst. Du hast selbst Mitsprachemöglichkeiten bei der Klinikwahl, kannst dir selbst auch Kliniken raussuchen und dies einbringen. Such dir eine, der du das Gefühl hast halbwegs vertrauen zu können. Was die vermeintlichen Halbgötter in weiss bei dir mit den Diagnosen anstellen, kann eigentlich nichts anderes bewirken als dass du dich selbst auf die Suche nach deinen Ursachen machst. Das mag ein langer Weg sein - besonders da Psyche auf Physis auf Psyche auf Physis ... wirkt - aber für dieses Menschenleben eventuell der wirklich einzige sinnvolle.


Ich wünsche dir alles nur erdenklich Gute,

Emily
 
E

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Ich habe 2 Gutachten, aber kein Gutachter wollte sich bezüglich meiner Erkrankung festlegen. Der erste hat gesagt, dass es möglicherweise eine chronisch paranoide Schizophrenie sein könnte, aber er schließt auch eine affektive Erkrankung nicht aus. Der 2. hat gesagt, dass bei mir eine posttraumatische Störung vorliegen könnte aber auch eine depressive Erkrankung, eine Angststörung oder aber eine Persönlichkeitsstörung.

NOCH mehr ist denen nicht eingefallen, wa? Irgendwas wird es halt sein. Die haben echt keine Ahnung von nichts. Mir wird echt anders wenn ich sehe wie diese Sache hier auch noch verniedlicht wird.

Das einzige m.E. akzeptable posting ist das von Münchnerkindl.

Da die Diagnose nicht einmal geklärt ist, habe ich Schwierigkeiten mich auf irgendeine Behandlung einzulassen. Ich möchte, dass die Reha-Ärzte meinen Eu-Renten-Anspruch befürworten, aber zum Versuchskaninchen wollte ich auch nicht mutieren.

Natürlich! Ich würde es genau so sehen wie du. Neuroleptika sind echte HAMMER und überhaupt diese ganzen Dinger ... Wenn du es nicht wirklich unbedingt brauchst, lass es!

An deiner Stelle würde ich ggf. eher auf die EU-Rente verzichten - aber ich habe keine Ahnung von dieser Rentensache und wie wichtig sie dir ist.

Habe aber eine gute Freundin, die "psichiatrie-erfahren" ist und sie spricht sehr nüchtern aber ganz anders als die meisten user in diesem thread, übrigens sprechen auch viel Ärzte so, nämlich: wenn nicht unbedingt notwendig: einen Bogen machen um die Psychiatrie und ihre "Medikamente" - die werden übrigens auch nicht netter wenn man sie "Medis" nennt
:cool:

Natürlich ist das schlimm das keine vernünftige Diagnose erstellt wurde.
Genauso ist der Spruch dämlich zu behaupten mit ausschliesslich Psychopharmaka und Neuroleptika (Betroffene kennen die unterschiedlichen Wirkstoffe und zur welcher Krankheit man sie zuordnen kann) kann man helfen!

Aber es ist ja noch gar keine echte Diagnose erfolgt, also kann man auch nicht behaupten ob Medis notwendig sind oder nicht....im Gegenteil, ich halte es für gefährlich Menschen sollten blos keine "bösen" Medis zu nehmen...

...ich denke das sollten gut ausgebildete Neurologen und Psychater entscheiden, die sich, wenn sie gewissentreu arbeiten auch den Hausarzt zu Rate ziehen ob es möglich ist auch ohne oder mit Medis, jenachdem, eine Therapie zu beginnen ist, wenn der Arzt auf den Wunsch nicht eingeht, dass man keine chemischen Medis einnehmen möchte, dann sofort wechsen, den Arzt!

Aber alles nur meiner Ansicht nach....nicht verrückt machen lassen.....:-D

Edit: Ohne Medis würde ich jetzt wahrscheinlich nicht hier mitschreiben!

Die Organe des vegetativen Nervensystems verfügen über eine glatte Muskulatur, die vom Willen nicht steuerbar ist, weshalb man auch vom "autonomen" oder "unwillkürlichen" Nervensystem spricht. Emotionale Zustände (Freude, Ärger, Wut, Leid, Trauer, Angst) bewirken Veränderungen des vegetativen Nervensystems.

Quelle: Panik-Attacken.de - Angst- und Panikstörungen - Lass die Angst nicht über dein Leben bestimmen! - Überblick über das Vegetative Nervensystem

Im Momment brauche ich Medis weil die Symptome nicht alleine durch Therapie weggehen.....
 
E

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Kann Dich gut verstehen - aber warte doch erst mal ab. Du wirst von niemand gezwungen werden irgendwelche Medikamente zu nehmen.




