Neues Wirtschaftswunder: Wer gewinnt beim Aufschwung? (1 Betrachter)

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Elo-User*in
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https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit/neues-wirtschaftswunder-100.html

Eine sehr unaufgeregte stille Dokumentation darüber, dass unsere Gesellschaft durch das unablässige Wachsen der Wirtschaft , das nun leider schon fast ein Jahrzehnt anhält, von innen heraus ausgehöhlt und ihre sozialen Werte zerstört werden.

Wir erfahren, dass der "Aufschwung" die Ungleichheit im Lande zementiert und eine noch nicht bezifferbare stetig ansteigende Anzahl von Armutsarbeitern und Armuterentnern produziert, die die Fundamente des Landes erschüttern werden.

Wir wissen am Ende des Filmes eigentlich, dass "Wirtschaftsaufschwünge" wie den, den wir alle miterleben müssen, eine Katastrophe sind.
 
E

ExitUser

Gast
Ich verstehe nicht ganz die Intention des Films. Erst wird offizielle Propaganda von Boom und Jobwunder wiedergekäut, dann werden die negativen Seiten einer ungleichen Verteilung des Volkseinkommens geschildert. Dazu ein sehr allgemeiner Schlussappel, dass sich etwas ändern muss.

Fazit: Das Problem ist bekannt, weiter so, denn es gibt keine Alternativen und eigentlich geht es uns ja auch sehr gut. :peace:
 

Vidya

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... weiter so, denn es gibt keine Alternativen und eigentlich geht es uns ja auch sehr gut. :peace:

Beim Aufschwung haben bisher nur die Unternehmer gewonnen. Das WSI Institut der Hans-Böckler Stiftung hat in seinem aktuellem Report Aktivierungspolitik und Erwerbsarmut festgestellt, dass die Erwerbsarmut mittels prekärer Beschäftigung seit 2004 auf das Doppelte gestiegen ist - Obwohl die Beschäftigungsrate angestiegen ist - ist dies noch keine Garantie für weniger Erwerbsarmut.

Letztendlich ist alles immer eine Frage der Perspektive -die aus der Sicht der Erwerbslosen völlig anders ist, als aus der Sicht der Unternehmer.

Weiter so? KEINESFALLS SO. Da muss sich was ändern. Sonst ändert sich an Hartz iV auch nichts mehr. Gewonnen haben bislang nur Unternehmen. Sie profitieren von der Workfare Politik, auf Kosten der Erwerbslosen. die weiter ausgebeutet werden.
 
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ExitUser

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Übersehen wird, das durch Hartz 4 + Lohndumping+Deutsch Eurogeld das Ausland zu Tode exportiert wird - dieses Exportieren von Schulden + Arbeitslosigkeit kann -mathematisch gesehen- auf die Dauer nicht funktionieren. Die Verarmung der Euro-Südländer zeigt das deutlich. Auch die USA beziehen mittlerweile Stellung gegen den deutschen Wirtschaftsimperialismus...
 
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ExitUser

Gast
dass unsere Gesellschaft durch das unablässige Wachsen der Wirtschaft , das nun leider schon fast ein Jahrzehnt anhält,
diese Verarsche geht doch schon viel länger so. Das fing doch schon damit an, dass plötzlich vor irgendwie 20 Jahren rückwirkend (!!!) die Anerkennung der Studienzeiten bezüglich der Rente radikal ersatzlos gekürzt worden sind.

Das ganze auf Sand gebaute Kartenhaus bröckelt doch schon mindestens seit dem Oberfetten, und das sehr schlau und weise geplant. Und sorry, ZDF-"Dokus" tu ich mir nicht an, da bin ich konsequent ignorant :icon_hmm:

Eine steigende Beschäftigungsrate bedeutet nicht, dass dabei anständige Arbeitsplätze entstehen.
Wir haben ja bald Vollbeschäftigung, also, gemach gemach. Lustich finde ich immer diese selbstverständliche Sprachumwandlung. Spricht oder schreibt "heutzutage" eigentlich noch irgendjemand von Arbeitsplätzen? Ich muss mal gucken, wann das als ZIEL in meinem letzten EGV-Entwurf geschrieben stand, in der neuen steht auch "Beschäftigung".

AsbachUralt würde wohl sagen, demnächst gibts die Leute eh nicht mehr, die das Wort "Arbeitsplatz" mal kannten und damit hat sich dann das "Problem" eh quasi wie von selbst erledigt. So wie alle (zumindest die meisten) anderen "echten" Probleme auch.
 
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Andrew Sarchus

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Es ist noch niemand reich geworden durch seiner eigene Hände Arbeit. Reich wird man nur wenn man arbeiten lässt! Entweder durch Kapital (Geld), Boden (Vermietung) oder Sklaven (LAN).

Leute, die damit zu Vermögen kommen, brauchen keinen Aufschwung, die haben immer Konjunktur.

:icon_motz:
 

hartzerkaese

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Sehe es auch so, wie du es schreibst - eher geht man an Überarbeitung kaputt, als dass man reich wird.

Nur ganz selten wird man durch harte Arbeit + viel Lernen & viel Glück wohlhabend - am ehesten als Sportler, Künstler, Genie - ist aber eher selten. Es gibt aber auch Genies, die blieben bis zum Tod bettelarm, Van Gogh zum Beispiel wurde erst nach dem Tod 'reich'. Dann gibt es noch Leute, die durch eine gespaltene Zunge reich werden - Politker, reiches Vermögen geerbt haben, sich reich eingeheiratet haben.
 

AsbachUralt

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AsbachUralt würde wohl sagen, demnächst gibts die Leute eh nicht mehr, die das Wort "Arbeitsplatz" mal kannten und damit hat sich dann das "Problem" eh quasi wie von selbst erledigt. So wie alle (zumindest die meisten) anderen "echten" Probleme auch.
Bis jetzt bin ich noch durchaus selbst in der Lage meine Meinung kund zu tun und brauche niemanden, der sie mir in den Mund legt.

Unterlasse also solche Spekulationen, was ich oder andere wohl sagen würden.
 
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