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Neufeststellungsbescheid- GdB ist ein Witz

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Heiko1961

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Hallo @ all,
wie schon vor einiger Zeit erwähnt, hatte meine Frau im Januar einen Herzinfarkt und musste sich einer Bypass- Op unterziehen. Schon bei der Katheder-Untersuchung musste sie reanimiert werden. Welche Leistung jetzt – vorausgesetzt ihr Herz erholt sich von der Vorerkrankung, dem Infarkt usw. – von ihr noch zu erwarten ist, steht noch in den Sternen. Auch welche Einschränkungen sie – wie jeder andere Herzpatient – akzeptieren muss, wird wohl beim GdB nicht berücksichtig. Sie benötigt in vielen Dingen des täglichen Lebens Hilfe, nach wie vor. Allein würde sie nicht mal den Haushalt, Einkauf, Arztbesuche usw. bewältigen. Ihre Narben (gerade an den Beinen) sind auch nach 15 Wochen noch nicht verheilt. Sie wurde jetzt mit einem GdB von 30% eingestuft.
Wir empfinden das als eine Frechheit. Vor der Herzerkrankung hatte sie auf ihr Sprunggelenk schon einen GdB von 20% und ihr Wirbelsäulenschaden- Bandscheibenprotrusionen
der HWS 3-5 wurde erst gar nicht berücksichtigt. Laut Tabelle liegt da der Mindest- GdB schon bei 10 %. Selbst der Chirurg ging „nur“ wegen der Herzerkrankung von mind. 50% aus. Aber ich glaube, das Versorgungsamt hat weder von ihm, noch von unserem, weiterbehandelnden Hausarzt ein Gutachten eingefordert.
Ich glaube, eine Einstufung des GdB wird willkürlich entschieden.
Ich z. B. habe wegen einer leichten Epilepsie und einer chronischen Polyarthritis einen GdB von 50%.

Aber der Standartsatz von denen lautet immer:
„Liegen mehrere Funktionsbeeinträchtigungen vor, so ist der Grad der Behinderung nach den Auswirkungen der Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen festzustellen. Für diese Entscheidung gilt Absatz 1, es sei denn, daß in einer Entscheidung nach Absatz 2 eine Gesamtbeurteilung bereits getroffen worden ist.“Verstehe einer den Satz wie er will. Alles Auslegungssache.
Beamte würden nach so einer OP wahrscheinlich in Rente gehen.

Fazit: Hartz IVler und krank = doppelter Anschiss!

Widerspruch haben wir erst einmal eingelegt.
Hat jemand einen Vorschlag, was wir noch machen können?

Gruß, Heiko :kotz:
 

Asterix-24

Neu hier...
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Das kommt mir bekannt vor

von einem bekannten der Bruder hatte 2 Herzinfakte und hat 3 Stends eingesetzt bekommen.

Dem wurden auch nur 10 % zugesprochen

der hat auch wiederspruch eingelegt

Und mitlerweile hat er klage eingereicht

Und das dauert.
 

kalle

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Das mit dem Widerspruch ist schon einmal eine gute Sache.
Beantrage bitte auch eine persönliche Untersuchung durch den amtsärztlichen Dienst. Wenn Deine Frau den Termin da nicht wahrnehmen kann müssen die auch nach Hause kommen.

Schildere nochmal eindringlich die ganzen Beeinträchtigungen Deiner Frau in Euren Worten. Schildere dieses bitte recht drastisch nach den Tatsachen.Das die immer noch was abziehen ist Standard.

Die Versorgungsämter versuchen es immer erst einmal mit dem kleinsten Bescheid.
Meine Frau habe ich in Zehnerschritten! durch Widersprüche von 10 % mittlerweile auf 50 %. Da ich nun aber die Faxen dicke hatte bin ich nun vorm SG damit. Auch bei mir versuchen sie es derzeit mit 10er Schritten. :twisted: .

Ich sehe bei Deiner Frau auch mehr GdB als erteilt. Aber wie immer müssen wir alle darum wohl kämpfen. nicht unterkriegen lassen.
 

Heiko1961

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Hallo kalle,

vielen Dank für die Tipps. Werden wir machen.
Aber erst mal warten wir die Abtwort von denen ab. :kinn:

Ich halte euch auf dem Laufenden. ;)

Gruß, Heiko
 

kalle

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Also, wenn noch nicht erfolgt würde ich die Begründung, das heißt die Beschreibung des Zustandes Deienr Frau aus Eurer Sicht jetzt noch nachschieben. Das kann dem Widerspruchsprozeß nur dienlich sein. Auch die persönliche Untersuchung würde ich noch beantragen. Sonst bekommst Du wieder einen gleichlautenden Widerspruchsbescheid. Dann mußt Du wieder von vorne anfangen. Das nimmt nur Zeit in anspruch. Also lieber gleich die Dinge nachkartern.
 