Mach Dir doch im Vorfeld nicht so viele Gedanken. Du wirst dort ganz liebe Menschen kennenlernen die in gleicher gesundheitlicher Situation sind wie Du. Du wirst traurig sein, wenn Du von dort wieder heim fährst. Glaub es mir :icon_smile:. Wie ich schon geschrieben habe. Abwarten und mit den Ärzten reden. Du musst wirklich keine Angst vor einer Rehe oder Kur haben. Erzähl denen ganz genau wie es Dir geht usw. ..... Nimm den Bericht mit von der DRV und alle anderen ärztlichen Stellungnahmen die Du hast und vor allem erzähle über Dein Krankheitsbild. Und wenn Du Anwendungen nicht mitmachen kannst, weil es Dir schlecht geht, dann mach sie nicht mit. Ganz einfach. Nicht soweit im voraus denken .... was denn ist, wenn ....

Hab keine Angst - Alles Gute für Dich!

LG



Im übrigen: Ich spreche aus eigener Erfahrung. Hab es selbst erfahren. Bin u.a. auch psychisch krank (u.a. Depressionen, Persönlichkeitsakzentuierung, Angststörungen, massive Konzentrationsstörungen). War 1x zur Kur und habe 2 Klinik-Aufenthalte über 8 Wochen hinter mir. Die Aufenthalte waren wirklich gut! Konnte viel über mich lernen und hab viel mitnehmen können. Allerdings ist es immer schwierig, wenn man wieder im Alltag lebt, das Gelernte umsetzen zu können.

Habe seit ein paar Wochen volle EU-Rente.

Daher kann ich mir sehr gut vorstellen wie es Muzel geht.

Gruß
 

jane doe

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Warum willst Du keine Medikamente nehmen? Da z.B. Depressionen auf Störungen im Gehirnstoffwechsel zurückzuführen sind, ist in den meisten Fällen nur mit Medikamenten etwas daran zu ändern. Es gibt viele Mittel, die seit vielen Jahren im Einsatz sind und für die meisten Patienten sehr nebenwirkungsarm sind.
umgekehrt wird ein schuh draus: psychotherapie ist das mittel der wahl. antidepressiva können helfen oder (meistens) auch nicht. mehr im adfd oder im forum.

Natürlich kann Dich im Normalfall niemand zwingen die Medikamente zu schlucken, aber andererseits möchtest Du doch sicherlich, daß es Dir besser geht, oder?
ohne vollständiger diagnose ist die gabe von medikamenten unverantwortlich! solange nicht geklärt ist woran muzel leidet, sind alle ratschläge unsinnig.

Wenn Du Dich gar nicht überwinden kannst, dann sagst Du den Ärzten die Wahrheit und natürlich auch, warum Du die Medikamente nicht willst. Das ist meist die sinnvollste Lösung.
was soll man ärzten sonst sagen?
 
E

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Diese Seite kann ich sehr empfehlen bezüglich Medikamente und deren Nebenwirkungen:

https://www.sanego.de/

Allerdings sollte man sich auch keine Angst machen lassen. Etliche Nebenwirkungen treten nämlich oft nur dann auf, wenn man sie kennt. Also eher psychsomatische Effekte, als wirkliche Nebenwirkungen.

Recht verträglich ist bei den Anti-Depressiva Fluctin, aber auch Doxepin. Letzteres eher dann, wenn auch Einschlafstörungen hat, bzw. Angst/Panikattacken, da es auch eine deutlich dämpfende Wirkung hat ohne Einzuschläfern.

Aufpassen sollte man allerdings mit einigen dieser Medikamente im Zusammenhang mit der Einnahme u.a. von Tramadol als Schmerzmittel, da es zu Wechselwirkungen kommen kann. Aber das steht auch recht deutlich in den Beipackzetteln.

Das Problem mit der totalen Medikamentenverweigerung ist leider, daß die meisten Therapien ohne Medikamentenunterstützung nicht funktionieren. Man bekommt also die Erkrankungen nicht in den Griff.
 
E

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Gast
umgekehrt wird ein schuh draus: psychotherapie ist das mittel der wahl. antidepressiva können helfen oder (meistens) auch nicht. mehr im adfd oder im forum.

Kann man so pauschal auch nicht sagen. Ich habe etliche Patienten erlebt, die ohne Antidepressiva gar nicht in der Lage gewesen wären eine Psychotherapie auch nur zu beginnen und schon gar nicht durchzuhalten.

ohne vollständiger diagnose ist die gabe von medikamenten unverantwortlich! solange nicht geklärt ist woran muzel leidet, sind alle ratschläge unsinnig.

Natürlich sollte man Medikamente nicht blind verschreiben. Allerdings kann eine Depression alles andere überdecken, so daß eine umfassendere Diagnose ohne Reduktion des depressiven Anteils gar nicht möglich sein kann. Ratschläge sind übrigens keineswegs unsinnig, wenn dabei beachtet wird was sinnvoll ist und was nicht.

was soll man ärzten sonst sagen?