Heiko1961

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kalle schrieb:
Also, wenn noch nicht erfolgt würde ich die Begründung, das heißt die Beschreibung des Zustandes Deienr Frau aus Eurer Sicht jetzt noch nachschieben.
Das haben wir schon im Widerspruch schon erläutert.

Beantrage bitte auch eine persönliche Untersuchung durch den amtsärztlichen Dienst.
Das ist das nächste was wir machen werden.

Haben heut die angeforderten Gutachten erhalten. Wie befürchtet, ist das Gutachten von der Reha erstunken und erlogen. Die haben sogar Sachen abgerechnet, die nie gemacht wurden. Wir können einiges sogar beweisen. Und nur dieses Gutachten wurde berücksichtigt.
Die rechnen also: Kopf (psychische Minderbelastbarkeit) 20%, Herz 20%, Sprunggelenk 10%. Das macht insges. 30% :|
Wir haben auch schon Kontakt mit unserem Anwalt aufgenommen.
Wir müssen nur noch Prozesskostenbeihilfe beantragen.
Ich hoffe, die wird genehmigt. :hmm:

(Irgendwie klappt es bei mir mit Zitate einfügen nicht richtig.) :pfeiff:
Gruß, Heiko
 

kalle

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:daumen: Wenn das mit der Prozeßkostenhilfe durchkommt, dann ist das die richtige Entscheidung. Ansonsten könnt Ihr dieses auch ohne Anwalt durchziehen. Beim SG besteht keine Rechtsanwaltpflicht in denersten Instanzen.
 

Heiko1961

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kalle schrieb:
:daumen: Wenn das mit der Prozeßkostenhilfe durchkommt, dann ist das die richtige Entscheidung. Ansonsten könnt Ihr dieses auch ohne Anwalt durchziehen. Beim SG besteht keine Rechtsanwaltpflicht in denersten Instanzen.
Hallo Kalle,

ohne Anwalt? Leichter gesagt als getan. Vergiss nicht, meine Frau hatte einen Herzinfarkt. Stress ist das Letzte was sie gebrauchen kann.
Außerdem hat die Reha- Klinik einen falschen Bericht abgeliefert und Behandlungen bei der deutschen Rentenversicherung DRV (ehm. BfA) abgerechnet, die nie erbracht wurden. Haben wir schwarz auf weiß, und können es beweisen. (hatte ich schon geschrieben) D.h., die Reha- Klinik bekommt von uns eine Anzeige. Der DRV werden wir davon auch in Kenntnis setzen.
Ich glaube, die werden dann wegen der Abrechnung auch etwas unternehmen.

Und das sollen wir ohne Anwalt durchstehen?

Gruß, Heiko ;)
 

kalle

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War ja auch nur der Hinweis auf was wäre wenn nicht Prozeßßkostenhilfe. :pfeiff: :mrgreen:
 

Heiko1961

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Hallo Kalle,
muß mich mal wieder melden und euch auf dem Laufenden halten.
Es ist alles gut gelaufen. Ohne Anwalt, ohne Amtsarzt. Der Widerspruch mit Androhung, über alle Instanzen zu gehen hat gereicht. Ich glaube, die haben dem verlogenen Abschlussbericht von der Reha keinen Glauben mehr geschenkt.
Heute hat meine Frau ihren SB-Ausweis bekommen. GdB 90% mit (G), gültig bis 2021.
Geht doch. :) Darüber waren wir auch überrascht. :hmm:
Ich möchte mich, auch im Namen von meiner Frau Sylvi, für die guten Tipps und Ratschläge bedanken.

Ich hoffe wir lesen uns öfter.

Gruß, Heiko ;)
 

kalle

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Hach ist das schön. In letzter Zeit trudeln so langsam die einzelnen Erfolgsmeldungen ein.
:daumen: :daumen:
 

Heiko1961

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„Liegen mehrere Funktionsbeeinträchtigungen vor, so ist der Grad der Behinderung nach den Auswirkungen der Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen festzustellen.“
Hallo Leute,
noch ein kleiner Tipp für den evtl. Widerspruch. Dieser Satz (Zitat) wird gern vom Versorgungsamt benutzt. Gerade dann, wenn man mehrere Leiden/ Krankheiten angibt.
Ihr müsst unbedingt darauf beharren, dass für euch dieser Satz nicht zutrifft. Dann werden auch alle Leiden berücksichtigt.
Mit einem GdB- Rechner mal selber den GdB ausrechnen und dieses mit einreichen. So hatten wir es zusätzlich noch gemacht.

Gruß, Heiko ;)
 
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