Es gibt auch Leute, die sich die Medikamente verschreiben lassen und dann nicht einnehmen ohne, daß der Arzt das weiß. Viele Tabletten landen im Abfall statt im Patienten.
 

mustermannkarin

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ich habe mich auch geweigert, medikamente zu nehmen und muss sagen, mit medis gehts mir wesentlich besser, ich nehm sie nun 2jahre, habe panikattacken und leide unter depressionen, im februar fange ich mit einer 6 wöchigen therapie in einer tagesklinik an um einen normalen tagesrythmus reinzubekommen..verweigern der medikamente bringt nichts, die meisten psychischen erkrankungen sind mit unterstützung der medikamente und einer guten therapie in den griff zu bekommen..ich habe 3 psychiater und 4 therapeuten verschlissen, bis ich den richtigen fand..achso, ich schlucke Doneurin-Antidepressiva und hab zur unterstützung bei attacken Lorazepam..alleine zu wissen das ich Lorazepam bei mir trage, reicht mir schon um gut aus diesen attacken rauszukommen, ohne das ich sie nehmen muss,..iss halt auch eine Kopfsache
 
E

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Gast
Recht verträglich ist bei den Anti-Depressiva Fluctin, aber auch Doxepin.

Tom entschuldige: Dies ist bei jedem anders! Du verunsicherst nur. Bei Medikamenten für die Psyche ist es von Fall zu Fall unterschiedlich. Auch die Nebenwirkungen. Und vor allem kann man nicht so einfach 1 Antidepressiva empfehlen - denn auch wenn es wie Du schreibst "verträglicher" sein soll, heisst dies noch lange nicht, daß es dem Patienten oder für jeden anderen auch "verträglich" ist.

Muss jeder mit den Ärzten, seinem Psychologen, Neurologen, Psychotherapeut seines Vertrauens durchsprechen ... und dann entscheiden, versuche ich das was mir die Ärzte raten, damit es mir besser geht - oder eben nicht. Es kann sehr lange dauern bis man das richtige Medikament hierfür gefunden hat. Und manch einer entscheidet, daß er nichts nehmen will. Dies ist auch o.k. Wie geschrieben - muss jeder selbst wissen wie er/sie entscheidet. Wenn es einem sehr schlecht geht wird man versuchen was daran zu ändern. Dies kann aber auch schon damit gegeben sein, daß man seine Lebensumstände verändert, daß man "in sich reinhört", sich mit seinem Inneren auseinandersetzt, Dinge versucht anders zu sehen, Probleme nicht einfach so zu verdrängen versucht. In jedem Fall kann es ein sehr langer Weg sein .... Was über Jahre schleichend kam, geht nicht einfach so weg.

Sorry Tom, aber Du kannst doch nicht hergehen und schreiben, daß Fluctin und Doxepin recht verträglich sind. Bei Dir vielleicht ..... aber bei anderen sieht es schon wieder ganz anders aus.

In diesem Sinne
LG
 

münchnerkindl

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Ich habe 2 Gutachten, aber kein Gutachter wollte sich bezüglich meiner Erkrankung festlegen. Der erste hat gesagt, dass es möglicherweise eine chronisch paranoide Schizophrenie sein könnte, aber er schließt auch eine affektive Erkrankung nicht aus. Der 2. hat gesagt, dass bei mir eine posttraumatische Störung vorliegen könnte aber auch eine depressive Erkrankung, eine Angststörung oder aber eine Persönlichkeitsstörung. Da die Diagnose nicht einmal geklärt ist, habe ich Schwierigkeiten mich auf irgendeine Behandlung einzulassen. Ich möchte, dass die Reha-Ärzte meinen Eu-Renten-Anspruch befürworten, aber zum Versuchskaninchen wollte ich auch nicht mutieren.

Es gibt Kliniken wo stationär auch eine ausführliche Diagnostik gemacht wird habe ich gehört. Das würde ich mir mal überlegen an deiner Stelle. Ich würde das aber nicht über den RVTräger machen sondern über die Krankenkasse.
Dazu würde ich mir eine wirklich gute Klinik in deiner Nähe suchen. Ich würde mich mal in diesem Forum
Borderline Plattform-Anlaufpunkt zum Thema Borderline
umhören welche Kliniken in deiner Nähe wirklich was taugen. Auch wenn du kein Borderline haben solltest gibt es dort viele User mit ausführlicher Klinikerfahrung, also sind deine Chancen da eine geeignete empfohlen zu bekommen gross.

Was für Symptome hast du denn ?

Liebe Grüsse,

Petra
 
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